Wer will mit mir der deutschsprachige John Grisham werden?

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AlbertMüller
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Wer will mit mir der deutschsprachige John Grisham werden?

von AlbertMüller (06.11.2011, 10:20)
Hallo!

Ich bin Wirtschaftsjurist in Österreich und suche einen Partner, der mit mir Wirtschaftskrimis schreibt.

Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit habe ich umfangreiches Insiderwissen in der Wirtschaft und ich habe zahlreiche - wie ich meine gute Ideen für spannende Wirtschaftskrimis.

Ich hätte mir vorgestellt, dass ich den gesamten Plot, den Handlungsablauf, die Charakteren usw. entwickle und auch die Dialoge voll ausformuliere.

Ich beherrsche zwar die deutsche Sprache, habe auch schon viele Artikel für Zeitschriften geschrieben, ... Das waren aber alles Fachartikel und mir ist bewusst, dass man für Belletristik einen anderen Wortschatz und Schreibstil benötigt. Daher suche ich einen Schriftsteller, der sozusagen meine Geschichten ausformuliert, sodass die Atmosphere und Emotionen beim Leser entsprechend rüberkommen und die Story voll zur Geltung kommt.

Die Zusammenarbeit würde dann in etwa so aussehen, dass ich Kapitel für Kapitel den Handlungsablauf, die Charakteren, Örtlichkeiten verbal und z.B. durch Fotos beschreibe und die Dialoge festlege und mein Partner, dann das Kapitel dazu schreibt, er also dann die Örtlichkeiten, Charaktere, Atmosphäre professionell und schriftstellerisch so ausformuliert, dass der Geschichte Leben eingehaucht wird.

Das Urheberrecht würden wir uns dann entweder teilen, wir scheinen dann beide als Autoren auf und jeder erhält 50% der Einnahmen oder ich erhalten das Urheberrecht und mein Partner erhält einen pauschalen Geldbetrag pro Seite von mir.

Das erste Pilotprojekt mit dem wir die Zusammenarbeit testen könnten wäre noch eine Satire, ca. 200 Seiten, wo ich die Handlung und sämtliche Kapital bereits fertig habe.

Es geht um einen Wiener Hofrat, einen Steuerprüfer, der einem Steuerhinterzieher auf die Schliche kommen möchte. Dieses Buch ist wie gesagt, noch kein Krimi, sondern ein lustiger Roman mit vielen Pointen zum Lachen.

Beim zweiten Buch geht es um einen Wirtschaftsprüfer und ist ebenfalls noch eine Satire , wo sich der Wirtschaftsprüfer und der Steuerprüfer als Gegner gegenüberstehen.

Ab dem dritten Buch soll dann langsam das Genre gewechselt werden zum Krimi. Ab dann werden die zwei Protagonisten zusammenarbeiten, um Wirtschaftskriminalfälle und Korruptionsfälle aufzuklären.

Wenn Sie Interesse haben, ersuche ich Sie mir Ihren Lebenslauf und ein paar Leseproben Ihres Könnens an meine E-Mail-Adresse: autornummerx@gmx.at zu schicken. Schön wäre es auch, wenn Sie mir die Art (wollen Sie als Mitautor tätig sein oder wolle Sie lieber pro Seite entlohnt werden) der von Ihnen gewünschten Zusammenarbeit auch gleich mitteilen.

Der Projektstart sollte Frühling 2012 sein.

Bis dann
Albert Müller

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Perchta
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Re:

von Perchta (06.11.2011, 15:30)
Was du suchst, geht, denke ich, eher in Richtung Ghostwriter. Zumindest klingt, was du dir vorstellst, in meinen Ohren nicht nach einer Partnerschaft zweier gleichberechtigter Autoren. Überspitzt formuliert: Du denkst dir die Geschichte aus und behältst alleine die Rechte daran, und dein Partner soll die Arbeit machen und sie für dich schreiben.

Solche Partnerschaften gibt es sogar häufig. Aber sie werden eben üblicherweise über einen Ghostwriter-Vertrag geregelt. Das Salär eines Ghostwriters wird meines Wissens pauschal berechnet (also z.B. 10.000 Euro für das Buch - der konkrete Preis richtet sich natürlich nach dem Umfang des Bands).
Mein Dilettanten-Projekt. "Dilettant" ist übrigens abgeleitet vom lateinischen "delectare" = "erfreuen".

AlbertMüller
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Re:

von AlbertMüller (06.11.2011, 17:09)
Hallo Perchta!

Unter Ghostwriter verstehe ich jemanden, dem ich eine Handlung in groben Zügen auftrage und der mit dann das ganze Buch gegen ein Honorar schreibt, dass ich unter meinem Namen veröffentliche.

Ich denke, du hast meinen Beitrag nicht genau gelesen. Es gibt zwei Varianten der Zusammenarbeit. Entweder wird das Urheberrecht 50/50 geteilt und beide stehen als Autoren auf dem Buch oder der Partner erhält als teilweiser Ghostwriter einen Pauschalbetrag.

Wieso meinst du, der Partner macht die ganze Arbeit. Ich habe ja geschrieben, dass ich den gesamten Plot ausarbeite, den Handlungsablauf die Figuren entwickle und auch die Dialoge schreibe. Das sind meine Stärken.
Das Schreiben eines Buches besteht aus Recherche, Ausarbeiten des Plots, Entwicklung der Protagonisten, ... und dann dem Schreiben des Romans.

Der Part meines Partners ist sicher nicht wenig Arbeit, aber ich habe auch viel Arbeit in das Projekt investiert und werde es noch tun.

Ich denke, wenn sich ein geübter Schriftsteller mit mir zusammentut, könnten wir ein ordentliches Produkt in kurzer Zeit produzieren. Während ich viel Zeit investieren müsste, um den entsprechend notwendigen Schreibstil zu erlangen, um das Buch alleine zu schreiben, müsste ein Schriftsteller ewig viel recherchieren, um einen Wirtschaftskrimi glaubwürdig schreiben zu können. So denke ich, könnten wir Synergieeffekte nutzen. Aber ich verstehe natürlich, dass es nicht jedermanns Sache ist, eine Geschichte zu schreiben, die sich ein anderer ausdenkt ...

Es gibt viele gute Sänger, die keinen Erfolg haben, weil sie keine guten Lieder haben und es gibt viele gute Komponisten, deren Lieder keinen Erfolg habe, weil sie keinen guten Interpreten haben ... Ich denke ich bin ein guter Komponist, der aber zuwenig gut singen kann, um einen Nummer-eins-Hit landen zu können.

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Perchta
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Re:

von Perchta (06.11.2011, 17:23)
AlbertMüller hat geschrieben:
Wieso meinst du, der Partner macht die ganze Arbeit. Ich habe ja geschrieben, dass ich den gesamten Plot ausarbeite, den Handlungsablauf die Figuren entwickle und auch die Dialoge schreibe.


Und das ist genau der Teil am Schreiben, der, meiner persönlichen Erfahrung nach, Spaß macht. Das reine Fabulieren. Danach, also genau an dem Punkt, an dem du dich ausklinkst, geht die Arbeit eigentlich erst los.

Aber das ist nur meine Einschätzung. Vielleicht gibt es ja jemanden, der genau an diesem Part tatsächlich Spaß hat. In diesem Fall natürlich alles Gute für dein Projekt.

Edit gibt noch Folgendes zu bedenken, nachdem du dich ja als "Komponist" des Werkes siehst: Auf den CD-Hüllen steht üblicherweise der Name des Interpreten - der des Komponisten ganz klein im Booklet ...
Zuletzt geändert von Perchta am 06.11.2011, 18:28, insgesamt 1-mal geändert.
Mein Dilettanten-Projekt. "Dilettant" ist übrigens abgeleitet vom lateinischen "delectare" = "erfreuen".

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W.Waldner
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Re:

von W.Waldner (06.11.2011, 18:03)
Wenn Du der deutschsprachige John Grisham werden willst, solltest Du zuerst einmal die Unwahrscheinlichkeiten in dessen Biografie aufgeklärt haben:

Sein Vater war ein Bauarbeiter, seine Mutter Hausfrau. ... Als Kind träumte John Grisham davon, professionell Baseball zu spielen. Als er erkannte, dass seine Fähigkeiten dazu nicht reichen würden, begann er an der Mississippi State University das Studium des Rechnungswesens, anschließend studierte er Rechtswissenschaft an der University of Mississippi. Er beendete 1981 sein Jurastudium ... 1983 wurde er als Kandidat der Demokratischen Partei in das Parlament des Staates Mississippi gewählt.


Der war also 1981 mit dem Studium fertig und saß schon 1983 für die Demokraten im Parlament. thumbbup

Ich glaub, ich werd Politiker. :lol:

Leider läuft das nicht so, wie es dann in den Biografien zu lesen ist. Wie es wirklich läuft, erzählt man den Kinderchen lieber nicht. :shock::

Mit den Karrieren zum Erfolgsautor ist es ähnlich:

Sein Manuskript, zunächst von mehr als zwei Dutzend Verlagen abgewiesen,[1] wurde schließlich von Wynwood press gekauft und erschien im Juni 1989 in einer bescheidenen Auflage von 5000 Exemplaren.

Am Tag, als Grisham die Arbeit an Die Jury beendet hatte, begann er mit seinem zweiten Roman: Dieser schildert die Geschichte eines vielversprechenden jungen Anwalts, der von einer scheinbar perfekten Kanzlei, die aber nicht das ist, was sie zu sein scheint, eingestellt wird. Als John Grisham die Filmrechte zu Die Firma (The Firm) für 600.000 US-Dollar an Paramount Pictures verkaufte, wurde er plötzlich heißbegehrt unter den Verlegern, und Doubleday kaufte die Verlagsrechte.


Da hat einer also ein Buch mit einer Auflage von 5000 geschafft und verkauft dann gleich die Filmrechte an seinem zweiten Buch für über eine halbe Million Dollar?

So einfach geht das? :lol:

Natürlich nicht. Wie es wirklich war, werden wir wohl nie erfahren. Das wäre natürlich interessanter, als die ganzen erfundenen Geschichten, die sich die Leute immer so ausdenken wollen.

Einschließlich der Geschichten von John Grisham. book:

Kann natürlich sein, Du hast als Wirtschaftsjurist zufällig Einblick in die wirklichen Machenschaften eines großen Verlages gewonnen, dann kannst Du Dein Buch gleich von deren bestem Lektor fertigschreiben und dann in Millionenauflage groß in den Handel bringen lassen.

Du musst dafür nur genug über die Geschäfte wissen. cool1
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Warum die Geldpolitik 1929-33 die Weltwirtschaftskrise verursacht hat

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Haifischfrau
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Re: Wer will mit mir der deutschsprachige John Grisham werde

von Haifischfrau (06.11.2011, 18:18)
AlbertMüller hat geschrieben:
Hallo!

Ich beherrsche zwar die deutsche Sprache, habe auch schon viele Artikel für Zeitschriften geschrieben, ... Das waren aber alles Fachartikel und mir ist bewusst, dass man für Belletristik einen anderen Wortschatz und Schreibstil benötigt. Daher suche ich einen Schriftsteller, der sozusagen meine Geschichten ausformuliert, sodass die Atmosphere und Emotionen beim Leser entsprechend rüberkommen und die Story voll zur Geltung kommt.

Die Zusammenarbeit würde dann in etwa so aussehen, dass ich Kapitel für Kapitel den Handlungsablauf, die Charakteren, Örtlichkeiten verbal und z.B. durch Fotos beschreibe und die Dialoge festlege und mein Partner, dann das Kapitel dazu schreibt, er also dann die Örtlichkeiten, Charaktere, Atmosphäre professionell und schriftstellerisch so ausformuliert, dass der Geschichte Leben eingehaucht wird.

Albert Müller


Nun ja!
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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (06.11.2011, 18:35)
Wäre mir zu wenig Freiraum. Unter einer Partnerschaft verstehe ich auch etwas anderes als daß der eine vorgibt und der andere ausführt.

AlbertMüller
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Re:

von AlbertMüller (06.11.2011, 18:48)
@ Perchta

Ich will wirklich niemanden ausnutzen, sondern nur ein Projekt verwirklichen. Mir gehts auch gar nicht ums Geld, denn ich habe bereits ein Haus und ein Auto und mehr Ansprüche habe ich nicht. Nein, ich möchte einen guten Roman schreiben, nicht einen durchschnittlichen, das könnte ich vermutlich selbst, sondern einen wirklich guten und vielleicht haben wir auch noch das Glück des Tüchtigen und wir verkaufen ihn auch noch.

@ W
Was willst du mir den mit den Ausführungen zum Lebenslauf von John Grisham sagen? Dass er gleich nach dem Studium ins Parlament gewählt wurde, ist für mich nicht besonders verdächtig. Unser Bundeskanzler Werner Feymann wurde schon in den Wiener Gemeinderat bzw. Landtag gewählt, da hatte er sein Jusstudium noch gar nicht abgeschlossen. Er hat es dann auch gleich abgebrochen, um dann Bundeskanzler zu werden. War sicher die richtige Entscheidung, sonst wäre es ihm womöglich wie Guttenberg ergangen. Ich denke, man sollte sich nicht zu sehr mit den Lebensläufen anderer beschäftigen oder gar seine Entscheidungen danach richten.

AlbertMüller
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Re:

von AlbertMüller (06.11.2011, 19:00)
@ Haifischfrau
@ Richard

Tja, was soll ich zu euren Kommentaren sagen. War wohl von euch beiden eine Themenverfehlung. Denn weder habe ich geschrieben, dass ihr schon jetzt meinen Text im Posting auf Rechtschreibfehler kommentieren sollt, noch habe ich ersucht, euch zu melden, wenn ihr nicht interssiert seid. Aber troztdem, danke für euer Feedback.

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Perchta
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Re:

von Perchta (06.11.2011, 19:15)
AlbertMüller hat geschrieben:
Ich will wirklich niemanden ausnutzen, sondern nur ein Projekt verwirklichen.


Das glaube ich dir aufs Wort, Albert.
Ich denke, wir haben einfach sehr unterschiedliche Einschätzungen vom Schreiben als solchem. Ich bin inzwischen an einem Punkt, an dem ich denke: das "Was", das in einer Geschichte erzählt wird (sozusagen dein Part in der Autoren-Gemeinschaft), ist natürlich wichtig, aber sekundär. Wichtig ist vor allem das "Wie". Ein guter Schreiber macht dir noch aus dem langweiligsten Geschehen ein lesenswertes Buch.

Aber das ist meine sehr persönliche Einschätzung. Ich könnte so nicht gut schreiben, beziehungsweise: ich würde mich dabei tatsächlich als Lohnarbeiter empfinden, nicht als Partner.

lg
Petra
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Seshmosis
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Re:

von Seshmosis (06.11.2011, 19:27)
Nun, ich bin professioneller Schriftsteller und habe durchaus auch Erfahrungen als Ghostwriter.

Als Autor mangelt es mir nicht an Ideen, so dass ich das Realisieren von Ideen anderer als reinen Brötchen-Job sehe. Da will ich auch kein "deutschsprachiger John Grisham" und auch sonst kein anderer werden, sondern Geld verdienen.

In jedem Quartal kommt mindestens einer auf mich zu, der sagt, dass er eine geniale Idee hätte und ihm nur die Zeit oder die Erfahrung oder was auch immer fehlen würde, diese als Roman umzusetzen.
Davon abgesehen, dass die meisten dieser sog. Ideen kaum ausreichen, um auch nur eine Kurzgeschichte zu verfassen, íst das Gespräch meist schnell beendet, wenn um es um die finanziellen Regelungen geht.

AlbertMüller hat geschrieben:
mein Partner erhält einen pauschalen Geldbetrag pro Seite von mir.

Die Gretchen-Frage: Wann fließt das Geld und wie viel?

Bei normalen Ghostwriter-Verträgen läuft das so: 50 % bei Vertragsabschluss, 50 % bei Ablieferung des Manuskripts.

Die "genialen Ideenlieferanten und Sachexperten" denken jedoch, die Bezahlung erfolgt erst dann, wenn ein Verlag für das Projekt gefunden ist, den am besten der Ghostwriter auftreibt.
In Gesprächen merkt man sehr schnell, dass alles, was Arbeit macht, schwierig ist oder gar unangenehm, der Ghostwriter übernehmen soll, der am besten auch gleich den Literaturagenten spielen soll.

Ich will Dir nicht unterstellen, dass es bei Dir ebenso ist.
Vielleicht hast Du ja wirklich schon Vorgespräche mit entsprechenden Verlagen geführt.
Vielleicht hast Du ja auch schon über das Honorar für den Co-Autor, Schreiber, wie auch immer Du ihn nennen magst, nachgedacht.
Und vielleicht ist Dir auch klar, dass kein Profi auf Verdacht und nur aus Begeisterung für Deine Idee, das Risiko eingehen wird, einen ganzen Roman für Dich zu schreiben.

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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (06.11.2011, 20:15)
@ AlbertMüller

Eigentlich glaube ich nicht, daß ich das Thema verfehlt habe.

Du schreibst oben etwas von Partnerschaft, aber was Dir eigentlich vorschwebt ist ja, daß Du das Thema, die Dialoge und die Figuren vorgibst, und Dein »Partner« diese Vorgaben nur noch atmosphärisch umsetzen soll, darf, kann - wie auch immer.

Wenn Du aber Deinen Mitautor tatsächlich als Partner betrachtest, solltest Du ihm ein wenig mehr zugestehen als nur Deine Ideen umzusetzen, oder aber Du nennst es anders. Ghostwriter, wie schon einige vorgeschlagen haben, der in einem vertraglichen Abhängigkeitsverhältnis zu Dir steht.

Insofern wäre durch Dich also die Frage zu klären, ob Du hier einen Angestellten oder tatsächlich, wie Du schreibst, einen Partner suchst.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (06.11.2011, 20:15)
W.Waldner hat geschrieben:
Der war also 1981 mit dem Studium fertig und saß schon 1983 für die Demokraten im Parlament. thumbbup

Ich glaub, ich werd Politiker. :lol:

Leider läuft das nicht so, wie es dann in den Biografien zu lesen ist. Wie es wirklich läuft, erzählt man den Kinderchen lieber nicht. :shock::


Was ist daran so ungewöhnlich?
Hier ist die Rede vom Repräsentantenhaus des Staates Mississippi. Das sind - meines Wissens - 122 Vertreter der diversen Bezirke. 1983 war Grisham 28 Jahre alt. Nur zum Vergleich: Robert Moak von den Demokraten sitzt seit 1984 im Repräsentantenhaus - und ist Jahrgang 1958. Also mit 26 ins Parlament eingezogen.

W.Waldner hat geschrieben:
Mit den Karrieren zum Erfolgsautor ist es ähnlich:

Da hat einer also ein Buch mit einer Auflage von 5000 geschafft und verkauft dann gleich die Filmrechte an seinem zweiten Buch für über eine halbe Million Dollar?

So einfach geht das? :lol:


Warum denn nicht?
In den USA verkauft man Filmrechte an einem Manuskript nicht einfach so - dort ist das Wesen der Literaturagenten viel stärker ausgeprägt als hierzulande. Die 600.000 Dollar sind das Verhandlungsergebnis zwischen dem Agenten und der Filmfirma. Ein nicht unerheblicher Teil des Geldes geht an den Agenten.

Nur zum Vergleich: Der erste Harry-Potter-Roman erschien in einer Auflage von 500 Exemplaren. Ganze drei Tage nach Erscheinen des Buches kaufte der US-Verlag Scholastic diie Rechte für den US-Markt für 100.000 Dollar, wovon 80% an die Autorin Rowling gingen. Die Filmrechte für die ersten vier Bücher wurden für 2 Millionen Dollar verkauft.

Zum Vergleich:
Das Drehbuch für eine deutsche halbstündige Daily Soap im Fernsehen wird für 8.000 bis 12.000 Euro verkauft; ein Drehbuch für einen "Tatort" kann schon mal eine sechsstellig Summe bringen.

Das Mindesthonorar für einen freiberuflichen Drehbuchautor einer halbwegs erfolgreichen US-Fernsehserie (also das Zeug, was bei uns im Privat-Fernsehen läuft wie "CSI", "Navy CIS", "Monk", "Law And Order" usw.) beträgt 30.000 Dollar je Folge.
Ein "Teamautor", also jemand, der an einem Drehbuch nur "mitschreibt", bekommt als Anfänger pro Monat 12.000 Dollar (bzw. 3.000 Dollar die Woche, was in den USA der übliche Zahlungsrhythmus ist).
Ein "Story Editor", also jemand, der das Drehbuch auch kurzfristig überarbeitet, liegt bei 6.000 Dollar je Woche (24.000 Dollar im Monat)
Ein "Outliner", also derjenige, der die Story der Episode ausarbeitet und so die ganze Serie über die einzelnen Folgen sozusagen zusammenhält, liegt bei 9.000 Dollar die Woche (36.000 Dollar/Monat).
Producer, Supervisor und Showrunner liegen nochmals deutlich höher.

(Zahlen aus: Pamela Douglas, Wrting The TV Drama Series, 2007)

W.Waldner hat geschrieben:
Natürlich nicht. Wie es wirklich war, werden wir wohl nie erfahren. Das wäre natürlich interessanter, als die ganzen erfundenen Geschichten, die sich die Leute immer so ausdenken wollen.


Und das weißt du ganz sicher, dass das nicht sein kann?
Korrektorat: 1,- Euro zzgl. 19 % USt. pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

AlbertMüller
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Re:

von AlbertMüller (06.11.2011, 20:29)
@ Gerd
Ist kein Wunder, dass die Leute schnell das Gespräch mit dir beenden. Deine Zeilen sind nicht sehr einladend. Man hat fast den Eindruck, mancher Schriftsteller fühlt sich prostituiert, wenn er einen Plot eines anderen schreibt. Aber in anderen Berufen ist das nichts Außergewöhnliches. Wenn ich denke, wie viele Gutachten ich schon geschrieben habe, die andere verkauft haben. Aber ich habe immer Geld dafür bekommen und bin auch bereit für die Leistungen anderer was zu bezahlen, wenn diese das wirtschaftliche Risiko nicht tragen wollen.

Das ganze Buch in Auftrag zu geben, kann ich mir nicht vorstellen. Denn ich weiß ja nicht, was dann herauskommt. Ich könnte mir aber vorstellen, erst einmal ein Kapitel, z.B. mit 15 Seiten in Auftrag zu geben, um zu sehen, ob dann auch das herauskommt, was ich mir vorstelle.

Was den Preis betrifft, ersuche ich Interessenten, mir Angebote zu machen. Ich denke ein professioneller Schriftsteller, weiß besser Bescheid, welchen Aufwand er haben wird als ich.

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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (06.11.2011, 20:31)
AlbertMüller hat geschrieben:
Nein, ich möchte einen guten Roman schreiben, nicht einen durchschnittlichen, das könnte ich vermutlich selbst, sondern einen wirklich guten und vielleicht haben wir auch noch das Glück des Tüchtigen und wir verkaufen ihn auch noch.


Mit anderen Worten: Du willst Dir die Mühe ersparen, einen eigenen Stil zu entwickeln, die Rome Deinen Freunden zum Lesen und zur Kriitik zu geben, sondern Du hälst Deinen Stoff für so wichtig, daß er sofort ein Erfolg werden muß. Das ist natürlich Deine Sache, aber ich prophezeihe Dir, daß es so einfach nicht werden wird.

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