Foto auf Cover, rechtliche Frage

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Krebskiller
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Foto auf Cover, rechtliche Frage

von Krebskiller (22.11.2011, 19:02)
Hallo,

heute habe ich mein Fun-Exemplar mit meinem ersten selbstgestalteten Cover nach dieser tollen Anleitung

http://www.bod.de/autorenpool/covergestaltung-mit-open-office-draw-t9720,highlight,brosch%FCre.html

erhalten. Bis auf Kleinigkeiten bin ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Auf der Titelseite habe ich folgendes Foto von mir plaziert, siehe Anhang.
Nun bin ich doch erstaunt, wie gut man die Buchtitel der gestapelten Bücher lesen kann. Was meint oder wißt Ihr, kann das Ärger geben, weil zum Beispiel ein Buchautor nicht mit mir in Verbindung gebracht werden möchte?

Norbert
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AnnetteH
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Re:

von AnnetteH (22.11.2011, 19:08)
Ich denke nicht, denn in den meisten Fällen ist entweder nur der Titel oder der Name zu lesen. Das dürfte kein Problem sein. (Das ist aber meine persönliche Meinung, kann also auch anders sein...) blink3

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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (22.11.2011, 19:14)
Also eine rechtliche Auskunft kann ich da auch nicht geben, nur einen Vorschlag liefern: Wie wäre es, wenn Du die Bücher umdrehst, so daß die Titel nicht mehr lesbar sind?

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AnnetteH
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Re:

von AnnetteH (22.11.2011, 19:16)
Richard Bercanay hat geschrieben:
Also eine rechtliche Auskunft kann ich da auch nicht geben, nur einen Vorschlag liefern: Wie wäre es, wenn Du die Bücher umdrehst, so daß die Titel nicht mehr lesbar sind?


Ich schätze, dann ist der "Gag" weg, denn wenn man die Titel nicht lesen kann, weiß keiner, was das für Bücherstapel sein sollen.

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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (22.11.2011, 19:18)
Ansonsten könnte ich noch empfehlen: Einfach mal bei den Verlagen und Autoren nachfragen. Ich hatte in einem Sachbuch, an dem ich gerade schreibe, Materialien des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages verwendet und war mir nach der Geschichte mit zu Guttenberg nicht so ganz sicher, ob das so einfach geht. Da habe ich den Buchauszug zum PDF-Dokument gemacht, ihn dem Deutschen Bundestag per E-Mail geschickt und eine freundliche Antwort erhalten, wie ich den besagten Text verwenden darf. Ich glaube, die meisten Leute stellen sich da nicht so an.

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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (22.11.2011, 19:19)
AnnetteH hat geschrieben:
Richard Bercanay hat geschrieben:
Also eine rechtliche Auskunft kann ich da auch nicht geben, nur einen Vorschlag liefern: Wie wäre es, wenn Du die Bücher umdrehst, so daß die Titel nicht mehr lesbar sind?


Ich schätze, dann ist der "Gag" weg, denn wenn man die Titel nicht lesen kann, weiß keiner, was das für Bücherstapel sein sollen.


Ja, das dachte ich mir auch schon, vielleicht hätte einen Smiley dahintermachen sollen. ;-)

Auf der anderen Seite ist man dann auf der sicheren Seite. Also, wie gesagt, ich weiß es auch nicht, aber am besten einfach mal bei den Autoren nachfragen, die man am besten lesen kann, das hilft vielleicht schon weiter.

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AnnetteH
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Re:

von AnnetteH (22.11.2011, 19:23)
Richard Bercanay hat geschrieben:
AnnetteH hat geschrieben:
Richard Bercanay hat geschrieben:
Also eine rechtliche Auskunft kann ich da auch nicht geben, nur einen Vorschlag liefern: Wie wäre es, wenn Du die Bücher umdrehst, so daß die Titel nicht mehr lesbar sind?


Ich schätze, dann ist der "Gag" weg, denn wenn man die Titel nicht lesen kann, weiß keiner, was das für Bücherstapel sein sollen.


Ja, das dachte ich mir auch schon, vielleicht hätte einen Smiley dahintermachen sollen. ;-)


Ach soooo... :D

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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (22.11.2011, 19:25)
Photos sind da eine schwierige Materie. Ich mach mal eine Überlegung, die vom Zitierrecht ausgeht, weil Krebskiller ja die Sorge äußerte, daß einer der Autoren nicht mit ihm in Verbindung gebracht werden möchte.

Wenn ich zum Beispiel ein Buch schreibe, daß sich kritisch mit der FDP auseinandersetzt, und dabei als Quellen Bücher von Autoren verwende, die FDP-Fans sind, müssen sie sich gefallen lassen, in meinem Buch zitiert zu werden, insofern und soweit ich mich an das Zitierrecht halte.

Ich kann als Autor eines Buches nicht bestimmen, daß mein Buch nur im Zusammenhang mit positiven Einlassungen zur Materie verwendet wird. Ich muß mir gar gefallen lassen, daß jemand ein Buch über mein Buch schreibt und erklärt, daß meine Thesen Mist seien, solange er meine Rechte dabei nicht verletzt.

Das wäre ja auch noch schöner, wenn ich als Autor verhindern könnte, daß andere sich kritisch mit mir auseinandersetzen.

Wie das bei dem Photo ist, kann ich nicht sagen, aber ich glaube, daß Argument, »mit dem möchte ich nicht gesehen werden!« dürfte dabei auch nicht ziehen.

Krebskiller
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Re:

von Krebskiller (22.11.2011, 19:58)
Danke für eure Meinungen!
Ein Foto mit den Büchern andersherum wirkt nicht, hatte ich auch probiert. Mal sehen was ich mache, eventuell die Bücher etwas anders stapeln.

Norbert

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hawepe
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Re: Foto auf Cover, rechtliche Frage

von hawepe (22.11.2011, 20:09)
Hallo Norbert,

Krebskiller hat geschrieben:
Nun bin ich doch erstaunt, wie gut man die Buchtitel der gestapelten Bücher lesen kann. Was meint oder wißt Ihr, kann das Ärger geben, weil zum Beispiel ein Buchautor nicht mit mir in Verbindung gebracht werden möchte?


Letzteres ist nicht das Problem, aber es kann urheberrechtlichen Ärger geben.

Als ich den Seitenkopf von www.buchentdeckungen.de mit den Buchrücken im Bücherschrank gestaltete, habe ich in einer Mailingliste gefragt, in der auch Anwälte mitlesen. Sie haben davon abgeraten, Bücher so abzubilden, dass Teile des Covers zu erkennen sind.

Ich habe darauf die meisten Autoren bzw. Verlage um eine Nutzungserlaubnis gefragt. Den Rest habe ich mit Gimp bearbeitet und mit einem neuen, Phantasietitel versehen. Mir war das Risiko einfach zu groß.

Beste Grüße

Heinz

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hawepe
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Re:

von hawepe (22.11.2011, 20:15)
Hallo Richard,

Richard Bercanay hat geschrieben:
Ich mach mal eine Überlegung, die vom Zitierrecht ausgeht,


Und warum soll hier das Zitatrecht zum Tragen kommen können? Eher könnte man sich schon darauf berufen, dass ein neues Kunstwerk geschaffen wurde. Aber solche Argumentationen sollte man besser vorher mit einem Anwalt klären.

Wenn ich zum Beispiel ein Buch schreibe, daß sich kritisch mit der FDP auseinandersetzt, und dabei als Quellen Bücher von Autoren verwende, die FDP-Fans sind, müssen sie sich gefallen lassen, in meinem Buch zitiert zu werden, insofern und soweit ich mich an das Zitierrecht halte.


Eben, wenn du dich mit den einzelnen Werken auseinandersetzt. Ob dazu allerdings die Abbildung des Covers erforderlich ist, möchte ich doch bestreiten.

Ich kann als Autor eines Buches nicht bestimmen, daß mein Buch nur im Zusammenhang mit positiven Einlassungen zur Materie verwendet wird. Ich muß mir gar gefallen lassen, daß jemand ein Buch über mein Buch schreibt und erklärt, daß meine Thesen Mist seien, solange er meine Rechte dabei nicht verletzt.


Ich muss mir als Urheber allerdings nicht gefallen lassen, dass ein Autor mein Cover braucht, um selbst ein Cover für sein Buch zu gestalten.

Beste Grüße

Heinz

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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (22.11.2011, 20:57)
@ Heinz

Was ich geschrieben hatte waren, wie gesagt, Überlegungen. Ich bin da auch kein Experte, und in meinem Beitrag weiter oben habe ich ja auch angeraten, bei den jeweiligen Autoren nachzufragen. Ich hatte mich an der Bemerkung aufgehängt, daß die Autoren möglicherweise nicht mit dem Werk von Krebskiller in Verbindung gebracht werden wollten, und da meine ich, daß das nicht so einfach ist.

Auf der anderen Seite erinnere ich mich, daß vor Jahrzehnten mal jemand gegen ein Wahlplakat der CDU geklagt hatte, das Helmut Kohl beim Bad in der Menge abgebildet hatte, weil er auch auf dem Photo zu sehen war und nicht mit Kohl in Verbindung gebracht werden wollte. Naja. Fragen ist allemal besser, und Du hast das ja auch so gemacht. Für mich wäre das immer noch der sicherste Weg.

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Isautor
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Re:

von Isautor (22.11.2011, 21:45)
Abgesehen vom Rechtlichen würde ich für das endgültige Cover sowieso ein neues Foto machen. Das Licht auf deinem Bild ist nicht schön, die Schatten an der Wand und das helle Licht vorne verleihen deinem Bild eine Blitzlichtoptik, die es wie einen Schnappschuss aussehen lässt. Das wirkt sehr selbstgemacht. Ich würde das vernünftig ausleuchten und ohne Blitz arbeiten.
Wenn du dich für eine andere Platzierung der Buchtitel entscheidest, dann könntest du das auch gleich mit beachten.

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