Wittwer Buchhandlung verweigert Bestellung von BoD Titeln

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GraceGibson
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Wittwer Buchhandlung verweigert Bestellung von BoD Titeln

von GraceGibson (13.12.2011, 14:57)
Hallo ihr Lieben,
ich muss meinem Unmut mal eben Luft machen. Inzwischen haben schon einige meiner Leser über die Buchläden ihres Vertrauens mein Buch bestellt. Aber sowas wie bei Wittwer habe ich noch nie erlebt.
Eine Leserin rief mich an und erzählte sie wollte mein Buch bestellen und der genannte Buchladen sagte man würde ja keine BoD Titel bestellten, das wäre quasi unter ihrem Niveau.

Ich finde das wirklich schade, vor allem, weil sie der Kundin damit vor den Kopf gestoßen haben. Sie ist dann in einen kleineren Buchladen gegangen, der ohne Probleme mein Buch bestellen konnte.

Ich könnte es verstehen, wenn eine so renommierte Buchhandlung keine Bücher in ihrem Sortiment ausstellt, aber bei einer direkten Bestellung so dreist zu verneinen? Schade.

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Bisher bin ich mit BoD eigentlich sehr gut gefahren, auch bei Buchhändlern.

Beste Grüße aus Stuttgart,
Adriana

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Großstadtpoet
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Re:

von Großstadtpoet (13.12.2011, 15:53)
Lustig ist ja, dass man BoD-Titel online bei ihnen bestellen kann...

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GraceGibson
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Re:

von GraceGibson (13.12.2011, 16:01)
Vor allem steht da ja jemand und WILL es haben und die schicken sie in den nächsten Buchladen, quasi zur Konkurrenz. Wie blöde ...

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kasapv
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Re:

von kasapv (13.12.2011, 17:01)
Jeder Geschäftsinhaber kann sich natürlich seine Kunden aussuchen. Dumm ist das aber allemal. Wer jemandem einen Service verweigert, wird sicher nicht nur diesen einen menschen als Kunden verlieren.

Sehr kurzsichtig und geschäftsschädigend.

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Thomas L.
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Re:

von Thomas L. (13.12.2011, 19:27)
GraceGibson hat geschrieben:
Vor allem steht da ja jemand und WILL es haben und die schicken sie in den nächsten Buchladen, quasi zur Konkurrenz. Wie blöde ...


Hallo Adriana,

wie sich die Leute von Wittwer da verhalten haben, das ist wirklich eine Lachnummer. Ich habe früher öfters das große Buchhaus am Schlossplatz besucht; in der letzten Zeit war ich aber nicht mehr dort, weil es mir nicht mehr gefallen hat. Also - nicht ärgern, nur wundern ...

Beste Grüße aus der Stuttgarter Nachbarschaft,
Thomas

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GraceGibson
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Re:

von GraceGibson (13.12.2011, 19:33)
Ach, dann weißt du ja genau um welchen Laden es geht, lieber Thomas. Ich war dort früher auch öfter, aber bei der Auswahl an "persönlichen" Buchländen ist mir lieber.

Inzwischen muss ich tatsächlich darüber schmunzeln, vor allem nachdem mich Großstadtpoet darauf hingewiesen hat, dass nicht nur mein Titel bei ihnen online erhältlich ist, sondern unzählige andere BoD Titel ebenfalls.

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Judith
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Re:

von Judith (13.12.2011, 20:14)
Der Online-Shop bei Wittwer ist der von buchkatalog.de. Und dieser ist wiederum von Koch, Neff & Volckmar. Hat also im Prinzip nichts mit Wittwer zu tun.
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

Sir Adrian Fish
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Re:

von Sir Adrian Fish (13.12.2011, 20:30)
Wer nicht will hat schon. Wo liegt das Problem. Gibt ja "noch" ausreichend andere Buchläden, die den Kunden und seine Wünsche noch schätzen. So schlecht kann es dem Buchhandel dann ja nicht gehen.

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hawepe
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Re:

von hawepe (14.12.2011, 07:41)
Hallo,

mich verblüffen solche Threads immer wieder. Gehen so viele Forumsteilnehmer nicht mehr einkaufen?

Ich kenne jedenfalls nur noch sehr wenige Händler, die Ware auf Kundenwunsch bestellen. Verkauft wird das, was vorrätig ist, weil jede zusätzliche Bestellung Aufwand ist, der bezahlt werden muss.

Ob mir das gefällt, ist eine andere Sache.

Beste Grüße

Heinz

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MarleneGeselle
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Re:

von MarleneGeselle (14.12.2011, 10:15)
Guten Morgen Hawepe,

also ich kaufe mittlerweile lieber online - gerade weil ich in den vergangenen Jahren ähnlichen Stress mit Büchern hatte. Übrigens nicht nur mit BoD-Titeln, wohlgemerkt.

Da gilt für mich zweierlei:

Wer nicht will, der hat.
Dem einen muss ich Geld geben, den anderen bezahlen.

Da dürfen sich die Buchhändler nicht wundern, dass sie Papierwaren, Geschenke u.a. mit ins Sortiment nehmen müssen, um über die Runden zu kommen.

Liebe Grüße und frohes shoppen
Marlene
Es gibt kein größeres Laster als Tugend im Übermaß.
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Birgit Schuler
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Re:

von Birgit Schuler (14.12.2011, 10:32)
Was sind das doch für arme Menschen, die andere abwerten müssen, um das Gefühl zu haben, sich selbst damit aufwerten zu können! :cry: :(
Den Buchgeschmack sollte man sich sowieso nicht von einem Händler vorschreiben lassen. Ich habe, ganz nebenbei, schon einige Bestseller in den Mülleimer geworfen, weil sie mir einfach nicht gefallen haben. Und ich habe auch einige wundervolle Bücher gelesen, die ein "Nobody" geschrieben hat und gedacht: welch ein Juwel! Die Händlermeinung ist auch nur EINE Meinung (hat er das Buch eigentlich gelesen, um sich eine Meinung bilden zu können....????! Puschalurteile - nach ja, das spricht ja wohl für sich... ) Aber dass er sich ein Geschäft durch die Lappen gehen lässt ist einfach geschäftsuntüchtig. Pech für ihn! Immerhin zeigt er damit ja wohl auch, dass er in seinem eigenen Metier nicht grad der Beste ist.
Gut zu wissen, wo man seine Bücher NICHT kaufen sollte!
Liebe Grüße,
Birgit
Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du Schönes bauen. Erich Kästner

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Perchta
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Re:

von Perchta (14.12.2011, 10:59)
Für die meisten Buchhandlungen (die mit einem Handelsrabatt von 35% plus kalkulieren, und dazu gehören sicher alle Buchhandels-Ketten) ist das leider geschäftstüchtiges Verhalten, liebe Birgit.

Einzelbestellungen sind teuer und unwirtschaftlich. In derselben Zeit eine Verlagsvorschau durchzublättern oder Lagerpflege zu betreiben ist für den Händler rentabler.
Mein Dilettanten-Projekt. "Dilettant" ist übrigens abgeleitet vom lateinischen "delectare" = "erfreuen".

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Nicolausi
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Buchhändler

von Nicolausi (14.12.2011, 11:08)
Hallo zusammen,
habe auch eine verblüffende Erfahrung gemacht. Bin mit meinem eigenen Flyer in die Dortheenstädtische Buchhandlung am Spandauer Markt (Berlin)gegangen und fragte, ob sie mir das Buch verkaufen können. (Die ISBN Nummer ist auf dem Flyer drauf). Antwort: Wir können es gerne bestellen. Als ich mich als der Schreiberling outetete, sagte man mir, habe ich mir schon gedacht....so wie sie fragen....

Alles gut, man nahm 10 Stück in Kommisiion und ich lieferte noch 10 Lesezeichen und ein Plakat für das Schaufenster dazu. Nach 3 Wochen Nachfrage stelle ich fest: das Buch liegt in der letzten Ecke und das Plakat ist wohl im Papierkorb gelandet.

Ich werde es wieder rausnehmen, denn nur mit guter Absicht (bin sehr freundlich behandelt worden, kann man nicht anders sagen) wird der Kunde es nicht finden können.

Aber scheut euch nicht, es weiter zu versuchen. Ich gebe auch nie auf.
LG
Wolfgang thumbbup
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www.lebensbuehne.com

Auf jede Menge Lacher
www.mund-artig.com

vondirke
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Re:

von vondirke (14.12.2011, 11:31)
Man sollte meinen bei DER Konkurrenz durch das Internet würde auf Service geachtet werden....

Aber es gibt auch Gegenbeispiele: Mein kleiner Buchladen um die Ecke bietet einfach einen großartigen Service. Erst letztens habe ich wieder einen Kunden seine kompletten Mitarbeiter-Weihnachtsgeschenke dort kaufen sehen. Der Verkäufer hat für jeden Mitarbeiter nach der Beschreibung des Kunden ein Buch empfohlen und wunderschön verpackt. So gehts auch...
Bild
Mein Buch: "Lebe endlich ungewöhnlich - Aktionismus mit Persönlichkeit: Ich will alles und mehr!"

www.sebastianvondirke.de

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (14.12.2011, 11:34)
Birgit Schuler hat geschrieben:
Pauschalurteile - nach ja, das spricht ja wohl für sich...


Pauschalurteile sind - eigentlich - nie gut. Aber manchmal treffen sie doch den Sachverhalt.

Was machst du als Händler, wenn du ein Produkt verkaufst, wo der Kunde feststellen muss, dass es nicht den grundlegendsten Qualitätsmerkmalen entspricht?

Nehmen wir an, du verkaufst Bücher eines Verlages, wo sich die Bindung bei 90 Prozent der Bücher nach vier Wochen verabschiedet - verkaufst du weiterhin Bücher dieses Verlages, weil 10 Prozent halbwegs intakt sind? Oder wirfst du diesen Verlag aus dem Programm, um Ärger mit den Kunden aus dem Weg zu gehen?

Genau das ist das Problem bei On-Demand-Büchern (und noch radikaler: Bei DKZV-Büchern): Die Qualität stimmt einfach nicht - und hier ist nicht die Drucktechnik oder die Bindung der Knackpunkt.

Wenn hier voller Stolz Bücher präsentiert werden, durch die der Autor fehlende Kenntnisse zur Kommasetzung oder in der Grammatik beweist, dann kann ich immer nur den Kopf schütteln. Solche Bücher sind mangelhafte Produkte. Sollte ich jemals so ein Buch kaufen, geht es mit Mängelrüge zurück an den Buchhändler bzw. den Verlag. Als Käufer verlange ich für mein gutes Geld ein Buch, das weitestgehend fehlerfrei ist. Aber das juckt die Autoren nicht. Warum Qualität liefern? Es ist doch viel einfacher, über die ungerechte Welt zu jammern und zu klagen. Wären On-Demand-Bücher in ihrer Qualität besser (allein schon rechtschreibtechnisch, das Inhaltliche klammere ich mal bewusst aus), würden sie im Buchhandel auf weniger Widerstand stoßen.

Wer Bücher nur aus Selbsbefindlichkeitsgründen schreibt, sollte sich genau überlegen, ob er damit in die Öffentlichkeit gehen sollte. Öffentlichkeit bedeutet einerseits ein Muss an Qualität, andererseits das Risiko einer gnadenlosen Kritik.

Wer hingegen schreibt, weil seine Bücher gelesen (und damit gekauft) werden sollen, der ist dazu verpflichtet, wenn nicht sogar verdammt, Qualität abzuliefern. Aber wer kann das? Wer weiß, wie man ein qualitativ ansprechendes Sachbuch verfasst, wer weiß, wie man einen qualitativ hochwertigen Unterhaltungsroman schreibt? Das bedeutet lernen, lernen, lernen. Und Lernen tut weh - weil man plötzlich feststellt, was man vorher alles falsch gemacht hat.

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