Interviewpartner zum Thema E-Book gesucht!

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BoD Books on Demand
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Interviewpartner zum Thema E-Book gesucht!

von BoD Books on Demand (04.01.2012, 09:40)
Wir fragen alle BoD-Autoren und -Autorinnen:

Wer von euch hat sich bewusst für oder gegen die E-Book-Version zu seinem Buch entschieden?

Für ein Interview in unserem Kundenmagazin fingerprint suchen wir Autoren mit einer begründeten Meinung PRO bzw. CONTRA E-Book-Veröffentlichung.

Bei Interesse an dem Interview schreibt uns bitte bis zum 6. Januar 2012 an sonderaktion@bod.de, aus welchem Grund ihr euch dafür oder dagegen entschieden habt. Damit wir euch kontaktieren können, gebt bitte in der E-Mail euren Namen und euren BoD-Titel an.

Wir sind gespannt auf eure Meinung!

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (04.01.2012, 13:07)
Das können wir auch hier und öffentlich diskutieren.
Ich hatte die Option für Hexenänneken ein Häkchen zu setzen – für 99 €. Wie lange warte ich als unbekannter Autor, bis diese 99 € wieder zurückfließen? 5 Jahre?
Seitdem ich einen Kindle besitze, kenne ich auch mein Kaufverhalten damit. Mein Buch kostet 14,90€, wie teuer wäre das E-Book? 11,90€?
Da müsste ich als Leser ganz schön beworben werden, ehe ich mir diesen Titel zulegen würde. Schließlich kaufe ich für 11,90€ nur ein paar Bytes, statt fühlbare 180 Blatt Papier inklusive Pappcover.
Einen Tag nach meiner Buchveröffentlichung bei BoD ist der Preis für das E-Book von 99€ auf 0€ gefallen und ich war froh darüber, das Häkchen nicht gesetzt zu haben.
Wenn BoD bereit ist, mein Buch für 2,99€ anzubieten und ich die Hälfte der 70% Marge, z.B. von Amazon, bekomme, dann wäre ich auch gerne bereit die 99€ zu bezahlen.
Für ein Interview stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Gruß
Thomas

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MarleneGeselle
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Re:

von MarleneGeselle (05.01.2012, 14:02)
Hallo,

mein bei mir schaut's ähnlich aus. Selber nur wenig Lust, mehr als drei Euro für ein EBook auszugeben, konnte ich mich während der letzten Tage im Bekanntenkreis davon überzeugen, dass andere ähnlich denken und sich entsprechend verhalten. So gut der Kindle angekommen ist, Lust auf teure Titel hat niemand.

Liebe Grüße
Marlene
Es gibt kein größeres Laster als Tugend im Übermaß.
www.marlenegeselle.de

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (05.01.2012, 14:10)
Danke für Deinen Mut, Marlene. Das ist für uns ein sehr wichtiges Thema.
Gruß
Thomas

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MarleneGeselle
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Re:

von MarleneGeselle (05.01.2012, 14:30)
Hallo Thomas,

das Thema EBooks und deren Preisgestaltung dürfte für uns wohl das wichtigste Thema des Jahres werden.

Amazon hat mit dem Kindle auch in Deutschland die EBook-Ära eröffnet - und damit die Ära des seeehr billigen Titels.

Bei drei Euro für den Titel eines bekannten Autors in elektronisch können wir mit unseren BoD-Büchern für fünfzehn und mehr Euro einpacken!

Selber überlege ich gerade, mein Buch, das im Herbst fertig werden soll, als reines EBook herauszugeben. Mal sehen wie und wo.

Liebe Grüße
Marlene
Es gibt kein größeres Laster als Tugend im Übermaß.

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (05.01.2012, 14:40)
MarleneGeselle hat geschrieben:
Selber überlege ich gerade, mein Buch, das im Herbst fertig werden soll, als reines EBook herauszugeben. Mal sehen wie und wo.

Das ist eine Überlegung wert.
Mein BoD-Vertrag für Orácoli läuft im Sommer aus. Wenn sich BoD bis dahin nichts einfallen lässt, werde ich den Vertrag kündigen und bei Amazon-Kindle veröffentlichen. Bei 2,99 und 70% davon, wäre die Marge fast doppelt so hoch wie die jetzige.

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (05.01.2012, 14:47)
MarleneGeselle hat geschrieben:
Mal sehen wie und wo.

http://wordpress.mczarnetzki.de/2010/08 ... ns-kindle/
Gruß
Thomas

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SandraR
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Re:

von SandraR (05.01.2012, 16:31)
Wir haben Tests gemacht, reine eBooks mit Preis knapp unter 3 Euro und eBooks bis zu knapp 8 Euro!
Unser Fazit, egal ob billig oder teuer die Verkaufszahlen sind die Selben! Grundsätzlich sind aber Menschen die eBook kaufen oder gedruckt zwei unterschiedliche Zielgruppen.
Vor allem das Alter, aber auch der Zweck warum das Buch gekauft wird, sind nach unserer Beobachtung unterschiedlich.
Damit kommen wir zum wichtigsten Punkt, der Inhalt. Bei Sachbüchern, als Beispiel Kategorie Länder, ist eine eBookversion mehr als praktische Reisehilfe vor Ort auszulegen als die gedruckte Variante die durchaus mehr allgemeine Aspekte über Land und Leute beinhalten kann. Wer mit dem eBook durch das Stadtzentrum rennt, der braucht kein Kapitel über Religion aber eine gute U Bahnkarte angle:
Es gibt auch Themen die sich nur als eBook eignen wie zB. Preiskalkulation für Apps oder ähnliches.
Grundsätzlich gilt was auch die großen Verlage feststellen: eBooks machen 1-2 Prozent des Umsatzes aus. Es gibt auch Bücher die überhaupt nicht als eBook in Frage kommen, auch wenn mit Mediazusätzen etc. aufgemotzt und dies sehe ich vor allem in der Kategorie Kinderbücher aber auch Fotobände.
Noch etwas, ein eBook generiert aus einem PDF File wird qualitativ immer verlieren. Das schöne an eBooks ist, es ist kein Papier. Also kann man von eingebundenen Hyperverbindungen bis zu Farbfotos, Kartenmaterial, sogar kleine Clips und und und neues einbauen, was mit einem Buch in dem Sinne nichts zu tun hat. Das ist eigentlich auch die Zukunft des eBooks und schon deswegen kann ein eBook das gedruckte Buch nicht konkurrieren. Richtig gemacht, ist es ein anderes Medium, dass auch andere Schwerpunkte benötigt. Da geht die Philosophie, man nehme ein PDF und mache daraus einfach ein eBook, voll an den Möglichkeiten von eBooks vorbei.
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (05.01.2012, 16:48)
@Sandra,
das Kindle (ein Ami sagte mir; aussprechen wie Christkindel, also nicht Keindle) ist eher wie ein Buch. Es leuchtet nicht, alles ist S/W, man braucht eine Lichtquelle zum Lesen. Wenn man sich noch die lederne Hülle besorgt, fühlt sich die Mini-Bibliothek schon fein an. Eure Forschung habt Ihr zu früh gestartet, das fängt alles erst an!!

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Perchta
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Re:

von Perchta (05.01.2012, 17:54)
das fängt alles erst an!!

Das erzählt uns das Börsenblatt auch allwöchentlich ... seit Jahren.

Ich selbst werde bestimmt in näherer Zukunft keinen e-Reader haben. Und ich denke mal, die Zielgruppe, die sich für betuliche Heimatkrimis begeistert, auch nicht.

Die kostenlose PC-Variante des Kindle habe ich mir mal runtergeladen, um einen Blick in die Leseproben tun zu können, gerade auch von manchen Selbst-Publizierern. Niedrigpreise kennzeichnen ja häufig Ramsch. Stimmt leider auch bei den selbstgebastelten e-Books in vielen Fällen.
Und nur, weil ich eine miserable Geschichte von 60 Seiten schon für 2,90 € kriege, heißt das noch lange nicht, daß ich sie haben will.

Ich wäre vorsichtig damit, die eigene Leistung dermaßen unter Wert anzubieten.
Mein Dilettanten-Projekt. "Dilettant" ist übrigens abgeleitet vom lateinischen "delectare" = "erfreuen".

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (05.01.2012, 18:04)
Perchta hat geschrieben:
das fängt alles erst an!!

Und nur, weil ich eine miserable Geschichte von 60 Seiten schon für 2,90 € kriege, heißt das noch lange nicht, daß ich sie haben will.

Du bekommst den Faust für 0€, Der Paffenspiegel - 0€ usw.
Ich wäre vorsichtig damit, die eigene Leistung dermaßen unter Wert anzubieten

Unter Wert? Für Orácoli bekomme ich bei 11,90€ 1,23€ an Marge. Wenn das Buch bei Amazon-Kindle für 2,99€ verkauft wird, verdiene ich ca. 2,10€.
cool5

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (05.01.2012, 18:15)
Thomas Becks hat geschrieben:
Eure Forschung habt Ihr zu früh gestartet, das fängt alles erst an!!


Mal ne Frage:
Gibt es eigentlich irgendwo verlässliche Zahlen, was den Umsatz an E-Books angeht?

Alle Welt verweist auf Amazon bzw. den E-Book-Markt in den USA. Mittlerweile gibt es Stimmen, die behaupten, die Zahlen seien getürkt, weil Amazon seinen Kindle unter die Leute bringen will. Nur zum Vergleich: Die Online-Buchhändler machen 20% vom Gesamt-Buchumsatz in D aus. Und davon wiederum ist nur ein Bruchteil durch E-Books erzeugt worden. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Aussage Amazons, dass im November/Dezember 2011 drei Wochen lang pro Woche mehr als 1 Million Kindle-Reader und Kindle-Fire-Tablets verkauft worden seien (mehr als Apple iPad). In welchem Verhältnis steht das zur Zahl der verkauften E-Books?

Dass BoD jetzt beim Begriff E-Book aktiv wird, hängt wohl damit zusammen, dass Libri auf die Amazon-Taktik eingestiegen ist: Auch hier wird der Begriff "E-Book" massiv beworben. Auf der HP von Libri werden jedenfalls Reader (Acer LumiRead) samt E-Book-Shop präsentiert.

Interessant wäre zu wissen, wie hoch der Marktanteil der E-Books in Deutschland bzw. in den USA am Gesamt-Büchermarkt ist bzw. wie die Umsätze aussehen. Das Verramschen urheberrechtsfreier Literatur von Autoren, die bereits seit 70 Jahren tot sind, bringt ja keinen Umsatz.

Ist das Ganze also ein von Hardware-Verkäufern wie Amazon (und jetzt Libri) freigetretener Hype, wo der Umsatz durch verkaufte Lesegeräte erzielt wird? Gibt es tatsächlich aktuelle Bücher, deren E-Book-Umsatz für die Verlage wirklich relevant ist? Oder ist das alles nur Trittbrettfahrerei?

@mitlesende BoD-Mitarbeiter

Gegen das E-Book spricht aus meiner Sicht der Preis. Eine Differenz von wenigen Euros schreckt E-Book-Käufer ab. Ein niedriger Preis dürfte hingegen nicht im Sinne von Verlag und Autor sein (nur weil es als E-Book erschienen ist, verkauft sich ein Buch nicht drei Mal so viel).

Gegen das E-Book spricht auch die ungeklärte Frage des Kopierschutzes. Jedes DRM-System wird irgendwann geknackt, und dann wird es eine ähnliche Situation wie in der Musikindustrie geben.

Gegen das E-Book spricht aber auch genau dieses DRM-System. Denn das bindet die Datei an den Reader bzw. den Käufer. Eine Weitergabe des E-Books, vergleichbar zu einem Buch-Flohmarkt, kann es nicht geben. Selbst die "Ausleihe" an einen Freund scheint unmöglich.

Gegen das E-Book spricht meiner ganz persönlichen Meinung nach, dass Bücher als Wissensbasis jeglicher Art nicht vom technologischen Fortschritt abhängig sein dürfen. Ein Werk, das heute ausschließlich virtuell verfügbar ist, sei es als E-Book, als CD-ROM oder als Webseite, wird irgendwann nicht mehr lesbar sein, wenn Reader, CD-ROM-Laufwerk oder Web-Software nicht mehr laufen. Wenn ich eine Reader-Bibliothek mit 500 Büchern habe und der Reader defekt und nicht mehr nachkaufbar ist, wie bekomme ich meine E-Book-Bibliothek in das dann neue Format des neuen E-Book-Readers? E-pub 2012 läuft u. U. 2025 nicht mehr.
Korrektorat: 1,- Euro pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite // zzgl. 16 % USt. (bis Jahresende 2020) // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 16 % USt. (bis Jahresende 2020) // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

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Perchta
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Registriert: 21.03.2011, 05:38

Re:

von Perchta (05.01.2012, 18:22)
Klassiker und sonstige Bücher mit abgelaufenem Urheberrecht kriege ich auch beim Projekt Gutenberg kostenlos. Schon lange.

Und auch wenn du daran faktisch vielleicht mehr verdienst - dem Kunden signalisierst du trotzdem, daß deine Arbeit und deine Leistung nicht mehr wert sind als ein Kännchen Milchkaffee.
Mein Dilettanten-Projekt. "Dilettant" ist übrigens abgeleitet vom lateinischen "delectare" = "erfreuen".

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mtg
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Wohnort: Berlin

Re:

von mtg (05.01.2012, 18:25)
Perchta hat geschrieben:
Und auch wenn du daran faktisch vielleicht mehr verdienst - dem Kunden signalisierst du trotzdem, daß deine Arbeit und deine Leistung nicht mehr wert sind als ein Kännchen Milchkaffee.

Kann man eBooks auch verschenken??? cheezygrin

Ulli
Beiträge: 62
Registriert: 28.12.2010, 19:31

Abzüge gibt's überall

von Ulli (05.01.2012, 18:26)
Thomas Becks hat geschrieben:
Wenn das Buch bei Amazon-Kindle für 2,99€ verkauft wird, verdiene ich ca. 2,10€.


Eher etwas darunter, Thomas.

In den 2,99 ist auf jeden Fall mal die luxemburgische Mehrwertsteuer (15 Prozent, wenn ich mich recht erinnere) enthalten. Und vom Rest hast Du auch nur 70 Prozent, wenn Du Dich erfolgreich durch eine US-amerikanische Steuererklärung durchwühlst. Und Warnung: Die ist dem groben Unfug fast so nahe wie unsere deutsche.

Trotzdem oder grade deshalb viel Glück

Ulli

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