Welcher Vorteil hat eine Verlagsgründung?

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PiaAndrea
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Welcher Vorteil hat eine Verlagsgründung?

von PiaAndrea (10.01.2012, 17:57)
Hallo guten Abend
Welcher Vorteil hätte eine Verlagsgründung, gegenüber dem herkömmlichen Verlegen!
Ich möchte ein Kartenset herausbringen. Das Buch ist bereits fertig geschrieben, wird zurzeit korreliert. Die Karten sind vom Text auch fertig, die Bilder selbstgemalt. Nun überlege ich es auf eigene Kappe zu verlegen, sprich Buch und Karten drucken zulassen und dieses zu verkaufen. Da ich selbst über diese Karten und das Thema der Karten, Seminare halte, werde ich das Kartenset dem entsprechend alleine bewerben (müssen). Mit ISDN oder ohne? Welche Rolle würde ein Verlag hier spielen, oder welche Vorteile hätte dieser?

Alles Liebe Pia

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Großstadtpoet
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Re: Welcher Vorteil hat eine Verlagsgründung?

von Großstadtpoet (10.01.2012, 18:04)
PiaAndrea hat geschrieben:
Das Buch ... wird zurzeit korreliert.
...
Mit ISDN oder ohne?

Das Buch wird korreliert und bekommt vielleicht ISDN. Hammer. Immerhin ist "zurzeit" richtig geschrieben. Das machen viele falsch...

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Isautor
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Re:

von Isautor (10.01.2012, 18:07)
Keine Ahnung, bin auch gespannt auf Antworten. Aber eins weiß ich: ISDN ist schneller als mein analoges Modem früher. Von DSL träum ich bis heute. So ist das eben auf dem Land.

Pöhser Isautor. Pfui, pfui. blink3
Seid gegrüßt,

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PiaAndrea
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Re:

von PiaAndrea (10.01.2012, 18:10)
book: Verzeiht meine Fehler! :twisted:

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Isautor
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Re:

von Isautor (10.01.2012, 18:21)
Ist verziehen, aber ohne Witz, du solltest das halbwegs professionell überarbeiten lassen (also dein Buch). Es könnte sonst stilistisch und rechtschreibtechnisch zahlreiche Fehler enthalten.
Seid gegrüßt,



Isautor



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PiaAndrea
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Re:

von PiaAndrea (10.01.2012, 18:24)
Natürlich :P Ich weiß was ich kann, aber auch nicht kann.

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Freigeist
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Re:

von Freigeist (10.01.2012, 22:13)
Hallo, Pia,

was ich auch wichtig finde: Man sollte nicht zu ungeduldig sein sondern so einem wichtigen Projekt wie der Herstellung eines Buches Zeit geben. Jede Phase hat dabei ihren richtigen Zeitpunkt. Wenn es einmal nicht so klappt wie erwartet, sollte man sich auch mal eine kleine Pause gönnen. Ich spreche da aus Erfahrung; das Ergebnis meiner eigenen Ungeduld war, dass ich immer wieder erneut ansetzen musste, was manchen Autoren hier im Forum sicher auch passiert ist. Also: Immer eins nach dem anderen; es soll schließlich auch Freude machen, aber ein Buch soll auch professionell gestaltet sein. Und nachfragen kann man ja immer mal wieder ...

Gutes Gelingen und liebe Grüße
Karin
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PiaAndrea
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Re:

von PiaAndrea (10.01.2012, 22:36)
Danke Karin

Dem stimme ich zu und ich möchte wirklich Qualität abliefern. Ich bin mir da auch nicht sicher, in wie weit, ich auf irgend eine Meinung vertrauen kann. Ich lasse mein Buch von Heinz hier aus dem Forum korrigieren. Aber, das ist ja nur der Anfang von der Entstehung meines Buches.

Liebe Grüße Pia

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Siegfried
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Re: Welcher Vorteil hat eine Verlagsgründung?

von Siegfried (10.01.2012, 23:11)
cheezygrin

Schon lustig, dieser Trööt. Eine sehr konkrete Frage, dazu sieben Beiträge, aber keine davon mit einer auch nur halbwegs konkreten Antwort.

cheezygrin

PiaAndrea hat geschrieben:
Welcher Vorteil hätte eine Verlagsgründung, gegenüber dem herkömmlichen Verlegen!


Es beginnt alles mit dem Begriff "Selbstverlag". Ein Selbstverlag bringt ausschließlich die Werke des Verlagsinhabers heraus. Werke Dritter werden nicht veröffentlicht bzw. vertrieben. Mitunter beschränkt sich die Veröffentlichung auf ein einziges Werk, wofür es bei der ISBN-Vergabestelle spezielle Nummern gibt.

Warum Selbstverlag?

a) der Autor schätzt die Verkaufsmöglichkeiten als so gut ein, dass er den Verlagsgewinn selbst erzielen möchte

b) der Autor möchte die Verwertungsrechte nicht aus der Hand geben.

c) der Autor möchte sein Werk nicht mit dem Namen eines DKZV oder eines On-Demand-Unternehmens verbunden sehen

d) der Autor besteht bei Herstellung und Vertrieb auf absolut eigene Kontrolle



Wird aus der Einmal-Veröffentlichung doch eine Gelegentlich-Veröffentlichung auch für Texte von Dritt-Autoren, wird aus dem Selbstverlag ein Mini-Verlag - oder wie es lieber genannt wird: ein "Independent-Verlag"

Spätestens jetzt wird es Zeit, sich Gedanken darüber zu machen, ob man einen Gewerbeschein braucht (geht ganz einfach und kostet auch nicht sehr viel), ob man sich mit solchen Dingen wie Umsatzsteuer herumschlagen will (wenn ja, sollte man sich gleichzeitig einen guten Steuerberater zulegen, der einem da viel Arbeit und Ärger abnehmen kann, z. B. um die Umsatzsteuererklärungen nicht jeden Monat machen zu müssen) und ob man ein Zimmer im Haus zur Gewerbefläche erklären kann (was sagt der Vermieter?) bzw. will (wenn einem die Räumlichkeiten selbst gehören - aber Vorsicht! Gewerberäume im Wohnhaus können den Verkaufswert der Immobilie senken!).

Die wirklich entscheidenden Punkte des eigenen Verlages sind

pro:
Es quatscht einem keiner rein. Und mit einem Verlagsvertrag zu einem On-Demand-Hersteller bzw. -Vertrieb läuft man auch kein großes finanzielles Risiko

contra:
Man muss alles selber machen - aber auch wirklich alles. Text prüfen, Buchblock aufbereiten, Umschlag entwickeln, Druck veranlassen, Werbung betreiben, Käufer auftreiben, Abrechnungen erstellen, lästige Autorenfragen beantworten

Das wäre es, was mir auf Anhieb einfällt. Vielleicht gibt es noch die eine oder andere Antwort von jemandem zur eigentlichen Frage. cheezygrin
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ingolf
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Re:

von ingolf (10.01.2012, 23:30)
Ja das ist alles war und man muss bedenken das es die ersten Jahre keinen Gewinn gibt der nicht wieder in den Verlag fließt.
lG Ingolf
Nur wer in der Mitte seines Herzens ist, ißt auch in der Mitte des Lebens

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kasapv
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Re:

von kasapv (11.01.2012, 02:25)
Ich habe keine Antwort, aber profitierte von Siegfrieds, dem ich hiermit kurz danke.

Dafür habe ich aber noch eine Frage, rein aus Neugierde. Um was für ein Kartenset handelt es sich denn? Ich kann mir gar kein Kartenset vorstellen, zu dem es ein Buch gibt. Spielkarten, Landkarten, Tarot-Karten? Ich stehe da gerade auf dem Schlauch. :oops:

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hawepe
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Re: Welcher Vorteil hat eine Verlagsgründung?

von hawepe (11.01.2012, 08:06)
Hallo Siegfried,

Siegfried hat geschrieben:
c) der Autor möchte sein Werk nicht mit dem Namen eines DKZV oder eines On-Demand-Unternehmens verbunden sehen


Wobei ein "Lieschen Müller, xxx, erschienen im Lieschen Müller Verlag" auch nicht sehr viel eindrucksvoller ist.

Die Vorschriften zur Namensgebung sind inzwischen doch sehr verschärft worden, weil damit viel Schindluder getrieben wurde. Einzelheiten weiß ich aber nicht, weil mich das Thema nur kurzzeitig mal interessiert hat. Google sollte da aber Einiges an Informationen liefern.

Spätestens jetzt wird es Zeit, sich Gedanken darüber zu machen, ob man einen Gewerbeschein braucht (geht ganz einfach und kostet auch nicht sehr viel),


Damit wird man allerdings auch Zwangsmitglied in der IHK. Einerseits erhält man dadurch zusätzliche Beratungsmöglichkeiten, andererseits sollte man aber auch vorher fragen, wie es mit den Mitgliedsbeiträgen aussieht. In der Regel sind Kleinstbetriebe von den Beiträgen befreit, aber es gibt keine entsprechende Vorschrift.

ob man sich mit solchen Dingen wie Umsatzsteuer herumschlagen will (wenn ja, sollte man sich gleichzeitig einen guten Steuerberater zulegen, der einem da viel Arbeit und Ärger abnehmen kann, z. B. um die Umsatzsteuererklärungen nicht jeden Monat machen zu müssen)


Finanziell ist der Steuerberater aber in der Regel ein Verlustgeschäft, weil die Umsätze und Gewinne viel zu niedrig sind, um steuerpflichtig zu werden. Eine Gewerbesteuererklärung muss man aber trotzdem ausfüllen.

Am besten vorher beim Finanzamt fragen. Man trifft dort auch auf sehr hilfsbereite Menschen, die einem verraten, wie man mit der Gewerbe- und Umsatzsteuer am besten verfahren sollte.

contra:
Man muss alles selber machen - aber auch wirklich alles. Text prüfen, Buchblock aufbereiten, Umschlag entwickeln,


Dass muss man auch, wenn man bei BoD veröffentlicht.

Beste Grüße

Heinz

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hawepe
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Re:

von hawepe (11.01.2012, 08:09)
Hallo Ingolf,

ingolf hat geschrieben:
Ja das ist alles war und man muss bedenken das es die ersten Jahre keinen Gewinn gibt der nicht wieder in den Verlag fließt.


Das ist doch bei einem book on demand veröffentlichten Buch nicht anders.

Anders verhält es sich erst, wenn es sich um einen richtigen Verlag handeln soll, also einen Verlag, in dem auch Bücher anderer Autoren erscheinen sollen.

Beste Grüße

Heinz

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PiaAndrea
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Re:

von PiaAndrea (11.01.2012, 16:48)
Hallo Siegfried

Erstmals dir ein dickes Dankeschön!
Ich bin bereits seit 2006 selbständig. Einen Verlag gründen wäre also nur ein Nachtrag.

Genauso wie du es beschrieben hast, schwebt es mir vor. Ich überlege diesen Schritt aber noch!

Hallo Ingolf
Auch wenn man den Gewinn anfänglich investieren müsste, wäre das auch nicht so schlimm, denn der Verdienst über den Verlag, ist auch nicht reich gegeben. Es kümmert niemanden ob meine Bücher verkauft werden oder nicht.

Hallo kasapv
Um es einfach zu halten, ja ähnlich wie ein Tarot Kartenset, aber für die Energiearbeit an den Chakren.

Hallo Heinz
Ich bin bereits ein Zwangsmitglied. Auch mit den Steuern kenne ich mich aus, da ich noch arbeiten gehe, brauche ich einen Steuerberater, denn das wäre mir zu viel. Habe es immer selbst gemacht, war auch ok, aber ich komme an die Grenze der Zuzahlung.

Allen Danke!!! .

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hawepe
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Re:

von hawepe (12.01.2012, 07:33)
Hallo Pia,

PiaAndrea hat geschrieben:
Ich bin bereits ein Zwangsmitglied. Auch mit den Steuern kenne ich mich aus, da ich noch arbeiten gehe, brauche ich einen Steuerberater, denn das wäre mir zu viel.


Dann spricht meiner Meinung nach nichts dagegen. Das GEZ-Problem dürftest du dann auch bereits geregelt haben.

Beste Grüße

Heinz

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