eBook ohne gedrucktes Buch

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Janosch
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eBook ohne gedrucktes Buch

von Janosch (18.01.2012, 23:29)
Hallo BoDler !!

So wie ich es gelesen habe, kann man bei BoD ein eBook nicht ohne zugehöriges Buch veröffentlichen. Stimmt das?

Und wenn ja, kennt ihr andere Anbieter, die eBooks ohne zugehöriges Buch veröffentlichen
- am Besten ohne das man die Rechte für eine mögliche Buchveröffentlichung verliert.... cool5

Freue mich auf eure Tipps!
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Siegfried
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Re: eBook ohne gedrucktes Buch

von Siegfried (19.01.2012, 00:12)
Janosch hat geschrieben:
Hallo BoDler !!

So wie ich es gelesen habe, kann man bei BoD ein eBook nicht ohne zugehöriges Buch veröffentlichen. Stimmt das?

Und wenn ja, kennt ihr andere Anbieter, die eBooks ohne zugehöriges Buch veröffentlichen


Wenn du ein reines E-Book veröffentlichen willst, schau mal bei Amazon nach. Kostet da gar nichts.

http://www.amazon.de/ver%C3%B6ffentlich ... =597148031
Korrektorat: 1,- Euro zzgl. 19 % USt. pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

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alfred.dworak
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Re:

von alfred.dworak (19.01.2012, 08:35)
Hallo Janosch,

bei Amazon direkt zu veröffentlichen, da hast du keine ISBN. Und ohne kommst du nicht in die anderen großen Shops.

Es gibt auch die Möglichkeit über z.B. Bookrix.de, Xinxii.de, EPubli.de. Da kannst Du zwischen den Oprionen wählen, das ebook nur über die jeweilige Verkaufsseite des Verlages zu vertreiben oder über die gängigsten Ebook-Shops wie Amazon, Apple, Thalia usw. Das kostet einmalig ca. 20 EUR, dafür bekommst du eine ISBN.

Ich hab meine Kurzgeschichtensammlung "Da, wo der Pfeffer wächst" bei Bookrix.de veröffentlicht, da sie bis zum 17.01.12 eine Sonderaktion laufen hatten, 4.99 EUR für das Einstellen in die großen Shops. Jetzt kostet es auch 19,99 EUR.

Herzl. Grüße

Alfred

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hawepe
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Re: eBook ohne gedrucktes Buch

von hawepe (19.01.2012, 08:42)
Hallo Janosch,

Janosch hat geschrieben:
Und wenn ja, kennt ihr andere Anbieter, die eBooks ohne zugehöriges Buch veröffentlichen
- am Besten ohne das man die Rechte für eine mögliche Buchveröffentlichung verliert.... cool5


Die Frage ist nur, ob du einen Verlag oder Book-on-Demand Dienstleister findest, der dein Buch veröffentlicht, ohne auch die Ebook-Rechte zu beanspruchen.

Beste Grüße

Heinz

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MarleneGeselle
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Re:

von MarleneGeselle (19.01.2012, 16:11)
Hallo,

da käme es auf die Kündigungsmöglichkeiten beim EBook-Anbieter an. Langfristige Verträge sind dem Tempo, in dem Neuerungen heutzutage auf einen einprasseln ohnehin zu meiden.

Liebe Grüße
Marlene
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Janosch
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Re:

von Janosch (20.01.2012, 10:50)
Danke für eure Tipps!

Habe mal geschaut. Bei Bookrix.de ist eine Kündigung jederzeit möglich und auch die Rechte bleiben beim Autor. Danke Alfred!

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Lena Glück
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Re:

von Lena Glück (28.01.2012, 11:54)
Hallo Alfred,

bin zwar sehr neu hier aber zu deinem Thema melde ich mich auch mal kurz zu Wort. Ich gehöre auch zu den Abtrünnigen, die ihr Buch NUR als eBook vermarkten und habe einige Tipps für dich.

Meine Vorredner haben in dem Punkt recht, dass deine erste Anlaufstelle amazon sein sollte, hier bleiben alle Rechte bei dir, der Ablauf ist einfach und die Tantiemen sind nach Steuer (amazon 3%, da Luxemburg) und einigen Cent für Download = 70% für dich.

Amazon bietet allerdings nur für den Kindle eReader an, das heißt im mobi - Format. Leider gibt es z.Zt. viele Reader mit unterschiedlichen Formaten auf dem Markt. Das meist verbreiteste ist das epup-Format, hier benötigst du aber wiederum bei einigen Anbietern eine ISBN-Nummer, z.B. bei XinXii.com.

Eine ISBN-Nummer bekommst du z.B. kostenlos, wenn du dich bei smashwords.com anmeldest. Vorsicht hier wegen der deutschen Preisbindung.

Gebe gerne weiter Auskunft.

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Meneme
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Re:

von Meneme (27.03.2012, 00:14)
In der Tat gibt es jede Menge E-Reader, aber die meisten, um nicht zu sagen fast alle, unterstützen den weltweit anerkannten und offenen EPUB-Standard, der ebenfalls von den meisten Shops vertrieben wird, unter anderem auch vom Apple iBookstore.

Somit sollte man nicht nur auf Amazons Mobipocket setzen, sondern unbedingt auch auf EPUB. Nur so erreicht man die "breite" Publikumsmasse und kurbelt den Absatz an.

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Atlan_Gonozal
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Re:

von Atlan_Gonozal (27.03.2012, 09:11)
Wer nun noch sein E-Book mit meinem Programm erstellen möchte (ich suche immer noch Tester, welche mir Feedback geben), der sei herzlich hierhin eingeladen:

http://www.epub.karsten-heimer.de
Bücher sind mein Leben - http://www.karsten-heimer.de

Ikarus
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Re:

von Ikarus (27.03.2012, 09:27)
Ein wenig Suche im Forum würde auch hier helfen, denn das Thema wurde bereits vor Jahren ausgiebig diskutiert.

Das PRC-Format (der Vorgänger von MOBI und AZW) ist über 10 Jahre älter als EPUB und entsprach dem Leistungsvermögen der damaligen PDAs (insbesondere Palm-Plattform). Der kommerzielle Vertrieb lag vor allem in den Händen von mobipocket.com, die ein riesiges Angebot vor allem in englischer Sprache hatten. Im prc/mobi-Format gab und gibt es eine Vielfalt kostenloser Bücher. Amazon hat mobipocket aufgekauft, dabei wurde aus PRC MOBI und schließlich AZW.

Das EPUB-Format ist nicht mehr und nicht weniger "Standard" als PRC, es ist lediglich das Ergebnis der Lobby-Tätigkeit von Adobe, die neben PDF einen zweiten Quasi-Standard etablieren wollten.

Intern ist der Unterschied minimal, beide Formate basieren auf OPF-Dateien (ein XHTML-Abkömmling, und natürlich ein offener Standard - was sind eigentlich geschlossene Standards?). PRC/MOBI komprimiert mit RLE, EPUB-Dateien sind reine ZIP-Dateien (kannst du umbenennen und reinsehen). EPUB spiegelt natürlich den Fortschritt der letzten zehn Jahre wieder, also Einbindung eigener Fonts usw.

"Jede Menge E-Reader" - wenn ich das lese, dreht sich mir der Magen um. Ich kenne keinen einzigen EPUB-Reader, der originär auch nur annähernd alles darstellen kann, was er laut Definition müsste. Der Adobe-Reader (eigentlich die Referenz) hat schon Probleme mit UTF-kodierten Texten bzw. Inhaltsangaben, FB-Reader kann bis heute keine Tabellen darstellen. Auf Android-Systemen stürzt CoolReader - ansonsten ein sehr gutes Programm - bei einem Buch plötzlich grundlos ab, außerdem hat auch er Schwierigkeiten mit UTF-Fonts (ein generelles Problem der EPUB-Welt). Für deutsche Autoren unwichtig, aber wer auf UTF angewiesen ist, braucht ein gutes Herzmittel.

Das ist für Mobipocket übrigens alles kein Thema, da es es hierbei um professionelle Leseprogramme handelt, sind sowohl Texte in UTF als auch mit Tabellen problemlos darstellbar. Der alte Mobipocket-Reader für PC (nicht mehr erhältlich) liest auch EPUB und wandelt das Format nach PRC/MOBI um.

Der eEPUB-Reader von Firefox liest alles, aber: Er liest nicht im gepackten Zustand, sondern entpackt einfach die ZIP-Dateien und übergibt sie an den Firefox. Das ist Platzverschwendung.

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Meneme
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Re:

von Meneme (27.03.2012, 22:27)
Bei aller Liebe zur Fachsimpelei,

ob "offener" oder "Quasi"-Standard, Adobe und Lobbyarbeit und PRC oder AZW, der Autor will sein Buch vermarkten und dafür braucht er neben einem qualitativ hochwertigen E-Book auch die richtigen Vertriebskanäle.

Die Aussage ist, sich nicht nur auf Amazon festzulegen, sondern eine möglichst breite Masse von Lesern anzusprechen.

Aber für technik-affine Autoren sei dennoch bemerkt, dass es durchaus richtig ist, dass es nicht nur jede Menge E-Reader gibt, sondern auch jede Menge E-Reader, die nicht mehr den heutigen Erwartungen an ein elektronisches Leseerlebnis entsprechen. Das liegt unter anderem daran, dass die einst innovative E-Ink-Technologie, (noch) nicht den Herausforderungen des modernen Multimediaverständnisses gewachsen ist. In dieser Sparte ziehen andere Technologien nach. Und das mit zunehmenden Erfolg. Apple hats vorgemacht und Amazon machts nach.
Auch Amazon hat gemerkt, dass es, mit seiner noch weit verbreiten Kindle-Anfangstechnologie zum Lesen von E-Books, keine Zukunft hat.

Auch wenn dieser Vergleich nicht fair ist, aber seit dem Apples iPad den Markt eroberte und noch kein Amazon KF8 oder Kindle Fire exisiterte, konnte Amazon nur vor Neid erblassen, was das EPUB auf dem iPad zur Wirkung brachte.
Aber man muss fair bleiben, Amazon hats begriffen und zog nach.

Deshalb, E-Books im EPUB-Format, haben allein schon durch Apples iPad ein große Leserschafft und es gibt noch weitere sehr gute Geräte von anderen Herstellern, die sich diesem Standard angeschlossen haben. Kombiniert mit dem Vertrieb bei Amazon, kann man eigentlich nichts mehr falsch machen.

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