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Euer Forum für Diskussionen zum Thema Self-Publishing und Buchveröffentlichung.


Sharki
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Re:

von Sharki (15.10.2007, 19:43)
hört sich interessant an, finde Russland ist ein interessantes Land und es macht Spaß mehr darüber zu erfahren, für mich ist es allerdings nichts ich bin kein Alkohol Fan und konsumiere es nicht, ich weiß das man in deinem Buch auch Informationen erhält über Bräuche und das russische Volk wird einem näher gebracht aber trotzdem.

Aber mir fallen auch paar Gedanken ein (die nicht meine persönliche meinung wiederspiegeln):

1. Ist die Deutsche Bevölkerung gegenüber soeinem Buch aufgeschloßen? Immerhin sind die Russen in Deutschland nicht sooo beliebt.
2. Werden die Russen die Wodka konsumieren, Geld für ein Buch über Wodka ausgeben? Immerhin können Sie sich für das Geld schon fast ne Pulle Wodka kaufen ^^
3. Meinst du nicht das 9,80€ übertrieben sind? 184 Seiten wovon mind. 4 Seiten runtergehen sind nicht viel, du hast nach meinen rechnungen sofern keine farbige Bilder enthalten sind eine marge von 1,71€. Das ist zuviel, wenn du gut Verkaufen willst musst du den Preis an dem Produkt messen. Ich halte den Preis 7,99€ für ausreichend, es ist ein kleines Buch und du hast dann trotzdem noch eine Gewinnmarge von 78 Cents, das ist völlig ausreichend meiner Meinung nach. Gerade BoD Titel haben es schwer auf den markt.

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Bärentante
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Re:

von Bärentante (15.10.2007, 23:48)
Hallo Sharki,

wir sind hier beim Thema Buchvorstellung. Da kann man meines Erachtens zwar Fragen zur Entstehungsgeschichte stellen, zum Inhalt, zum Zielpublikum oder was auch immer. Den Punkt 3 Deiner Ausführung empfinde ich hier allerdings als unpassend. Solche Themen sollte man in einem separaten Thread diskutieren. Es ist doch wohl jedem selbst überlassen, wie er den Buchpreis, seinen Gewinn berechnet. Weißt Du, wieviel Arbeit in dem Buch steckt? Egal, welche Seitenzahl dabei rauskommt.
Liebe Grüße
Christel

Sharki
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re

von Sharki (16.10.2007, 00:38)
Tag Bärentante,

Stimmt wir sind hier bei dem Thema Buchvorstellungen, zu einer Buchvorstellung gehört auch dazu das man Kritik bekommt, dies KANN über Buchinhalt sein aber auch über Qualität und Preisleistungsverhältniss. Was DEINES Erachtens hier herein gehört ist für mich nicht relevant da ich mir darüber selber ein urteil bilde bevor ich es poste. Wieso sollte ich einen neuen Thread öffnen um das ganze zu posten? Wo sollte es deiner Meinung denn rein wenn nicht in dem Thread indem es um das Buch geht. Natürlich bleibt es jedem selbst überlassen wieviel er für sein Buch haben will, allerdings darf ich ja wohl als Nutzer dieses Forums dem unteranderem das Buch vorgestellt wird ja sagen was ich darüber denke. Ich nehme an er will das Buch auch an den Mann bringen, da spielt der Preis eine große Rolle. Die BoD Autoren haben meistens keine Ahnung davon was die norm ist und schlagen sich was weiß ich wieviel Euros drauf weil sie finden sie müssen pro Verkauftes Buch ein ganzes Essen bei nen 5 Sterne Hotel herausschlagen. (Das ist jetzt nicht auf dich bezogen kaquel.). Ich denke jeder Autor kann sich Glücklich schätzen wenn er für sein verkauftes Exemplar eine Gewinnmarge von 75 Cents erhält. Diese Gewinnmarge ist eigentlich schon im oberen Bereich, ich arbeite seit einigen Jahren selbstständig in der Software (Game) Industrie und da sieht die Gewinnmarge bei Produkten die zum selben Preis verkauft werden fast identisch aus, und da legen wir als Entwickler den Preis nicht selber fest.
Da ich selber schon zwei Bücher geschrieben habe weiß ich sehr wohl wieviel Arbeit in einem Buch steckt, trotzdem kann und darf ich den Preis dann nicht zu hoch ansetzen, deine aussage "Egal, welche Seitenzahl dabei rauskommt." find ich (entschuldige) lächerlich. Der Preis, die Seitenzahl und Qualität des Buches ist Kaufentscheident, wer kauft sich bitteschön einen Roman für 24,95€ wenn er nur 54 Seiten aufweist. Gerade die Großhändler sagen oft bei BoD Produkten das der Preis einfach zu hoch ist, wieso sagen sie das denn? Weil BoD sowieso schon so teuer ist auch ohne Gewinnmarge für Autor, und wenn sich dann der Autor noch 1,70€ (was VÖLLIG übertrieben ist) sichert durch die Preisgestaltung dann wird es immer teuerer. Anstatt es für 9,95€ rauszugeben was ein anständiger Preis ist wird 12,95€ drauß gemacht damit man halt auf seine hohe Gewinnmarge kommt, danach schauen se weil die Bestellungen so niedrig sind und sagen das die Buchhändler spinnen wenn diese halt sagen das BoD Bücher zu teuer sind.
Also sorry wenn viele so denken dann wundert es mich nicht das einige BoD Titel einfach keinen absatz finden, es wird immer nur an die Arbeit gedacht die im Buch steckt und wollen eine hohe Marge. Ich als Geschäftsmann möchte das möglichst viele Kunden mein Buch kaufen, um die Leute zum Kaufen zu animieren setze ich auf ein anständiges Cover, auf einen aussagekräftigen und spannenden Text zum Buch und vorallem auf einen günstigen Preis denn umso günstiger der Preis umso größer die Chance das der Kunde zuschlägt. Angenommen Frau Müller hat 20€ in der Haushaltskasse, sie hat ein Buch im Warenkorb für 9,95€ und möchte gleich noch eins mitbestellen, dann sieht sie dein Buch, sieht das es 14,95€ kostet, sie kann es sich nicht leisten weil ihr halt was fehlt, meinst sie legt dann das andere Buch heraus um deins zu kaufen? Wenn das Buch 9,95€ kostet was trotzdem mit beispielsweisen 75 Cents gewinnbringend ist dann kann Frau Müller beherzt zugreifen, hätte sie es sich nicht leisten können würd sie dein Buch wahrscheinlich wieder vergessen, gerade bei nicht presenten Büchern kann das leicht passieren. Ich habe als Geschäftsmann viel mehr davon wenn ich das Buch durch den günstigen Preis doppelt so gut verkaufe als mit einem höheren Preis, das hat zufolge das meine Bücher bekannter werden (logisch wegen mehr Leser) dadurch neue Kundschaft angelockt wird und das Buch sich durch die mehrzahl der Käufer herumspricht. Ich stehe am ende garantiert mit mehr Umsatz da als wenn ich es teuer verkauft hätte. Ich denke dabei auch an meine folgenden Bücher denn ich habe am vorherigen Buch Kunden gewinnen können sofern sie mit dem Buch zufrieden waren die dann das nächste Buch genauso ordern werden, da kann ich mir die große Werbetrommel sparen.

Denkt mal drüber nach ...

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Bärentante
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Re:

von Bärentante (16.10.2007, 01:43)
Wie schon geschrieben, die Diskussion gehört nicht hierher, obwohl sie natürlich interessant ist.

Heiner, kann man das bitte verschieben? Danke.

Ich kann Deinen Ausführungen folgen, auch wenn das Beispiel mit dem 54 Seiten-Roman natürlich etwas überspitzt ist.
Bücher sind generell teuer. Es ärgert mich, wenn ich für einen Roman 30 Euro zahlen muss, der dann wahrscheinlich schon zwei Jahre später für 5 Euro verramscht wird. Aber so lange kann ich meist nicht warten. Mein Problem. Auch Taschenbücher sind teuer, aber wenn ich es haben möchte, ist es mir egal, ob es nun 7,80 oder 8,90 Euro kostet. Das Lesen ist ein Hobby, und Hobbys kosten Geld, das habe ich schon sehr oft gesagt.
Schau Dir mal an, was Hochglanzmagazine kosten, und die werden tatsächlich gekauft.
Bedenke, was ein Kochbuch eines bekannten Fernsehkochs kostet, dabei sind da auch nur Gerichte drin, die Oma schon gekocht hat, vielleicht in etwas anderer Zusammensetzung. Und diese Bücher werden in Massen gekauft.
hwg hat hier schon öfter sein Beispiel mit dem Essen im Restaurant gebracht. Das finde ich auch sehr passend. Bestellt man nicht, auf was man gerade Hunger hat? Oder das billigste Gericht, weil es zwei Euro billiger ist, auf das man aber eigentlich gar keine Lust hat?
Deine Kalkulation beruht auf einem stärkeren Umsatz, Kleinvieh macht auch Mist. (Das ist nicht abwertend gemeint, sondern eine Redensart!) Du hast mich hier nicht persönlich angesprochen, aber ich möchte einfach mal meine Überlegungen schreiben: Vor Jahren war die Veröffentlichung bei BoD noch wesentlich teurer. Die Fotos mussten in guter Qualität, aber schwarz-weiß sein. Ich selbst konnte das nicht, habe meine Bilder in einem Fotostudio umwandeln lassen, was eine Stange Geld gekostet hat. Um diese Kosten einigermaßen wieder hereinzubekommen, reicht ein Betrag unter einem Euro pro Buch nicht aus, denn eine Illusion über Massenverkäufe hatte ich nie.

Und noch ein wichtiger Punkt, zumindest für mich. Warum soll ich tiefstapeln? Muss ich meine Idee, mein Buch, von dem ich selbst überzeugt bin und es (für die entsprechende Zielgruppe) für lesenswert halte unbedingt möglichst billig unter die Leute bringen? Das finde ich nicht.
Liebe Grüße
Christel

Sharki
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re

von Sharki (16.10.2007, 02:56)
Von mir aus kann nen Mod das in laufe des Tages zu nen anderen Thema zusammenfügen, antworte mal einfach hier:

Hab das beispiel mit den 54 Seiten halt wirklich genommen weil du sagtest die Seitenzahl ist egal, das ich es bissl überspitzt hab ist mir klar. Ich denke man muss zwischen Leser differenzieren, es gibt einige die machen es auch Zeitvertreib und einige halt um zu entspannen und halt Lust am Lesen. Der Hauptteil der Leser möchte meiner Meinung so günstig wie möglich an ein Buch kommen, gerade weil die Zeiten hart sind, du gehörst eher zu den Leuten denke ich die richtige Leseratten sind und auch gerne ein bisschen mehr für Bücher berappen, aber der Hauptteil der Kundschaft will es günstig, und ich selber hab es lieber wenn das Buch durch einen niedrigeren Preis öfters verkauft wird als wenn es durch einen teuren Preis nicht so oft verkauft wird, ganz egal ob am ende das gleiche Geld bei rauskommt, mehr Käufer sind mehr Bekanntheitsgrad und mehr potentielle Kunden für das nächste Buch. Gerade wenn viel über dein Buch gesprochen wird werden andere darauf aufmerksam, mit mehr Lesern die aufgrund des günstigen Preis zugeschlagen haben erhöht sich die Chance das noch mehr Kunden kommen durch die effektivste Werbung, die Mund zu Mund Propaganda. Ich denke mal ein Traum von vielen ist es auch von einem anderen seriösen Verlag übernommen zu werden, durch mehr Leser erhöht man wie gesagt die Mund zu Mund Propaganda sofern das Buch gut ist und so werden auch die Verlage auf dich aufmerksam.
Gerade BoD Bücher leben auch durch spontan Käufe, zumindest bei Amazon und co, die Kaufbereitschaft ist bei einem geringeren Preis höher, klar eventuell hätte er auch mehr dafür ausgegeben, aber die Chncen das er sich das ganze nocheinmal überlegt es für den Preis doch (noch) nicht zu kaufen stehen meiner meinung nach 2:3.
Hochglanzmagazine kommen meistens von renomierte Verlage, die haben Kohle um sowas public zu machen, die Erotik Branche ist sowieso wieder ein Thema für sich.
Meiner Meinung nach kann man auch Essen in Restaurant nicht mit der Preisgestaltung eines Buches vergleichen, das sind einfach zu krasse unterschiede. Das die Kochbücher von Tim Mälzer etc. gut verkauft werden trotz des hohen Preis obwohl nur typische Gerichte drin stehen die man sich auch von Google raussuchen kann ist doch klar, Tim Mälzer ist sozusagen ein Markenname und durch die Bekanntheit und die Werbung im TV verkauft sich das ganze gut, bei uns BoD Autoren ist das ganze etwas anderes, wir sind nicht Tim Mälzer und die Leute kennen uns größenteils nicht. Die Leute vertrauen uns noch nicht und sind skeptisch wenn sie dann nen höheren Preis sehen, die Leute sind experimentierfreudiger bei geringeren Preisen. Meine Kalkulation geht natürlich wie du schon sagst nicht bei geringen Verkauf auf, da muss schon bissl kommen aber darauf baue ich ja, ich setze auf einen geringeren Preis damit ich mehr Kunden bekomme und hoffe als Geschäftsmann das es sich durch die Mund zu Mund Propaganda rumspricht, denn genau dann mach ich ja stärkeren Umsatz denn die nächsten Kunden die auch zugreifen und sich über den Preis freuen empfehlen das Buch weiter und dadurch kommen dann noch mehr Kunden. Es ist also ein Schneeballeffekt wenn man es so nennen will, ich setze gezielt darauf das ich Kunden ins Boot bekomme denn die sind halt die beste Werbeplattform. Vorrausgesetzt das Buch ist wirklich gut geht das ganze auch auf, natürlich darf man sich nicht darauf verlassen das die ersten Kunden dich spontan finden, du musst schon das ganze vorher bissl ins rollen bringen.
Das BoD Früher wesentlich schwerer zu bedienen war und teuerer kann ja gut sein, aber jetzt ist es verdammt günstig und vieles kann man selber machen wie Bilder bearbeiten, Covers erstellen etc. Massenverkäufe sind keine Illussion, ich hab mir das Forum mal durchgelesen und sehe das die meisten nur "Mein Buch muss in den Buchhandel" im Kopf haben, sie setzen zuviel darauf die Zeit in Buchhändler zu investieren indem sie mit denen reden, plakate drucken und herrstellen lassen, flyer verteilen. Flyer zu verteilen halte ich persönlich für schwachsinnig, angenommen du läßt 500 stück drucken in top qualität und gehst in die Stadt um sie zu verteilen, schau dir nachdem du sie verteilt hast mal die Straßen oder Mülleimer an, ich wette du findest dort mind. 75% deiner Flyer wieder. Um ein Buch effektiv zu vermarkten musst du gezielt die Leute darauf aufmerksam machen die sich auch dafür interessieren, in der Stadt beim Flyerverteilen verteilst mind. 80% der Flyer an Leuten die sich halt nicht darüber interessieren, ja 80% (einige fragen sich wie das sein kann da ich ja nur 75% wieder finde in den mülltonnen, das läßt sich einfach erklären, einige stecken es sich aus faulheit in die hosentasche oder weil sie es nicht offensichtlich wegschmeissen wollen). Das ist doch wirklich Geld und Zeitverschwendung, es gibt wirklich effektivere Methoden um Kunden zu gewinnen, die Welt ist halt modern geworden, die welt ist online. Wieviele Leute bestellen ihre DVDs, Bücher, Zeitschriften, Elektronikgeräte über das Internet? Wieso Sie dann nicht auch über das Internet auf die Bücher aufmerksam machen? Spart viel Geld ...
Wenn die ganzen Leute wie ihr auch wisst (man hört ständig im Internet wieviel Leute nun online statt in geschäfte einkaufen) online einkaufen, wieso stellt ihr euch auf die Straße oder in Buchhandlungen, Kneipen oder sonst was und verteilt dort eure Flyer? Kann ich nicht verstehen, zumal die meisten Leute dann sowieso über das Internet bestellen sollen.
Dazu kommt noch das mit den Journalisten, ihr beschwerd euch darüber das keiner der Journalisten euch beachtet und euch ablehnt, ich will echt nicht wissen wie die Leute an die Journalisten herantreten. Wieso sollten 0815 Anfragen (sorry aber kann mir bei einigen echt nicht vorstellen das was anderes rausgeschickt wurde) nicht mit der 0815 Ablehnung abgelehnt werden? Journalisten erwarten genauso wie Buchhandlungen Kreativität, ihr müsst wenn ihr nichts besonderes seid gezielt mit etwas kreativen überzeugen, damit der Autor sagt "okay das lohnt sich villeicht doch auch wenn er ein nobody ist.". Wenn ich mir auch die meisten Covers von Büchern ansehe bekomme ich sowieso nen graus, gerade wenn der Autor sich selber auf dem Cover ablichten läßt, das sagt mir als potentieller Käufer "Der Typ ist in sich selbst verliebt" (ausnahmen sind natürlich biographien). Wie gesagt arbeite seit jahren in der Game Branche und da hab ich mit der Materie schon oft zu tun gehabt insbesondere mit Covern, Großhandel und PR. Was meint ihr wie die großen Autore bekannt geworden sind?

Um nochmal auf die Buchhändler zurück zukommen, ich habe desöfteren auch in diesem und anderen Foren gelesen das sie mit Händler gesprochen haben und diese wie es scheint doch ins gewissen reden wollten und wenn es ihnen zu bund wurde dann gingen die einfach, bei 40.000 veröffentlichungen pro Jahr und dem Autor aufkommen denk ich das bei Buchhändlern insbesondere bei Großstädten schon sehr häufig welche kommen mit dem anliegen und die dann übertrieben und unhöflich reagieren wenn sie abgelehnt werden, ist es dann ein wunder das BoD Bücher nicht gern gesehen sind? Es brauch keiner aus dem Forum kommen mit den spruch "du warst nicht dabei also sei ruhig" oder "lässt du dir alles gefallen?". Die Buchhandlungen verfügen über gute Connectionen zu anderen Buchhändlern, wenn ständig unangenehme vorfälle auftauchen dann spricht sich das rum und dementsprechend wird das ganze immer lästiger. Seriöse Geschäftsmänner kommen nicht einfach unangekündigt zu einem Geschäft und wollen dort Geschäfte machen, da fühlt sich JEDER überrollt und ist dementsprechend abgeneigt zu dem ganzen. Die zuständigen Personen verpacken das ganze natürlich mehr oder wenig freundlicher um die Person nicht vor dem Kopf zu stoßen denn sie wollen ja keinen potentiellen Kunden verlieren (kunden im sinne von der kauft bücher bei uns.). Es bringt einfach viel mehr wenn man sich etwas kreatives einfallen lässt und den Händlern beweist wie kreativ du bist ohne dein Buch überhaupt berührt zu haben, standartanfragen wie "ich hab das buch blub blub geschrieben und würde mich gerne geschäftlich mit ihnen unterhalten" bringen einfach nichts, ich als Händler würd doch denken das seine Bücher genauso standart sind wie seine Anfragen.
Wenn die Händler dann positiv antworten (die Chancen bei kreativen aktionen stehen gut) dann hat man richtig gute Karten.

Auch BoD Bücher können erfolgreich werden, man muss ein richtig gutes Buch haben, ein gutes Preisleistungsverhältniss und natürlich eine gute PR die nicht viel Geld aber viel Kreativität kostet.

Ich weiß das jetzt viele aus dem Forum sich an den Kopf gestoßen fühlen und das antworten alá "Dann machs besser"/"du nimmst den mund zu voll" oder in der richtung kommen, kenn mich da bissl aus und wir können es anhand meines nächsten Buch testen wie zutreffend meine erzählungen sind, wenn mein Buch von BoD geliefert wird und bei allen Onlineshops verfügbar ist gehts los. Durch meine Erfahrung im Software/Game Bereich weiß ich was möglich ist ...

matthiasgerschwitz

Re:

von matthiasgerschwitz (16.10.2007, 10:51)
Hallo Sharki,

schwere Kost, die Du da losläßt - nicht nur inhaltlich, sondern besonders in der Form, da auf Grund der Menge alles wie Augenpulver 'rüberkommt. Aber ein paar Deiner Aussagen sind (sicherlich Deine eigene Meinung und sie sei Dir auch unbenommen) sachlich am Thema vorbei.

Menschen kaufen sich nicht ein Buch, weil sie der Überzeugung sind, sie brauchen mal wieder eines, sondern weil sie ein Thema, ein Autor oder ein Cover interessiert. Oder weil sie eine Empfehlung bekommen haben oder den Autor mögen. Oder oder oder ... aber immer mit einem Grund. Wenn der Besitzwunsch groß ist, bezahlen sie auch einen hohen Preis - und wenn sie den nicht bezahlen wollen, ist der Besitzwunsch eben nicht so dringend.

Wenn die mathematisch-theoretische Gleichung "Buch billig = Verkaufszahl hoch" stimmen würde, würde es keine teuren Bücher mehr geben. Und wer davon ausgeht, dass er sowieso viel Bücher verkaufen wird, weil alle sein (oder ihr) Buch haben wollen, der wird - ganz im marktwirtschaftlichen Sinne - einen Euro auf die Marge draufschlagen, um davon zu profitieren.

Letztlich liegt es hier bei BoD aber immer am Autor, wie er oder sie die Kalkulation ansetzt. Natürlich denkt jeder anders darüber, und das ist auch gut so. So etwas nennt man "Freiheit der Kalkulation". Lass' doch andere in das rennen, was Du deren Unglück nennen würdest. Wahrscheinlich hat sich gerade der von Dir kritisierte Autor auch seine 3 - 4 Gedanken über die Kalkulation gemacht - nur Du kannst sie nicht nachvollziehen, weil Du sie nicht kennst. Oder schreibst Du in den Klappentext: "Die Kalkulation kam so und so zu Stande."??? Wohl eher nicht... Aber Dein Einstieg ins Thema - als Antwort auf eine Buchvorstellung mit dem Hoftor in die Abstellkammer ("mit der Tür ins Haus" wäre noch zu nett formuliert) einzufallen - war nicht eben sehr geschickt...

Oder würdest Du Dich darüber freuen, wenn Du mit stolzgeschwellter Brust Dein neuestes Werk vorstellst, und die erste Reaktion heißt "Nett, aber meinst Du nicht, dass das doof ist, und das Mist und das kann man so gar nicht machen..." - ohne dass der Kritiker auch nur eine Zeile Deines Werkes gelesen hat?

So denken nicht mal Haie ... auch wenn wir uns im Leben immer in einem Haifischbecken bewegen...

Beste Grüße aus dem Aquarium
Matthias

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Bärentante
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Re:

von Bärentante (16.10.2007, 11:34)
Danke, Heiner, für die Trennung von der Buchvorstellung. Jetzt ist mir wohler. thumbbup

Huhu Sharki,

eine ausführliche Antwort, vielen Dank. Ich finde es gut, wie und dass Du Dir über diese Dinge Gedanken machst. Für Deinen Fall magst Du auch Recht haben, aber eine Verallgemeinerung für BoD-Autoren ist wohl kaum möglich. Nicht jeder hatte Ärger mit Journalisten, Buchhändlern oder Misserfolge mit Flyern.

Und - ganz wichtig - nicht jeder kauft ausschließlich über das www
Ich denke mal, Du gehörst zur jüngeren Generation. Ich nicht mehr.
Ich war eine Leseratte, musste dann aus Zeitgründen etwas zurückstecken. Die Stadtbücherei hier am Ort habe ich von vorne bis hinten durch, eine äußerst billige Variante und man ärgert sich auch nicht, wenn man ein Buch nach 20 Seiten nicht mehr weiterlesen mag über eine finanzielle Ausgabe. :wink:
Nach einem langen Arbeitstag, hauptsächlich am Computer, war es für mich immer die größte Freude und Entspannung, in eine große Buchhandlung zu gehen und ein wenig in Büchern zu blättern, nach Neuheiten zu schauen, usw. Im Internet suche ich grundsätzlich nicht nach Büchern, es sei denn, ich hätte sie bei einem dieser Buchhandlungsbesuche gesehen und nicht gekauft, es dann aber bereut.

Du rechnest Deinen Buchpreis so knapp, um für weitere Buchprojekte bei den Lesern eine bessere Basis zu haben, kalkulierst also Werbekosten gleich mit ein. Ok, auch eine Möglichkeit. Aber wenn man von Anfang an weiß, dass es das einzige Buch bleiben wird?

Ich bin gespannt, mit welcher kreativen Idee Du Deine Bücher unter die Leute bringen wirst. Vielleicht erfahren wir ja mal davon.
Liebe Grüße
Christel

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Judith
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Re:

von Judith (16.10.2007, 11:55)
Die Marge bei meinen Büchern liegt auch bei über einem Euro. Trotzdem werde ich vermutlich nie Gewinn einfahren, denn wenn ich alle Kosten für ISBN, Systemkosten, Werbung usw. rechne, muss ich (beide zusammengerechnet) mindestens 500 Bücher verkaufen. Und das ist eine Menge. Ich glaube aber nicht, dass ich mehr als 10 % mehr verkauft hätte, wenn die Bücher jeweils einen Euro billiger gewesen wären.

Grüßle,
Judith
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Sharki
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re

von Sharki (16.10.2007, 18:27)
Soviele Antworten, wow ;-) Freue mich das man hier darüber sachlich diskutieren kann.

@Matthiasgerschwitz

Ich denke das wir da getrennte vorstellungen haben, natürlich kaufen Leute auch Bücher weil sie der überzeugung sind mal wieder etwas lesen zu wollen, dann schauen sie sich sofern momentan kein Buch von seinem Lieblingsautor herausgekommen ist halt den Markt an, das Produkt hat 5 Sekunden um auf sich aufmerksam zu machen wenn man spontan die Regale oder halt Onlineshops durchforstet, dabei ist es entscheident ob das Cover interessant ist und ob der Name gut gewählt ist. Wir sind eher unbekannte Autoren und dadurch sind wir zumindest auf spontan käufe der Kunden angewiesen, und damit überhaupt jemand kauft muss doch eine überzeugung dahinter stecken das ich derzeit ein neues Buch brauche zum Zeitvertreib, sonst würde ich doch gar nicht gucken wenn ich keinsbenötigen würde.

Ich habe nicht gesagt das Buch billig = Verkaufszahlen hoch bei jedem Buch gilt, wenn es z.b um ein Stephan King Roman geht, egal das kann ruhig teurer sein, die Verlage haben durch den Bekanntheitsgrad des Autors vorteile, die können sie bei der Preisgestaltung ausnutzen, doch wir reden hier von BoD Autoren die fast alle eher unbekannt sind, da kann ich also nicht mit dem Namen punkten also muss ich durch andere sache punkten, der Preis ist bei spontan käufen ungemein wichtig und deswegen darf er nicht hoch sein, denkt langfristig, die ersten Veröffentlichungen könnt ihr günstiger machen, dann wenn die Verkäufe gut laufen dann habt ihr jede menge neue potentielle Käufer für folgetitel, wenn ihr dann einen neuen Titel veröffentlicht dann könnt ihr ja versuchen das ganze ein wenig teurer zu machen, die Leute kennen euch dann und wissen das ihr Qualitativ gut schreibt, dann sind sie auch sicher bereit paar Euros mehr zu bezahlen. Natürlich kann das ganze auch schief gehen und trotz des geringen Preis kaufen nur wenige euer Buch, aber was ist denn aktuell? Mit etwas Glück kommt man mit den teuren Preis auf 200 verkaufte Exemplare, manche kommen nicht mal auf die 100. Anstatt mal ein Risiko einzugehen um langfristig auf erfolg hinzuarbeiten wird fleißig weitergemacht und die enttäuschung ist am ende groß. Jede Geschätsaktivität ist mit einem Risiko verbunden, wenn das Buch sich nicht gut verkauft dann muss ich an MEINER Strategie etwas ändern, ich muss dann nicht immer die Schuld auf BoD, Amazon oder sonstwen legen, sicherlich liegt da einiges in argen aber in erster Linie müsst ihr eure Strategie überdenken.
Ich gehe davon aus das ich durch meine Jahrelange Erfahrung im Game Sektor mein Buch gut verkaufen werde, trotzdem denke ich langfristig und möchte durch den günstigen Preis mehr zukünftige Kunden rekrutieren, ich kann mit einer Marge von 70 Cents sehr zufrieden sein, wenn der Verkauf gut läuft profitier ich davon genausogut oder noch besser als hätt ich mir ordentlich was auf die Marge dazugeschlagen. Egal ob ich dann mit dem gleichen Ergebniss darstehe, es zählt der Verbreitungsgrad und die Kunden für nächste Produkte.

Ich will und kann euch nicht vorschreiben wie ihr eure Preise gestaltet, BoD gibt uns die freie Hand bei der Preisgestaltung und das ist auch ganz nett, aber die BoD Autoren haben größenteils noch nie ein Produkt veröffentlicht und haben kein gespür für die Preisgestaltung und was an Marge üblich ist. Deswegen wollte ich ein bissl dazu was schreiben und euch sagen das solche Margen utopisch sind.
Ich stimme zu das ich einen extra Thread aufmachen hätte sollen, aber war eine spontane Handlung und ich glaub nicht das ich den Threadersteller irgendwie beleidigt habe, es dient nur zur konstruktiven kritik.
Hab nicht gesagt sein Buch ist blöd oder so.

Meine 2 ersten Punkte waren eher nicht so ernst gemeint obwohl nen funken wahrheit dahinter steckt. (Also die in dem Buchthread)
Wenn mir einer sagen würde "Denkst der Buchmarkt ist reif für dein Buch? Gerade weil Russen bei Deutschen nicht soo beliebt sind" dann würd ich meine Meinung dazu äußern und was meiner Meinung nach dem Buch eine daseins berechtigung gibt. Wo liegt das Problem? Als Autor muss man sich auch auf solchen Fragen vorbereiten und gut rechtfertigen können.


Danke für deine Antwort ;-)

grüße

Sharki

@Bärentante

Hi Bärentante,

Ich wollte das ganze nicht Verallgemeinern, da gibt es klar zu differenzieren, ich geb nur meine Erfahrungen wieder und mach mir gedanken darüber wie wir alle mehr profitieren könnten, ich lese wie einige Forenuser hier ihre Erfahrungen schildern und seh sofort einiges was meiner meinung nach falsch gemacht wurde, wie schon geschrieben konzentrieren sich viel zu viele darauf ihr Buch in den Buchhandel zubringen und verschwenden dafür Zeit, Geld und nerven und dabei achten viele nicht auf die Regeln, habt ihr es gern wenn Klinkenputzer vor eure Tür stehen und euch unangemeldet was aufschwetzen wollen? Ihr schickt sie meistens denk ich wie ein großteil der Bevölkerung weg, die Geschäftsführer der Buchshops einer großen Buchhandelskette darf und kann das nicht so einfach denn er ist auf dich angewiesen, ihr seid immerhin potentielle Kunden und könnt durch Mund Propaganda einiges kaputt machen, also nehmt er sich Zeit für euch und lehnt dann meistens ab bzw. hat in dem Augenblick wenig Zeit bzw. keine Nerven dazu. Mit kreativen Ideen kann man Händler überzeugen das sich eure Produkte lohnen, macht das, vereinbart Termine wenn der Buchhandel interesse zeigt und dann steht man viel besser dar als wenn man unangemeldet kommt und die Leute auf die nerven geht (so ist das leider). Ihr müsst euch auch mal darüber Gedanken machen das wenn euer Buch im Buchhandel verkauft wird alles so einfach ist, allgemein ist der Markt scheiße geworden (nicht ausschließlich auf Bücher bezogen). Die ganzen Produkte liegen teilweise Monate im Regal herum bis sich etwas tut, die Chancen auf Verkauf steigern sich natürlich aber auch wenn es im Buchhandel zu einem überteurten Preis ausliegt kauf ich es mir nicht, was nützt es mir wenn Händler 3 Bücher im Laden haben, und diese monatelang wegen den Preis da herum stehen aufgrund des Preises und die unbekanntheit des Autors? Der Händler wird entweder 1-2 Exemplare nachbestellen oder ist froh das er den schund (sorry) losgeworden ist. Wenn es allerdings dort zu einem günstigen Preis rumliegt ist die Chance auf spontan käufe wesentlich größer, weil es nicht sooo tragisch ist wenn das Buch billig war wenn es halt nicht so doll ist. Der Händler wird darauf aufmerksam das die Bücher schnell verkauft werden und bestellt dementsprechend mehr damit er nicht jede 3-4 Tage nachordern muss und die Kunden nicht eventuell nebenan bei der Buchhandlung schauen, und dadurch profitier ich wieder, und bei nächsten Titeln ist es wieder umso leichter zu verkaufen weil die Händler ordentlich verkauft haben. Ist alles ein Schneeballeffekt.
Wie schon gesagt, man muss kreativ an die sache herangehen, ich kann den Buchhändler nicht mit einem spontan Besuch begeistern, man kann das durch kreative aktivitäten im vorfeld und dann bekommt man auch leicht Termine diie auch etwas bringen, auf standart anfragen geben Händler nicht viel.
Und genauso muss das ganze mit PR/Marketing gehen, Flyer sind Geldverschwender, ich hab schon bereits gesagt warum sich die art von werbung nicht lohnt, wie oft seht ihr noch leute mit fyler rumlaufen?
Es ist klar das nicht jeder Ärger mit Händler, Journalisten und misserfolge mit Flyern, aber wenn ich durch 500 - 1000 Flyer 5 Verkäufe habe dann kann ich da nicht von nen erfolg reden. Über das Internet kann man Bücher besser und kostenlos bewerben, man muss halt wissen wie und wie schon bereits gesagt kreativ sein.

Nicht jeder Kauft über das www, richtig, aber das tun die meisten, auch ältere Menschen. Durch den großteil der Leser die im www. einkaufen werden die Leser die nicht im www einkaufen durch Mund zu Mund Propaganda auf mein produkt aufmerksam gemacht, dazu kommt ja das ich durch die www Werbung auch eine größere Verbreitung erziele, dies erreicht auch Journalisten und Buchhändler die dann darauf aufmerksam werden. Schneeballeffekt ;-)

Ich kalkuliere meine Buchpreise schon knapp wobei ich 70 Cents pro verkauftes Exemplar schon für einen guten Umsatz bezeichne. Dadurch profitiere ich durch einen besseren Verkauf und mehr verbreitung und hab so für weitere Bücher eine bessere basis. Werbekosten kalkuliere ich natürlich ein wobei die Werbekosten eher geringfügig sind, werbung in Internet kann man mit sehr sehr wenig Geld bzw. auch ohne Geld machen, durch kreativität erreicht man viel. Da spielt Geld keine rolle.

Wenn man weiß das es das einzige Buch bleiben wird dann macht man das ganze auch nicht des Geldes wegen also kann man diese auch günstig anbieten um einen höheren verbreitungsgrad zu erreichen oder meinst du nicht?

Soviel ich weiß sind heute meine Exemplare von meinen Buch gekommen, war allerdings nicht zuhause. Lag nen GLS Brief drin, kann mir nur vorstellen das es sich um die Bücher handelt, dann geht es sobald es in Amazon etc. gelistet ist los und ich werd umfangreich darüber berichten.

Danke für dein Beitrag, grüße Sharki

@Judith

Woher weisst du das? Der Preis ist ausschlaggebend

grüße

Sharki

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Judith
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Re:

von Judith (17.10.2007, 01:29)
Sharki, ich habe mich mit mehreren Buchhändlerinnen unterhalten, ob es einen großen Unterschied mache, ob ich 7,80 oder 8,90 Euro für das Buch verlange. Sie hatten alle dieselbe Erfahrung und somit die gleiche Antwort: nein. 10 Euro sind eine Schwelle, die man mit einem eher dünnen Buch (meines hat auch 132 Seiten) eher unterschreiten sollte.

Ich weiß ja, dass du sparsam denkst (dabei bin ich doch die Schwäbin hier), aber ein paar Abschnitte mehr würden den Text lesbarer machen. Wenn ich mir ein Buch ansehe (im Buchladen oder bei "search inside") und es mich mangels Abschnitten erschlägt, lege ich es weg, selbst wenn es fast nichts kostet. :wink:

Grüßle,
Judith
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Speedy
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Re:

von Speedy (23.10.2007, 09:38)
Eine wirklich interessant Diskussion. Wenn man Bücher on Demand veröffentlicht, sollte man sich meiner Meinung nach bereits im Vorfeld darüber klar sein, dass man nicht mit den großen Verlagen preislich konkurieren kann. Das ist aufgrund der unterschiedliche Produktionskosten zwischen Groß- und Kleinstauflage vollkommen logisch.
Damit hat man von vornherein einen gewissen Wettbewerbsnachteil, den es nach Möglichkeit zu kaschieren gilt. Einen wichtigen Hinweis hat Judith bereits geliefert, die magische Schwelle von 10,00 €. Wenn ihr euch ein wenig umschaut, werdet ihr feststellen, dass Taschenbücher zur Zeit hauptsächlich für 8,95 € angeboten werden und teilweise sind ganz schöne Wälzer darunter. Mit 9,95 € liegt man zwar darüber, doch solange man unter der magischen 10 bleibt, wird das der Käufer noch verschmerzen.

Diese Schmerzgrenze sehe ich allerdings in erster Linie bei Belletristik. Sachbücher haben es meiner Meinung nach leichter, denn hier scheint auch der Markt ein eigenes Preisgefüge zu haben.

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jola
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Re:

von jola (23.10.2007, 10:46)
Eine Bitte, insbesondere an Sharki:

Elendslange Absätze sind auf dem Monitor kaum lesbar, da gibt man früher oder später auf. Nach spätestens 7 Zeilen sollte ein (sichtbarer!) Absatz kommen. Danke.

jola

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PvO
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Re:

von PvO (23.10.2007, 10:57)
Zwei Meinungen, da möchte ich meine auch mal dazuschreiben. Mein Erstling hat über 400 Seiten und kostet 19,80. Für mich ganz klar überteuert. Das wären 38,73 DM, für ein Buch eines Noname Autors. Ich würde das nicht mal für einen Bestseller ausgeben.
meines hat auch 132 Seiten

Ich weiß ja nicht um was es sich handelt. Sicher kein Roman. Einen Roman mit 138 Seiten würde ich gar nicht erst kaufen und ein Sachbuch? Käme drauf an, da würde ich dann 10 Euro zahlen. Für mich ist der Verkaufspreis eines BOD nicht nur ein Nachteil, es ist m.E. DER Nachteil überhaupt.
Ich habe auch mal unter Pseudonym ein Buch herausgebracht, bei einem herkömmlichen Verlag. Das Buch hat 192 Seiten und kostet 7,95. Die 3.000-der Auflage ist aber bereits vergriffen.

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jola
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Re:

von jola (23.10.2007, 11:12)
Ich finde, es kommt immer auf den Inhalt und die jeweilige Zielgruppe an. Eines meiner aktuellen Babys wird nur so um die 50-60 Seiten herum haben, eventuell sogar als Booklet publiziert, der Preis wird bei 9,90 EUR liegen.

Habe dabei weder ein schlechtes Gewissen, da "zu teuer", noch die Befürchtung, dass das Büchl deswegen keiner kauft.

Ich habe da schon eher ein Problem mit dicken Wälzern unter 10 EUR, meist nur 6,90 oder 7,90 etc., bei denen man auf den ersten Blick die Billigstdorfer Massenproduktion sieht.

lg,
jola

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Judith
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Re:

von Judith (23.10.2007, 12:16)
PvO hat geschrieben:
Ich weiß ja nicht um was es sich handelt. Sicher kein Roman. Einen Roman mit 138 Seiten würde ich gar nicht erst kaufen


Muss ich das jetzt verstehen?

Grüßle,
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