Das wohlstrukturierte Mittelalter

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Mario Arndt
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Das wohlstrukturierte Mittelalter

von Mario Arndt (02.03.2012, 12:50)
Titel: Das wohlstrukturierte Mittelalter
Autor: Mario Arndt

Verlag: BOD
ISBN: 978-3842348776
Seiten: 156
Preis: 9,90

Der Autor über das Buch:

Kritk an der christlichen Zeitrechnung und offiziellen Chronologie gibt es seit Jahrhunderten. Einer der Ersten war der Physiker Isaac Newton (1643-1727), der erkannte, das die Chronologie mindestens 300-532 Jahre zu lang ist. Die derzeit bekanntesten Kritiker sind wohl A. Fomenko, C. Pfister und H. Illig. Ich baue auf den Arbeiten meiner Vorgänger auf, habe jedoch andere Ansätze und gelange auch zu einem anderen Ergebnis, was die Länge der fiktiven Zeit angeht.

Z.B. bei Libri.de kann man unter "Blick ins Buch" das Inhaltsverzeichnis lesen sowie gezielt die Seiten auswählen, die einen besonders interessieren:
http://www.libri.de/shop/action/product ... 48770.html

Bei Google-Books kann man noch etwas mehr im Buch lesen:
http://books.google.de/books/about/Das_ ... edir_esc=y

Eine Rezension meines Buches gibt es hier:
http://www.dillum.ch/html/mario_arndt_d ... ension.htm


Klappentext:

Die Geschichtswissenschaft geht davon aus, dass Geschichte nicht gesetzmäßig abläuft. Wenn im heutigen Wissen über die Vergangenheit dennoch Gesetzmäßigkeiten zu erkennen sind, dann ist dies ein deutliches Indiz dafür, dass die gelehrte Geschichte in weit größerem Maße eine Konstruktion darstellt als derzeit bekannt. Die vom Autor entdeckten und analysierten Regelmäßigkeiten und Strukturen in der Abfolge der Namen der mittelalterlichen Herrscher lassen sich von jedem nachvollziehen, und deren Existenz kann man teilweise recht einfach beweisen. Des Weiteren lässt sich die Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens in einem normalerweise nicht gesetzmäßigen Ablauf der Geschichte berechnen. In der Anordnung der Namen der Kaiser des Byzantinischen Reiches liegt der Schlüssel zur Länge einer fiktiven, in die Chronologie eingefügten Zeitspanne. Dies wird mit Quellen, empirischen Überprüfungen und Berechnungen belegt. In der Summe sind die Indizien erdrückend und kommen einem Beweis gleich.
Dateianhänge
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Zuletzt geändert von Mario Arndt am 16.03.2012, 20:52, insgesamt 2-mal geändert.

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SandraR
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Re:

von SandraR (02.03.2012, 13:43)
Was mir beim Buch fehlt sind ganz klar Angaben über den Autor! Also, hast Du Mathe studiert oder Geschichte? Oder bist du einfach an Geschichte interessiert und hast mal angefangen zu puzzeln...Gerade bei einem Sachbuch sollte man immer drei Wörter bei einem unbekannten Autor schreiben, was Autor xxx zu dem Thema xx prädistiniert.
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Siegfried
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Re: Das wohlstrukturierte Mittelalter

von Siegfried (02.03.2012, 13:47)
Mario Arndt hat geschrieben:
Das Inhaltsverzeichnis und die ersten Seiten kann man bei Amazon lesen:
http://www.amazon.de/Das-wohlstrukturie ... 529&sr=8-1


Habe ich gemacht - und mich gewundert, dass Illig noch immer ein Thema unter Hobby-Historikern ist (Kapitel "Sind 700 Jahre erfunden?").

Ich kenne dein Buch nicht und ich weiß nicht, ob deine Haltung zu Illigs Thesen pro oder contra sind; ist ja auch egal - aber wieso 700(?) Jahre erfunden? In toto über die gesamte Kulturgeschichte der Menschheit? Illig spricht von 297 erfundenen Jahren (614 bis 911 n. Chr.).

Dabei ist Illig derart leicht zu widerlegen, dass es eigentlich keinen Spaß macht. Aber trotzdem:

Illig behauptet in seinem Buch "Das erfundene Mittelalter" (Econ, 1996; wiederveröffentlicht bei Ullstein 2005), die Jahre von 614 bis 911 hätten nicht existiert bzw. wären von entsprechend mächtiger Stelle erfunden worden. Die Gründe für diese Behauptung brauchen uns hier nicht zu interessieren.

Illigs These hat zur Folge, dass die Herrschaft der Karolinger (z. B. Karl der Große) und ihr Frankenreich nie stattgefunden hat. Der Aufstieg der Karolinger, die Eroberungszüge bis nach Spanien im Süden, Italien im Osten und Sachsen im Norden - alles erfunden! Und damit natürlich auch die Teilung des Frankenreiches nach Karls Tod - die eigentliche Ursache für die Existenz des heutigen Deutschlands und Frankreichs. Hat es nie gegeben!

Folgt man Illig, springen die wahren historischen Ereignisse direkt aus dem Jahre 614 in das Jahr 911. Und dies ist die Frage, die ich Illig-Anhängern zu gerne stelle: cheezygrin

Im Jahre 614 n. Chr. gab es auf der Welt keinen Islam. Mohammed war zu der Zeit ein Kaufmann, dem gerade der Erzengel Gabriel erschienen war und ihm die ersten Suren vortrug (610). In jenem Jahr 614 kehrte Mohammed mit diesem Text nach Mekka zurück und suchte sich dort erste Anhänger.

Konkret: Die Muslime spielten in der Weltpolitik des Jahres 614 keine Rolle.

Sprung in das Jahr 911 (laut Illig das Jahr, das direkt auf das Jahr 614 folgte).

Die Araber sind mit ihrem muslimischen Glauben die Herrscher über ein riesiges Gebiet geworden. Bereits seit dem Jahr 750 (laut Illig ein Jahr, das es nie gegeben hat) beherrschen Muslime fast ganz Spanien. Ihr Machtbereich erstreckt sich von der Atlantikküste des heutigen Marokkos bis an den westlichen Rand des Himalayas. Die ganze Arabische Halbinsel wird kontrolliert, ebenso Städte wie Kairo, Jerusalem, Damaskus. Die islamische Expanison hat den Kaukasus erreicht und die heutige Südost-Türkei.

Nur um es noch einmal zu sagen: Das alles ist laut Illig in Wahrheit nicht passiert! Es ist weder der Islam begründet worden, noch wurde 638 Jerusalem erobert. Die Eroberung Ägyptens 640/642 hat es nie gegeben! Der Fall von Damaskus 636 - frei erfunden. Die Landung von 7.000 Berbern auf der iberischen Halbinsel 711 bei Gibraltar mit anschließender Vernichtung des Westgotenreiches - historischer Blödsinn. Der Aufbau des Emirats von Cordoba - gab es nie!

Frage an alle Illig-Anhänger: Wie haben es die Muslime geschafft, in nur einer Nacht ... okay, in einer Woche, in einem Monat, in einem Jahr - aber keinesfalls mehr! ... ihre Religion zu gründen und dann dieses Riesengebiet zu erobern? Könnte mir das mal jemand erklären?

Und genau an dieser Stelle höre ich dann von den Illig-Anhängern ... nichts! cheezygrin
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Mario Arndt
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Re:

von Mario Arndt (02.03.2012, 17:04)
@SandraR:
Danke für Deinen Tipp ! Ich werde bei einer Neuauflage dann wohl ein paar Angaben zu meiner Person mit aufnehmen. Da ich allerdings sowieso nicht vorhabe, vom Buchverkauf auch nur teilweise zu leben, war das erstmal für mich nicht so wichtig. Mir ging es bei dem Buch in erster Linie darum, meine Thesen einem breiten Publikum vorzustellen. Darum ist der Preis auch so gering und ich habe dem "Blick ins Buch" zugestimmt, wodurch man ja bei Google-Books schon ziemlich viel lesen kann (wenn man es denn will). Die Stichhaltigkeit eines Arguments hängt ja nunmal nicht davon ab, ob man auch mal Geschichte studiert hat, und wenn ja, wie lange ....

Ich bin von Beruf Informatiker. Das ist mein erstes Buch überhaupt (mein bisher längstes "Werk" war meine Diplomarbeit. Für den Master fehlt noch die Masterarbeit). Ich stamme aus Rostock (geboren 1963) und lebe seit 2002 in Frankfurt am Main.

Bild

Was Geschichte angeht - da bin ich Autodidakt. Dadurch habe ich sicher auch einen anderen Blick auf Geschichte als studierte Historiker. Ich halte dies für einen Vorteil, da mir so Dinge auffallen, die im normalen Geschäft der Historiker nie thematisiert wurden. Da geht man ja davon aus: Es gibt in der Geschichte keine Gesetzmäßigkeiten wie in den Naturwissenschaften - daher muss man sich damit auch nicht beschäftigen. Und Mathematik ist sowieso in der Geschichte fehl am Platz ...

Aber wenn es in der gelehrten Geschichte nun doch Regeln, Strukturen, Gesetzmäßigkeiten gibt ?

Dies war mein Ausgangspunkt. Zuerst fielen mir die sich nach einem klaren Muster wiederholenden mittelalterlichen Könige mit Namen Konrad und Heinrich auf, über alle Dynastien (Ottonen, Salier, Staufer usw.) hinweg. Später habe ich dann in anderen Ländern die Abfolge der mittelalterlichen Herrscher analysiert. Und überall fand ich dasselbe !
Zuletzt geändert von Mario Arndt am 17.11.2015, 10:51, insgesamt 13-mal geändert.

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Mario Arndt
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Re:

von Mario Arndt (02.03.2012, 17:09)
@Siegfried:
Ich kenne dein Buch nicht und ich weiß nicht, ob deine Haltung zu Illigs Thesen pro oder contra sind; ist ja auch egal


Aber was soll dann Dein Pamphlet gegen Illig in diesem meinem Thread ???
Frei nach dem Motto: Im Notfall erstmal schiessen, Fragen dazu klären wir später ? :wink:

Zu Deinen Fragen zu Illigs Thesen und als Einstieg zur Chronologiekritik an sich empfehle ich Dir folgende Seite:
http://www.fantomzeit.de/?page_id=61#6 (30 Fragen zur Fantomzeittheorie - Welche chronologiekritischen Ansätze gibt es?)
Falls Dich einzelne Punkte davon interessieren, einfach mal googlen !

- aber wieso 700(?) Jahre erfunden? - In toto über die gesamte Kulturgeschichte der Menschheit?

1) Aus den Daten der Chronik von Lupus Protospatharius Barensis ergibt sich eine Differenz von 700 Jahren zum Beginn unserer heutigen Zeitrechnung. Der ist dann 700 u.Z., also vor 1312 Jahren.
1) Die überlieferten Daten zum Osterfest (dem zentralen Fest der Christenheit) in Rom und im Westen sind 700 Jahre später weniger widersprüchlich als nach offizieller Geschichte.
3) Die Untersuchungen Robert R. Newtons zur Umdrehungs-Rate der Erde (abgeleitet von fehlerhaft datierten Sonnenfinsternissen) ergeben einen Sprung um das Jahr 700 herum.
4) Es gibt Irregularitäten bei der Differenz von Universal Time und Terrestrial Time (ebenfalls abgeleitet von fehlerhaft datierten Sonnenfinsternissen) in der Zeit von 0-700.
5) Die archäologisch und stratigraphisch nachweisbaren Überreste der Vergangenheit geben für ca. 700 Jahre recht wenig her, im Vergleich zu den Zeiten davor und danach, wobei regional Unterschiede bestehen.
6) Es wird in vielen Bereichen eine Kontinuität bei der Entwicklung sichtbar, die sonst unnatürlich unterbrochen erscheint.
7) Aus der Anordnung der Namen der Kaiser von Konstantinopel mit den heutigen Jahreszahlen ergeben sich die Eckdaten der Phantomzeit von Illig (614-911). Eine Korrektur der Phantomzeit auf 0 ergibt als eine Lösung 700 für den Beginn unserer Zeitrechnung.
usw. ...

Nach exakt 700 Jahren stimmen Wochentage und Monddaten genau überein, Monddaten teilweise mit einem, selten zwei Tagen Abweichung. Man kann daher anhand der überlieferten Aufzeichnungen nicht unterscheiden, ob das entsprechende Ereignis nicht um 700 Jahre verschoben ist.

Bei einem Anfang unserer Zeitechnung im Jahre 700 u.Z. entspricht das Jahr 614 (das Ende von Illigs Phantomzeit) dem Jahr 1314. Das liegt genau ein Jahr nach 1313. In diesem Jahr endet das von mir entdeckte System der römisch-deutschen Königsnamen, das 911 (dem Ende von Illigs Phantomzeit) beginnt.

Dieses System hat übrigens eine Länge von 403 Jahren. In dieser Zeit haben die insgesamt 31 Könige 13 verschiedene Namen. Den Umstand, dass nun 31 x 13 = 403 ergibt, könnte man für sich allein noch als Zufall abtun. Aber die Anordnung der Namen selbst folgt einem Muster, dass sich in dieser Zeit viermal wiederholt. Sowohl der König davor als auch der König danach sind Herzöge von Bayern, tragen den Namen Ludwig und werden als "der IV." gezählt. Die einzige Ausnahme ist dabei noch exakt in der Mitte angeordnet !

Und was hierbei das Entscheidende ist, den zentralen Platz in meinem Buch einnimmt und auch das wesentliche Ergebnis ist: In allen europäischen Reichen des Mittelalters, die bis in die Renaissancezeit überlebten, sind die Namen der Herrscher nach bestimmten Strukturen angeordnet. In Ost- und Nordeuropa ähneln sich diese Strukturen recht deutlich.
1) Man kann die Regentenlisten des Mittelalters mit denen der Neuzeit vergleichen. In letzteren gibt es keine solchen Strukturen, was auch nicht weiter erstaunlich ist.
2) Man kann die (äußerst geringe) Wahrscheinlichkeit des Auftretens dieser Regelmäßigkeiten auf "natürlichem" Wege berechnen. Ich habe dies konkret für das römisch-deutsche System gezeigt.

Daraus folgt, dass die Abfolge der Namen der Herrscher der europäischen Reiche des Mittelalters konstruiert und somit falsch ist. Ein Teil der Geschichte des Mittelalters muss somit auch falsch sein.

Dies deckt sich dann auch mit den beiden anderen Aussagen (Teilen) des Buches, den wohl erfundenen 700 Jahren und der Wohlkonstruiertheit der Zeitrechnung.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (02.03.2012, 17:24)
Mario Arndt hat geschrieben:
@Siegfried:
Ich kenne dein Buch nicht und ich weiß nicht, ob deine Haltung zu Illigs Thesen pro oder contra sind; ist ja auch egal


Aber was soll dann Dein Pamphlet gegen Illig in diesem meinem Thread ???
Frei nach dem Motto: Im Notfall erstmal schiessen, Fragen dazu klären wir später ? :wink:


Pamphlet (dt.: Schmähschrift) ... Aha!

Mir ging es nur darum, dass in einem Buch zum Thema Historie der Name Illig auftaucht.

Illig steht für ein bestimmtes Thema.

Und zu diesem Thema habe ich eine einfache Frage: Wie kann eine zum Zeitpunkt X nicht existente Macht innerhalb eines so geringen Zeitraumes wie ein Jahr ein so riesiges Gebiet übernehmen?

Ich harre weiterhin einer schlüssigen Antwort ... cheezygrin
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SandraR
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Re:

von SandraR (02.03.2012, 17:54)
Nun kann man natürlich mit relativ einfachen Mitteln als Beispiel mit einem xml File bestimmte Wiederholungen von Namen berechnen. Da bist du sicherlich nicht der Erste, egal ob Informatiker oder Mathematiker der sich damit beschäftigt. Manche verdienen sogar ihren Lebensunterhalt damit. Aber die Gesetzmäßigkeit macht ja nur Sinn wenn man daraus eine These ableiten kann.
Welche wäre deine?
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Mario Arndt
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Re:

von Mario Arndt (02.03.2012, 17:56)
@Siegfried:
Sorry, wenn ich Dich überschätzt haben sollte ! Ich habe Dir in meinem vorigen Beitrag einen Link gegeben zu Fragen zu Illigs Thesen, wo die Antwort auf Deine Frage ein paar Zeilen weiter unten gegeben wird.

Damit ich Dich nicht überfordere, und Du Dich sofort zurechtfindest, gebe ich Dir jetzt noch einen Link exakt auf die richtige Zeile:
http://www.fantomzeit.de/?page_id=61#20

Dies ist allerdings nicht meine Position, so dass ich Dich bitten möchte, diesen meinen Thread mit diesen Fragen zu verschonen. Mach doch einen eigenen Thread auf, wenn Du unbedingt über Illigs 297-Jahres-These diskutieren möchtest !

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Mario Arndt
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Re:

von Mario Arndt (02.03.2012, 18:16)
@SandraR:
Nun kann man natürlich mit relativ einfachen Mitteln als Beispiel mit einem xml File bestimmte Wiederholungen von Namen berechnen. Da bist du sicherlich nicht der Erste, egal ob Informatiker oder Mathematiker der sich damit beschäftigt. Manche verdienen sogar ihren Lebensunterhalt damit

Ganz richtig. Allerdings hat noch niemand die mittelalterlichen Herrscher auf diese Art und Weise analysiert. Und ganz so schwierig ist es bei denen gar nicht.

Aber die Gesetzmäßigkeit macht ja nur Sinn wenn man daraus eine These ableiten kann. Welche wäre deine?

Die Wohlkonstruiertheit des Mittelalters und damit die Abweichung der Geschichtsschreibung (und damit der heute gelehrten Geschichte) vom tatsächlichen Ablauf der Geschichte.

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SandraR
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Re:

von SandraR (02.03.2012, 18:45)
Also mein Tipp wäre ja mal sich die Römer und die Christenverfolgung aus einem anderen Blickwickel anzusehen. Nicht die armen Christen die den Löwen verfüttert wurden und dabei unschuldig wie die Lämmer waren, sondern eine terroristische Sekte die sich das römische Reich einverleiben wollte.

Dafür benötigt es nicht mal Mathematik sondern nur einen etwas unvoreingenommeneren Blickwinkel.

Wer sich an den Stoff traut und Historiker ist, darf sich gerne bei mir melden, ich würde es Verlegen. PN reicht!
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Nicolas Fayé
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Re:

von Nicolas Fayé (02.03.2012, 18:48)
@Siegfried

Man sollte über diese Themen nie diskutieren. Die Verfechter der "fehlenden Jahre" sind da meines Erachtens echte Fundamentalisten. Sieh es locker. Beweisen kann man die Theorie sowieso nicht und Gegenbeweise werden nicht gerne gesehen.

ZITAT:
Dies war mein Ausgangspunkt. Zuerst fielen mir die sich nach einem klaren Muster wiederholenden mittelalterlichen Könige mit Namen Konrad und Heinrich auf, über alle Dynastien (Ottonen, Salier, Staufer usw.) hinweg. Später habe ich dann in anderen Ländern die Abfolge der mittelalterlichen Herrscher analysiert. Und überall fand ich dasselbe !

Oh, ich habe gerade entdeckt, dass es in meiner Familie von Philipps, Martins und Wilhelms (auch in der jeweiligen weiblichen Variante) nur so wimmelt. Existiere ich überhaupt? cheezygrin
Das mit den Namen erklärt sich wohl eher aus der Vorliebe zu gewissen Namen. So sind bei den Habsburgern im überschaubaren Zeitraum von 1486 - 1646 von 9 Herrschern insgesamt 2 Maximilian und 4 Ferdinand (die anderen 3 waren Karl V., Rudolf der Zweite und Mattias). Nach der Theorie extieren die 200 Jahre auch nicht, weil soviele gleiche Namen vorhanden sind.

Bitte auf dem Teppich bleiben. Man kann die Geschichte vielleicht örtlich begrenzt fälschen, aber ganz gewiss nicht weltweit. Es gibt dummerweise nämlich auch noch eine Geschichtsüberlieferung, die mit Europa nun gar nichts am Hut hat (z.B. China - über Jahrtausende bestens dokumentiert oder Indien).
Viele Grüße von Nicolas

Geduld ist eine Tugend
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Mario Arndt
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Re:

von Mario Arndt (02.03.2012, 19:13)
@Nicolas Fayé:
Oh, ich habe gerade entdeckt, dass es in meiner Familie von Philipps, Martins und Wilhelms (auch in der jeweiligen weiblichen Variante) nur so wimmelt. Existiere ich überhaupt?

Nach welchem Muster sind denn die Namen angeordnet ? Welcher Struktur folgen sie ganz konkret ?

Das mit den Namen erklärt sich wohl eher aus der Vorliebe zu gewissen Namen. So sind bei den Habsburgern im überschaubaren Zeitraum von 1486 - 1646 von 9 Herrschern insgesamt 2 Maximilian und 4 Ferdinand (die anderen 3 waren Karl V., Rudolf der Zweite und Mattias). Nach der Theorie extieren die 200 Jahre auch nicht, weil soviele gleiche Namen vorhanden sind.

Nach welcher Theorie existieren diese 200 Jahre nicht ? Diese Theorie wäre mir neu. Werde bitte mal konkret !

Bitte auf dem Teppich bleiben. Man kann die Geschichte vielleicht örtlich begrenzt fälschen, aber ganz gewiss nicht weltweit. Es gibt dummerweise nämlich auch noch eine Geschichtsüberlieferung, die mit Europa nun gar nichts am Hut hat (z.B. China - über Jahrtausende bestens dokumentiert oder Indien).

Nur zum Einlesen mal ein paar andere Meinungen zu Indien und China:
http://alt.geschichte-chronologie.de/l2 ... dien1.html
http://alt.geschichte-chronologie.de/l2 ... dien2.html
http://alt.geschichte-chronologie.de/l2 ... china.html

(Sicherheitshalber nur zur Info: Auch hier teile ich nicht alle dort geäußerten Auffassungen. In diesem Thread geht es um mein Buch.)

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (02.03.2012, 19:29)
Nicolas Fayé hat geschrieben:
@Siegfried

Man sollte über diese Themen nie diskutieren. Die Verfechter der "fehlenden Jahre" sind da meines Erachtens echte Fundamentalisten. Sieh es locker. Beweisen kann man die Theorie sowieso nicht und Gegenbeweise werden nicht gerne gesehen.


cheezygrin cheezygrin cheezygrin

In dem mir um die Ohren gehauenen Link geht es ja auch um die islamische Zeitrechnung (ist 622 tatsächlich 622 oder muss es um 20 oder 30 Jahre nach vorne verlegt werden?). Aber das habe ich ja gar nicht gefragt. Meine Frage war, wie es den Arabern gelungen ist, in einer nicht existenten Zeit das Gebiet von Spanien bis zum Hmalaya zu erobern. Die Frage ist noch immer unbeantwortet. cheezygrin

Nicolas Fayé hat geschrieben:
ZITAT:
Dies war mein Ausgangspunkt. Zuerst fielen mir die sich nach einem klaren Muster wiederholenden mittelalterlichen Könige mit Namen Konrad und Heinrich auf, über alle Dynastien (Ottonen, Salier, Staufer usw.) hinweg. Später habe ich dann in anderen Ländern die Abfolge der mittelalterlichen Herrscher analysiert. Und überall fand ich dasselbe !

Oh, ich habe gerade entdeckt, dass es in meiner Familie von Philipps, Martins und Wilhelms (auch in der jeweiligen weiblichen Variante) nur so wimmelt. Existiere ich überhaupt? cheezygrin

Das mit den Namen erklärt sich wohl eher aus der Vorliebe zu gewissen Namen. So sind bei den Habsburgern im überschaubaren Zeitraum von 1486 - 1646 von 9 Herrschern insgesamt 2 Maximilian und 4 Ferdinand (die anderen 3 waren Karl V., Rudolf der Zweite und Mattias). Nach der Theorie extieren die 200 Jahre auch nicht, weil soviele gleiche Namen vorhanden sind.


Mal eine ganz einfache These: In vielen (Adels-)Familien war (oder ist) es durchaus üblich, den Enkel mit dem Namen des Großvaters zu versehen. Man schaue sich das dänische Königshaus an: Christian - Friederich - Christian - Friederich ... cheezygrin

Ich schreibe auch mal so ein Buch (Achtung! Nicht ganz ernst gemeint!):

Seit etwa 1960 ist die Zahl der Störche in Deutschland deutlich gesunken. In der gleichen Zeit ist die Zahl der Neugeborenen hierzulande drastisch eingebrochen. Also ist der Mythos vom Klapperstorch, der die Kinder bringt, kein Mythos, sondern eindeutig bewiesen. Zahlen lügen nicht! cheezygrin cheezygrin cheezygrin
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Mario Arndt
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Re:

von Mario Arndt (02.03.2012, 19:52)
@Siegfried:
Mal eine ganz einfache These: In vielen (Adels-)Familien war (oder ist) es durchaus üblich, den Enkel mit dem Namen des Großvaters zu versehen. Man schaue sich das dänische Königshaus an: Christian - Friederich - Christian - Friederich ...

Genau darum geht es eben nicht. Zitat aus meinem Buch "Das wohlstrukturierte Mittelalter", S. 18:
Diese alternierenden Namenswiederholungen wurden in Dänemark auf die Spitze getrieben. Dort hießen alle Könige von 1513-1972 abwechselnd Christian oder Friedrich. Solche einfachen Wiederholungen, die sich zum einen aufgrund bestimmter Leitnamen einer Dynastie und zum anderen durch bewusste Nachbenennungen erklären lassen, sollen jedoch nicht Gegenstand der Untersuchung sein.

Das kann man garantiert auch bei Google-Books nachlesen, wenn es einen interessiert.

Ich beantworte gerne Fragen zu meinem Buch, nehme Anregungen entgegen, oder gehe auf Kommentare ein, wenn es jemand gelesen habe sollte.
Auf dämliche Bemerkungen und Spam zu anderen Themen können ich und die Leser dieses Threads verzichten.

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Don Birnam
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Re:

von Don Birnam (02.03.2012, 20:21)
Woher willst du denn wissen, worauf die Leser dieses Threads verzichten können? Da kriegt man ja richtig Lust was richtig Idiotisches zu schreiben. Gibt bestimmt jemanden, den das interessiert. Aber die Störche waren schon.

Und auf den Islam-Einwand bist du nicht eingegangen. Oder ist das die dämliche Bemerkung, von der du redest? Du bist es eher, der sich der Diskussion verweigert.

Leider überzeugt mich deine mathematische Methode auch nicht.

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