Kontaktaufnahme mit der Zeitung

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


Lally
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Kontaktaufnahme mit der Zeitung

von Lally (17.10.2007, 18:01)
Hallo,

ich hätte da ein paar Fragen ...
Ich würde gerne eine Anthologie, in der meine Geschichte erscheint, einer Zeitung vorstellen wg. Publicity, etc.
Wen sollte ich anschreiben und wem sollte ich ein Gratisexemplar zukommen lassen? Wer kümmert sich um so etwas? Wie formuliere ich mein Anliegen (a la: " ... Ich wäre erfreut, wenn Sie ... erwähnen könnten") richtig?
Darf ich mich nur an die Lokalzeitung wenden, die dort publiziert wird, wo mein erster Wohnsitz ist? Oder kann ich die Zeitungen von zwei verschiedenen Regionen anschreiben?

Jutta Ouwens
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Kontakt zu Zeitungen

von Jutta Ouwens (19.10.2007, 15:34)
Hallo Lally!
Ich habe es so gemacht: Ein Universalschreiben entworfen und gespeichert, das ich je nach Zeitung oder Magazin kurz verändert habe. Am Anfang steht eine persönliche Vorstellung mit ganz knapper Bio. Dann meine Schreibintention und danach der anschaulich zusammengefaßte Buchinhalt. Der erste Satz lautet: Mein Name ist.... und ich würde mich freuen, mein Buch.... in Ihrer Zeitung vorstellen u dürfen. Dann die Bio.
Allen Schreiben habe ich ein Paßfoto beigelegt. De Text ist so formuliert, dass er so gut wie druckreif ist. Dazu hat mir meine Tochter geraten, die lange freie Mitarbeiterin bei einer großen Tageszeitung war und davon ausgeht, dass (fast) alle Lokalredakteure faul sind. Ich habe alle Zeitungen in meiner Heimatstadt und meiner Arbeitsstadt angeschrieben, dazu verschiedene Magazine und Fachzeitschriften. Bis auf eine Zeitung haben sich alle gemeldet und haben bereits, oder werden noch etwas schreiben.
Die Arbeitsweise ist unterschiedlich: Einige riefen an, stellten noch ein paar Fragen und haben dann geschrieben, andere kamen zum ausführlichen persönlichen Gespräch vorbei. Also, trau Dich einfach, Du hast ja nix zu verlieren!
Liebe Grüße,
Jutta

matthiasgerschwitz

Re: Kontakt zu Zeitungen

von matthiasgerschwitz (19.10.2007, 16:03)
Jutta Ouwens hat geschrieben:
Dazu hat mir meine Tochter geraten, die lange freie Mitarbeiterin bei einer großen Tageszeitung war und davon ausgeht, dass (fast) alle Lokalredakteure faul sind.


Ich finde Pauschalurteile zwar sehr zwiespältig - aber in dem Fall muss ich Deiner Tochter Recht geben. Früher waren Journalisten böse, wenn man ganze Sätze ablieferte - die wollten noch wirklich selbst formulieren! Man stelle sich das mal vor... - heute sollte man selbst formulieren können.

Ein Tip trotzdem: Immer mehr reinschreiben in den Text als nur die Basis-Informationen, damit die Redakteure wenigstens noch etwas kürzen können...

Beste Grüße
Matthias

julia07
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Re:

von julia07 (19.10.2007, 16:32)
Der letzte Satz von Matthias ist besonders wichtig, denn wenn die nicht wenigstens ein Wort zum Ändern haben, können sie ja schlecht ihr Namenskürzel drunter schreiben cheezygrin

Ansonsten habe ich genau diese Erfahrungen auch gemacht. Egal, über welche Sache es geht, "unsere" Redakteure sind für die mundgerechte Vorarbeit mehr als dankbar und wenn dann auch noch zwei hochauflösende Fotos dabei sind, aus denen sie wählen können, ist der Artikel garantiert drin!

LG, Julia

hwg
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Re:

von hwg (19.10.2007, 17:30)
Als einer dieser "faulen" Zeitungsleute darf ich doch wohl fragen, welche komischen Zeitungen das sind, die "vergekaute" Texte von Leuten, die sie gar nicht kennen, in diesem Fall Autoren, unüberprüft abdrucken?

Bei den Blättern, für die ich (in Österreich) arbeite, auch als "freies", im Impressum angeführtes Redaktionsmitglied, wandern derartige Eigenlob-Texte in die "Rundablage".

Es kann sein, dass das mitgelieferte Rezensionsexemplar an einen der zuständigen Journalisten weitergegeben, gelesen und bei Interesse von diesem Kontakt mit dem Autor aufgenommen wird.

Dazu bedarf es aber nur eines einfachen kurzen Begleitschreibens mit genauer Adressenangabe inkl. Tel. und Fax- Nummer sowie der Internetanschrift.

Ich bekomme auf diese Weise bis zu 20 Besprechungsexemplare pro Monat. Dass da nicht jedes Buch für einen Zeitungsbericht "drankommt",
versteht wohl jeder, der jemals in eine Redaktion hineingeguckt hat.

Soviel aus meinem jahrzehntelangen "Erfahrungsschatz". Es mag jedoch sein, dass in manchen "Breitengraden" andere Regeln in den Redaktionen herrschen. :lol:

julia07
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Re:

von julia07 (19.10.2007, 17:46)
Hans,
ich habe nicht explizit von Büchern gesprochen, auch wenn es bei mir in zwei Fällen tatsächlich darum ging. Der überwiegende Teil an (selbst verfassten) Artikeln betraf meine Firma, z. B. wenn ich einen Tag der offene Tür veranstalte.
Die Zeitung ist übrigens eine überregionale Tageszeitung und unser Dorf hat über 40.000 Einwohner :wink:
LG, Julia

Nachtrag:
Um der Redakteursehre noch eins draufzusetzen, auch früher, als ich sogar für Fachzeitschriften Artikel über die Produkte meines ehemaligen Arbeitgebers "anpreisen" sollte, wurden "meine" Artikel als redaktioneller Beitrag abgedruckt! Ich weiß sehr wohl, dass das nicht richtig ist, aber der Zweck heiligte die Mittel, wenn auch nicht meine.

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Patricia Kay Parker
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mundgerecht?

von Patricia Kay Parker (22.10.2007, 09:39)
julia07 hat geschrieben:
Ansonsten habe ich genau diese Erfahrungen auch gemacht. Egal, über welche Sache es geht, "unsere" Redakteure sind für die mundgerechte Vorarbeit mehr als dankbar und wenn dann auch noch zwei hochauflösende Fotos dabei sind, aus denen sie wählen können, ist der Artikel garantiert drin!


Tja, leider kann ich genau diese Erfahrung nicht teilen. Ich habe einen solchen Rat befolgt und leider eher negative Reaktionen geerntet.

Bei mir war es bisher so, dass die Redaktion sich zwar für den Text bedankt hat, den ich ihnen geschickt habe, mir allerdings mal mehr mal weniger durch die Blume mitteilte, dass sie selbst ihre Texte schreiben wollen.

Ich habe mich drauf verlegt, dass ich zuvor anrufe und nachfrage, in welcher Form die Zeitung/Zeitschrift es haben will.

Lieben Gruß
Patricia Kay Parker
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julia07
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Re:

von julia07 (22.10.2007, 19:34)
Hallo Patricia,
dann hast Du ja noch "richtige" Redaktionen erwischt, mit Redakteuren, die ihre Arbeit noch "richtig" verstehen :wink:
Meine Erfahrung ist eben eine andere. Das gleiche habe ich übrigens mit Arbeitszeugnissen erlebt. Bei meienm letzte Arbeitgeber sagte man mir, wenn ich mein Zeugnis sofort haben will, möge ich es mir lieber gleich selbst schreiben, sonst dauert das zu lange!
Soviel zur Berufsehre.
LG, Julia

Lally
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Re:

von Lally (22.10.2007, 21:00)
Erst mal, vielen Dank für die Antworten.

Zusammenfassend lässt sich wohl sagen, dass die Zeitung gerne ein paar Informationen hätte, die von Bedeutung sind.

Wer allerdings wird mein "Ansprechpartner" sein? Der Redakteur selbst? Sollte ich wirklich ein Exemplar zuschicken, damit die Person ein wenig rein lesen kann?

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Judith
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Re:

von Judith (22.10.2007, 23:55)
Hallo Lally,

ich habe unseren beiden Tageszeitungen und dem örtlichen Mitteilungsblatt eine e-mail-Nachricht geschickt, dass ich zwei Bücher veröffentlicht habe und sie sich >>hier<< von BoD ein kostenloses Rezensionsexemplar schicken lassen können. Daraufhin gab es ein Interview von beiden Tageszeitungen und einen Hinweis im Mitteilungsblatt. Das Blättchen und eine der Zeitungen hat die Rezensionsexemplare angefordert, die mich ja nichts kosten. :D

Wie es natürlich ist, wenn man eine Geschichte in einer Anthologie veröffentlicht hat, weiß ich nicht. Ich habe nur mitgeteilt, als meine Bücher erschienen.

Grüßle,
Judith
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hwg
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Re:

von hwg (23.10.2007, 07:12)
Aus meiner Sicht: Anthologien haben es nicht nur in Buchhandlungen schwer, auch in Zeitungsredaktionen.

Denn die Vielzahl der darin vertretenen Autoren, noch dazu aus verschiedenen Ländern, mag zwar eine Rezension des Bandes reizvoll erscheinen lassen, für den einzelnen Autor kommt dabei allerdings kaum ein "Werbeeffekt" heraus.

Da ist es einfacher, wenn der Autor eine Lesung macht. Dann wird über sein Schreiben und seine Person wahrscheinlich eher berichtet. Das Publikum zeigt anschließend vielleicht auch Interesse an der Anthologie.

Jutta Ouwens
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Zeitung anschreiben....

von Jutta Ouwens (24.10.2007, 11:02)
Liebe Kollegen,
hier meine neueste Erfahrung: Vor zweieinhalb Wochen hat eine große Tageszeitung unserer Region ein ausführliches Gespräch mit mir geführt. Die Redakteurin war fast zwei Stunden bei mir; das hat mich schon mal sehr gefreut. Als sie dann noch sagte, dass sie das Buch anfordern und lesen wolle, war ich fast glücklich. Vor einer Stunde rief sie mich an und fragte, wie lange BoD denn brauche, um so ein Rezensionsexemplar zu verschicken.....O.K., Buchmesse, viel zu tun, verstehe ich ja. Doch ich finde, dass so was nicht vorkommen sollte, damit wir unser marketing erfolgreich betreiben können.
Ich habe jetzt einen "Auffrischungstermin" vereinbart, sobald sie das Buch gelesen hat und BoD mit mail und Anruf erinnert!!
Gruß, Jutta

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PvO
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Re:

von PvO (25.10.2007, 09:24)
und fragte, wie lange BoD denn brauche, um so ein Rezensionsexemplar zu verschicken....

Wenn ich das richtig verstanden habe, verschickt BOD ein kostenloses Exemplar. Und warum schickst du nicht selbst ein Exemplar, um diese lange Lieferzeit zu übergehen? Sag jetzt nicht, du hast keine oder du willst Geld sparen.

matthiasgerschwitz

Rezensionsexemplare

von matthiasgerschwitz (25.10.2007, 13:13)
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man Redakteure relativ schnell bedienen sollte, wenn man was von ihnen will. Ich teste gerade mit einem Bekannten, der selbst Journalist ist, aus, wie lange Herstellung und Versand von Rezensionsexemplaren seitens BoD dauern - aber die "realen" Exemplare schicke ich lieber selber raus - auch wenn mich das Geld kostet. Ich halte das aber für gut angelegt...

Beste Grüße
Matthias

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chiquitita
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Re:

von chiquitita (25.10.2007, 13:13)
PvO hat geschrieben:
Und warum schickst du nicht selbst ein Exemplar, um diese lange Lieferzeit zu übergehen?


ja, das ist auf jeden Fall besser. Ich habe immer etliche Exemplare daheim und gebe den Redakteuren bei Bedarf eines meiner Exemplare. Kosten hin oder her. Was hat man gewonnen, wenn das Bod-Exemplar zu spät eintrifft und die Redaktion nicht so lange warten will?

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