Warum muss ich mehr bezahlen??

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Carmen Engel

Warum muss ich mehr bezahlen??

von Carmen Engel (16.06.2012, 14:44)
Hallo liebe Forumsmitglieder,

warum muss ich eigentlich einen höheren Preis bezahlen, wenn ich mir mein Buch bestelle, als der Leser selbst?
Mein Buch kostet 12,90 € im Handel. Wenn ich es mir bei BOD bestelle, kostet es zwei Euro mehr!
Ja, ich weiß um die Mengenrabatte. Aber wenn ich nicht so viele bestellen will, dass der Preis günstiger ist (weil es dann schon für mich eine ganze Stange Geld ist), warum muss ich mehr bezahlen? Ist doch auch nichts anderes, als wenn ein Kunde bestellt.
Weiß das jemand??

Gruß
Carmen

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Galsworthy
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Wo ist das Problem?

von Galsworthy (16.06.2012, 14:51)
Bestell es doch bei Amazon cheezygrin
Ist portofrei und Du bekommst auch noch Deine Autorenmarge :wink:
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Siegfried
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Re: Warum muss ich mehr bezahlen??

von Siegfried (16.06.2012, 16:03)
Carmen Engel hat geschrieben:
warum muss ich eigentlich einen höheren Preis bezahlen, wenn ich mir mein Buch bestelle, als der Leser selbst?
Mein Buch kostet 12,90 € im Handel. Wenn ich es mir bei BOD bestelle, kostet es zwei Euro mehr!
Ja, ich weiß um die Mengenrabatte. Aber wenn ich nicht so viele bestellen will, dass der Preis günstiger ist (weil es dann schon für mich eine ganze Stange Geld ist), warum muss ich mehr bezahlen? Ist doch auch nichts anderes, als wenn ein Kunde bestellt.
Weiß das jemand??


Der Grund liegt darin, dass es sich bei der Preisfestlegung um Mathematik handelt - und nach meinen Kenntnissen (ich bin hauptberuflich in der Erwachsenenbildung tätig) hapert es mit den Mathematik-Kenntnissen in der deutschen Bevölkerung ganz mächtig - die Chancen, jemanden zu finden, der den Sieger des letzten DSDS-Wettbewerbs kennt, sind deutlich höher, als jemanden zu finden, der auf Anhieb einen erhöhten oder verminderten Grundwert in der Prozentrechnung identifizieren kann! cheezygrin

Beim Fall "BoD verkauft Einzelexemplare teurer an Autoren als der Buchhandel" geht es um einfache Prozentrechnung.

Der Autor startet den Buchpreiskalkulator auf der BoD-Seite, gibt seine Buchseitenzahl ein und bekommt vom Rechner einen fertigen Buchpreis genannt.

Dieser Buchpreis basiert auf dem "Eck-Preis-Gedanken", wie er im Marketing üblich ist. Ein "Eck-Preis" ist ein Preis, der auf "xx,90" oder "xx,95" endet. Interessanterweise hat sich bisher noch nie jemand darüber beklagt, dass die vorgeschlagenen BoD-Preise immer auf "xx,90" enden und nie auf "xx,73" oder xx,32" ... cheezygrin

Der Preisrechner liefert also immer (!!!) einen Preis mit "xx,90" am Ende - und er liefert immer einen Preis, der mindestens 10% Marge für den Autor enthält.

Bei der Preisfestlegung für die Autorenexemplare geht der Rechner aber von einer Marge von 15% aus (kann man ganz einfach herausfinden: Den Einzelpreis für Autoren als Ladenpreis eingeben - kommt immer 15% raus).

Wer also einen Ladenpreis mit weniger als 15% Marge kalkuliert, dessen Buch wird über den Autoren-Einzelbezug immer (!!!) teurer sein als im Laden (oder bei Amazon). Denn - und jetzt sind wir wieder bei der Mathematik - eine Marge von 15% ist nun mal höher als eine Marge von 10%. Und da BoD pauschal mit einer 15%-Marge rechnet, kommt man eben auf den höheren Preis.

Mit anderen Worten: Dass der Autor beim Einzelbezug über BoD mehr bezahlen muss als im Laden, ist seine eigene Schuld. cheezygrin

Aber wie habe ich es in einem meiner Kurse hören müssen: "25% der Deutschen können kein Bruchrechnen ... das ist jeder Dritte!" Wie wahr! cheezygrin
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Galsworthy
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man kann es kompliziert machen, wie Du lesen kannst.

von Galsworthy (16.06.2012, 19:51)
Mach es einfach so wie ich es Dir empfahl thumbbup
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Siegfried
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Re: man kann es kompliziert machen, wie Du lesen kannst.

von Siegfried (16.06.2012, 21:32)
Galsworthy hat geschrieben:
Mach es einfach so wie ich es Dir empfahl thumbbup


cheezygrin cheezygrin cheezygrin

Die Frage, die gestellt wurde, lautete nicht: "Wo bekomme ich als Autor mein Buch günstiger?", sondern "Warum muss ich mehr bezahlen?"

Deine Antwort ist nicht die Antwort, die gewünscht war. Jedenfalls hast du mit keinem Wort die Frage beantwortet. Warum nur? Weil dich die eigentliche Fragestellung nicht interessiert? cheezygrin cheezygrin cheezygrin

Ich persönlich gehe davon aus, dass Carmen durchaus in der Lage ist, ihre Frage entsprechend zu formulieren, wenn sie wissen möchte, wo sie ihr Buch günstiger bekommt. Du nicht? cheezygrin cheezygrin cheezygrin
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Galsworthy
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Re:

von Galsworthy (20.06.2012, 23:20)
Gähn
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Carmen Engel

Re:

von Carmen Engel (21.06.2012, 14:30)
Hallo Ihr Zwei,

erstmal herzlichen Dank, dass Ihr Euch mit meiner Frage beschäftigt. :D

Danke Siegfried, dass Du das so genau erläutert hast.

Danke auch Dir Garlsworthy für den Tipp. Das habe ich mir natürlich auch schon überlegt. Allerdings bin cih der Meinung, dass im Autorenvertrag steht, dass ich die Exemplare über BOD ordern muss. Oder habe ich da nur was falsch verstanden?

Gruß
Carmen

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mtg
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Re:

von mtg (21.06.2012, 15:04)
Du kannst über BoD ordern - Du musst aber nicht.

Und wenn Galsworthy gelegentlich die Netiquette wahren würde, wären die Tipps vielleicht auch etwas wert ...

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ricochet
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Re:

von ricochet (21.06.2012, 15:11)
Carmen Engel hat geschrieben:
Allerdings bin cih der Meinung, dass im Autorenvertrag steht, dass ich die Exemplare über BOD ordern muss. Oder habe ich da nur was falsch verstanden?


Du musst nicht, du kannst. Ich mache das im Prinzip wie Galsworthy. Einzelexemplare bestelle ich bei meiner Buchhändlerin vor Ort und unterstütze dabei den heimischen Buchhandel gegen die globalisierte Konkurrenz aus dem Internet, tue also auch was Gutes.
Zu besonderen Anlässen bestelle ich über BoD mindestens 25 Bücher und komme damit lt. Rabattstaffel in die Gewinnzone.

LG


rico
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Galsworthy
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Re:

von Galsworthy (21.06.2012, 16:58)
thumbbup
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (21.06.2012, 18:03)
Galsworthy hat geschrieben:
Gähn


Ist das jetzt Ausdruck eines verschlafenen Mathe-Unterrichts?

Oder geht das "Gähn" mehr in die Richtung "Was kümmert es mich, was mich jemand konkret fragt? Ich antworte, was mir gerade in den Kram passt"?
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mtg
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Re:

von mtg (21.06.2012, 19:51)
Siegfried, gräme Dich nicht.

Ich zitiere mal aus Sebastian Horsley »Dandy in der Unterwelt«: »Grazie ist etwas Exotisches in Schottland und der Neid macht niemals Urlaub«

:-)

Carmen Engel

Re:

von Carmen Engel (22.06.2012, 18:12)
Hallo Matthias und Rico,

besten Dank für Eure Infos. Dann werde ich das bei einzelnen Exemplaren so handhaben.

thumbbup
LG
Carmen

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helpo
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Re:

von helpo (07.03.2013, 15:14)
Die mathematische Logik von Siegfried kann ich nicht ganz verstehen.

Wenn ein Buch fuer 18,90 Euro im Buchhandel angeboten wird, dann sind in diesem Preis die Herstellungskosten sowie die Autorenmarge, die Marge von BOD selbst (wie hoch auch immer) und auch die Marge fuer den Buchhaendler enthalten.

Es bleibt also weiterhin die Frage offen, warum die Preise fuer Autoren-Kleinauflagen (zumindest bei weniger als 50 Exemplaren) hoeher liegen als der Ladenpreis, und das, obwohl kein Autorenhonorar anfaellt und auch kein Buchhaendler involviert ist.

An der Auflagenhoehe kann es nicht liegen, da das ganze Konzept von BOD auf der Einzelanfertigung von Buechern beruht.

BOD soll ruhig verdienen, denn das ist ihr Geschaeft. Aber warum soll BOD an den Kleinauflagen fuer Autoren deutlich mehr verdienen als an den „ganz normal“ durch den Buchhandel umgesetzten Exemplaren? Will der Buchhandel den Druck der Autorenexemplare verhindern, um sich selbst das Geschaeft nicht entgehen zu lassen?

Auf eine entsprechende Anfrage bei BOD habe ich keine zufriedenstellende Antwort bekommen.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (07.03.2013, 20:13)
helpo hat geschrieben:
Die mathematische Logik von Siegfried kann ich nicht ganz verstehen.

Wenn ein Buch fuer 18,90 Euro im Buchhandel angeboten wird, dann sind in diesem Preis die Herstellungskosten sowie die Autorenmarge, die Marge von BOD selbst (wie hoch auch immer) und auch die Marge fuer den Buchhaendler enthalten.

Es bleibt also weiterhin die Frage offen, warum die Preise fuer Autoren-Kleinauflagen (zumindest bei weniger als 50 Exemplaren) hoeher liegen als der Ladenpreis, und das, obwohl kein Autorenhonorar anfaellt und auch kein Buchhaendler involviert ist.


Dass du meine mathematische Logik nicht verstehst, kann an drei Dingen liegen:

a) du hast beim falschen Hersteller nachgeschaut. Denn eine Stufe "Abnahme durch den Autor von 50 Stück" gibt es bei BoD gar nicht. Die Stufen liegen bei bis 24, 25 bis 99, 100 bis 199 und 200 oder mehr. Eine Stufe "weniger als 50 Exemplare", wie von dir genannt, suche ich vergebens. Falsche Webseite offen gehabt?

b) das Problem liegt in der Prozentrechnung. Nicht jeder beherrscht die Prozentrechnung. Nach Auskunft des Bundeskultusministeriums beherrschen in Deutschland 80% der Bürger die Prozentrechnung nicht. Das ist bekanntlich jeder Dritte! :twisted: cheezygrin :twisted:

c) Du hast nicht verstanden, was ich zu erklären versuchte. Deshalb noch einmal ganz langsam und zum Mitschreiben:

Der BoD-Kalkulator schlägt beim Ladenpreis eine Autorenmarge von 10% vor. Der Kalkulator passt den Buchpreis so an, dass ein so genannter "Eckpreis" entsteht. Also ein Preis, der auf "xx,90 Euro" lautet. Bei 200 Seiten schlägt der Kalkulator einen Preis von 12,90 Euro vor, bei 208 Seiten ebenfalls 12,90 Euro. Bei 212 Seiten springt der Preis im Kalkulator auf 13,90 Euro. Wie gesagt: Der Kalkulator arbeitet mit "Eckpreisen". Er wird NIE einen Ladenpreis von 13,47 Euro vorschlagen.

Wie sieht die Tantiemen-Berechnung aus?

200 Seiten zu 12,90 Euro Ladenpreis = 1,53 Euro Marge = 11,9%

Einzelbezug für den Autor: 13,91 Euro

Erhöht man die Marge im Ladenpreis von 11,9% auf 15%, erhält man einen Ladenpreis von exakt 13,91 Euro. Seltsam, oder? cheezygrin

Für die Bestellungen ab 25 Stück greifen Mengenrabatte, die dann zu den günstigeren Preisen führen.

Wer also im Autoren-Einzelbezug den gleichen Preis haben will wie im Laden, muss mit einer Marge von 15% kalkulieren. Da viele aber einfach nur Knöpfchen drücken, ohne vorher nachzudenken, kommt genau die Situation heraus, über die sich viele aufregen: "Warum ist mein Buch im Einzelbezug für Autoren teurer als im Laden?"

Antwort: "Weil du Autor das Prinzip des Kalkulators nicht verstanden hast und daher selbst an dieser Situation schuld bist!" (Aber unter uns Gebets-Schwestern: Das will natürlich niemand hören! cheezygrin )

Was die andere Sache angeht (BoD zahlt bei Autorenbezug keine Tantieme), ist das ein ganz anderes Thema. Und das steht im Vertrag, den jeder Autor - die meisten vermutlich ungelesen - unterschrieben hat. Das Jammern kommt immer erst nachher - man hätte es auch vorher wissen können!

In Deutschlang gilt bekanntlich Vertragsfreiheit. Wer mit solchen Regelungen wie "BoD nimmt bei Autorenexemplaren Preise, die einem Ladenpreis mit 15% Autorentantieme entsprechen, und zahlt auf Autorenbestellungen keine Tantieme" nicht einverstanden ist, unterschreibt solche Verträge nicht ... oder er streicht den entsprechenden Passus aus dem Vertrag in der Hoffnung, die Gegenseite, also BoD, akzeptiert den Vertrag dann doch noch. Niemand soll sagen, er hätte es vorher nicht gewusst ... :twisted:

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