Werkzeugkiste VII

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Siegfried
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Werkzeugkiste VII

von Siegfried (24.06.2012, 18:09)
Auf Bestreben des User Andreas Adlon ("er gibt vor, viel zu wissen") wurde der Beitrag / das "Scheinwissen" entfernt. Dankschreiben an den User Andreas Adlon
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Isautor
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Re:

von Isautor (24.06.2012, 20:18)
Diese Probleme hatte ich auch gerade bei meinem Thriller, weil der Testleser meinte, ich solle die Figuren optisch alle beschreiben. Das Problem bei meiner personalen Erzählweise war, dass ich der Ansicht bin, dass die Hauptfigur die anderen schon jahrelang kennt und da steht sie nicht rum und ihr geht das Äußere der anderen durch den Kopf.
Muss ich das da reinschreiben? Ich hab versucht, eine halbwegs elegante Lösung zu finden, aber ich will nicht in die Auktoriale wechseln deswegen.
Seid gegrüßt,

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Perchta
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Re:

von Perchta (25.06.2012, 05:57)
Gerade beim "Infodumping" dürften die Meinungen ab und zu auseinander gehen. Ab wann ist es zuviel?

Ich habe ja gerade "Mansfield Park" in Arbeit. Das gesamte erste Kapitel ist zum größten Teil (aus heutiger Sicht) ein einziger "Infodump". Da wird in epischer Breite die Vorgeschichte um die Eheschließungen der drei Schwestern erzählt. Eine solche Exposition dürfte ein heutiger Roman sich sicher nicht mehr erlauben.

Ich habe es trotzdem genossen. Und wie. Denn es sind Informationen, die ich beim Lesen des folgenden Geschehens brauche. Und ich schätze es sehr, diese Infos tatsächlich zu haben und sie nicht erst nach und nach völlig sinnloserweise erraten zu müssen. Zumal die Art und Weise, wie Jane Austen diese Infos bei ihrem Leser "ablädt", voller bissiger Bemerkungen und deshalb äußerst amüsant zu lesen ist. Was will ich als Leser denn mehr?
Mein Dilettanten-Projekt. "Dilettant" ist übrigens abgeleitet vom lateinischen "delectare" = "erfreuen".

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Isautor
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Re:

von Isautor (25.06.2012, 10:12)
Ich weiß nicht, Perchta. Ist vielleicht eine Definitonsfrage. Das, was du beschreibst, würde ich nicht als Infodump verstehen.
Für mich ist ein Infodump eine Anhäufung von Informationen, zum Beispiel:

Der Landstrich war für die Gegend relativ dicht bevölkert. In den acht größeren Dörfern mit dreihundert bis vierhundert Einwohnern lebten vor allem die Handwerkerfamilien, die Schmiede, Schneider und Bäcker. Die Bauern besiedelten die Umgebung in einzelnen größeren Gehöften ...


und so weiter. Also Aufzählung von Daten und Fakten ohne Handlung. Das ist für mich ein Infodump.
Wenn du erzählst, wie die Frauen sich verheiraten, das ist für mich eher eine Rückblende.
Seid gegrüßt,



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ricochet
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Re:

von ricochet (25.06.2012, 13:44)
Infodump ist ein Ausdruck, den es erst seit ein paar Jahren gibt, und bezeichnet ein Phänomen, das man aus der Fantasy bestens kennt. Auf der zweiten, spätestens dritten Seite beschreibt der Autor die Welt, in der seine Erzählung spielt, Länge mal Breite. Durch diese Detailfülle, der immerhin ein J.R.R. Tolkien Pate gestanden hat, wird das Handlungstempo auf Null gebremst und der Leser kaut die längste Zeit an Informationen, die er (wenigstens im Augenblick noch) gar nicht braucht.

Der Stolperfallen gäbe es noch viele, aber die wichtigste ist sicher die Selbstverliebtheit der Autoren. Sie lässt den Schreiberling beleidigt reagieren, wenn auch wirklich kritische Rückmeldungen kommen und nicht nur Lobhudeleien. Sie impft ihn erfolgreich dagegen, sich mit seinem Text kritisch auseinanderzusetzen. Sie bewahrt ihn davor, den blinden Fleck, den jeder gegenüber seinen Texten hat, zu verkleinern. sie lässt ihn glauben, sein einsames Genie blitze in seinem Geschreibsel auf, obwohl er sich altbackener Metaphern bedient und dem Leser über all dem neunmalklugen Geschwätz schon lange das Gähnen ankommt, usw.


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Siegfried
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Re:

von Siegfried (25.06.2012, 16:23)
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Perchta
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Re:

von Perchta (25.06.2012, 17:48)
Danke. Wobei mir das bei der Beurteilung der Einleitung von Mansfield Park wenig weiter hilft.
Sicher wird hier etwas beschrieben, das sich in der Vergangenheit ereignet hat. Schließt das einen "Infodump" schon aus? Über mehrere Seiten werden die Ehen der Mütter der eigentlichen Romanfiguren beschrieben. Die bilden die Grundlage dafür, daß ein kleines Mädchen zu einer anderen Familie in Pflege gegeben wird. Mit der Ankunft des Mädchens in dieser Familie beginnt der Roman erst wirklich.

Sind Rückblenden, wie Isa meint, denn per Definition kein Infodump? Ist es nur dann ein Infodump, wenn es ungeschickt eingebaut ist, wie in Siegfrieds erstem Beispiel, Variante 1 gegenüber Variante 2? Bei Siegfrieds letztem Beispiel würde ich übrigens bei der "guten" Variante sehr wahrscheinlich aufhören zu lesen. Da finde ich die davor angeführte "Infodump"-Version weit erträglicher.

Ich denke nach wie vor, daß hier viel persönlicher Geschmack im Spiel ist.
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Isautor
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Re:

von Isautor (25.06.2012, 18:44)
@Perchta: Ich würde es gerne probelesen und dir eine ehrliche Meinung geben, ob ich es langweilig finde oder nicht. Solche Passagen können auch sehr unterhaltsam sein.
Seid gegrüßt,



Isautor



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Siegfried
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von Siegfried (26.06.2012, 01:19)
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Perchta
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Re:

von Perchta (26.06.2012, 05:30)
Ich halte fest, daß wir sehr unterschiedliche Anforderungen an einen Roman stellen :lol: .

Auch hier würde mich die "Infodump"-Passage weit mehr fesseln. Ernsthaft, auch wenn ich mich dadurch lächerlich mache. Weil sie mich zwingt, mein Hirn einzuschalten, weil sie mir einen Gedankengang (und nicht nur eine fertige "Info") präsentiert. Vielleicht auch nur, weil ich hier mit einem ungewöhnlichen Blickwinkel und einer mir fremden Vorstellung konfrontiert werde, die ich nicht auf Anhieb verstehe (Raumschiff - Menschen- Symbionten - hä?).

Die zweite Passage langweilt mich dagegen beim ersten Lesen schon. Das ist so ... ausgelutscht. Die typische Schreibweise, wie sie jeder gottverdammte Bestseller und sämtliche hundertzweiundzwanzig seiner Nachahmer mir vorsetzen wollen. Austauschbar.

Aber vermutlich bin ich in dieser Hinsicht tatsächlich etwas pervers. angle:
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (26.06.2012, 11:39)
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Isautor
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Re:

von Isautor (26.06.2012, 12:35)
Ich würde gerne wissen, ob das hier für euch Infodumps enthält oder ob ihr das als Rückblenden empfindet:

Doreen trat hinter Konrad und legte ihm ihre braungebrannten Arme um den Hals. Die beiden waren schon seit dem Gymnasium ein Paar und Meike wunderte sich, dass Doreen ihn noch nicht betrogen hatte. Vielleicht ließ sie sich immer noch von seinem guten Elternhaus beeindrucken und spekulierte auf eine spätere Hochzeit und damit auf ein sorgloses Leben. Dafür konnte sie durchaus Opfer bringen. Optisch konnte man sich mit Doreen sehen lassen, auch wenn sie keine klassische Schönheit war und das Blond ihrer Haare immer mehr gefärbt als natürlich wirkte. Auch das tat sie für Konrad, dessen Spitzname mal Blondie-Konny gewesen war, da man ihn nur mit Blondinen am Arm beobachtete. Doreen hatte nicht lange gefackelt und ihn schließlich dazu gebracht, mit ihr auszugehen. Sie konnte die Beziehung bis heute erhalten und Meike war sich sicher, dass sie dafür einige Anstrengungen auf sich nahm.
Till und sie selbst hatten sich nach der Schulzeit aus den Augen verloren, aber dann neu gefunden, als sie die Uni wechselte und sie dieselben Seminare belegten. Heiraten würden sie wohl nicht. Jedenfalls schob Meike diesen Gedanken noch von sich. Durch ihre Beziehung mit Till kam sie mit Doreen in Kontakt. Früher hatten sie nie viel miteinander gesprochen. Doreen gehörte in der Schule zu der Gruppe, die man halb neidisch, halb bewundernd die Elite-Clique nannte. Wäre Meike damals schon mit Till ausgegangen, hätte man sie wohl geduldet und als Anhängsel auf Parties mitgenommen.
Schon merkwürdig, dachte Meike. Jetzt sind wir alle zusammen auf diesem schicken Boot und fahren bei einem super Wetter über das türkise Meer. Der gemeinsame Urlaub war Tills Idee gewesen, wobei Konny und Doreen sofort gegen einen Nordsee-Trip ihr Veto eingelegt hatten. Für die beiden mussten es mindestens die Malediven sein. Anfangs hatte sie sich noch darüber aufgeregt, aber jetzt, da sie hier war, freute sie sich, dass die beiden so zickig reagiert hatten.
„So, näher kommen wir nicht ran. Den Rest müsst ihr schwimmen!“, sagte Vincent.
„Kein Problem!“, sagte Konrad. „Wenn du erlaubst, Baby ...“ Er löste sich aus Doreens Umarmung und stieg mit nackten Füßen auf die Reling.
„Pass bloß auf, Konny!“ Doreen sah besorgt zu ihm auf, als er auf dem schmalen Geländer balancierte. Konrad holte Schwung und stieß sich ab. Er schlug einen halbwegs passablen Salto und landete platschend im Wasser. Kurz darauf kam er wieder an die Oberfläche und schüttelte sich das nasse Haar aus dem Gesicht.
„Geil“, kommentierte er selbst seine Aktion. „Los, kommt rein, ihr Pfeifen!“
„Dann hau mal ab da!“, sagte Till und nahm Anlauf. Er hechtete mit einem Kopfsprung über die Reling ins Wasser.
Typisch Mann, dachte Meike. Der eine musste dem anderen stets beweisen, dass er es auch drauf hatte. Vincent sah ihnen grinsend zu und Meike konnte ihr Glück nicht fassen, dass sie ihn in einer Cocktailbar kennengelernt hatten. Er war alleine hier, ohne Anhang, und wollte Kontakte knüpfen. Anfangs schienen Doreen und Konny nicht begeistert über seine Bekanntschaft zu sein, was sich schlagartig änderte, als er die ganze Gruppe wenige Tage später auf seine Yacht zum Abendessen einlud. Doreen verschlug es die Sprache, was Meike sich eigentlich im Kalender ankreuzen wollte und die beiden Jungs ließen sich von Vincent beeindruckende technische Details erklären. Die Hoffnung in Doreens Augen, einmal auf diesem schicken Boot mitfahren zu dürfen, hätte man auch in Vincents Wohnzimmer an die Wand sprühen können, was nicht weniger deutlich gewesen wäre, und Meike fragte sich bis heute, ob Vincent sie alle nur aus Höflichkeit zu dem zweitägigen Trip eingeladen hatte.
Aber hier waren sie nun. Traumhafter Südpazifik.
Seid gegrüßt,



Isautor



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Siegfried
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Re:

von Siegfried (26.06.2012, 13:39)
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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (26.06.2012, 13:47)
Also ich finde den Weiss-Text auch sehr sehr anstrengend. Ich würde es auch nicht lesen wollen.

Ansonsten empfinde ich alle Adjektive, die Charaktereigenschaften beschreiben, als unangehmen Infodump.

Ich will mir meine Meinung über ein Figur bilden aufgrund ihres Verhaltens, aber nicht, weil der Autor seine Figur "zornig" oder "eitel" oder sonstwie nennt.

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Perchta
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Re:

von Perchta (26.06.2012, 17:37)
Nur ganz kurz: Zum Intellektuellen tauge ich anscheinend auch nicht. An dem Text von Peter Weiss stören mich vor allem der Nominalstil (? ich hoffe, ich verwende wenigstens diesen Begriff richtig dozey: ) und die mangelnden Absätze. Der Inhalt dagegen könnte sogar sehr interessant sein - immer davon ausgehend natürlich, daß das, was in der Beschreibung an Aussagen zum Thema Arbeit und Ausbeutung gemacht wird, sich in der Geschichte wiederfindet und eine Bedeutung hat.

Der "erweiterte" Harris-Text (nicht hauen, bitte!) gefällt mir tatsächlich besser. Oder er gefiele mir besser, wenn Siegfried sich damit ein bißchen Mühe gegeben hätte ^_^. Warum zum Geier soll ich mir Informationen aus irgendwelchen Andeutungen zusammensuchen müssen, wenn der Autor sie mir auch - auf amüsante Weise - an der Stelle, an der ich sie brauche, gerafft vorsetzen kann? Wenn es im Märchen heißt: "Es war einmal eine Prinzessin, die ...", dann muß doch auch nicht erst ein Diener auftreten, der das vornehm gekleidete Fräulein im Schloßgarten darauf hinweist, daß Seine Majestät, der königliche Herr Papa, es gerne gesprochen hätte, woraus der Zuhörer dann Rückschlüsse ziehen darf auf die Identität der Dame. - Hätte ich denn tatsächlich aus der Tatsache, daß ein Typ mit einer Hacke auf der Schulter den Berg hochsteigt, schließen sollen, daß der Kerl für die Wasserversorgung zuständig ist? Ich wäre eher noch auf Bergwerksklave gekommen ...

Isa, ich wage nicht mehr zu sagen, warum, weil ich mit den Fachtermini ganz offensichtlich auf Kriegsfuß stehe. Aber du hättest mich in den ersten Sätzen deines Textes aller Wahrscheinlichkeit nach verloren. Wobei - so seltsam, wie ich anscheinend auf Texte reagiere, spricht das vermutlich sehr für deine Geschichte :wink: .
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