Formatierung, Werbung & Preis für meinen Roman?

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


Tobias
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Formatierung, Werbung & Preis für meinen Roman?

von Tobias (01.08.2012, 00:23)
Ich habe einen Roman geschrieben welchen ich nun über BoD Classic drucken lassen möchte. Allerdings habe ich noch nie ein Buch geschrieben geschweige den veröffentlicht und hoffe daher ihr könnt mir bei meinen Fragen helfen.

Formatierung:
Im entsprechenden Forenbereich habe ich einen Thread gefunden der wohl mal Tipps zur Formatierung gegeben hat aber der Threadsteller hat ihn wohl gelöscht. Daher hier mal meine banalen Fragen, welche Schrift, Schriftgröße und Seitenaständen sind zu empfehlen?

Werbung:
Mein Roman dreht sich um einen Subkultur welcher ich angehöre. Diese Szene besteht zu großen Teil aus entsprechenden Internetforen über welche ich werben kann. Ich denke auch das ich den Mailverteiler eines der Foren nutzen darf welcher 6000 spezifische Adressen enthält und so sparsam genutzt wird das er kaum wo im Spamfilter stehen dürfte. Ansonsten habe ich noch einen relativ gut besuchten YouTube Kanal der mit dem Thema des Romanes zu tun hat und über welchen ich werben kann. Eine persönliche Internetseite und einen kleinen Facebookauftritt habe ich auch. Gibt es noch andere Werbekanäle welche zu empfehlen sind?

Absatz:
Der Absatz ist für mich schwer zu kalkulieren. Zwar erreiche ich über meine Kanäle über 6000 Leute die sich auch alle grundsätzlich für das Romanthema interessieren und eine ähnliches Buch für diese Subkultur wurde vor Jahren auch über BoD veröffentlicht und landete auf Platz 40 des Amazonrankings bzw steht heute Jahre danach noch auf einen Platz um 700 rum. Allerdings hat seit dem großen Erfolg dieses Buches jeder Zweite der in der Szene irgendwie bekannt war ein Buch geschrieben und ich kenne entsprechende Autoren die nicht mal zehn Stück verkauft haben. Mein Buch ist zwar etwas völlig anderes als die bisherigen Bücher aber ob das die potenziellen Leser auch erkennen weiß ich nicht.
Daher rechne ich ganz nüchtern das 100 Leute mein Buch kaufen weil ich in der Szene auch teilweise sehr beliebt bin. Wenn ich ganz großes Glück habe könnte ich mir vorstellen das es bis zu 500 verkaufen Exemplaren gehen kann aber das hängt wie gesagt schon vom Glück ab.

Preis:
Je nach Formatierung werde ich auf um die 150 bis 200 Seiten kommen. Das Buch möchte ich in weiß 90g, matt, Paperback und Standart drucken um möglichst wenig Kosten zu haben bzw ist das schon das kostengünstigste?
Den Preis zu kalkulieren ist für mich jetzt extrem schwer. Ähnliche Bücher zu meinem Thema gibt es zwischen 9 und 25 Euro wobei es sowohl bei 9 also auch bei 25 Euro Bücher gab die extrem gescheitert bzw extrem eingeschlagen sind. Welche Methode zur Preisfindung würdet ihr mir raten?

Lektor:
Ich habe mein Deutschabi nur knapp bestanden und wie ihr sicher schon gemerkt habt ist meine Rechtschreibung unter aller Sau. Eine Freundin die selbst viel als Hobby schreibt würde sich als Lektor anbieten allerdings bin ich mit einer anderen Freundin beim selben Angebot und einem anderen Projekt schon einmal auf die Fresse gefallen. Daher wollte ich euch fragen ob es die Möglichkeit gibt günstig an einen gewissenhaften und kompetenten Lektor zu kommen bzw wie funktioniert das dann mit dem Schutz seines geistigen Eigentums, wenn ich das Skript jemand fremdes schicke gehe ich ja ein Risiko ein?

Verkauf:
Wie ja schon gesagt werde ich über das Forum, den Mailverteiler und YouTube werben. Da ich dort überall den Amazonlink angeben muss dachte ich mir das ich mich auch gleich zum Amazonpartnerprogramm anmelden und so noch mal 5% pro verkauftes Exemplar über mein Link abstauben kann. Hat jemand Erfahrung damit bzw gibt es eine Klausel im BoD Vertrag die mich daran hindert?

Weil ich mehrere Jahre an dem Buch geschrieben habe liegt es mir extrem am Herzen und da ich keine Erfahrungen im Buch veröffentlichen habe mache ich mir etwas sorgen. Ist mein Plan so weit in Ordnung, gibt es noch andere Dinge die ich beachten muss und habt ihr noch Tipps für mich?

Ich hoffe es kann mir wer helfen
Gruß Tobias

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Lea-Christin
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Re:

von Lea-Christin (01.08.2012, 10:49)
Hallo und herzlich Willkommen,
da ich noch nicht lang genug dabei bin möcht ich dir nicht all zu viel erzählen weil sich die Profis hier sicherlich noch melden werden.

Ich wollt dir nur sagen dass- wenn du CLASSIC wählst, dir ein Preis von BOD vorgeschlagen und vorkalkuliert wird. Den kannst- musst du aber nicht nehmen.

Was den Lektor betrifft- ich finde deine Rechtschreibung auf den ersten Blick absolut o.k, habe schon ganz andere Dinge gelesen
Wenns dir eine Freundin anbietet- nimm es an und gib es viellleicht am besten der anderen Freundin auch noch. Zwei sehen mehr als einer.

Was Werbung betrifft- gibts auch noch eine kostenlose Homepage von Jimdo hier was zwar nicht jeder gut findet, aber sehr leicht zu gestalten - und überall in der Signatur dran zu hängen ist

Viel Glück und Alles Gute mit deinem Werk

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (01.08.2012, 12:03)
Hallo Tobias,

hier im Forum gibt es Leute, die sowohl Korrektorat, Lektorat und auch das Layout anbieten.
Ich rate dringend (!!!) davon ab, sich auf Freunde zu verlassen: zum Lektorieren und Korrigieren gehört definitiv mehr als ein gutes Deutsch-Abi.

Vielleicht schilderst du hier mal etwas näher, um welche Art "Szene" es sich bei deinem Buch handelt?

Ich empfehle dir, einen Schritt nach dem andern zu tun: erst das Buch lektorieren und layouten (lassen), das Cover erstellen (lassen) und dann als nächstes die WErbung.
Erstelle dein Buch zuerst über bod-Fun - da zahlst du nur den Druck eines Buches, das kannst du dann als Korrekturexemplar nehmen, dort im Buch finden sich meist noch Fehler und DANACH, wenn auch diese Fehler korrigiert sind, wählst du mit der entsprechend überarbeiteten Datei das bod Classic.

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Lea-Christin
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Re:

von Lea-Christin (01.08.2012, 12:14)
Haifischfrau hat recht beim Lektor- mein Buch hatten auch zwei Freunde gelesen vorher und niemandem sind die vielen Beistrich-Fehler aufgefallen :?

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Manu
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Re:

von Manu (01.08.2012, 12:46)
Zunächst einmal herzlich Willkommen im Forum.

Ich empfehle dir auch ein professionelles Lektorat, es ist das Geld wert. Was deine Fragen zur Buchherstellung betrifft, findest du unter http://www.bod.de/autorenpool/buchherst ... g-f36.html jede Menge Tipps, ein wenig Selber-Sucher gehört schon dazu.
Es gibt auch einen sehr guten Ratgeber:
Buchsatz für Autoren
von Heinz W. Pahlke
Shaker Media
ISBN978-3-86858-027-3

Auch über Werbung für das eigene Buch ist hier schon jede Menge geschrieben worden, bitte bemühe doch die Suchfunktion.

Viel Erfolg wünscht
Manu Wirtz

Tobias
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Re:

von Tobias (01.08.2012, 13:16)
Danke für die schnellen Antworten.

Ich wollt dir nur sagen dass- wenn du CLASSIC wählst, dir ein Preis von BOD vorgeschlagen und vorkalkuliert wird. Den kannst- musst du aber nicht nehmen.


Ja diese Funktion finde ich total spitze. Damit kann ich ja aber nur berechnen wie hoch mein Deckungsbeitrag bei welchem Preis ist. Mich interessiert aber welcher Preis wohl meinen gesammt Gewinn maximiert.
Biete ich es für 25 Euro an habe ich zwar einen enorme Marge aber wahrscheinlich generiere ich bei diesem Preis wenig Nachfrager.
Biete ich es für 11 Euro an habe ich zwar einen geringe Marge aber wohl einen hohen Absatz.
Daher würde mich eure Erfahrungen interessieren. Was denkt ihr wäre der Markt ungefähr bereit für so ein Buch zu bezahlen bzw was verlangt man in der Regel für einen BoD Roaman von einem unbekannten Autor?

hier im Forum gibt es Leute, die sowohl Korrektorat, Lektorat und auch das Layout anbieten.


Wahrscheinlich bin ich nur naiv und paranoid aber wie funktioniert der Schutz meines geistigen Eigentums bei so einem Lektor. Wenn ich mein Manuskript jetzt dem User zum korrekturlesen schicke habe ich doch keine Sicherheit das er mein Skript nicht nimmt und selbst druckt? Meine Ex war in der Filmbraunche und da gilt, nichts erzählen und schon gar nichts aus der Hand geben was man noch nicht beim Notar hat schützen lassen. Da gab es schon einige Drehbücher die einfach "geklaut" wurden.
Sicher ist die Chance das ein Lektor überhaupt interesse hat meinen kleinen unbekannten "Roman" zu klauen gering aber falls es doch passieren würde wäre das für mich ein kleiner Weltuntergang. Also gibt es einen Möglichkeit sein Manuskript zu "sichern" auch wenn man kein Geld für einen Notar hat?

Vielleicht schilderst du hier mal etwas näher, um welche Art "Szene" es sich bei deinem Buch handelt?


Es ist die Pick Up Szene. Eine Subkultur die 2006 aus den USA kam und welche sich um das professionelle flirten bzw verführen dreht.
Der Internationale Bestseller Roman aus dieser Szene von welchem ich sprach war "Die perfekte Masche" oder im Orginal "The Game" und das BoD Buch aus dieser Szene welches in die Amazon Top 100 kam war "Lob des Sexismus".

erst das Buch lektorieren und layouten (lassen), das Cover erstellen (lassen) und dann als nächstes die WErbung.
Erstelle dein Buch zuerst über bod-Fun - da zahlst du nur den Druck eines Buches, das kannst du dann als Korrekturexemplar nehmen, dort im Buch finden sich meist noch Fehler und DANACH, wenn auch diese Fehler korrigiert sind, wählst du mit der entsprechend überarbeiteten Datei das bod Classic.


Das Cover macht mir mein Bruder welcher professioneller Mediengestalter und Comiczeichner ist.
Ein BoD-Fun Korrekturexemplar ist eine geile Idee, danke schön.

Mich würde noch interessieren welche Formatierung gänig ist weil ich schon die richtige Schriftgröße, Schriftart und Seitenränder einstellen will bevor ich es dem Lektor gebe damit ich die entgültige Seitenzahl schon im Blick habe.
Außerdem würde ich mich noch freuen wenn jemand Erfahrungen zu den Absatzzahlen hätte. Glaubt ihr ich kalkuliere meine 100 bis maximal 500 Exemplare bei meiner Werbereichweite zu hoch oder gering? Wie viel habt ihr geworben und dann tatsächlich verkauft?

Meine Fragen sind wahrscheinlich auf dem Niveau eines 15 jährigen aber ich bin sehr unsicher bei diesem Thema.
Gruß Tobias


Edit: Bis ich diesen Beitrag hier geschrieben hatte, war Manus Antwort schon online. Danke schön, damit hat sich die Frage der Formatierung erledigt :-)

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Atlan_Gonozal
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Re:

von Atlan_Gonozal (01.08.2012, 14:12)
Tobias hat geschrieben:
Danke für die schnellen Antworten.

...Daher würde mich eure Erfahrungen interessieren. Was denkt ihr wäre der Markt ungefähr bereit für so ein Buch zu bezahlen bzw was verlangt man in der Regel für einen BoD Roaman von einem unbekannten Autor?


Dazu müßte man die Zielgruppe kennen. So sind zum Beispiel die Käufer von Fachbüchern in der Softwareentwicklung (also beispielsweise ich) gewohnt, dass neue Bücher locker zwischen 49,95 und 89,95 kosten können. Die Käufer von Frauenarztromanen werden hingegen alles über 4,95 links liegen lassen...
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Großstadtpoet
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Re:

von Großstadtpoet (01.08.2012, 15:01)
@Tobias: PN für Dich...

Tobias
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Re:

von Tobias (01.08.2012, 16:14)
Habe eben ein, so wie ich glaube, recht günstiges Angebot für eine professionelle Korrektur bekommen und gemerkt das so etwas für mich einfach nicht drin ist.
Bei einem Preis von 15 Euro (welchen ich mittlerweile für vernünftig halte) spuckt mir der Kalkulator eine Marge von 2,51 Euro aus, was so wie ich es verstanden habe meinem Deckungsbeitrag entspricht. Bei meinem Mindestabsatz von 100 Stück (von welchem ich nach dem Vorsichtsprinzip ausgehen sollte) komme ich jetzt also auf einen Gesamtdeckungsbeitrag von 251 Euro minus die Fixkosten vom Classik druck von 39 Euro auf 212 Euro.
Bei diesen niedrigen gesamten DB habe ich einfach keinen Spielraum noch groß weitere Fixkosten für Layout, Lektorat oder der Gleichen ein zu planen. Sonst bin ich ganz schnell bei Null oder noch schlimmer im Minus.
Ich glaube profesionelle Dienste wie Lektorat kommen nur für Bücher mit höheren Absatzzahlen oder größeren Stückdeckungsbeiträgen in Frage. Mein kleines Popelbuch kann sich das leider nicht leisten. Naja dann wirds halt schön minimalistisch :-)

Gruß Tobias

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Atlan_Gonozal
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Re:

von Atlan_Gonozal (01.08.2012, 16:44)
Zumindest weißt du jetzt, wieso große Verlage auch nicht voller Begeisterung jedes Buch verlegen :-)
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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (01.08.2012, 17:59)
Tobias, du musst nicht ein einziges Buch selbst abnehmen und vorfinanzieren! Wenn du über bod gehst, wird dein Buch bei den einschlägigen online-Anbietern (z.B. libri, amazon) gelistet, du hast dann mit dem Verkauf gar nichts zu tun.

Wenn du allerdings ohne Korrektorat (das Lektorat lassen wir jetzt mal außen vor) publizierst, könnte es sein, dass du dir einen Bumerang einhandelst, sprich so negative Bewertungen, dass kaum jemand dein Buch bestellen würde.

Ein Erstling zu dem Preis - 15 € - als Roman? Das muss dann aber schon gute Literatur, frei von Fehlern und alles in allem herausragend sein! Ohne Korrektorat???

Ein Rat: wenn schon, dann bleibe unbedingt unter 10 €. KÜrze dein Manuskript (ich kenne es nicht - aber die Erfahrung zeigt, dass nahezu jedes Manuskript gewinnt, wenn man +/- 1/3 streicht).

Andere Möglichkeit: biete dein Manuskript Verlagen an, wenn es herausragend ist, wird ein Verlag es drucken.

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Großstadtpoet
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Re:

von Großstadtpoet (01.08.2012, 18:07)
Haifischfrau hat geschrieben:
Tobias, du musst nicht ein einziges Buch selbst abnehmen und vorfinanzieren! Wenn du über bod gehst, wird dein Buch bei den einschlägigen online-Anbietern (z.B. libri, amazon) gelistet, du hast dann mit dem Verkauf gar nichts zu tun.

Das hat er auch alles nicht behauptet.

Haifischfrau hat geschrieben:
Wenn du allerdings ohne Korrektorat (das Lektorat lassen wir jetzt mal außen vor) publizierst, könnte es sein, dass du dir einen Bumerang einhandelst, sprich so negative Bewertungen, dass kaum jemand dein Buch bestellen würde.

Das sehe ich auch so. Aber ich würde das Lektorat durchaus mit einschließen.

Haifischfrau hat geschrieben:
Ein Erstling zu dem Preis - 15 € - als Roman? Das muss dann aber schon gute Literatur, frei von Fehlern und alles in allem herausragend sein! Ohne Korrektorat???

Ohne Korrektorat (und Lektorat) bekommen wohl die wenigsten Autoren ein Buch zustande, welches diesen Preis rechtfertigen würde. Wobei 15 Euro für ein Buch bei den heutigen Preisen natürlich immernoch günstig ist. Ich kaufe selten Bücher, die weniger als 30 Euro kosten.

Haifischfrau hat geschrieben:
Ein Rat: wenn schon, dann bleibe unbedingt unter 10 €. Kürze dein Manuskript (ich kenne es nicht - aber die Erfahrung zeigt, dass nahezu jedes Manuskript gewinnt, wenn man +/- 1/3 streicht).

Ich bin mir nicht sicher, ob ein niedriger Preis wirklich vor negativen Bewertungen bei Amazon schützt. Für ein Buch, welches voller Fehler ist, sind nämlich auch 10 Euro noch zuviel.

Haifischfrau hat geschrieben:
Andere Möglichkeit: biete dein Manuskript Verlagen an, wenn es herausragend ist, wird ein Verlag es drucken.

Diesen Automatismus gibt es m.E. nicht. Abgesehen davon, dass die Verlage wohl kaum jedes Manuskript lesen, drucken sie auch eher Manuskripte, die sich verkaufen lassen, und nicht welche, die von hoher Qualität sind. Diese beiden Aspekte sind nämlich leider nicht deckungsgleich...

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (01.08.2012, 18:24)
Tobias hat geschrieben:
Bei einem Preis von 15 Euro (welchen ich mittlerweile für vernünftig halte) spuckt mir der Kalkulator eine Marge von 2,51 Euro aus, was so wie ich es verstanden habe meinem Deckungsbeitrag entspricht. Bei meinem Mindestabsatz von 100 Stück (von welchem ich nach dem Vorsichtsprinzip ausgehen sollte) komme ich jetzt also auf einen Gesamtdeckungsbeitrag von 251 Euro minus die Fixkosten vom Classik druck von 39 Euro auf 212 Euro.
Bei diesen niedrigen gesamten DB habe ich einfach keinen Spielraum noch groß weitere Fixkosten für Layout, Lektorat oder der Gleichen ein zu planen. Sonst bin ich ganz schnell bei Null oder noch schlimmer im Minus.


Kommt auf das Angebot an:

druckfertiges Layout des Buchblocks: pro Buchseite 0,50 Euro (200 Seiten = 100 Euro)

Korrektorat des Textes: je angefangene 1.000 Zeichen 1 Euro (247.188 Zeichen = 248 Euro)

Lektorat: Nicht bei mir - ich habe zu abweichende Ansichten, was ein guter Text ist. cheezygrin

Umsonst ist nur der Tod - und der kostet das Leben! smart2
Korrektorat: 1,- Euro pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite // alle Preise zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

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Re:

von Haifischfrau (01.08.2012, 18:26)
Großstadtpoet, ich will hier keine Korinthen....
natürlich muss ein Buch verkäuflich sein, sowohl für Verlage als auch für Autoren; wenn das Manuskript gut ist, und das Exposé vielversprechend, spricht nichts dagegen, es Verlagen vorzulegen. Damit ist man jedenfalls hinsichtlich Korrektorat und Lektorat aus dem Schneider.

Beim Preis habe ich einen Roman von 150 - 200 Seiten im Auge - und da möchte ich für 15 € schon etwas geboten bekommen! Und das geht nicht nur mir so; ich beobachte den Markt sehr genau 8)

Im Übrigen geht es mir hier nur darum, Tobias zu informieren, ihm ggf. Alternativen aufzuzeigen - aber offenbar artet das schon wieder in eine Diskussion aus.

Mich würde - Tobias - mal interessieren, zu welchem Seitenpreis dir Korrektorat und / oder Lektorat angeboten wurde. Das musst du ja nicht öffentlich machen.

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Re:

von Tobias (01.08.2012, 18:33)
Nachdem ich mir nach drei Tagen kopfzerbrechen entlich mit dem Preis sicher war schaft ihr es wieder mich zu verunsichern :D

Ich halte aber dennoch an den 15 Euro fest. Sicher wird kein normaler Mensch einen 15 Euro Roman von einem unbekannten Autor kaufen aber ich ziele gar nicht auf normale Menschen ab. Meine Zielgruppe sind die Leute aus der PU Szene die mich schon seit Jahren kennen, die meine Texte/Geschichten kennen bzw mögen und die mir bis jetzt immer ein paar Fehler verziehen haben und das dann hoffentlich auch im Buch tun werden. Außerhalb der Community werde ich wohl kein einziges Buch verkaufen aber ich bin schon überglücklich wenn die Szene mein Werk feiert.

Mittlerweile bin ich auch der Meinung das der Preis gar nicht so entscheidend ist. Für ein gutes PU Buch von jemanden der in der Szene angesehen ist waren die Leute bis jetzt immer bereit 25 Euro zu zahlen. Leider gab es aber wie gesagt in den letzten Jahre so viele 0815 PU Ratgeber welche die Leute nicht mal mehr für unter 10 Euro kaufen wollen. Entscheidend ist für mich also das die Leute verstehen, dass es sich nicht um den nächsten billigen Ratgeber handelt. Dafür hab ich mir schon ein paar Tricks überlegt, hoffe mal die ziehen auch.

Über die Sache mit dem kürzen habe ich auch schon nachgedacht. Wie viele Filme wären wirklich perfekt wenn man die unnötigen Stellen raus geschnitten hätte. Leider bin ich als Autor aber Betriebsblind und denken alles wäre wichtig, gibt es einen Tipp wie ich die langweiligen Stellen erkennen kann?

Über einen Verlag habe ich auch lange nachgedacht. Natürlich hat der Verlag mit der Korrektur, dem Marketing und vor allem dem Know how extreme Vorteile aber aus zwei Gründen habe ich mich dann dagegen entschieden. Zum einen will ich mich nicht dem Bewerbungsverfahren stellen. Es scheint mir zum einen extrem aufwändig und ich habe im Bezug auf das Buch nicht das Selbstvertrauen als das ich einen Absage nach der anderen verkraften will. Handwerkliche oder ähnliche Kritik könnte ich locker vertragen weil ich weiß das ich keine Ahnung von diesen Themen habe aber wenn ein Verlag sagen würde der Inhalt ist Scheiße würde mich das extrem angreifen weil der Inhalt einen Teil meines Lebens erzählt.
Zum anderen ist das Buch für einen speziele Zielgruppe die ich auch ohne Verlag super erreiche. Ich glaube daher ist es wahrscheinlich auch aus ökonomischen Gründen in meinem speziellen Fall besser auf einen Verlag zu verzichten. Warum soll ich einen Verlag für ein Marketing zahlen wenn ich meine Zielgruppe selbst am besten erreiche?

Gruß Tobias

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