Rezensionen

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


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eifelbuch
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Rezensionen

von eifelbuch (12.12.2012, 21:57)
Sollte hier jemand gerne Bücher besprechen: ich habe für meinen neuen Titel noch einige Gutscheine ... Der Zeitpunkt der Rezension wäre mir relativ egal. Lieber sachlich als schnell. (Suche keine Gefälligkeits-Rezi!) Der Link führt zum Buch, bitte PN schicken mit Mail-Adresse.

http://www.amazon.de/Der-lange-nach-Amo ... 657&sr=1-1

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (12.12.2012, 22:32)
Es geht das Gerücht um, dass Rezensionen zu Büchern, die mit einem Gutschein bezahlt wurden, neuerdings eine sehr kurze Lebensdauer haben sollen. Ich selbst habe keine Erfahrung damit und gebe das einfach mal so weiter.

Gruß, Monika
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eifelbuch
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Gut gemeint

von eifelbuch (12.12.2012, 22:59)
Dein Ratschlag ist gut gemeint, vielen Dank Monika. Es ist aber normal, dass Rezensionsexemplare kostenlos sind und nur darauf bezieht sich der Gutschein!!!

Ich schreibe selbst Rezensionen und bekomme die Bücher dafür umsonst zur Verfügung gestellt. Übrigens auch von BoD! Bislang waren es drei BoD-Titel (H. Heske, G. Steinweller, M. Gerle) und die Bücher erhielt ich immer schnell und unproblematisch über BoD, nachdem ich sagte, wo meine Rezensionen erscheinen.

Das Schreiben von Buchbesprechungen ist schließlich auch Arbeit und da ist es wohl selbstverständlich, dass Redakteure, Blogger oder auch Hobby-Rezensenten nichts für das zu besprechende Produkt bezahlen.

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (13.12.2012, 09:24)
Dem möchte ich gar nicht widersprechen. Ich gebe nur das weiter, worüber sich eine Bloggerin vor kurzem fürchterlich aufgeregt hat. Dabei führte sie auch deine Argumente an. Dass Amazon momentan spinnt, bezweifelt inzwischen niemand mehr, oder?
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Siegfried
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Re: Gut gemeint

von Siegfried (13.12.2012, 11:47)
eifelbuch hat geschrieben:
Ich schreibe selbst Rezensionen


Ich stelle mal eine blöde Frage: Was ist (für dich) eine Rezension? Welche Mindestbestandteile sollte eine Rezension haben?

Was würdest du von nachfolgenden "Rezensionen" halten?

"Ich finde das Buch gut - spannend von der ersten bis zur letzten Seite."

"Das Buch ist einfach nur schlecht. Rausgeworfenes Geld."

"Das Buch von Max Mustermann 'Abwärtsspirale' ist als Taschenbuch im Knüppeldick-Verlag, Jena, erschienen. Erzählt wird die Geschichte eines Mannes namens Julius Bielen, der nach medizinischer Diagnose noch ein Jahr zu leben hat. Bielen, ein bereits vor der Diagnose tief in sich zerrissener Charakter, [...] Dem Autor gelingt es, die Verzweiflung Bielens über sein Schicksal dem Leser nahezubringen, jedoch sind die Formulierungskünste Mustermanns dem Thema nicht ganz angemessen. Ein paar Beispiele: [...] Der Aufbau der Konflikte, in die Mustermann seinen Helden Bielen laufen lässt, sind mitunter verbesserungswürdig. Zu oft erscheint der deus ex machina, der Bielen eine Möglichkeit zur Problemlösung anbietet. [...]"

Wie gesagt: Die Frage nach "Was ist eigentlich eine Rezension" mag blöde klingen, aber mich interessiert nun mal, was andere unter einem ständig benutzten Begriff eigentlich verstehen. Denn noch mehr als der Autor muss der Rezensent die Regel des Metiers beherrschen.

Ein paar abschließende Zitate zum Thema Rezension:

Jedwede Form von Sekundärliteratur, also auch die Rezension, ist anfechtbar, da zur möglichst objektiv wiederzugebenden Beschreibung eines Gegenstandes immer auch die kommentierend subjektive Sicht des Rezensenten gehört. Das Erarbeiten von Rezensionen fordert deshalb neben Sach- und Fachkenntnis schon immer auch solche Unwägbarkeiten wie Moral, Gewissen und Verantwortungsgefühl heraus. Im Idealfall liebt der Rezensent den Gegenstand seiner Betrachtung, ist hochgebildet und zu Vergleichen befähigt, da er möglichst in Theorie und Praxis alle Akteure und Gegenstände seines Gebietes bzw. Themas kennt – nicht nur aus der Gegenwart, sondern auch aus der Vergangenheit – und damit gegebenenfalls sogar Schlüsse für künftige Trends zu ziehen vermag.


Je kürzer die Rezension ist, umso mehr neigt sie entweder zum Hinweis auf die bloße Existenz oder zur verknappten Kommentierung des besprochenen Gegenstandes. Kurze Besprechungen verlangen von Rezensenten ein Maß an Verdichtung, das dem Gegenstand gegenüber nur selten angemessen und wenn, dann nur unter hohem zeitlichen Aufwand geleistet werden kann.


Neben der Möglichkeit zur wiederholten Etüde in der kurzen Form, wird die am Ende der Rezensionen übliche Nennung des Autorennamens und der Kontakt zu einer Literaturredaktion als Vorteil angesehen. Selbst das zumeist sehr niedrige Honorar stellt für viele freie Schriftsteller ein nicht zu verachtendes Zubrot dar. Kann von dieser Art Rezensenten, zu denen oft genug auch Lehrer zählen, immerhin noch Einiges an Qualität in Sachen Stil und Inhalt erwartet werden, gilt dies weit weniger für eine noch kostengünstigere Rezensentengruppierung, die sich vor allem im Internet etabliert hat und bald auch die semiprofessionellen Rezensenten verdrängen könnte. Gemeint sind Leser- bzw. Kundenmeinungen, die in hierfür extra begründeten Internetportalen ein immer breiteres Forum finden. Was oft genug der Form, dem Inhalt und der kontextuellen Vergleichbarkeit nach kaum noch als Rezension durchgehen kann, bezieht in diesen Foren seinen Vorteil aus der schieren Anzahl an Meinungen zu einem Werk.


Lesenswert zur Geschichte und dem Ethos der Literaturkritik:
http://de.wikipedia.org/wiki/Literaturk ... m_Internet

Auflistung von Rezensions-Portalen:
http://www.dmoz.org/World/Deutsch/Kultu ... turkritik/

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eifelbuch
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Zu deiner Frage.

von eifelbuch (13.12.2012, 17:56)
Hallo Siegfried,

ich betrachte mich nicht als Experte für Rezensionen, dazu ist die Sache zu vielschichtig. Gerne kann ich aber antworten, was mir bei meinen Rezensionen wichtig erscheint:

Der Leser muss merken, dass ich das Buch gelesen und dazu etwas zu sagen habe. In der Regel stelle ich es dann vor, berichte worum es in dem Buch geht, achte aber darauf, bloß nicht zuviel zu verraten. Habe ich eine besonders positive oder negative Meinung, muss ich begründen, warum das so ist. Das kann durch Textbeispiele geschehen, muss aber nicht. Fällt mir zum Inhalt oder zum Autor etwas Besonderes ein, kann ich das erwähnen, wenn es Sinn macht. Im Idealfall gelingt mir durch das zu besprechende Buch eine gute Einleitung, dadurch gewinnt die Besprechung. Manchmal fehlen solche Aufhänger, dann wird es auch schwieriger die Besprechung interessant zu gestalten. Ich schreibe außerdem nur über Bücher, die mich interessieren. Einen Lyrik-Band könnte ich beispielsweise nicht angemessen und fair besprechen, also lasse ich es sein.

Wie gesagt: Ich bin kein Experte auf diesem Gebiet, glaube aber, dass meine Rezensionen gewissenhafter sind als, sagen wir, der Amazon-Durchschnitt. Das reicht mir und bisherige Auftraggeber wie die z.B. die Stadtmagazine "Überblick" (Düsseldorf) oder "Klenkes" (Aachen) waren ebenfalls zufrieden.

"Ich finde das Buch gut - spannend von der ersten bis zur letzten Seite."

"Das Buch ist einfach nur schlecht. Rausgeworfenes Geld."

Das sind für mich keine Rezensionen. Für mich gehört immer eine Begründung dazu. Mindestens. :wink:

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Ergänzend

von eifelbuch (14.12.2012, 12:15)
Ergänzend muss ich noch hinzufügen, dass ich den Trend zu extremen ein und fünf Sterne-Bewertungen nicht gut finde. Fünf Sterne vergebe ich nur, wenn es gar nichts auszusetzen gibt und mich das Buch richtig fasziniert.

Besonders deutlich war und ist dieser Trend bei Bettina Wulff erkennbar. Bis zur 800. Rezension gab es nur 1 oder 5 Sterne, als wenn es dazwischen nichts gäbe.

Eine Facebook-Freundin fragte, ob ich Lust hätte ihr Buch zu rezensieren. Sie habe bislang nur 5 Sterne bekommen, fast dreißig Mal. Wenn ich so etwas höre, fühle ich mich unter Druck gesetzt oder als Spielverderber. Da habe ich wenig Lust.

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