Amazon! Mehr Schaden als Nutzen? Oder bin ich zu Forsch?

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Cutman Liberty
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Amazon! Mehr Schaden als Nutzen? Oder bin ich zu Forsch?

von Cutman Liberty (21.12.2012, 15:08)
Folgende Zeilen habe ich an die Akte Redaktion gesendet, ich hoffe Ihr haltet mich nicht für einen Idioten, aber ich habe die Schnauze echt voll nach dem ganzen Hick Hack mit Amazon!
Mich würde interessieren was eure Gedanken dazu sind!
Bitte fair bleiben, ich hatte echt den Hals zusitzen!


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich, und auch hunderte von freien Autoren, die vom Schreiben leben müssen, habe ein Riesenproblem mit Amazon!

Ich vertreibe mein Buch "Cutman, eine Runde länger!" über den Verlag "Book on Demand", dort werden Bücher nach Bestellung innerhalb von 12 Stunden gedruckt und sofort an den Großhandel ausgeliefert! Das ist vom Verlag her überhaupt kein Problem!

Als ich am 4 Dezember 2012 mein Buch herausbrachte, wurde es bei Amazon als "Derzeit nicht Lieferbar" deklariert! Das alleine stellt schon einmal eine totale Falschinformation dar!

Nach erfolglosen Emailanfragen (Bis heute habe ich auf keine einzige Email eine Antwort erhalten von Amazon, nur generierte Pauschalmails, ob ich mit dem Telefonservice zufrieden war)habe ich auch versucht über die Telefonhotline jemanden zu erreichen, die haben stets darauf verwiesen, das vom Call Center aus nichts gemacht werden kann! Ja wie dann sonst?

Irgendwie stand auf einmal "Lieferzeit 3-6 Wochen dort" danach "4-8 Wochen", kurzzeitig dann 5-9 Tage und jetzt wieder 2-5 Wochen!

Ich hatte meine gesamte Werbung auf Amazon ausgerichtet, sogar der Trailer der extra dafür gemacht wurde, war völlig wertlos und brachte mehr Schaden als Nutzen!

Die Kunden und auch Fans, die mich privat anschrieben über Email und auch Facebook, gaben mir die Schuld, dass sie auf das Buch nicht so lange warten wollen, vor allem vor Weihnachten sollte es unter dem Baum liegen!

Kunden die es über Buch.de oder ebook.de bestellten, hatten es innerhalb von 3 Tagen im Briefkasten!

Amazon ist es völlig egal, mit welchen Problemen freie Autoren zu leben haben, dass sie von diesem Erwerb leben müssen und durch die falsche Angabe von der Lieferzeit fast gar keine Bücher mehr verkaufen ist denen egal, oder es ist Strategie, eines von beiden.

In Foren von freien Autoren, ist dieses Problem schon bekannt und fast alle entschließen sich dazu, ihr Buch bei Amazon herausnehmen zu lassen, weil Amazon den Verkauf nur behindert, anstatt zu helfen!

Von Amazon ist keinerlei Hilfe zu erwarten, sie setzen sich über Gesetze einfach als Lobby hinweg und verkaufen dort, wo der meiste Profit zu erwarten ist!

Dreist wie sonst etwas, wird einfach keine Antwort gegeben, ich habe vor Amazon auf Schadenersatz zu verklagen!

Ich hoffe sie haben Interesse bekommen, uns Autoren zu helfen, das Amazon diese Geschäftstaktik ändern wird, denn als amerikanisches Unternehmen, muss es sich trotz allem an das geltende Recht des jeweiligen Landes halten, indem es seine Geschäfte durchführt!

Mit freundlichen Grüßen

Michael Schmidt smart2
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Büchernarr
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Re:

von Büchernarr (21.12.2012, 15:30)
Welches "geltende Recht" verpflichtet einen Händler (hier Amazon) eigentlich dazu, ein bestimmtes Produkt zu verkaufen? :twisted: :twisted:

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (21.12.2012, 15:40)
Vermutlich ging das Schreiben an die Redaktion von "Akte 20.12" (Sat.1)? Sie werden selbst entscheiden, ob und auf welche Art sie das Thema in einer Sendung behandeln werden. Über den Tonfall deines Briefs musst du dir da sicherlich keine Gedanken machen. In Redaktionen gehen da täglich ganz andere Schreiben ein. angle:

Ich fürchte nur, dass Amazon eine Sendung über das Problem genauso herzlich egal sein wird wie wir BoD-Autoren. Aber vielleicht freut sich ja die Akte-Redaktion über ein neues Thema. Bisher hatte ich nicht den Eindruck, dass diese Sendung einen großen Einfluss auf die Meinungsbildung der Gesamtbevölkerung hat. Allerdings habe ich sie auch noch nie selbst angesehen und urteile da rein nach Gefühl.

Ich wünsche dir viel Glück mit der Aktion!

Gruß, Monika
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Melanie.L
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Re:

von Melanie.L (21.12.2012, 15:42)
Hallo,

Also ich muss schon sagen das dies sicher keine Feine Art von Amazon ist. Aber Rechtlich?, ist da denke ich nichts garantiert.
Aber es wundert mich schon das sie auf deine Mails reagieren.

lg

Mel

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Klopfer
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Re: Amazon! Mehr Schaden als Nutzen? Oder bin ich zu Forsch?

von Klopfer (21.12.2012, 15:48)
Cutman Liberty hat geschrieben:
Folgende Zeilen habe ich an die Akte Redaktion gesendet, ich hoffe Ihr haltet mich nicht für einen Idioten, aber ich habe die Schnauze echt voll nach dem ganzen Hick Hack mit Amazon!
Mich würde interessieren was eure Gedanken dazu sind!
Bitte fair bleiben, ich hatte echt den Hals zusitzen!


Na ja, du machst es einem echt nicht leicht...

Als ich am 4 Dezember 2012 mein Buch herausbrachte, wurde es bei Amazon als "Derzeit nicht Lieferbar" deklariert! Das alleine stellt schon einmal eine totale Falschinformation dar!


Kann bei frisch eingepflegten Artikeln halt passieren.

Nach erfolglosen Emailanfragen (Bis heute habe ich auf keine einzige Email eine Antwort erhalten von Amazon, nur generierte Pauschalmails, ob ich mit dem Telefonservice zufrieden war)habe ich auch versucht über die Telefonhotline jemanden zu erreichen, die haben stets darauf verwiesen, das vom Call Center aus nichts gemacht werden kann! Ja wie dann sonst?


Die Lieferzeitangabe wird damit zu tun haben, dass Amazon die Lieferzeiten von BoD zu sich nicht korrekt einschätzen kann (so fix, wie du sagst, ist BoD dann leider doch nicht immer). Der Kundendienst kümmert sich um die Belange, die mit Amazon und dem Endkunden zu tun haben. Warum sollten die also was auf der Business-to-Business-Seite ändern können?

Irgendwie stand auf einmal "Lieferzeit 3-6 Wochen dort" danach "4-8 Wochen", kurzzeitig dann 5-9 Tage und jetzt wieder 2-5 Wochen!

Ich hatte meine gesamte Werbung auf Amazon ausgerichtet, sogar der Trailer der extra dafür gemacht wurde, war völlig wertlos und brachte mehr Schaden als Nutzen!

Die Kunden und auch Fans, die mich privat anschrieben über Email und auch Facebook, gaben mir die Schuld, dass sie auf das Buch nicht so lange warten wollen, vor allem vor Weihnachten sollte es unter dem Baum liegen!


Tja, wenn es tatsächlich so viele waren und alle bestellt hätten, hätte sich Amazon 30 Stück ins Lager gelegt. Das kenne ich nämlich von meinen Büchern.

Amazon ist es völlig egal, mit welchen Problemen freie Autoren zu leben haben, dass sie von diesem Erwerb leben müssen und durch die falsche Angabe von der Lieferzeit fast gar keine Bücher mehr verkaufen ist denen egal, oder es ist Strategie, eines von beiden.


Genau, Amazon hasst es, Geld an den freien Autoren zu verdienen. Sie verabscheuen den Gedanken, von ihnen auch zu profitieren.

In Foren von freien Autoren, ist dieses Problem schon bekannt und fast alle entschließen sich dazu, ihr Buch bei Amazon herausnehmen zu lassen, weil Amazon den Verkauf nur behindert, anstatt zu helfen!


Damit schießt man sich doch in den Fuß, weil Amazon im Onlinehandel nun mal der Platzhirsch ist und man dort doch immerhin noch einiges an Büchern absetzen kann. Außerdem: Wieso sollte es besser sein, bei Amazon gar nicht gelistet zu sein als mit langer Lieferzeit? Da verbessern die Autoren ihre Situation doch auch nicht.

Von Amazon ist keinerlei Hilfe zu erwarten, sie setzen sich über Gesetze einfach als Lobby hinweg und verkaufen dort, wo der meiste Profit zu erwarten ist!

Welches Gesetz verlangt von Amazon, Lieferzeiten möglichst kurz anzugeben? blink3

Dreist wie sonst etwas, wird einfach keine Antwort gegeben, ich habe vor Amazon auf Schadenersatz zu verklagen!

Dann müsstest du erst einmal nachweisen, dass dir tatsächlich Schaden entstanden ist, weil Amazon sich weigerte, dein Buch zu verkaufen.

Ich hoffe sie haben Interesse bekommen, uns Autoren zu helfen, das Amazon diese Geschäftstaktik ändern wird, denn als amerikanisches Unternehmen, muss es sich trotz allem an das geltende Recht des jeweiligen Landes halten, indem es seine Geschäfte durchführt!


Wie Büchernarr schon gefragt hat: Welches "geltende Recht" hat Amazon denn verletzt?

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (21.12.2012, 16:06)
Die Drohungen im Brief sind natürlich völlig überzogen, aber es geht hier ja nicht um ihre Verwirklichung, sondern um die Idee, sich auf diesem Weg Hilfe zu suchen. Bei einigen Firmen könnte eine negative Berichterstattung tatsächlich etwas bewirken, aber Amazon ist dafür sicherlich zu groß und zu mächtig. Eine für uns Autoren positive Entwicklung sehe ich dadurch nicht auf uns zukommen. Aber wenn Michael Glück hat, werden er und sein Buch in einem Bericht erwähnt. Das wäre immerhin kostenlose Schleichwerbung. Darum würden manche Autoren ihn sicherlich beneiden.
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Cutman Liberty
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An Klopfer

von Cutman Liberty (21.12.2012, 16:08)
Danke für deine Antwort, gibt mir viel Aufschluss über manche denkensweise von mir selbst! Mit Recht meine ich, das durch falsche Angabe der Lieferzeit meine Verkäufe behindert wurden, und vor allem nervt mich extrem, das die einfach "NULKOMMANIX" reagieren, weder auf Emails noch auf Anrufe! Es ist schön, das du keine Probleme damit hast, gönne ich dir! Aber bitte stelle mich nicht als Vollidioten hin, denn diese Aktion entstand jetzt durch Ignoranz von Amazon seit dem 4 Dezember 2012!
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Schnitzel
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Re:

von Schnitzel (21.12.2012, 16:30)
Am 4. Dezember? Heute ist der 21. Dezember! Also grobe zweieinhalb Wochen. Wo ist da das Problem?

Wie Amazon die Lieferzeiten angibt, oder ob Amazon das Buch überhaupt im Angebot hat, bleibt denen überlassen.

Diese Lieferzeiten bei neuen Büchern hat auch nichts mit wollen oder nicht wollen zu tun, das sind bei Amazon automatisierte Abläufe. Was die Lieferzeit oder Verfügbarkeit angeht, hängt letztlich von der Nachfrage ab, wie oft ein Buch bestellt wird. Auch ein Unternehmen wie Amazon kann sich nicht jede Neuerscheinung auf Lager legen, erst recht nicht von völlig unbekannten Autoren.

Gut Ding will Weile haben, und ein paar eigene Bestellungen bei Amazon können da hilfreicher sein, als irgendwelche Beschwerden.

Und gerade weil Amazon weltweit der wichtigste Handelsplatz für Bücher ist, käme ich niemals auf die Idee, mich mit Amazon anzulegen. Die sind nämlich nicht verpflichtet, mein Buch auf ihrer Plattform anzubieten.

Meine Meinung zu dem Thema!
LG
Schnitzel

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (21.12.2012, 16:35)
Hallo Michael,

äh... :shock:: also ich weiß nicht, wie ich das jetzt sagen soll, aber du bist der erste Autor hier, der sich selbst eine schlechte Amazon-Rezension gegeben hat. Die würde ich an deiner Stelle löschen. smart2

Gruß, Monika
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Cutman Liberty
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@Schnitzel und @ Monika

von Cutman Liberty (21.12.2012, 16:42)
Ich hoffe du hast verstanden worum es mir geht, die Lieferzeitangabe ist falsch! Das hindert meine Leute daran zu bestellen! Die wollen nicht so lange warten!

@ Monika: Ja, denn sonst hat man keine Wahl darauf aufmerksam zu machen, hätte ich mir selbst 5 Sterne gegeben heisst es dann später, der profilliert sich selbst!

Ich erkenne hier ganz deutlich, das ihr mit diesem System zufrieden seit! Ich bin es nicht und hoffe, das Amazon jetzt auf Anfrage von BOD meinen Titel herausnimmt! Überall stehen normale Lieferzeiten drin, und werden auch normal ausgeliefert!

Amazon ist nicht weiter zu empfehlen meiner Meinung nach! Nur die großen und etablierten Autoren bekommen wenig Probleme ist doch klar, und viele von Euch kennen schon einige Tricks solche Probleme zu vermeiden! Aber gerade wenn ein Vorgang automatisiert ist, kann es nur mehr Schaden als Nutzen bringen, bis heute keinerlei Antwort von Amazon! Meine Fans bestellen jetzt bei Buch.de oder ebook, völlig problemlos! Übrigens, ich werde mir ein Hassbuch kaufen von diesem Kollegen der hier gepostet hat, finde ich sehr interessant!
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holz
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Re:

von holz (21.12.2012, 16:45)
Amazon wird in der Antwort auch nur auf die FAQ verweisen:
http://www.amazon.de/gp/help/customer/d ... Id=3110681


Wie kommen die Produkte auf die Amazon Website?
Der Amazon.de Katalog unterliegt täglichen Aktualisierungen basierend auf Datenmeldungen unserer Geschäftspartner. Das Anlegen neuer Produkteinträge erfolgt dabei zum großen Teil automatisch und folgt internen Richtlinien für die Amazon.de Artikeldarstellung. Die Frequenz der Einspielung aus externen Datenmeldungen ist von Partner zu Partner verschieden. Es bestehen daher keine verbindlichen Vorhersagen, auf welchem Weg welcher Artikeleintrag zu welcher Zeit auf der Amazon Website erscheinen wird.


Wie kommt die Verfügbarkeit zu Stande?
Auf jeder Produktseite geben wir an, ob der gewünschte Artikel über Amazon erhältlich und (wenn ja) innerhalb welchen Zeitraums er lieferbar ist. Diese Angaben werden aus den Amazon-Bestellsystemen dynamisch ermittelt und unterliegen täglichen Aktualisierungen. Die angezeigten Lieferzeiten garantieren damit einen für unsere Kunden zuverlässigen Service. (...)
Eine Änderung von Lieferzeiten nach Wunsch oder auf Anfrage (z.B. von Herstellern, Großhandel oder Kunden) ist daher leider nicht möglich.


Gewöhnlich versandfertig in X bis Y Tagen/Wochen:
Artikel, die Amazon.de von seinen Handelspartnern bezieht, erhalten eine Verfügbarkeitsanzeige, die ganz variabel gestaltet sein kann (z.B. in 2 Tagen, in 7 bis 8 Tagen, in 4 bis 6 Wochen) und die anhand der stets aktualisierten Bestellsysteminformationen regelmäßigen Änderungen unterliegt. (...)
Eine Änderung solcher Lieferzeiten auf individuelle Anfrage ist bei uns leider nicht möglich.

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Cutman Liberty
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@Holz

von Cutman Liberty (21.12.2012, 16:53)
Richtig, und genau deswegen möchte ich, das mein Artikel bei Amazon entfernt wird!
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Monika K.
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Re:

von Monika K. (21.12.2012, 16:58)
Also ich bin mit Amazon ganz sicher nicht zufrieden, aber ich weiß auch, wann ich mich geschlagen geben muss. Ich möchte auf die Amazon-Kunden keinesfalls verzichten, weil ich hoffe, dass meine Bücher vielleicht auch mal durch Zufall dort beim Stöbern entdeckt werden.

Jeder Autor kann selbst entscheiden, welche Shop-Links er bei Werbeaktionen und auf seiner Homepage angibt. Wenn man mit Amazon so extrem unzufrieden ist, dann nennt man eben buch.de. Aber deshalb muss man nicht gleich das Buch dort entfernen lassen oder sich selbst miese Rezensionen verpassen. Wenn ich Migräne habe, haue ich mir ja auch nicht mit dem Hammer auf den Kopf.

Ein Hinweis auf falsche Lieferzeiten kann man auf seiner Homepage/Facebookfanseite unterbringen, aber doch nicht in einer 1-Sterne-Rezension. Es ist ja löblich, dass du dir nicht 5 Sterne verpasst hast, aber beim Stöbern sieht man auf den ersten Blick nur die drei Sterne, die dein Buch im Durchschnitt hat. Und das macht die Kunden sicherlich nicht neugierig. Es hält sie eher davon ab, dein Buch überhaupt anzuklicken und die Erklärung für den einen Stern zu sehen.

Man muss nach einer Buchveröffentlichung einfach mal Geduld haben. Bei meinen Limericks dauerte es auch drei Wochen, bis meine eigene Vorbestellung endlich von Amazon ausgeliefert wurde. Danach stellte ich das Buch vor, und es gingen ein paar Bestellungen bei Amazon ein, die dazu führten, dass sie ein paar Bücher auf Lager nahmen. Das läuft immer so. Das muss man eben hinnehmen. Im Dezember herrscht zusätzlich noch Weihnachtschaos, da können sich viele Abläufe noch zusätzlich verzögern. Deshalb ist es wichtig, dass man sein Buch im Herbst herausbringt, weil es eben eine gewisse Anlaufzeit braucht.

So. Mehr schreibe ich jetzt lieber nicht mehr, sonst entschlüpft mir noch eine Formulierung, die mir hinterher leidtut.
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mtg
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Re:

von mtg (21.12.2012, 17:02)
Ich will Dich ja nicht desillusionieren, aber Anfragen wie Deine bekommt die Akte-Redaktion körbeweise ... und Du beklagst Dich über Dinge, die rechtlich absolut nicht zu beanstanden sind.

Du hast in der Werbung auf Amazon verwiesen, ohne sicher zu sein, dass das Buch dort erhältlch ist?
-> Tough luck - oder: selbst schuld. Amazon ist nicht Dein Erfüllungsgehilfe, sondern ein selbständiger Händler mit Vertragsfreiheit.

Du bist auf die Einnahmen aus dem Schreiben angewiesen?
-> Dein Problem. Via BoD wirst Du nicht reich - und die wenigsten Leute, die es in klassische Verlage geschafft haben, werden mit ihrem Erstling reich oder schreiben ständig Bestseller. Hier ist die Hoffnung wohl etwas mit Dir durchgegangen.

Du glaubst, ohne Amazon besser zurecht zu kommen?
-> Mach' es. Nur weil es zu Beginn ein paar Probleme gibt, heißt es nicht, dass andere Online-Händler immer schneller sind - zumal Amazon wirklich die unangefochtene Nr. 1 ist. Daraus eine Fürsorgepflicht für notleidende Autoren abzuleiten, ist allerdings - freundlich formuliert - nicht von dieser Welt.

Ich verstehe, dass Du wütend bist ... aber Du solltest zunächst auf Dich selbst wütend sein, dass Du mit Aktionen vorgeprescht bist, ohne die Liefersituation sicher zu stellen. Merke: Die größte Fehlerquelle sitzt etwa 60 cm vom Monitor entfernt.

Gitta

Re:

von Gitta (21.12.2012, 17:05)
den Brief möchte ich nicht kommentieren. Aber eines will ich dazu sagen: Wenn man möchte, dass sein Buch als Weihnachtsgeschenk gekauft wird, sollte man den Zeitpunkt der Veröffentlichung besser planen. Es liegt doch auf der Hand, dass Händer (egal ob Buch- oder sonstige Händler) die paar Wochen vor Weihnachten alle Hände voll zu tun haben. Ihnen ist daran gelegen, dass sie ihre Kunden zeitnah beliefern können. Wenn ein Print-on-Demand-Buch 2 Wochen vor Weihnachten das Licht der Welt erblickt, ist es für diese Saison einfach zu spät. Und was kann Amazon dafür? Deren Datenbank wird mit Eingangslieferungen gefüttert, wenn dein Buch nicht dabei ist, liegt es am Demand-Verfahren. Das wäre anders, wenn das Buch schon etliche Wochen vorher bekannt gewesen und gekauft worden wäre. Dann läge es bei Amazon zum Weihnachtsgeschäft auf Lager und den Kunden würde ein "auf Lager" angezeigt werden.

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