Große Preisunterschiede zwischen bod.de und tredition.de?

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Phoenix5
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Große Preisunterschiede zwischen bod.de und tredition.de?

von Phoenix5 (22.12.2012, 06:32)
Liebe Forengemeinde,

ich bin gerade dabei bei bod ein Buch zu veröffentlichen. Heute bin ich auf den On-Demand-Anbieter tredition.de gestoßen und war doch sehr verwirrt als ich dort interessehalber meine Grunddaten für mein Buch in den Kalkulator eingab.

Bei bod.de beträgt der Ladenpreis für mein 672-seitiges Buch 34€. Gebe ich dieselben Daten bei tredition.de ein, wird mir ein Ladenpreis von nur 22,49€ berechnet. Wo ist hier der Haken?

Danke!
LG
Stefan

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Mike Bergemann
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Re:

von Mike Bergemann (22.12.2012, 08:57)
Konkurrenz belebt halt das Geschäft, denke ich ;) Auf jeden Fall werde ich das im Auge behalten, wenn ich im Ende 2013 den zweiten Band von "Söhne und Töchter des Feuers" veröffentliche. Bin zwar soweit zufrieden mit bod, aber 24€ für 392 Seiten Taschenbuch -> das ist schwer zu bewerben.

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Schnitzel
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Re:

von Schnitzel (22.12.2012, 11:36)
Meiner Ansicht nach liegt der Hacken bei der Autorenmarge. Schau dir bei beiden einmal an, was für dich als Autor übrig bleibt. Berechnest Du aber im Vergleich mit gleicher Autorenmarge, dann liegen die Preise dicht beisammen.

Bevor ich mein Buch mit BOD veröffentlicht habe, war ich lange mit mit tredition im Gespräch. In letzter Minute habe ich mich für BOD entschieden, und habe es bisher nicht bereut. Jeder Anbieter hat seine Stärken, und ich denke, man muss für sich selbst entscheiden, wer besser zu einem passt.

Für mich waren es letztlich zwei Dinge, weshalb ich mich für BOD entschieden habe:

1. Die Beratung und Unterstützung war hier wesentlich besser. Die nicht nur freundliche, sondern sehr kompetente Hilfe, machte es mir als Neuling sehr einfach, mein Buch zu veröffentlichen.

2. Mein Buch enthält über 80 Farbbilder auf 30 Seiten. Hier konnte ich diese im RGB Format ganz einfach in die Vorlage einbinden, und auch hier war die Unterstützung und Beratung hervorragend. Bei tredition wurden die Fotos im CMYK Format verlangt, und bis heute hat mir da niemand richtig erklären können, wie es gemacht wird.

Kleinstmengen bei den Eigenexemplaren sind z.B. bei tredition günstiger, ab 25 Stk. gleicht sich das wieder an.

Für mich war es zum Schluss nicht nur der Preis, sondern Das Preis / Leistungsverhältnis, das den Ausschlag gegeben hat.

Aber wie gesagt, da muss jeder entscheiden, welcher Anbieter für sein Vorhaben der bessere Partner ist.
LG
Schnitzel

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hawepe
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Re: Große Preisunterschiede zwischen bod.de und tredition.de

von hawepe (22.12.2012, 12:57)
Hallo Stefan,

Phoenix5 hat geschrieben:
Wo ist hier der Haken?


Nirgendwo :-)

Es kommt eben darauf an, was dir für eine Veröffentlichung wichtig ist. Eine Neuauflage ist bei Tredition im Vergleich zu BoD richtig teuer, ein Probedruck deutlich teurer und ein vorzeitiger Ausstieg aus dem Vertrag überhaupt nicht möglich. Ob du darauf Wert legst, kannst nur du wissen.

Beste Grüße

Heinz

Phoenix5
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Hmmm...

von Phoenix5 (22.12.2012, 15:18)
Naja, also abgesehen von dem Argument, dass ich bei tredition nicht vorzeitig aus dem Vertrag aussteigen kann, sind die Vorteile bei bod ja recht dünn. Was die Autorenmarge betrifft: Bei 34€ Grundkosten kann ich ohnehin so gut wie nichts mehr draufschlagen, damit mein Buch überhaupt noch gekauft wird und es macht für einen Käufer wohl einen Riesen-Unterschied, ob er für ein Buch sagen wir 36€ bezahlt oder 25€.

Danke für die Antworten
LG
Stefan

Nora T.
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Re:

von Nora T. (22.12.2012, 16:41)
Hi,

bin auch noch ein 'Neuling' was Print on Demand angeht und daher auch immer wieder am vergleichen der sich bietenden Möglichkeiten für meine Veröffentlichung.

Durch Deinen Hinweis, habe ich Tredition mit BoD einfach mal verglichen, da ich persönlich mich bereits für BoD entschieden hatte. Aber ein weiterer Vergleich schadet ja nicht ;)

Was mir jetzt auf den ersten Blick auffiel war

Tredition
- hat 'nur' 3 Jahre, statt 5 ... ok
- der Preis für das Hardcover is echt sehr günstig im Vergleich ... hat mich grübeln lassen
- die Marge ist bei Bestellung in deren Shop echt hoch, aber beim Buchhandelverkauf wieder niedrig ... ist verständlich wg. dem Buchhandel ... bei BoD ist die Marge generell niedriger, aber dafür gleichbleibend, egal ob der Verkauf über den Shop oder über den Buchhandel war
- man bekommt jedes Format ohne extra Kosten und ohne weitere laufende Kosten

andererseits
- muß ich, wenn ich 0,00 Euro zahlen möchte, mind. 35 meiner Bücher abnehmen ...
- und bei 149,- Euro brauch ich zwar keine Bücher vorab nehmen, aber da steht bei BoD das Classic für 39,- Euro gegenüber ... aber dafür muß man für jede Ausführung Paperback bzw Hardcover einen eigenen Vertrag abschließen mit eigenen Kosten ...

Ich denke mal, am Ende muß das jeder für sich entscheiden, welcher Weg der besser für einen persönlich ist.


Und wenn ich jetzt meine Projekte mal bei den Beiden vergleiche komm ich mit dem Paperback bei Tredition teurer und hätte weniger Marge. Beim Hardcover jedoch wäre Tredition günstiger und die Marge wäre höher, allerdings fehlt mir bei Tredition die Möglichkeit ein Vorabexemplar ganz ohne Verpflichtung zu bekommen.

Bei BoD hab ich Fun und kann erstmal die Qualität an sich prüfen und noch damit herumbasteln, wenn etwas unstimmig ist, bei Tredition habe ich nichts vergleichbares gefunden und das bedeutet für mich, wenn ich mich für den Verlag entscheide müsste ich das sofort mit ISBN vertreiben und hab auch gleich den 3 Jahres Vertrag. Also keine Option des privaten Druckes. Falls es so etwas doch gibt, habe ich es auf die Schnelle nicht gefunden.


Bei BoD hab ich bisher gute Erfahrung mit dem Service per Telefon gemacht und auch wenn ich immer wieder am hin- und herüberlegen bin, denk ich für mich bleibt für mich BoD die bessere Wahl im Bezug Preis und Leistung.

Jeder Verlag hat seine Vor- und seine Nachteile und wie oben schon erwähnt, muss man das für sich selbst entscheiden.
Einfach immer alles gut abwägen und dann zum Bauchgefühl übergehen.


Ich wünsch Dir viel Erfolg :)

Gruß
Nora

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Isautor
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Re:

von Isautor (22.12.2012, 16:46)
Ich sag mal so:

Taschenbuch, 672 Seiten, ohne Bilder, Create Space

Verkaufspreis ca. 17,50- 18,00 €
Marge: 1,80 - 2,15 €

Kündigung: jederzeit
Neuauflage: Kostenfrei
Seid gegrüßt,

Isautor

Eines Tages ich Profi sein.
Status: Heftchenromanschreiberin im Nebenberuf.

Phoenix5
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Re:

von Phoenix5 (23.12.2012, 00:33)
Nora T. hat geschrieben:
Hi,

Was mir jetzt auf den ersten Blick auffiel war

Tredition
- hat 'nur' 3 Jahre, statt 5 ... ok
- der Preis für das Hardcover is echt sehr günstig im Vergleich ... hat mich grübeln lassen
- die Marge ist bei Bestellung in deren Shop echt hoch, aber beim Buchhandelverkauf wieder niedrig ... ist verständlich wg. dem Buchhandel ... bei BoD ist die Marge generell niedriger, aber dafür gleichbleibend, egal ob der Verkauf über den Shop oder über den Buchhandel war
- man bekommt jedes Format ohne extra Kosten und ohne weitere laufende Kosten

andererseits
- muß ich, wenn ich 0,00 Euro zahlen möchte, mind. 35 meiner Bücher abnehmen ...
- und bei 149,- Euro brauch ich zwar keine Bücher vorab nehmen, aber da steht bei BoD das Classic für 39,- Euro gegenüber ... aber dafür muß man für jede Ausführung Paperback bzw Hardcover einen eigenen Vertrag abschließen mit eigenen Kosten ...

Ich denke mal, am Ende muß das jeder für sich entscheiden, welcher Weg der besser für einen persönlich ist.


Tut mir leid Nora, aber ich verstehe deine Argumente nicht. Die Grundkosten für mein Buch betragen bei bod 34€, bei tredition 22,5€. 11,5€ Unterschied für einen potentiellen Käufer sind mit keinen hier aufgelisteten angeblichen Vorteilen von bod aufzuwiegen. Wenn ich für mein Buch bei bod 36,90€ verlange, bekomme ich eine Marge von 1,5€.
Würde ich bei tredition 36,90 verlangen, würde ich im Buchhandel 6,05€ Marge bekommen! Oder umgekehrt formuliert: Ich bekomme bei tredition bereits eine Marge von 1,5€, wenn ich nur 26€ verlange.
Und ob ich bei tredition nun 149€ einmalig zahle, statt 49€ bei bod, macht das Kraut ja wohl nicht mehr fett. Kundenbetreuung und Co sind ebenfalls keine Argumente, wenn dann mein Buch auf amazon so teuer ist, dass es niemand kauft.


Ich kann die Preispolitik nicht nachvollziehen, noch dazu, da tredition ja bei bod.de drucken lässt. Wo also kommen die Mehrkosten bei bod.de her?

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (23.12.2012, 11:22)
Phoenix5 hat geschrieben:
Die Grundkosten für mein Buch betragen bei bod 34€, bei tredition 22,5€. 11,5€ Unterschied für einen potentiellen Käufer sind mit keinen hier aufgelisteten angeblichen Vorteilen von bod aufzuwiegen. Wenn ich für mein Buch bei bod 36,90€ verlange, bekomme ich eine Marge von 1,5€.
Würde ich bei tredition 36,90 verlangen, würde ich im Buchhandel 6,05€ Marge bekommen! Oder umgekehrt formuliert: Ich bekomme bei tredition bereits eine Marge von 1,5€, wenn ich nur 26€ verlange.
Und ob ich bei tredition nun 149€ einmalig zahle, statt 49€ bei bod, macht das Kraut ja wohl nicht mehr fett. Kundenbetreuung und Co sind ebenfalls keine Argumente, wenn dann mein Buch auf amazon so teuer ist, dass es niemand kauft.


Wenn die puren Zahlen das wichtigste Argument für dich sind, warum diskutierst du dann? Schließ den Vertrag mit Tredition und gut ist's.

Beide Unternehmen werden zur Preisberechnung bestimmte Algorithmen benutzen, vermutlich bestehend aus einem Sockelbetrag und einem Pro-Seiten-Betrag. Warum diese Berechnungswege unterschiedlich sind, ist doch völlig egal - ganz besonders, wenn einem nur der Endpreis interessiert. Wenn ich ein Produkt bei A für 35 Euro und bei B für 22 Euro bekomme und weitere Leistungen mich nicht interessieren, dann gibt es eigentlich keine Diskussion.

Just do it! Mach es einfach! cheezygrin

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hawepe
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Re:

von hawepe (23.12.2012, 11:44)
Hallo Siegfried,

Siegfried hat geschrieben:
Wenn die puren Zahlen das wichtigste Argument für dich sind, warum diskutierst du dann?


Weil 90 Prozent der Fragen im Autorenpool Fake-Fragen sind?

Beste Grüße

Heinz

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (23.12.2012, 11:54)
hawepe hat geschrieben:
Weil 90 Prozent der Fragen im Autorenpool Fake-Fragen sind?


Ah ... ein Maulwurf? cheezygrin

Oder nennt man das "Aktivist"? angle:

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guenther klein
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von guenther klein (23.12.2012, 12:35)
einen Verlag hat man ganz vergessen: epubli. Kosten für isbn ca 20 Euro jedes Jahr. Sonst keine weiteren Kosten. Kein Vertrag mit langen Laufzeiten. Kündbar innnerhalb 10-14 Tagen. Beim Preisrechner erfährt man, wie hoch die Kosten sindl. Darauf schlägt man seinen eigenen Gewinn - fertig. Was will man eigentlich noch mehr. Außerdem ist die Druckqualität allererste Sahne.

Grüße Euch

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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (23.12.2012, 13:18)
Man muß da im Einzelfall ein wenig schauen. Tredition wirbt ja damit, daß man für 9.99 Euro ein Buch mit 200 Seiten veröffentlichen kann, was bei BoD und epubli nicht gehe. Stimmt schon, aber die Marge ist dann auch nur 9 Cent pro Buch.

Auf der anderen Seite kann man bei BoD ein Buch mit 100 Seiten für 6.99 Euro veröffentlichen mit einer Marge von 0.99 Euro pro Buch, was wiederum bei Tredition (und Epubli ebenfalls) nicht geht. Tredition hat den Vergleich schon so gewählt, daß das Schlagwort positiv ausfällt, bei genauem Hinsehen aber stellt man fest, daß nicht alles Gold ist was glänzt.

Und anbei: Ich habe mir letztens ein Sachbuch gekauft, daß auch für 223 Seiten 14.99 Euro gekostet hat (Rudolf Hickel: Zerschlagt die Banken). Würde man dies mit dieser Seitenzahl bei BoD veröffentlichen, verdiente man 1.89 Euro pro Buch. Auch nicht schlecht. So weit sind wir hier von den »normalen« Verlagen auch nicht entfernt.

holz
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Re:

von holz (23.12.2012, 13:48)
Richard Bercanay hat geschrieben:
Und anbei: Ich habe mir letztens ein Sachbuch gekauft, daß auch für 223 Seiten 14.99 Euro gekostet hat (Rudolf Hickel: Zerschlagt die Banken). Würde man dies mit dieser Seitenzahl bei BoD veröffentlichen, verdiente man 1.89 Euro pro Buch. Auch nicht schlecht. So weit sind wir hier von den »normalen« Verlagen auch nicht entfernt.


Der Hickel war aber Hardcover.

Sasu
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Re:

von Sasu (23.12.2012, 14:48)
Ja ja, das leidige Thema. Ist auch bei mir zu Hause lange ein Streitthema gewesen. :? Zwei Schriftsteller unter einem Dach: zwei Meinungen!
Ich vergleiche jedes Mal neu, bevor ich meine Bücher veröffentliche.
Bei Paperback und reinem Text erscheint mir der Grundpreis von tredition nicht schlecht. Hier weiß ich aber auch, dass sie die ebooks tlw. miserabel aufbereiten. Man muss sich sicher sein, dass man keine Fehler macht, eine Zweitauflage war ärgerlich teuer dort! Und wer bestellt schon seine Bücher bei tredition direkt, damit ich eine höhere Marge erhalte? Höchstens Schriftstellerkollegen.

Bei meinem Hardcover-Bildband hätte ich beim gleichen Ladenpreis bei Tredition 20 Prozent weniger verdient.
Hinzu kam die kürzere Laufzeit von nur 3 Jahren und ein höherer Grundpreis für die Veröffentlichung.
Bei tredition hätte ich mein Buch von einem Grafiker fertig gestalten lassen müssen. Bod hat Werkzeuge, mit denen ich als „Laie“ die Seiten direkt online bei ihnen gestalten kann. Ganz einfach war das zwar nicht und auch die Hilfe per Mail etwas dürftig, aber es hat per Telefon dann geklappt.
Kommt wahrscheinlich auf das Produkt an, was man veröffentlichen möchte.
Also jedes Mal neu schauen und sich neu entscheiden, würde ich vorschlagen.
Gruß Silke

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