Zu blutrünstig?

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ralf schmelow
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Zu blutrünstig?

von ralf schmelow (07.01.2013, 11:08)
Hallo Forengemeinde,

Nachdem ich jetzt den Umschlag für das dritte Buch meiner „Wesselsiel-Reihe“ fertig gestaltet habe, stellt sich mir die Frage, ob ich damit nicht doch etwas daneben liege.
Deshalb möchte ich euch bitten, ganz spontan nach dem ersten Blick aufs Cover mal zu sagen, ob ihr gefühlsmäßig eher Richtung „bäh! Ist ja ekelig“ oder eher zu einem Schmunzler tendiert.

Vielleicht noch als Hintergrundwissen: Die Geschichten spielen in einem kleinen Dorf an der Nordseeküste von Schleswig-Holstein und sie sind lustig und voller schräger Typen.

Vielen Dank schon mal für euer kurzes „Gefühlsstatement“.
Zuletzt geändert von ralf schmelow am 20.01.2013, 14:47, insgesamt 1-mal geändert.

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Isautor
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Re:

von Isautor (07.01.2013, 11:26)
Mit dem Bild hätte ich kein Problem, aber den Titel kann man so quer kaum lesen.
Seid gegrüßt,

Isautor

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Stoff
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Re:

von Stoff (07.01.2013, 11:38)
Außerdem würde ich die Autorenangabe nicht rot auf rot machen. Vielleicht das Hellblau von der Hose ausprobieren?

Die Grafik ist gut und wirkt auf mich nicht zu blutrünstig. Selbst gemacht? Erinnert mich an den Lucky Luke Zeichenstil.
Mehr Stoff vom Stoff gibts auf http://www.stoffworks.com
"Wenn wir einen Menschen hassen, so hassen wir in seinem Bilde etwas, was in uns selber sitzt. Was nicht in uns selber ist, das regt uns nicht auf." (Hermann Hesse: Demian)

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ralf schmelow
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Re:

von ralf schmelow (07.01.2013, 11:48)
Am Layout ist nichts grundlegendes mehr zu ändern, weil es ja in die schon bestehende Reihe passen soll. ( siehe Anhang )Im Probedruck gibt es auch kein "Kontrastproblem."

Die eventuell schlechte Lesbarkeit des Titels liegt vielleicht auch ein bisschen an dem Wort selber, oder?

Und ja, die Zeichnungen sind selbstgemacht.
Zuletzt geändert von ralf schmelow am 20.01.2013, 14:47, insgesamt 1-mal geändert.

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Isautor
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Re:

von Isautor (07.01.2013, 12:24)
Die Titel der anderen Bücher empfinde ich ebenfalls als schwer leserlich.
Seid gegrüßt,



Isautor



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Monika K.
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Re:

von Monika K. (07.01.2013, 19:47)
Zu blutrünstig finde ich das Cover auf keinen Fall. Mir gefällt die Zeichnung sehr gut. thumbbup

Den Titel hochkant zu stellen, halte ich für mutig, aber mich machte das auch neugierig. Den Untertitel und den Autorennamen hätte ich jedoch auf herkömmliche Weise angeordnet. Aber da es sich um den dritten Band handelt und diesbezüglich schon alles entschieden ist, ist meine Meinung dazu eigentlich überflüssig.

Ich wünsche dir viel Erfolg!

Gruß, Monika
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ricochet
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Re:

von ricochet (07.01.2013, 21:09)
Die Zeichnung ist witzig, die Einwände betreffend Autorenangabe kann ich nur bestärken. Der Text sollte nicht links- sondern rechtsbündig gesetzt sein.


rico
PS: Einen Fehler zu wiederholen macht ihn nicht besser.
Texte mit Pfiff.

Lennet

Re:

von Lennet (08.01.2013, 02:22)
Die Illustrationen sind klasse und die Texte sind nur schwer lesbar - ich rate auch, das zu korrigieren. Insgesamt sind die Cover aber wirklich gut gelungen und echte Eyecatcher! thumbbup

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ralf schmelow
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Re:

von ralf schmelow (08.01.2013, 11:03)
Vielen Dank für eure Einschätzung zur „Blutrünstigkeit“, das hat mir geholfen.

Die Kritik an der Textgestaltung kann ich nachvollziehen, es gab aber eine ganze Reihe Gründe, diese Nachteile in Kauf zu nehmen und sie genau so zu machen, wie sie ist.
Vermutlich könnte ich jetzt seitenlang darüber referieren, das will ich euch aber nicht antun!
Trotzdem, vielleicht als Denkanstoß eurer zukünftigen Umschlagsgestaltungen, hier einmal die wichtigsten Punkte meiner Beweggründe:

Die Bücher liegen auf dem Präsentationstisch der Buchhandlung meiner Gemeinde, und sie stechen dort heraus, wie ein schwarzes Schaf aus einer Herde weißer Artgenossen. Der Grund dafür ist in erster Linie der um 90° gedrehte Buchtitel. Er wirkt wie ein Stolperstein fürs Auge, an dem der Kunde hängen bleibt, um sich dann zu bemühen, ihn zu lesen.
Der Autorenname und der Subtitel haben nur eine sekundäre Funktion, treten deshalb gestalterisch weit in den Hintergrund und unterstützen so die Fokussierung auf den Buchtitel.
Der Subtitel dient nur dem bereits kaufwilligen Kunden zu Orientierung in der Reihenfolge der einzelnen Bände. Der Autorenname interessiert (leider) noch lange nicht, zumindest so lange noch nicht, wie ihm das Gewicht eines Brown, Haas oder Falk fehlt.

Vorwiegend werden die Bücher aber über das Internet präsentiert. Dort wird immer neben dem Umschlagsbild der Buchtitel und Autor genannt. Deshalb ist es wichtig, hier eine prägende Gestaltungsform mit Eyecatcher und Erinnerungswert des Covers zu zeigen, wobei der Text inhaltlich weniger wiegt, als dessen Gestaltungsmerkmal.

Ricochet merkte an, den Text besser rechtsbündig zu setzen. Meine Gründe, ihn auf die linke Seite zu stellen, sind folgende:
Kippt eine Überschrift um 90°, befindet sie sich links, von unten nach oben lesbar. Befindet sie sich am rechten Rand, ist es eine „Unterschrift“.
Ziehe ich ein Buch aus dem Regal, so wird zunächst die linke Frontansicht erkennbar.
Präsentiere ich Bücher wie Zeitschriften (solche Regale gibt es durchaus in Buchhandlungen), ist immer die linke Front sichtbar. Das gilt auch für Rondelpräsenter.
Wir lesen von links nach rechts, deshalb sucht das Auge immer den Anfang von Dingen auf der linken Seite.

Wie gesagt: Ich könnte vermutlich noch Seitenlang referieren.
Vielleicht gibt dieser Threat ja den Anstoß für eine ausgiebige Diskussion über Covergestaltung. Ohne Überheblich wirken zu wollen: Einige Bücher hätten schon ein wenig mehr Nachdenken über den Umschlag nötig, oder?

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Diana Lehmpfuhl
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Re:

von Diana Lehmpfuhl (08.01.2013, 12:08)
Also ich finde es gut. Außergewöhnlich und hat was. Sticht gleich ins Auge.
Weiter so thumbbup .

Wie war das....mit ALSO fängt man nie einen Satz an :D

LG, Diana

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ricochet
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Re:

von ricochet (08.01.2013, 13:12)
ralf schmelow hat geschrieben:
Vielleicht gibt dieser Threat ja den Anstoß für eine ausgiebige Diskussion über Covergestaltung. Ohne Überheblich wirken zu wollen: Einige Bücher hätten schon ein wenig mehr Nachdenken über den Umschlag nötig, oder?


Okay, mach einen Fred auf.
Zu deinen Überlegungen: Der Autorenname in schwarz - das wär's gewesen. So wird er zusammen mit dem Untertitel, der nach deiner Aussage ohnehin nicht wichtig ist, wahrgenommen - und geht mit diesem unter. Wie soll sich dein Name unter diesen Umständen dem Leser einprägen? Denk doch an den Wiedererkennungswert.

LG


rico
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Monika K.
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Re:

von Monika K. (08.01.2013, 13:24)
ralf schmelow hat geschrieben:
Die Bücher liegen auf dem Präsentationstisch der Buchhandlung meiner Gemeinde, und sie stechen dort heraus, wie ein schwarzes Schaf aus einer Herde weißer Artgenossen. Der Grund dafür ist in erster Linie der um 90° gedrehte Buchtitel. Er wirkt wie ein Stolperstein fürs Auge, an dem der Kunde hängen bleibt, um sich dann zu bemühen, ihn zu lesen.

Das kann ich bestätigen. Diesen Effekt konnte ich bei mir beobachten, als ich deine Cover sah. cheezygrin

ralf schmelow hat geschrieben:
Vielleicht gibt dieser Threat ja den Anstoß für eine ausgiebige Diskussion über Covergestaltung. Ohne Überheblich wirken zu wollen: Einige Bücher hätten schon ein wenig mehr Nachdenken über den Umschlag nötig, oder?


Ich finde, das Thema kommt hier im Forum tatsächlich etwas zu kurz. Meistens werden nur die Vor- und Nachteile der Bildbearbeitungsprogramme diskutiert, aber das beste Handwerkszeug und ausführliche Kenntnisse über seine Verwendung helfen nichts, wenn man kein Gefühl für Proportionen und Farben hat.
Es wäre für mich sehr interessant zu hören, wie man mit einfachen Mitteln und ohne besondere künstlerische Begabung ein ansprechendes Cover gestalten kann.

Auf meine Cover bin ich nicht wirklich stolz. cheezygrin

Bei der Thisbe verwendete ich eine Covervorlage von BoD, weil ich dem Buch einen Tagebuch-Touch verleihen wollte. Das ist mir leider zu gut gelungen, denn oberflächliche Zeitgenossen halten diese bitterböse Satire noch immer für ein Tagebuch - und mich für eine Hausfrau und Mutter von sechs Kindern. Der Schuss ging eindeutig nach hinten los. cheezygrin

Bei den Limericks verwendete ich ein selbst aufgenommenes Foto. Das Motiv passt eigentlich ganz gut zum Thema, aber leider ist es sehr dunkel. Ich stand also vor der Wahl: Entweder gestalte ich das ganze Cover dunkel und spreche damit sicherlich nicht jeden an. Oder ich verwende für die Schrift ein paar ansprechende Knallfarben. Die hätten dann aber optisch vom Foto abgelenkt. Deshalb entschied ich mich für "Tristesse".

edit: Ich sehe gerade Ricos Vorschlag, einen neuen Thread zu starten. Ich kopiere meinen Beitrag dann einfach dorthin. Also antwortet bitte nicht hier.
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ralf schmelow
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Re:

von ralf schmelow (08.01.2013, 13:33)
Wir können gerne diesen Thread hier nutzen.

Mir ging es zunächst um das Abwägen von primären Zielen.
Der Autorenname alleine bringt nicht viel, wenn er sich „Inhaltslos“ einprägt.
Zunächst muss das „Werk“ seinen Weg in den Kopf des Lesers finden, dann erst verbindet sich damit auch der Name des Verfassers. (Das kehrt sich später mit viel Glück um, aber so weit bin ich noch lange nicht.)
Von daher ist es, wie bereits geschrieben, ein sekundäres Ziel bei der Umschlagsgestaltung für mich gewesen, der Leserschaft meinen Namen näher zu bringen.
Viel wichtiger ist es, den Wiedererkennungswert der Buchreihe als Buchreihe zu erreichen.

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hawepe
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Re:

von hawepe (10.01.2013, 08:02)
Hallo Monika,

Monika K. hat geschrieben:
Ich finde, das Thema kommt hier im Forum tatsächlich etwas zu kurz. Meistens werden nur die Vor- und Nachteile der Bildbearbeitungsprogramme diskutiert, aber das beste Handwerkszeug und ausführliche Kenntnisse über seine Verwendung helfen nichts, wenn man kein Gefühl für Proportionen und Farben hat.
Es wäre für mich sehr interessant zu hören, wie man mit einfachen Mitteln und ohne besondere künstlerische Begabung ein ansprechendes Cover gestalten kann.


Diskussionen über Buchcover gab es hier schon einige, bloß liefen sie ähnlich wie die meisten Textdiskussionen ab.

Ich sehe gerade Ricos Vorschlag, einen neuen Thread zu starten. Ich kopiere meinen Beitrag dann einfach dorthin. Also antwortet bitte nicht hier.


Leider hat das Weiterführen einer Diskussion in einem anderen Thread bislang selten geklappt, weil das Interesse in der Regel eben doch sehr viel geringer als gerne erhofft ist.

Beste Grüße

Heinz

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (10.01.2013, 15:04)
Hallo Heinz,

wenn ich nichts übersehen habe, drehen sich die meisten Diskussionen aber immer um ein bestimmtes, gerade vorliegendes Cover, das ausführlich begutachtet wird. Ich habe das immer mit Interesse verfolgt, denn daraus kann man sehr viel lernen. Ein unabhängiger Thread, in dem allgemeine Tipps zum Thema gesammelt werden, hätte mich deshalb sehr interessiert. Aber die jetzige Entwicklung überrascht mich auch nicht wirklich. zwinker:: Ich werd's verkraften. Und wenn ich in ein paar Monaten Tipps für ein Cover brauche, kann ich ja jederzeit einen Thread starten - hier oder auf Facebook.

Beste Grüße,
Monika
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