BoD Lektorat und Korrektur und Bod Profi

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resalp
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BoD Lektorat und Korrektur und Bod Profi

von resalp (02.11.2007, 11:28)
Hallo!
Eine Frage: Hat jemand Erfahrung mit BoD "Lektorat und Korrektur?" (ist sehr teuer) und BoD Profi. Ich habe Offerten von BoD und weiss nicht so recht weiter. Ich habe aber auch ein Angeot für meinen Krimi von einem kleinen Schweizer Verlag. Dort soll es mich alles inbegriffen, mit Lektorat und erstem Druck von 100 Exemplaren etwa 3000.- Schweizerfranken kosten, mit der Versicherung, dass beim Verkauf von ca 120 Exemplaren die Kosten gedeckt seien? Ich bin aber da skeptisch.
Für Ratschläge bin ich sehr dankbar.
Ein älterer Schreiberling aus der Schweiz
Kurt Blaser
NB. Mit meinem Erstling bei Bod war ich eigentlich recht zufrieden. Aber jetzt haben die Angeote etwas geändert.
Bücher, Kurzgeschichten, Gedichte und Fotos. Meine letztes Buch "Das sechste Zeichen", ein etwas anderer Krimi ohne viel Blut, aber trotzdem nicht minder spannend.
auch http://www.kurt-blaser.magix.net/website/

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Judith
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Re:

von Judith (02.11.2007, 12:04)
Hallo resalp,

ich würde beide Versionen ablehnen, wobei ich das BoD-Lektorat nicht aus persönlicher Erfahrung kenne. Vielleicht findest du jemanden, der deinen Krimi Korrektur liest, z.B. im Bekanntenkreis oder hier im Forum. Ansonsten hatten wir hier mal eine Diskussion um einen BoD-Verlag, der sehr günstig Korrektur und Lektorat anbot, falls ich den Link finde, setze ich ihn dir rein.

Grüßle,
Judith

EDIT: Schau mal diesen Thread, die Verlagswebsite ist http://www.rediroma-verlag.de/
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

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PvO
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Re:

von PvO (02.11.2007, 14:36)
Vorweg: Korrektorat und Lektorat ist ein großer Unterschied. Ich gehe mal davon aus, dass das bekannt ist. Lektorat, ist meines Erachtens - neben den Verkaufspreis - die Schwachstelle von BOD. Meine Erfahrung besagt: nach einem Lektorat ist ein Mehrfachkorrektorat unbedingt angeraten. So machen es auch die großen Verlage. Ein intensives Lektorat und ein anschließendes Mehrfachkorrektorat können sich kleine Verlage personell nicht leisten. Fazit: das Buch enthält noch diverse logische und einige Flüchtigkeitsfehler (Tippfehler). Ein privates (gekauftes) Lektorat bringt bestenfalls ein stilistisch gutes Manuskript. Vor dem Tippfehlerteufel ist man dennoch nicht geschützt. Ich wage zu behaupten, dass ein Einzelner nicht in der Lage ist, ein fehlerfreies Textdokument in Buchvormat hinzubekommen. Ich rede da von ca 150 Normseiten. Ich hab das alles durch und wollte, ich könnte es ändern. Wie ist es richtig? Lektorat, zurück zum Autor, der segnet das ab, Zurück in den Verlag, ein zweifach Korrektorat und dann ins Schlusslektorat. So machen es die großen Verlage und dann kann man davon ausgehen, dass man ein Fehlerfreies Manuskript hat.
3.000 Franken ist nicht wenig, ich würde da sehr genau überlegen.

TD
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Ein Preisvergleich lohnt

von TD (02.11.2007, 14:50)
Ich habe mich kürzlich auch mit dem Thema Lektorat beschäftigt. Bei Google findet man unter diesem Stichwort zahlreiche Anbieter. Ich habe mir deren Internetseiten angeschaut (Schwerpunkte, Arbeitsweise, Referenzen) und einige ausgewählt, die mir zugesagt haben. Diese habe ich dann per Mail um ein Angebot gebeten und gleich 2 Musterseiten mitgeschickt (damit die Lektoren prüfen können welche Qualität der Text hat und wie viel Arbeit damit verbunden ist). Innerhalb von 2 Tagen hatte ich dann eine Hand voll Angebote. Einige bieten auch ein Probelektorat an, dann kann man sich selbst von der Leistung überzeugen. Ich kann diesen Preis- und Leistungsvergleich nur empfehlen.

Viele Grüße in die Schweiz

Tobias

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PvO
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Re:

von PvO (02.11.2007, 15:17)
Tobias, deine Vorgehensweise ist absolut korrekt. Genau so hab ich es auch gemacht. Ich bekam 10 Normseiten kostenlos als Probe und war begeistert. Ich schloss mit dem Herren einen Vertrag und zahlte ca 2-3 DM pro Seite. Stilistisch hat der Mann auch gute Arbeit geleistet - keine Frage, aber das Manuskript hatte nach dem Lektorat noch zahlreiche Tippfehler. Der gute Mann hat z.B. Bäcker (der, der Brot backt) mit e geschrieben, also Becker.
Freunde, haltet euch mal folgerndes vor Augen: einen Brief, sagen wir ein bis zwei Seiten, bekomme ich fehlerfrei hin. Bei 10 Seiten sieht das schon anders aus, da kann man schon mal den einen oder anderen Fehler übersehen. Wir reden hier aber von 100 - 150 Seiten. Ich habe mit einen Kollegen gesprochen, der Germanistik studierte. Er war der Meinung, er könne sein eigenes Manuskript korrigieren. Weit gefehlt, er hatte Dutzende Fehler übersehen. Gut beraten ist jener, der ein Lektorat und ein anschließendes Mehrfachkorrektorat organisiert

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hawepe
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Re:

von hawepe (02.11.2007, 16:36)
Hallo,

PvO hat geschrieben:
Ich schloss mit dem Herren einen Vertrag und zahlte ca 2-3 DM pro Seite. Stilistisch hat der Mann auch gute Arbeit geleistet - keine Frage, aber das Manuskript hatte nach dem Lektorat noch zahlreiche Tippfehler.


Ich habe am letzten Wochenende einen 12seitigen Prosatext lektoriert und korrigiert. Das waeren 24 bis 36 Euro gewesen.

Ernsthaft einen Stundensatz ausrechnen moechte ich mir da nicht.

Und trotzdem duerfte man als Book-on-Demand-Autor ziemlich schlucken, denn selbst ein kleiner Verdienst rueckt damit erst einmal in die Ferne.

Wirklich gute Leute sind fuer 2 bis 3 Euro/Seite nicht zu bekommen. Mir waere eine Kontrolle auf inhaltliche Maengel z.B. wichtiger als eine Rechtschreibkontrolle. Dummerweise ist das die teurere :-(

Beste Gruesse,

Heinz.

matthiasgerschwitz

Re:

von matthiasgerschwitz (02.11.2007, 17:09)
hawepe hat geschrieben:
Wirklich gute Leute sind fuer 2 bis 3 Euro/Seite nicht zu bekommen.


"Gut" bzw. "wirklich gut" ist natürlich auch immer eine Frage des Anspruchs bzw. des Selbstverständnisses. Ich habe schon erlebt, das Lektoren Vorschläge unterbreitet haben, die der Autor als persönlichen Affront betrachtet hat, obwohl sie - sachlich gesehen - durchaus berechtigt waren.

Ich kenne eine Journalistin, die Lektorat im o.g. Rahme anbietet. Bisher ist sie spezialisiert auf Fachbücher im Medienbereich (Film, Filmrecht, Programmplanung, Programminhalte, Filmgenres etc.), was aber nicht heißt, dass sie andere Projekte ablehnen würde. Sie hätte auch mein Buch lektoriert, wenn ich ihr das angeboten hätte... aber ich war schon anderweitig "verbandelt".

Bei Interesse einfach Bescheid sagen - ich kann gerne einen unverbindlichen ersten Kontakt herstellen. Fragen kostet ja bekanntlich nix - außer Überwindung...

Beste Grüße
Matthias

TD
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Preise

von TD (02.11.2007, 17:22)
Bei meiner Angebotsumfrage kamen Preise zwischen 1,60 € und 6,00 € je Seite (1.800 Zeichen mit Leerzeichen) heraus.

Franz W. Bauer

Meine Erfahrungen

von Franz W. Bauer (02.11.2007, 20:30)
Ich habe lange überlegt, ob ich meine Erfahrungen jetzt hier beschreiben soll - aber warum denn nicht?

Für mein bislang erstes und einziges Büchlein, herausgebracht über BoD Norderstedt, brauchte ich weder ein Lektorat, noch ein Korrektorat, sondern bloß 4 intelligente Menschen (Frau, Tochter, Schwester, Schwager), die alle sehr gut Deutsch beherrschen und sich freuten, meinen Text aufmerksam durchzulesen und mir ihr Feedback zu geben. Alle bekamen je eine Mappe mit dem Text, ausgedruckt aus Word und machten sich gern und mit Interesse an die Arbeit.

ALLE 4 fanden am allerwenigsten identische Fehler - sie fanden pro Person ihre speziellen Fehler - und mit Hilfe meiner eigenen Betriebsblindheit und mehrmaligem Durchlaufen durch das Rechtschreibprogramm haben wir - hoffentlich - alle Fehler ausgemerzt und so manchen unglücklich formulierten oder schwer verständlichen Satz zurechtgerückt.

Ich würde mal sehr gern einem Autor, einer Autorin für ihr/sein Manuskript auf diese Weise mein Feedback geben - ich denke, eine finanzielle Gegenleistung wäre auszuhandeln. Bloß: Ich bin nur EINER - und wenn ich mir meine Erfahrungen so ansehe, dann wäre das vielleicht nicht genug, um wirklich sicher zu gehen, dass das Manuskript nach der wohl gewissenhaften und genauen, aber doch - hm - garantiefreien Durchsicht echt fehlerfrei wäre. - Aber vielleicht findet sich ein anderer Onkel oder eine Schwiegermutter ... :?

Ich würde für ein Lektorat keinen Euro ausgeben (wohl aber annehmen :lol: ), so lang es Freunde, Freundinnen und Verwandte gibt, die sich aus Interesse an meiner Person und an meinem Werk gern darüberstürzen, mir zu helfen.

Langer Rede kurzer Sinn: Lektoren und Lektorinnen sind "auch nur Menschen", und Deutsch können andere auch. Übrigens sehr empfehlenswert die Bücher von Wolf Schneider!

Freundliche Grüße an alle aus Wien
Franz

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hawepe
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Re:

von hawepe (02.11.2007, 21:50)
Hallo Matthias,

matthiasgerschwitz hat geschrieben:
"Gut" bzw. "wirklich gut" ist natürlich auch immer eine Frage des Anspruchs bzw. des Selbstverständnisses.


Natuerlich muessten wir jetzt zu klaeren versuchen, was einen guten Lektor auszeichnet.

Ich durfte im vergangenen Jahr ein Sachbuch mit rund 60 Briefen setzen, die von verschiedenen Lektoren bearbeitet worden waren. Es lagen Welten zwischen den Bearbeitungen.

Ich habe schon erlebt, das Lektoren Vorschläge unterbreitet haben, die der Autor als persönlichen Affront betrachtet hat, obwohl sie - sachlich gesehen - durchaus berechtigt waren.


Das ist natuerlich auch ein wichtiger Punkt. Wenn zwischen Autor und Lektor die Chemie nicht stimmt, hilft die beste Qualifikation des Lektors nichts.

Beste Gruesse,

Heinz.

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hawepe
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Re: Meine Erfahrungen

von hawepe (02.11.2007, 22:01)
Hallo Franz,

Franz W. Bauer hat geschrieben:
Für mein bislang erstes und einziges Büchlein, herausgebracht über BoD Norderstedt, brauchte ich weder ein Lektorat, noch ein Korrektorat, sondern bloß 4 intelligente Menschen (Frau, Tochter, Schwester, Schwager), die alle sehr gut Deutsch beherrschen und sich freuten, meinen Text aufmerksam durchzulesen und mir ihr Feedback zu geben.


Das ist vermutlich der Weg, wie ihn die meisten Book-on-Demand-Autoren gehen. Bloss Freunde und Verwandte zu finden, die Zeit und Lust dazu haben und die deutsche Sprache wirklich gut beherrschen - das ist nicht so einfach. Hauptmanko ist nach meinen Erfahrungen meistens die Zeichensetzung.

Ich würde mal sehr gern einem Autor, einer Autorin für ihr/sein Manuskript auf diese Weise mein Feedback geben - ich denke, eine finanzielle Gegenleistung wäre auszuhandeln. [...]
Ich würde für ein Lektorat keinen Euro ausgeben (wohl aber annehmen :lol: ),


So denken verstaendlicherweise die meisten Autoren. Ich mag fuer ein Lektorat/Korrektorat auch kein Geld ausgeben, aber nehme natuerlich gerne entsprechende Auftraege an :-)

Beste Gruesse,

Heinz.

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Dalma Lee
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Re:

von Dalma Lee (03.11.2007, 01:14)
Eine andere günstige Alternative f. Rechtschreibung etc. (aber keine Ahnung ob es wirklich nützlich ist, da ich es selbst nicht probiert habe) ist die Duden-Software.

hwg
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Re:

von hwg (03.11.2007, 07:55)
Wieviele Druckfahnen ich korrekturgelesen habe, weiß ich nicht mehr.
Ich war damals einer von fünf Korrektoren für jeweils das selbe Manuskript. Und jeder von uns hat den einen oder anderen Schreib- oder Druckfehler entdeckt, den der Kollege übersehen hat. Zudem hat es zwischen uns immer wieder heftige Diskussion bezüglich der Zeichensetzung gegeben.

Oft habe ich auch das zu korrigierende Manuskript lektoriert, allerdings allein - und dabei stets das Einverständnis mit dem Autor gesucht und gefunden.

Zwischen Lektorat und Korrektur besteht ein großer Unterschied! Während ersteres hauptsächlich auf das Stilempfinden angewiesen ist, gibt es für zweiteres jede Menge an Regeln (die sich
inzwischen ja mehrfach geändert haben).

Für nicht professionelle Korrektoren ist es notwendig, die international gebräuchlichen Korrekturzeichen zu beherrschen, ansonsten werden die Setzer in der Druckerei in den Wahnsinn getrieben :lol: .

Bei BoD-Autoren fällt Letzteres allerdings weg, denn sie legen ja die komplette, selber angefertigte Druckversion vor. Die PC-eigene "Sprachpolizei" mag ja hilfreich sein, doch sie ist oft "hilflos".

Deshalb sind Wörterbuch, Synonymelexikon und dergleichen trotz aller technischen Möglichkeiten - aus meiner Sicht jedenfalls - unerlässlich.

Trotzdem, oder gerade deswegen - viel Schreibfreude! thumbbup
Zuletzt geändert von hwg am 03.11.2007, 13:46, insgesamt 1-mal geändert.

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ChrisK
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Re:

von ChrisK (03.11.2007, 09:15)
Raphaela_Taha hat geschrieben:
Eine andere günstige Alternative f. Rechtschreibung etc. (aber keine Ahnung ob es wirklich nützlich ist, da ich es selbst nicht probiert habe) ist die Duden-Software.


Sorry, aber auf eine elektronische Rechtschreibprüfung würde ich mich nie verlassen. Auch die besten lassen eine erkleckliche Menge Fehler durch. Ein Beispiel: Man wollte "Hinten" schreiben und hat "Hintern" getippt. Woher soll der Rechenknecht-Duden wissen, dass das falsch ist?
Gruß
Chris

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PvO
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Re:

von PvO (03.11.2007, 11:56)
Richtig, da gibt es noch viele fiele andere Beispiele. Es wahr war usw.

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