Neue Leistungen: Alte Verträge Möglichkeit zum wandeln?

Verträge, Rechte und Pflichten: Was man als Autor beachten sollte.


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PöserPube
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Neue Leistungen: Alte Verträge Möglichkeit zum wandeln?

von PöserPube (16.03.2013, 19:12)
Auf der Leipziger Buchmesse wurden die neuen Preise & Leistungen von BOD vorgestellt. U.a. gibt es die Möglichkeit jetzt nach 2 Jahren den Vertrag bereits zu kündigen (vorher 5 Jahre).
Bleiben Altverträge bestehen, oder hat man die Möglichkeit diese zu wandeln, dass man früher aus dem Vertrag kommt OHNE die 299.- € zu zahlen?
Grund: Ich habe zwischenzeitlich einen kleinen Verlag gegründet, in dem ich die Fortsetzung eines meiner Romane veröffentlicht habe. Das erste Buch mochte ich gerne in den Verlag holen und NICHT "freikaufen".
Letztendliche wird der Druck und Vertrieb trotzdem weiter über BOD laufen, nur unter einem anderen Label und einer eigenen ISBN...
Weiss hier jemand etwas?
...oder Einzelschicksal und lieber mit BOD schreiben / bzw. telefonieren?
Greez
H.
Holger Heckmann
PÖSE PUBEN
http://www.poese-puben.de/der-roman/
ISBN 978-3-8423-4043-5

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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (16.03.2013, 20:25)
Lieber an BoD schreiben, ist mein Eindruck. :-)

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (16.03.2013, 22:56)
Ich habe in Leipzig mit bod gesprochen: Die neuen Konditionen gelten nur für neue Verträge.

haifischfrau
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Susanne Hottendorff
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Neuauflage

von Susanne Hottendorff (29.03.2013, 10:23)
Ich habe auch schon daran gedacht, einige meiner Titel als Neuauflage zu veröffentlichen.

Das bedeutet also, es geht erst nach Ablauf der "alten" fünf Jahre?
Das wäre sehr schade.....

Hat jemand schon etwas Aktuelles dazu gehört?

book:

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mtg
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Re:

von mtg (29.03.2013, 12:20)
Warum sollten die neuen Konditionen für alte Verträge gelten? Wenn Du gestern ein Pfund Butter für € 2,29 gekauft hast, kannst Du ja nicht Geld zurück verlangen, nur weil es heute € 1,99 kostet ...

Es gelten grundsätzlich immer die Konditionen, die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültig sind. Ich habe manchmal den Eindruck, dass hier Verträge unterschrieben werden, ohne dass man weiß, was ein Vertrag überhaupt ist ...

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Susanne Hottendorff
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Re:

von Susanne Hottendorff (29.03.2013, 12:41)
Ich weiß was ein Vertrag ist und auch was ich unterschrieben habe.

Aber, was ich meine hat etwas mit Service und Kulanz zu tun.

Wenn ich einen Vertrag habe, der im nächten Jahr ausläuft und ich in diesem Jahr eine neue Auflage starten möchte, dann könnte der Verlag dem Autor entgegenkommen und einer Umstellung zustimmen.

Dein Eindruck ist also falsch!

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mtg
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Re:

von mtg (29.03.2013, 14:06)
Susanne Hottendorff hat geschrieben:
Ich weiß was ein Vertrag ist und auch was ich unterschrieben habe.

Aber, was ich meine hat etwas mit Service und Kulanz zu tun.

Wenn ich einen Vertrag habe, der im nächten Jahr ausläuft und ich in diesem Jahr eine neue Auflage starten möchte, dann könnte der Verlag dem Autor entgegenkommen und einer Umstellung zustimmen.

Dein Eindruck ist also falsch!

Das ist er mitnichten. Wenn Du für Dich jetzt einen Einzelfall reklamierst, machen das andere auch und so weiter und so fort. Warum sollte es dann noch AGBs geben, wenn jeder ein Einzelrecht für sich in Anspruch nehmen können zu glaubt? Wenn es rückwirkende Änderungen gäbe, hätte BoD das auch entsprechend formuliert. Insofern ist diese ganze Diskussion hier überflüssig, weil sie zu nichts führt.

Aber es steht Dir natürlich jederzeit frei, direkt bei BoD anzufragen, ob sie für Dich eine Ausnahme machen. Ich bin gespannt ... und gehe fest davon aus, dass Du uns über deine Bemühungen in Kenntnis setzt! Bonne chance!

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (29.03.2013, 15:10)
Denken darf Susanne das ja wohl Gedacht habe ich das auch - und nachgefragt - einfach nach dem Motto: wer nicht fragt, wird nicht schlauer.

Ich hatte in Leipzig auf der Messe das Glück, von einer Bod-Mitarbeiterin angesprochen worden zu sein (obwohl ich nicht den Blick des potentiellen Kunden aufgesetzt hatte :twisted: ), und da habe ich gleich nachgefragt, und zwar ganz klar: Ich habe einige fertige Manuskripte, ich arbeite mit "richtigen" Verlagen zusammen und ich sehe auch Vorteile bei bod. Bei einer Umwandlung eines bestehenden Vertrags (beim anderen Buch ist die Frist eh abgelaufen), könnte ich mir vorstellen, wieder über Bod zu publizieren - auf CS habe ich auch hingewiesen angle: - Nüschte!
Natürlich wurden mir die zahlreichen Vorteile von Bod angepriesen.

Richtig ist: Vertrag ist Vertrag.
Richtig ist aber auch: Im beiderseitigen Einvernehmen können Verträge geändert werden. Das muss Bod aber nicht tun.

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Klopfer
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Re:

von Klopfer (29.03.2013, 21:58)
Mal konkret gefragt: Wenn man eine neue Auflage eines BoD-Titels macht, gelten für diese Auflage die alten oder die neuen Konditionen? Das ist mir keineswegs so klar, schließlich stand BoD ja bisher auf dem Standpunkt, dass bei einer Neuauflage der alte Vertrag durch einen neuen ersetzt wird und so z.B. auch die Fünfjahresfrist von Neuem beginnt. Hat hier jemand seit den Änderungen schon eine Neuauflage gemacht? Wurden dafür dann 39 Euro oder 19 Euro fällig?

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Susanne Hottendorff
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Re:

von Susanne Hottendorff (30.03.2013, 10:41)
Ich habe genau diese Frage an BOD geschickt. Am Donnerstag.
Wenn die Antwort da ist, werde ich euch informieren.
Genauso habe ich mir das mit der Neuauflage vorgestellt.

:shock::

joevonder
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Re:

von joevonder (30.03.2013, 12:31)
Klopfer hat geschrieben:
Mal konkret gefragt: Wenn man eine neue Auflage eines BoD-Titels macht, gelten für diese Auflage die alten oder die neuen Konditionen? Das ist mir keineswegs so klar, schließlich stand BoD ja bisher auf dem Standpunkt, dass bei einer Neuauflage der alte Vertrag durch einen neuen ersetzt wird und so z.B. auch die Fünfjahresfrist von Neuem beginnt. Hat hier jemand seit den Änderungen schon eine Neuauflage gemacht? Wurden dafür dann 39 Euro oder 19 Euro fällig?


Ich habe vor zwei Wochen eine Neuauflage gestartet und der alte Vertrag bleibt bestehen.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (30.03.2013, 13:05)
Susanne Hottendorff hat geschrieben:
Ich weiß was ein Vertrag ist und auch was ich unterschrieben habe.

Aber, was ich meine hat etwas mit Service und Kulanz zu tun.

Wenn ich einen Vertrag habe, der im nächten Jahr ausläuft und ich in diesem Jahr eine neue Auflage starten möchte, dann könnte der Verlag dem Autor entgegenkommen und einer Umstellung zustimmen.

Dein Eindruck ist also falsch!


Mögliche Lösung:

Alten Vertrag auslaufen lassen - Vertrag rechtzeitig kündigen - 2. Auflage nicht als 2. Auflage, sondern als neuen Titel (neue ISBN) auf den Markt bringen

Problem gelöst.


Warum werden hier Probleme diskutiert, statt Lösungen zu suchen?

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Petra Wolff
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Re:

von Petra Wolff (30.03.2013, 16:48)
@Siegfried:

Würden bei Deiner Lösung denn die Rezensionen erhalten bleiben?
Mein Blog: petrawolff.blog

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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (30.03.2013, 18:33)
Siegfried hat geschrieben:
Alten Vertrag auslaufen lassen - Vertrag rechtzeitig kündigen - 2. Auflage nicht als 2. Auflage, sondern als neuen Titel (neue ISBN) auf den Markt bringen


Und warum eine neue ISBN? Buch, Inhalt und Preis sind identisch.
Heiteres Gartenlexikon - Heiteres Heimwerkerlexikon - Irgendwas mit Wuppertal - Im Dutzend witziger

http://www.NIMMSmitHUMOR.de
Twitter: @NIMMSmitHUMOR
Amazon: http://tinyurl.com/tbuchheit

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (30.03.2013, 18:46)
Petra Wolff hat geschrieben:
@Siegfried:

Würden bei Deiner Lösung denn die Rezensionen erhalten bleiben?


Welche Rezensionen? Die im Kulturteil der FAZ? Oder die bei Spiegel Online bzw. im Focus Online? Oder meinst du jene "Rezensionen" bei Amazon wie diese:

    Die schlechte Grammatik führt in vielen Bereichen leider auch zu erheblichen Missverständnissen. Wenn ich Rätsel raten möchte, kaufe ich ein entsprechendes Heft.
cheezygrin

Nochmals meine Intention: Wir können hier noch wochenlang darüber diskutieren, ob und wann und weshalb BoD seine Alt-Verträge aus purer Kulanz (also ohne wirtschaftliche Notwendigkeit) modifizieren muss. An der aktuellen Situation ändert das nichts. Wenn "Autor" keine 5-Jahres-Bindung mehr will, wenn "Autor" aus rein wirtschaftlichen Gründen statt 39,- Euro nur noch 19,- Euro zahlen will, dann muss sich "Autor" überlegen, was ihm das als Gegenleistung wert ist - z. B. der Verzicht auf eine bestimmte Anzahl 5-Sterne-Amazon-Rezis, aber auch eine bestimmte Anzahl von 1-Sterne-Amazon-Niedermach-Bewertungen wie so etwas:
    Ich habe selbst ein paar Monate in Andalusien gelebt und kann die Erfahrungen der Autorin in keinster Weise teilen, nach ihren Schilderungen ist alles mühsam, langsam, jeder Einkauf im Supermarkt ein Alptraum... das stimmt definitiv nicht, man bekommt einen viel zu negativen Eindruck von dieser wunderschönen Gegend!


Ach ja ... Lösungsvorschlag:

Wenn tolle Rezis verloren gehen würden, einfach die alten Rezis ins neue Buch setzen. Und bei einer Neuausgabe statt Neuauflage auf das alte Buch hinweisen.

Ich sehe derzeit nicht, dass unsere Diskussion um das Verhalten von BoD bei Alt-Verträgen die derzeitige Situation ändert. Oder habe ich da eine bereits vorhandene Lösung übersehen?

Nachtrag: Welchen Wert haben Amazon-Bewertungen, dass sie hier im Forum wie heilige Kühe gehätschelt werden? Wenn ich hier lesen muss, was da so an "Gefälligkeits-Rezis", "5-Sterne-Einzeiler" oder 1-Sterne-Rache-Rezis herumgeistert, lege ich auf Amazon-Rezis so gut wie keinen Wert. Offenbar bin ich da nicht "mainstream" ...

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