Covervorlagen auch bei BoD?

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TipEx
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Covervorlagen auch bei BoD?

von TipEx (25.03.2013, 00:00)
Da das Thema ja gerade sehr aktuell ist habe ich mich in den letzten Tagen ein wenig bei CS umgesehen und bin auf einen Service gestoßen, den ich mir bei BoD auch sehnlichst wünschen würde, da ich bei meinem letzten Buch das Cover versaubeutelt habe. War meine Schuld, ich habe mich schlicht vermessen.

Bei CS kann man für jedes Cover eine eigene Zip-Datei herunter laden. Enthalten ist jeweils eine pdf und eine png-Datei, die die Maße des Covers enthält. Ich kann nun z.B. die png-Datei einfach in Photoshop oder GIMP öffnen, eine neue Ebene erstellen, die Ebene mit meinem Cover füllen und anschließend die png-Ebene löschen.

Bei BoD muß ich derzeit noch eine Vorlage nach reinen Maßangaben erstellen. Das ist zwar durchaus möglich und es ist auch nicht besonders schwierig aber das Verfahren ist fehleranfällig. Bei meinem letzten Cover habe ich in Photoshop eine Hilfslinie falsch gesetzt. Photoshop läßt Hilfslinien normalerweise an verschiedenen Punkten automatisch einrasten, so auch in der Mitte des Dokuments. Ich verlasse mich normalerweise darauf und berechne z.B. den Buchrücken von dieser Mittellinie aus. Beim letzten mal hat das allerdings nicht funktioniert, so daß mein Buchrücken nun leicht in die Rückseite hinein ragt.

Mein Fehler - keine Frage.

Trotzdem wäre es klasse wenn auch BoD Vorlagen erstellen könnte mit deren Hilfe die maßgenaue Erstellung eines Covers einfacher und sicherer wird.

Nur der Vollständigkeit halber: Ich meine hier keine Covervorlagen wie sie BoD im Rahmen der Buchgestaltung anbietet. Ich entwerfe meine Cover lieber von Grund auf selber. Ich meine eine Vorlage, die die Begrenzungen des Covers enthält und die in jedes Bildbearbeitungsprogramm geladen werden kann.

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SandraR
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Re:

von SandraR (25.03.2013, 06:01)
Schaust du hier http://www.bod.de/hilfe.html?cmd=CONTEN ... berechnung dazu gibt es auch noch eine Vorlage damit jeder versteht was ein Beschnittrand ist und der Buchrücken!
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TipEx
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Re:

von TipEx (26.03.2013, 02:48)
Siehst Du, das ist die Seite, die ich hier meinte:
Bei BoD muß ich derzeit noch eine Vorlage nach reinen Maßangaben erstellen. Das ist zwar durchaus möglich und es ist auch nicht besonders schwierig aber das Verfahren ist fehleranfällig.


Das kleine Bildchen rechts daneben ist keine Vorlage, da nicht in Originalgröße und nicht einmal eine maßstabsgetreue Verkleinerung. Es ist allenfalls als Legende zu gebrauchen.

Meine Anregung war nun, zu jedem Projekt auch gleich eine Vorlage bereit zu stellen, die man herunterladen und in sein Bildbearbeitungsprogramm importieren kann. Es geht dabei nicht so sehr darum, zu wissen was ein Buchrücken oder ein Anschnitt ist, sondern es geht erstens um Arbeitserleicherung und zweitens um das Ausschließen von Fehlerquellen.

Was spricht dagegen? Technisch umsetzbar ist es.

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SandraR
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Re:

von SandraR (26.03.2013, 04:04)
Cover macht man mit spezieller Software angle: so eine Zeichnung plus die Masse sollten wirklich reichen...wo es nicht reicht gibt es ja die unseligen Bodcover
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Siegfried
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Re: Covervorlagen auch bei BoD?

von Siegfried (26.03.2013, 17:17)
TipEx hat geschrieben:
Bei CS kann man für jedes Cover eine eigene Zip-Datei herunter laden. Enthalten ist jeweils eine pdf und eine png-Datei, die die Maße des Covers enthält. Ich kann nun z.B. die png-Datei einfach in Photoshop oder GIMP öffnen, eine neue Ebene erstellen, die Ebene mit meinem Cover füllen und anschließend die png-Ebene löschen.


Ist das wirkich so, dass bei CS jedes Cover als Zip vorrätig ist - oder wird die Vorlagendatei dynamisch erzeugt? Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass CS für jede Seitenanzahl kombiniert mit den verschiedenen Papierstärken die Layouts vorrätig hält.

Wenn CS beispielsweise Bücher von 40 bis 800 Seiten produziert und sich alle 8 Seiten die Buchrückenstärke verändert, müssten 95 Varianten vorliegen. Kommen dann noch 6 verschiedene Papierstärken dazu (80 g weiß, 80 g chamois, 90 g weiß, 90 g chamois, 115 g Foto, 130 g Foto), sind wir bei 570 Vorlagen. Etwas viel, oder?

Daher vermute ich, dass CS die Vorlagen im Hintergrund dynamisch errechnet und entsprechende Dateien erzeugt.

Letztlich ist das identisch zu dem, was BoD macht. Nur gibt es hier keiner vorproduzierten Downloads. Mir scheint, das eigentliche Problem bei der BoD-Umschlagberechnung ist die Vielzahl der Daten. Die Reihenfolge ist zudem unglücklich aufgebaut (es beginnt ausgerechnet mit der Buchrückenbreite statt mit dem Gesamtaußenmaß).

Wer also seinen Buchumschlag selbst baut, muss die von BoD angezeigten Werte umsortieren (Beispiel 12x19 cm Softcover, 200 Seiten, cremeweiß 90 g):

1. ... Gesamtbreite mit Beschnittrand = 263 mm
2. ... Gesamthöhe mit Beschnittrand = 200 mm

Damit richte ich mir meinen Gesamtumschlag ein

3. ... Beschnittrand umläufig = 5 mm

Der Nullpunkt meiner Grafik ist die linke untere Ecke. Nun ziehe ich eine Hilfslinie bei links 5 mm, unten 5 mm, rechts bei 258 mm (263 mm - 5 mm), oben bei 195 mm (200 mm - 5 mm).

4. ... Buchrückenstärke 13 mm

Die Breite einer Seite des Buchumschlages ergibt sich aus dem Buchformat, hier 12 x 19 cm, also 120 x 190 mm. Damit beginnt der Buchrücken bei 125 mm (5 mm Beschnitt + 120 mm Buchseite). Der Buchrücken endet 13 mm später, also bei 138 mm (125 mm + 13 mm).

Fertig ist das Layout-Raster.

Das ist - mit allem gebotenen Respekt - Grundschul-Mathematik. Für so etwas - Sorry!!! - braucht man keine computergenerierte Vorlage.

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Re:

von TipEx (26.03.2013, 22:16)
Ist das wirkich so, dass bei CS jedes Cover als Zip vorrätig ist - oder wird die Vorlagendatei dynamisch erzeugt?


Die werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dynamisch erzeugt. Das ist ja auch kein unüberwindbares Problem.

Das ist - mit allem gebotenen Respekt - Grundschul-Mathematik. Für so etwas - Sorry!!! - braucht man keine computergenerierte Vorlage.


Vollkommen richtig. Ich sagte ja auch vorher schon, daß es durchaus auch ohne Vorlage machbar sei. Nur stellt jede Hilfslinie eine mögliche Fehlerquelle dar und bei einem Buchcover gibt es ziemlich viele davon.

Es ist ja auch nicht so, daß Bod nicht automatisch meckern würde wenn man sich bei der Breite oder Höhe komplett vermessen hat. Allerdings kann BoD nicht feststellen, ob der Buchrücken wirklich mittig angebracht ist.

Cover macht man mit spezieller Software


Ich mach's mit Photoshop. Die neu angelegte Bilddatei enthält die Maße inklusive Anschnitt. Alle anderen Begrenzungen trage ich mit Hilfslinien ein.

Ich würde ja auch gar nicht meckern....wenn es mir nicht selber passiert wäre, daß ich den Buchrücken einen Ticken zu weit nach links gesetzt habe. Mit bloßem Augen fiel das nicht auf; beim Druckergebnis schon.

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Re:

von Isautor (26.03.2013, 22:43)
Du kannst diesen Fehler umgehen. Ich erstelle erstmal einen Umriss mit den Außenmaßen inkl. Beschnittrand. Dann füge ich den Buchrücken genau mittig ein. Dafür braucht man ja keine Hilfslinie. Er sitzt einfach mitten im Bild. Dann füge ich Vor- und Rückseite ein und setze sie pixelgenau an den Buchrücken. Der Rest ist Beschnitt. Mit diesem Verfahren ist mir noch nie ein Fehler passiert und ich komme ohne Hilfslinien aus. Bei Erzeugen des PDFs sehe ich dann in der Druckvorschau genau, ob alles richtig sitzt.
Seid gegrüßt,

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Re:

von mtg (27.03.2013, 06:40)
In Photoshop geht's noch einfacher: Du beginnst mit dem Buchrücken, setzt ringsherum Hilfslinien (magnetisch), verbreiterst um das Format nach links, im zweiten Schritt nach rechts, setzt wieder Hilfslinien und vergrößerst die Datei zum Schluss um den Beschnitt. Dann sitzt alles, passt alles, wackelt und hat Luft ... und vor allem ist der Buchrücken exakt positioniert. Und Du weißt dank der Hilfslinien sogar auch, wo er ist ...

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Isautor
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Re:

von Isautor (27.03.2013, 10:05)
Bei CS ist es so, dass man das in der Buchsimulation sieht. Da sieht man auch genau, wo der Rücken enden sollte und ob er das auch tut.
Jeder macht es so, wie er denkt, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mit einem anderen Verfahren noch schneller wäre.
Seid gegrüßt,



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