Was kann man vorher schon tun?

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


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ZeroEnna
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Was kann man vorher schon tun?

von ZeroEnna (07.05.2013, 13:11)
Hallo liebe Community,

am 12.7. plane ich eine neue Veröffentlichung eines neuen Buches?
Wie kann ich aber die Zeit bis dahin sinnvoll PR-mäßig nutzen?

Werbung auf Facebook? Regelmäßige Auszüge als Appertizer?

Grüße

Zero

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hawepe
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Re: Was kann man vorher schon tun?

von hawepe (14.05.2013, 08:20)
Hallo Zero,

ZeroEnna hat geschrieben:
am 12.7. plane ich eine neue Veröffentlichung eines neuen Buches?
Wie kann ich aber die Zeit bis dahin sinnvoll PR-mäßig nutzen?

Werbung auf Facebook? Regelmäßige Auszüge als Appertizer


Ich würde mir erst einmal eine sinnvolle PR-Konzeption überlegen und diese dann gut vorbereiten.

Natürlich kann man auch ohne Sinn und Verstand in allen möglichen Gruppen und Foren seine Werbung abkippen, aber für mich ist das immer die beste Antiwerbung. Wer wirbt, ohne seinen Kopf einzuschalten, hat ihn vermutlich auch beim Schreiben seines Buches nicht eingeschaltet.

Also überlegen: Wo sitzt deine Zielgruppe? Wie kannst du sie ansprechen? Wie wichtig ist dein Buch für deine Zielgruppe? Gibt es Tausende Mitbewerber oder ist dein Titel mehr oder weniger konkurrenzlos?

Bereits jetzt einrichten und gestalten lassen sich auch eine Homepage, eine Facebook-Seite, eine Pinterest-Seite und ein Twitter-Account.

In die Öffentlichkeit gehen würde ich dagegen erst, wenn das Buch wirklich erhältlich ist. Leider wartet die Welt noch nicht auf unsere Bücher. Vorher lancierte Werbung verpufft daher weitgehend wirkungslos.

Beste Grüße

Heinz

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (16.05.2013, 15:39)
ein gut sortierter presseverteiler kann auch wirken, aber nicht blind - sondern wie bei einer bewerbung muss man merken, dass du dich an genau DIE redaktion mit deinem anliegen wendest ...

Anke Napp
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Re:

von Anke Napp (02.08.2013, 12:02)
Das wüsste ich auch gerne =)

Ich würde mir erst einmal eine sinnvolle PR-Konzeption überlegen und diese dann gut vorbereiten.


Das hört sich gut an - bloß wie? Was ist ein sinnvolles PR-Konzept? Ich hab keine Ahnung, wie ich an irgendwen rankommen könnte, den es interessieren könnte. Klar werde ich auch mal eingeladen zu Vorträgen / Lesungen, auch das TV hat mich mal gefunden, aber das ging immer von DENEN aus.

Für das derzeit bei einem Kleinverlag befindliche Manuskript (Terroristenthriller der besonderen Art), habe ich vorher eine Facebook-Gruppe gegründet, Bilder, Auszüge und Hintergrund-Infos gepostet und Leute aus meinem Bekanntenkreis oder von denen ich dachte, es könnte sie interessieren, geadded. FB-Werbung geschaltet.

Wirkliches Interesse zeigten nur zwei meiner Freunde, die ohnehin vom Projekt wussten. Seite nach drei Monaten wieder dicht gemacht.

Habe auf anderen Seiten gepostet, wo die Leute sich mit dem Thema auseinandersetzen, um neue Interessenten zu gewinnen - auch nichts.

Für die englische Ausgabe meiner Südafrikaromanze habe ich in allen erreichbaren Foren zum Thema Südafrika/Reise/Politik/Film/Hollywood gepostet (Es geht um ein Hollywoodfilmteam in Südafrika), hat nichts gebracht.

Ich nehme an, Werbezettel in Briefkästen zu werfen oder Plakate irgendwo aufzuhängen ist verboten.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (02.08.2013, 12:37)
Anke Napp hat geschrieben:
Ich würde mir erst einmal eine sinnvolle PR-Konzeption überlegen und diese dann gut vorbereiten.


Das hört sich gut an - bloß wie? Was ist ein sinnvolles PR-Konzept? Ich hab keine Ahnung, wie ich an irgendwen rankommen könnte, den es interessieren könnte.


Du musst definieren können, wer deine Kundengruppe ist. Für wen hast du dein Buch geschrieben***?

(*** = Vorsicht! Dies ist eine unter Autorinnen/Autoren recht verpönte Frage! cheezygrin )

Wenn dir das klar ist, dann musst du dir überlegen, wo du auf solche Kunden stoßen könntest. Dort dann aktiv werden. Dein Buch im Kreise des Kleingartenvereins vorzustellen - passt das?

Von Streuwerbung wie Flyer in Briefkästen oder hinter Autoscheibenwischer halte ich nichts - es sei denn, die Autos stehen auf Parkplätzen, wo es einen Bezug zum Thema im Buch gibt (Buch über Eishockey + gefüllter Parkplatz bei einem Eishockeyspiel = gute Werbemöglichkeit).

Wichtig ist vor allem, deine Leserschaft zu erkennen: Männer oder Frauen? Älter oder jünger? Anspruchsvoll oder Zwischendurch-Lektüre?

Die beste Werbung kann man jedoch kaum steuern: Die Mundpropaganda. Leser empfehlen anderen Lesern das Buch. Das ist unschlagbare Werbung!
Korrektorat: 1,- Euro pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite // zzgl. 16 % USt. (bis Jahresende 2020) // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 16 % USt. (bis Jahresende 2020) // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

Anke Napp
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Re:

von Anke Napp (02.08.2013, 13:49)
Hm.. ja, meine Kundengruppe. Zunächst ist es wirklich so, dass ich eine IDEE hab und die in ein Buch umsetze, einfach, weil sie "raus muss" aus meinem Kopf.

Wenn ich drüber nachdenke, würde ich sagen, dass jedes meiner Bücher eine andere Zielgruppe anspricht, aber nicht unbedingt NUR von dieser gelesen werden wird/muss. Also, es sind keine extremen Nischenwerke.

Männer oder Frauen? Hm...keine Ahnung. Meistens eher Männer, schätze ich, aber auch Frauen können schließlich Krimis und Thriller lesen. Ich bin etwas hilflos... :( Habe jedenfalls immer männliche Hauptfiguren.

Gerade bei BoD veröffentlicht habe ich diese "Sommerromanze" mit dem Hollywoodfilmteam in Südafrika. Die englische Variante ist nur von Frauen gelesen worden, Alter 17-60, sozusagen. Im Buch gehts aber eher um die "Midlifecrisis", also Zielpublikum 40-50. Eine Werbung in so einer Frauenzeitschrift (die ich nie lese, Ähem) wäre gut, schätze ich mal. Oder beim Arzt auslegen. Aber ob das geht?

Ja, Mundpropaganda ging bisher am Besten, aber da ich nur wenige Leute kenne, und von denen nicht mal alle Deutsch verstehen, äußert sich dass nur in minimalen Stückzahlen.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (02.08.2013, 14:27)
Anke Napp hat geschrieben:
Hm.. ja, meine Kundengruppe. Zunächst ist es wirklich so, dass ich eine IDEE hab und die in ein Buch umsetze, einfach, weil sie "raus muss" aus meinem Kopf.


Das mit der Kundengruppe gilt fürs Marketing, nicht fürs Schreiben.

Schreiben ist ein Ding, das Geschriebene verkaufen ein anderes. Will man nur schreiben, ist das Verkaufen (und damit die Zielgruppe) egal.
Hat man das ganz bewusste Ziel, gelesen zu werden, sollte man wissen, wer später das eigene Werk lesen soll.
Will man für seinen Text sogar Geld haben (im Gegensatz dazu kann man durchaus gelesen werden, ohne dass jemand dafür bezahlt!), sollte man seine Zielgruppe noch exakter kennen.

Bei der ursprünglichen Fragestellung geht es nicht mehr um "Wie schreibe ich mein Buch?", sondern nur um "Wie verkaufe ich mein Buch?" bzw. "An wen verkaufe ich mein Buch?"

In diesem Zusammenhang ist es interessant, dass Verlage und Agenturen im Rahmen eines Exposés durchaus eine konkrete Angabe zur möglichen Zielgruppe des Buches haben wollen (siehe u. a. die entsprechenden Hinweise in Sylvia Englerts Buch "So finden Sie einen Verlag für Ihr Manuskript"; Autorenhaus-Verlag).
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hawepe
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Re:

von hawepe (04.08.2013, 17:57)
Hallo Anke,

Anke Napp hat geschrieben:
Was ist ein sinnvolles PR-Konzept? Ich hab keine Ahnung, wie ich an irgendwen rankommen könnte, den es interessieren könnte.


Bevor du Antworten auf die Frage suchst, wie du an deine Zielgruppe rankommen kannst, musst du überhaupt erst einmal deine Zielgruppe bestimmen. Gerade in der Belletristik ist das in der Regel die größte Herausforderung, aber auch bei Sachbüchern hört es sich meist leichter an als es dann tatsächlich ist.

Klar werde ich auch mal eingeladen zu Vorträgen / Lesungen, auch das TV hat mich mal gefunden, aber das ging immer von DENEN aus.


Was dir aber schon mal ein paar sehr wichtige Hinweise geben sollte. Niemand lädt einen Autor oder eine Autorin ein, nur weil sie nett sind, sondern immer, weil er meint, deren Zielgruppe zu bedienen. Und dann hast du doch auch selbst erlebt, wer zu den Veranstaltungen gekommen ist.

Für das derzeit bei einem Kleinverlag befindliche Manuskript (Terroristenthriller der besonderen Art), habe ich vorher eine Facebook-Gruppe gegründet, Bilder, Auszüge und Hintergrund-Infos gepostet und Leute aus meinem Bekanntenkreis oder von denen ich dachte, es könnte sie interessieren, geadded. FB-Werbung geschaltet.


Ungefragt zu adden geht fast immer nach hinten los. Besser dürfte es ohnehin sein, eine Fan-Seite zu gründen, wobei ich jetzt nicht weiß, ob in diesem Zusammenhang eine Fan-Seite zulässig wäre.

Seite nach drei Monaten wieder dicht gemacht.


Für ein noch nicht veröffentlichtes Buch einer unbekannten Autorin sind drei Monate überhaupt nichts. Wer erzählt nicht, dass er ganz toll sei und das beste Buch schreiben werde, auf das sich alle ganz begeistert stürzen werden? Ich halte von dieser Vorabwerbung überhaupt nichts.

Habe auf anderen Seiten gepostet, wo die Leute sich mit dem Thema auseinandersetzen, um neue Interessenten zu gewinnen - auch nichts.


Das eigene Buch sollte in solchen Postings möglichst tabu sein. Brilliere durch Kenntnisse, Schreibstil und Hilfsbereitschaft. Das bringt mehr, macht allerdings auch sehr viel mehr Arbeit.

Für die englische Ausgabe meiner Südafrikaromanze habe ich in allen erreichbaren Foren zum Thema Südafrika/Reise/Politik/Film/Hollywood gepostet (Es geht um ein Hollywoodfilmteam in Südafrika), hat nichts gebracht.


Das nennt sich auch Antiwerbung. Wer sich in Foren anmeldet, um dort nur seine Werbung abzukippen, darf sich nicht wundern, wenn der Erfolg ausbleibt oder sogar noch Interessenten abgeschreckt werden. Bücher von Spammern lese ich z.B. grundsätzlich nicht.

Ich nehme an, Werbezettel in Briefkästen zu werfen oder Plakate irgendwo aufzuhängen ist verboten.


Werbung darf man natürlich in Briefkästen werfen, wenn das Einwerfen von Werbung nicht ausdrücklich verboten ist. Aber ich empfehle dir, geh lieber gut essen und freu dich über den netten Abend. Zielloses Verteilen von Flyern lohnt sich nicht.

Plakate aufhängen darf man allerdings nur mit Zustimmung der Eigentümer der Werbeflächen.

Beide Werbeformen können sich lohnen, wenn du sicher sein kannst, tatsächlich deine Zielgruppe zu erreichen.

Beste Grüße

Heinz

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hawepe
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Re:

von hawepe (04.08.2013, 18:04)
Hallo Anke,

hier noch zwei Aktionen, die ich für meine Reiseführer bzw. meinen Autoren-Ratgeber durchgeführt habe.

Für die Reiseführer hatte ich Flyer drucken lassen und auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin an den Ständen der jeweiligen Fremdenverkehrsämter auslegen lassen. An mehreren tagen war ich außerdem selbst für Gespräche anwesend.

Ergebnis: Einen messbaren Erfolg gab es nicht.

Für den Autoren-Ratgeber habe ich Werbepostkarten und Anschreiben drucken lassen und zielgerichtet an Hochschul- und Landesbibliotheken sowie Schreibzirkeln u.a. an den Volkshochschulen verschickt. Zielgerichtet heißt, mit namentlicher Ansprache. Namen und Adressen lassen sich über das Internet recherchieren, was allerdings viel Arbeit macht.

Ergebnis: Einige Einzelbestellungen und Präsenz in einigen Bibliotheken.

Beste Grüße

Heinz

Anke Napp
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Re:

von Anke Napp (04.08.2013, 18:40)
Zitat:
Für die englische Ausgabe meiner Südafrikaromanze habe ich in allen erreichbaren Foren zum Thema Südafrika/Reise/Politik/Film/Hollywood gepostet (Es geht um ein Hollywoodfilmteam in Südafrika), hat nichts gebracht.


Das nennt sich auch Antiwerbung. Wer sich in Foren anmeldet, um dort nur seine Werbung abzukippen, darf sich nicht wundern, wenn der Erfolg ausbleibt oder sogar noch Interessenten abgeschreckt werden. Bücher von Spammern lese ich z.B. grundsätzlich nicht.


mit andern Worten: hat alles eh keinen Zweck :/

Wie soll ich an meine potentielle Zielgruppe sonst rankommen, wenn ich nicht mal deren Foren benutzen darf?! Ich dachte, dazu sind "Biete/Suche" oder "Offtopic"-Rubriken da. Spammen ist für mich, wenn ich zB in einem Südafrikareiseforum Werbung für meine Cookies oder kostenlose iPhones mache, also Sachen, die mit dem Thema nichts zu tun haben. Bei manchen Foren wird ja schon ein harmloser Link zur Homepage als "Spam" betrachtet. Ist mir unklar, wie man da Interessenten gewinnen soll.

Es ist zeitlich mir leider nicht möglich in 50 verschiedenen Foren inhaltlich mitzuschreiben - der Tag hat nur 24 Stunden.

Was die Hilfsbereitschaft, etc. angeht, ich helfe gern und lese gern anderer Leute Schreibe kostenlos Korrektur, auch schon gemacht. Aber das kann nicht zu meiner Hauptpaufgabe werden, zumal, wie gesagt, die von mir eingehend "bemutterten" Leute die Bücher auch nicht kaufen, weil sie dann erwarten, sie geschenkt zu bekommen.

(Was solls, vielleicht kaufe ich mal eine Werbefläche am Hauptbahnhof)[/quote]

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Klopfer
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Re:

von Klopfer (04.08.2013, 19:50)
Anke Napp hat geschrieben:
Wie soll ich an meine potentielle Zielgruppe sonst rankommen, wenn ich nicht mal deren Foren benutzen darf?! Ich dachte, dazu sind "Biete/Suche" oder "Offtopic"-Rubriken da. Spammen ist für mich, wenn ich zB in einem Südafrikareiseforum Werbung für meine Cookies oder kostenlose iPhones mache, also Sachen, die mit dem Thema nichts zu tun haben. Bei manchen Foren wird ja schon ein harmloser Link zur Homepage als "Spam" betrachtet. Ist mir unklar, wie man da Interessenten gewinnen soll.


Betrachte die Sache mal vom Blickwinkel eines normalen Forennutzers aus: Da kommt irgendein Schlurf aus dem Nichts, stellt einen Werbebeitrag rein und verpisst sich wieder, ohne sonst etwas zum Forum beizutragen. Offenbar interessiert denjenigen das Forum eigentlich nicht, also warum sollte ich als Forennutzer nun plötzlich neugierig auf das Buch sein, was er da so plump beworben hat?
Und auch den Forenbetreibern sind solche Leute üblicherweise ein Dorn im Auge, wenn sie nur kommen, um Werbung zu machen. Als Betreiber zahlst du ja üblicherweise für den Webspace des Forums, manchmal auch Lizenzgebühren für die Forensoftware. Und das macht keiner, damit andere schön gratis ihre Werbung abladen können und dann wieder verduften, sondern weil man sich interessante Inhalte und engagierte User erhofft. Wenn die Forennutzer nebenbei auch noch etwas Kreatives geschaffen haben und mal darauf hinweisen - toll! Aber wer nur deswegen irgendwo auftaucht, hat keine guten Karten.

Ich will damit auf keinen Fall sagen, dass du nicht auf dein Buch aufmerksam machen sollst. Aber der Wurm muss halt dem Fisch schmecken und nicht dem Angler, und wenn du mal darüber nachdenkst, wie du selbst auf fremde Werbung reagierst, dann merkst du auch, dass du da leicht in Fettnäpfchen treten kannst, die für das Publikum wahnsinnig offensichtlich sind.

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hawepe
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Re:

von hawepe (05.08.2013, 07:55)
Hallo Anke,

Anke Napp hat geschrieben:
mit andern Worten: hat alles eh keinen Zweck :/

Wie soll ich an meine potentielle Zielgruppe sonst rankommen, wenn ich nicht mal deren Foren benutzen darf?! Ich dachte, dazu sind "Biete/Suche" oder "Offtopic"-Rubriken da.


Biete/Suche-Rubriken darfst du natürlich für diesen Zweck nutzen, aber sei bitte mal ehrlich, wie häufig du sie nutzt, um über neue Angebote zu erfahren und sie dann auch zu kaufen. Gehe ich wirklich fehl mit meiner Annahme, selten bis nie?

Bei manchen Foren wird ja schon ein harmloser Link zur Homepage als "Spam" betrachtet. Ist mir unklar, wie man da Interessenten gewinnen soll.


Durch Mitarbeit.

Es ist zeitlich mir leider nicht möglich in 50 verschiedenen Foren inhaltlich mitzuschreiben - der Tag hat nur 24 Stunden.


Das ist eben das Problem. Aber die Lösung ist eben nicht Spammen. Oder liest du irgendwo längere Zeit mit, wo täglich Dutzende oder mehr Postings abgesetzt werden, die nichts anderes als Werbung enthalten?

Genau dieses Spammen hat übrigens dazu geführt, dass in vielen Foren selbst in der Signatur kein Hinweis mehr auf eigene Veröffentlichungen oder gar nur die Homepage gestattet ist. Ein lapidares "toll" oder "cool" ist schließlich in Sekundenschnelle abgeschickt. Inhaltlich sagt es nichts, aber mit der Signatur wird der eigentliche Inhalt transportiert.

Wie gesagt, solche Werbung bringt überhaupt nichts, macht aber Foren auf Dauer unlesbar.

Was die Hilfsbereitschaft, etc. angeht, ich helfe gern und lese gern anderer Leute Schreibe kostenlos Korrektur, auch schon gemacht. Aber das kann nicht zu meiner Hauptpaufgabe werden, zumal, wie gesagt, die von mir eingehend "bemutterten" Leute die Bücher auch nicht kaufen, weil sie dann erwarten, sie geschenkt zu bekommen.


Zum einen musst du solche Erwartungen nicht erfüllen. Zum anderen sollte solche Hilfe bestenfalls nebenher laufen. Hilfe in diesem Zusammenhang heißt eher, durch sachkundigen Rat Kompetenz zu beweisen, undzwar Kompetenz, die für dein Buch spricht.

Bei Sachbüchern ist das natürlich sehr viel leichter als bei Belletristik. Aber auch in der Belletristik kann man zeigen, dass man z.B. Sprachgefühl besitzt und die Grammatik beherrscht. Damit muss natürlich nicht auch die Story toll sein, aber die beste Idee nutzt nichts, wenn sie holpernd und stolpernd erzählt wird.

Beste Grüße

Heinz

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (05.08.2013, 10:20)
Anke Napp hat geschrieben:
Wie soll ich an meine potentielle Zielgruppe sonst rankommen, wenn ich nicht mal deren Foren benutzen darf?!


Zum Beispiel an entsprechenden Wettbewerben / Ausschreibungen teilnehmen.

Erreicht man bei so einem Wettbewerb eine gute Platzierung, wird der eingereichte Text von Dritten (!) dem Zielpublikum (!!) in Form von Büchern und Öffentlichkeitsauftritten (!!!) vorgestellt.

Durch solche Aktionen wird der Name des Autors/der Autorin der passenden Kundschaft bekannt - und dann beginnen sich die Leute auch für andere Werke aus gleicher Feder zu interessieren.

Das ist ein langer und mitunter mühsamer Weg. Aber er bedient den Werbefaktor "Mundpropaganda".

Dazu muss allerdings gesagt werden, dass viele Hobby-/Amateur-/Nebenbei-schreiber Ausschreibungen und Wettbewerbe für "Teufelszeug" halten, weil man da Geschichten nach Vorgaben schreiben muss, und das auch noch innerhalb bestimmter Grenzen (Umfang, Zeit).
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Re:

von Anke Napp (05.08.2013, 11:47)
Also noch mal zu den Foren (bin selbst Forenbetreiber) und schreibe in zwei/drei Foren mit mehr oder weniger aktiv. Ich halte es nicht für Spam, in einem Forum, dass sich mit dem Alten Ägypten befasst, neue Romane über das Thema anzukündigen. Etc. Es hängt eben davon ab, ob es zur Thematik des Forums passt. Ich kann in EINEM Ägyptenforum aktiv mitlesen/schreiben, aber nicht in allen. Forum hat 30 Mitglieder, 10 kaufen mein Buch, Ende. Die in den anderen Foren darf ich laut der Anti-Spam-Meinung ja nicht anschreiben.

Gegen Fremdartikelwerbung bin ich allergisch. D.h. in meinem Star Trek - Froum dürfen Star Trek Romane, News, Artikel vorgestellt werden, aber bitte keine Sportschuhe oder Handtaschen oder Ferienhäuser.

Habe mir gerade mal die Google Ads angeschaut, aber irgendwie gefällt mir das auch nicht so. Ich hätte gerne ein schönes Werbebanner mit Bild drauf, wenn schon. Außerdem soll man da zu einer Seite verlinken, und auf meiner Website sind alle meine Veröffentlichungen darauf, eben nicht nur eine. Das habe ich erst mal sein lassen.

Um's abzuschließen: NÜTZLICHE Werbung war bisher:

* Posten in Foren, die sich mit dem Thema befassen (Mittelalterroman im Mittelalterreenactment-Forum, Ägyptenroman im Ägyptenforum) -- leider begrenzte Reichweite. Für das neue Buch und das nächste weiß ich nicht, in welches Forum ich gehen könnte, weil es allgemeinere Themen sind (daher habe ich die Sachen eben bei allen möglichen einigermaßen passenden Foren "abgekippt")

* Lesungen/Vorträge: bringen immer ein paar Verkäufe der mitgebrachten Bücher - leider wird man nicht so oft eingeladen, und hauptsächlich sind es Interessenkreise für meinen ersten Roman (Mittelalter), denen ich nur bedingt die anderen "vermitteln" kann...

* Rezensionen auf entsprechenden Portalen: sehr feine Sache.

Es ist zugegebenermaßen mein Problem, dass ich mich durch sämtliche Genres schreiben muss ;) aber nun ja.

Von solchen Wettbewerben halte ich nichts.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (05.08.2013, 12:26)
Anke Napp hat geschrieben:
Von solchen Wettbewerben halte ich nichts.


Warum?
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