Verkauft sich einfach nicht

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


Daffi
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Verkauft sich einfach nicht

von Daffi (16.08.2013, 16:05)
Mein Buch "Anni - Familiengeheimnis - Die Liebe meines Bruders hat mich krank gemacht" verkauft sich mit allen Mitteln einfach nicht. Ich habe es vor einem Jahr veröffentlicht, auf entsprechenden Homepages Werbung dafür gemacht, Kärtchen verteilt und habe bisher zwei verkauft. Ich habe sogar den Preis durch eine Neuauflage herunter gesetzt und trotzdem passiert nichts. Ich finde es so traurig, weil ich sehr viel Herzblut und Arbeit über Jahre hineingesteckt habe. Was könnt ihr mir denn noch empfehlen, bevor ich es doch vom Markt nehmen muss?

Danke und LG

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Büchernarr
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Re:

von Büchernarr (16.08.2013, 16:10)
Wie wäre es denn mal mit einem Link und etwas mehr Info? Wenn niemand etwas von dem Buch weiß, dann kauft es auch keiner! :twisted:

Streusalzwiese
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Re:

von Streusalzwiese (16.08.2013, 16:34)
Ratschlag:
Jemanden mit einem Korrektorat beauftragen und neue Auflage herausbringen.
Denn wenn man schon in der Kurzvorstellung auf Amazon:
http://www.amazon.de/Familiengeheimnis- ... eimnis+die

Sätze wie
Ich ahnte zu dem Zeitpunkt nicht, dass dies ein Tag geben würde, der mein Leben veränderte.


findet, dann wird man als potentieller Käufer abgeschreckt.

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mtg
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Re:

von mtg (16.08.2013, 16:52)
Unabhängig von einem evtl. fehlenden Korrektorat stößt mich schon der Titel ab:
"Anni - Familiengeheimnis - Die Liebe meines Bruders hat mich krank gemacht"

Das sind für mich drei Bücher.

Es bringt ja nun nichts, ein Buch zu schreiben, auf den Markt zu bringen und dann zu sagen: »Es verkauft sich nicht«.

Worum geht es? Wer ist Zielgruppe? Gibt es Selbsthilfegruppen? Gibt es behandelnde Fachleute (Psychologen), denen man es vorstellen kann? Ist es dem Thema gerecht aufgemacht? Ist es kompetent geschrieben? Gibt es tatsächlich einen Bedarf? Kann man daraus lesen (vor Betroffenen, in Schulen oder Jugendgruppen, Kirchengemeinden usw isf.)?

Das sind Fragen, die man sich vor der Veröffentlichung stellen sollte. Man muss den späteren Leser im Kopf haben - denn den will man erreichen ...

Streusalzwiese
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Re:

von Streusalzwiese (16.08.2013, 16:59)
Enthält das Buch Farbseiten?
Wenn nicht, ist der Verkaufspreis immer noch zu hoch.
BoD empfiehlt einen Preis von 8,90.
Sollten keine Farbseiten enthalten sein, dann ist eine weitere Preissenkung ratsam.
Sollten Farbseiten enthalten sein, dann betrachte dieses Posting als gegenstandslos.

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (16.08.2013, 17:17)
Hallo Daffi,

schade für dich, dass du mit der Vermarktung nicht weiterkommst.
Mein Eindruck nach dem Search-In: du hast dir etwas von der Seele geschrieben und vermutlich erwartest du nun, dass viele Leser an deinem Schicksal teilhaben.
Das ist oftmals eine falsche Erwartung bei derartigen Büchern. Leider teilst du dieses Schicksal mit vielen anderen Menschen.

Natürlich ist das Buch sehr viel zu teuer. Das hat nichts mit der Qualität deines SChreibens zu tun, die ich nicht beurteilen kann, sondern mit den gängigen Preisen am Markt. Du kannst natürlich in entsprechenden Internetforen auf dein Buch hinweisen, soweit das da erlaubt ist. Ggf. sind auch Kinder- oder Mädchenschutzprojekte daran interessiert.

Das Cover ist zwar aussagekräftig (jedenfalls für Profis), aber es lockt nicht unbedingt zum Kauf.

Ich wünsche dir, dass du einige der Ratschläge hier aus dem Forum beherzigst und damit Glück beim Verkauf (und auch sonst) hast.

Haifischfrau
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Angel_M_Weiss
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Korrektorat

von Angel_M_Weiss (16.08.2013, 17:52)
Entfernt
Zuletzt geändert von Angel_M_Weiss am 02.07.2016, 17:00, insgesamt 1-mal geändert.

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Siegfried
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Re: Korrektorat

von Siegfried (16.08.2013, 18:07)
Angel_M_Weiss hat geschrieben:
Wenn du dir keinen Profi leisten kannst, frag mal freundlich in geeigneten Foren nach, ob dir jemand quasi ehrenamtlich deinen Text korrigiert oder zumindest gegen einen geringen Betrag.


Tja ... Korrektorat gegen einen geringen Betrag - das kann man hier anbieten wie sauer Bier. Wird trotzdem nicht angenommen. Weil selbst ein Korrektorat zu 50 Cent je angefangene 1.000 Zeichen noch zu teuer ist ... (kein Witz! Habe ich als Antwort auf ein entsprechendes Angebot bekommen). Die Arbeit anderer Leute hat keinen Wert - schon gar nicht, wenn es um so profane Dinge wie Rechtschreibung etc. geht ... die gab es in der Schule ja auch umsonst ... cheezygrin

Nur zum Vergleich:
Unser Projekt "Jede Menge Erben" (220 Seiten) besteht aus 291.813 Zeichen. Ein Korrektorat hat hier einen Wert von 146,- Euro ... Viel zu viel! Viel zu teuer! cheezygrin

Vergiss es! Für korrekte Rechtschreibung zahlt keiner was! cheezygrin
Korrektorat: 1,- Euro zzgl. 19 % USt. pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (16.08.2013, 18:25)
Warum zum Teufel erwartet man, dass ein Profi einem ehrenamtlich ein Manuskript korrekturliest oder gar lektoriert?

Ich muss sagen, dass mir da alle, aber auch alle Haare zuberge stehen. Die Autoren jammern im Chor (wenigstens das können sie unisono!) über zu geringe Einnahmen, über Verlage, die ihre Manuskripte nicht annehmen usw. usw., aber fürs Korrektorat wollen sie nicht zahlen. Warum sollte denn jemand unsere Bücher kaufen, für teilweise horrendes Geld? Die Leser wollen vielleicht auch nicht zahlen (zumal es ja massenhaft kostenlose ebooks gibt!).

Korrektorat und Lektorat ist eine verdammte Arbeit, die mehr erfordert als ein bisschen korrekte Orthographie und ein bisschen Kommata, Pünktchen und Doppelpünkten nach Bauchgefühl. Und das soll jemand für lau machen?

Ich fasse es nicht!


Und konkret zum hier thematisierten Buch: Es wird definitiv nicht die Rechtschreibung sein (oder, wie meine Vorschreiberin meinte "vor Fehlern wimmelt"), sondern das Thema und die (von mir vermutete) Motivation: Schreiben als Therapie ist gut und schön, aber meist lässt sich davon kein Verkaufserfolg ableiten.

Haifischfrau
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Angel_M_Weiss
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Re: Korrektorat

von Angel_M_Weiss (16.08.2013, 18:43)
Entfernt
Zuletzt geändert von Angel_M_Weiss am 02.07.2016, 17:01, insgesamt 2-mal geändert.

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TipEx
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Re:

von TipEx (17.08.2013, 04:11)
Hallo,

unabhängig davon was meine Vorschreiber richtigerweise gesagt haben, bin ich der Ansicht, daß das alles nicht der ausschlaggebende Punkt ist.

Ich kann Beispiele nennen und habe das hier auch schn einige Male getan - da wurde aus objektiver Sicht einfach alles falsch gemacht; Titel schlecht gewählt, Cover mies, keinerlei (!) Werbung bemerkbar, Preis total überzogen, Tippfehler nicht korrigiert, kostenlos downloadbar auf so ziemlich jeder zweiten Seite im Internet....und trotzdem rennen diese Bücher wie bekloppt bei Amazon und machen ihre (BoD-) Autoren reich oder ermöglichen ihnen zumindest ein finanziell gesegnetes Leben.

Ich bin bisher noch nicht dahinter gekommen wo das Geheimis dieses Erfolgs liegt. Bisher kann ich nur davon ausgehen, daß es nichts mit besonderen Anstrengungen seitens der Autoren zu tun hat, sondern wohl eher auf unfaire Deals mit Amazon zurückzuführen ist.

Wenn Dein Buch nicht läuft....willkommen im Club. Ich gehöre seit 2010 auch zu den eher erfolglosen Autoren nachdem ich mal richtig gutes Geld damit verdient habe.

Früher habe ich ein Buch veröffentlicht und es hat sofort Kunden bei Amazon gefunden, rückte bereits in den ersten Wochen in die oberen 5000 - 10000. Heute liegen Neuveröffentlichungen wie Blei in den virtuellen Regalen. 99% meiner Arbeit besteht heute aus, zumeist kaum bemerkbarer, Werbung. Früher war es genau umgekehrt.

Wenn ich weiß woran das liegt und wie man es ändern kann, lasse ich es Dich wissen.

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mtg
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Re:

von mtg (17.08.2013, 09:34)
Haifischfrau hat geschrieben:
Schreiben als Therapie ist gut und schön, aber meist lässt sich davon kein Verkaufserfolg ableiten.

Das ist grundsätzlich richtig. Schreiben als Therapie ist für den Schreibenden eine gute Sache, weil es die Verarbeitung unterstützt ... aber für den Leser eine - gelinde gesagt - Katastrophe, weil der Autor/die Autorin die für den Leser notwendige Distanz natürlicherweise fehlen lässt. Der Leser hat das nämlich alles nicht - oder zumindest nicht so - erlebt und kann daher mit aus therapeutischer Motivation entstandenden Texten nicht viel anfangen.

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Andreas_Antlitz in Sicht
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Zwischenfunken, wegen des Anmeldens. . .

von Andreas_Antlitz in Sicht (17.08.2013, 22:01)
Sorry, dass ich mal probiere, mich hier lebendig zu machen. Ich kann mich einfach nicht regulär - so locker vom Hocker - anmelden. Oder geht´s?

Habe den Eindruck, dass da Cookies bei mir auf dem PC sind,
aber wenn ich mich "anmelden" will, kommt es zu Komplikationen -

Oder bin ich nun - doch - im System?
Bin hier eigentlich nur im Forum, und verwechsle noch irgendwie die Zugänge.

Zum Text, noch: ich würde ihn lebendiger, elektrischer, vitaler machen,
nicht so wie eingeschlafene Socken . . .
Weiß ja nicht, ob das zutrifft, entschuldige`, war nur so eine expressive Wort- und Schmetterhülse -

Test

Trial and error - I am inside, es ist gelungen,
have a beautiful weekend -
Antlitz in Sicht, Antlitz-Offenbarung.
Engel, Schutzheiliger, Jesus, Gott selbst?
Öffentliche, rund um die Uhr sichtbare Erscheinung, neue Hilfe aus der Gotteswelt.
PS: Vorführbar, fotografierbar. Dennoch bibel- u. kirchenkritisch, kein Musterfrömmler

Daffi
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Re:

von Daffi (18.08.2013, 14:59)
Das ist alles ganz nett, was ihr geschreiben habt. Ich muss dazu sagen, dass ich bereits ein Buch herausgebracht habe, welches sich deutlich besser verkauft hat, als mein jetziges.
Ich weiß, ich habe schlimme Grammatikfehler, aber im Gegensatz zu meinem letzten Buch, sind diese eher wenig.
Ich habe dieses Buch eher nicht als Therapie, mehr als Aufrüttelung gesehen. Ich selbst lese gerne Bücher, wo Menschen von ihrem Erlebten erzählen, vielleicht ging ich zu sehr von mir aus. Ich habe bei Ärzten, Therapeuten und Pro Familia Werbung mit Karten gemacht und mich auf entsprechenden Selbsthilfe Seiten vorgestellt. Ich denke es liegt daran, dass es weiterhin ein Tabu ist. Danke nochmal für die vielen Tipps.

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (18.08.2013, 17:25)
Hallo Daffi,

da kann ich dir nicht beipflichten: Bücher - auch Erfahrungsberichte - über sexuellen Missbrauch im nahen Umfeld gibt es wie Sand am Meer. Vielleicht ist der Markt eher übersättigt? Gerade die Debatten um den Missbrauch an kirchlichen Schulen, die in den letzten Jahren geführt wurden, haben das Thema wieder an die Oberfläche gespült.

Probier es einfach mit einem neuen, anderen Buch

Haifischfrau
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