Hoffnungsloser Fall oder macht es Lust auf mehr?

Stellt euren Text vor und holt euch Feedback der BoD Community.


Benutzeravatar
HBHH
Beiträge: 7
Registriert: 01.01.2014, 17:27
Wohnort: Hamburg, Mallorca, Barcelona

Hoffnungsloser Fall oder macht es Lust auf mehr?

von HBHH (01.01.2014, 17:38)
Bitte um ehrliche Kritik ob ein Hauch von Talent vorhanden ist oder ....naja....

Danke!

Anscheinend war ich eingeschlafen, ich musste blinzeln und rieb mir die Augen. Die warme Frühlingssonne blendete, alles war ganz hell um mich herum. Es roch nach Sonntag. Ich lag mit dem Rücken auf der Decke, langsam öffnete ich die Augen, das Gras rechts und links neben mir überragte meinen Kopf, ich sah den strahlend blauen Himmel. Es war ein großartiger Tag, einer dieser Lieblings-Sonntage, die wir bei gutem Wetter am Altrhein verbrachten. Es war Mitte Mai und ich bin gerade drei Jahre alt geworden.

Neben mir war meine Mutter mit meiner kleinen Schwester beschäftigt. Sie bekam eine frische Windel. Mama faltete ein großes weißes Tuch zu einem Dreieck und wickelte den Babypo damit ein. Als Auslaufschutz zog sie eine weiche rosafarbene Gummihose und zu guter Letzt eine Strampelhose über den eingepackten Po. Ich fand diese Gummischlüpfer ekelig, gut dass ich schon groß war und sie nicht mehr tragen musste. Meine Schwester zappelte und blabberte, sie genoss die Wickelkunst meine Mutter. Ich spürte ein Ziehen in meinem Bauch.

Wo war Papa? Ich entdeckte ihn zwischen den Bäumen unten am Ufer. Er saß regungslos da, wartete darauf, dass sich der Schwimmer seiner Angel bewegte. Stundenlang konnte er so sitzen, genau wie mein Opa. Wenn ich dabei war, durfte ich nicht sprechen oder rumhüpfen, weil dann die Fische Angst bekamen und abhauten. Aber wenn wir Glück hatten, biss einer an und der Schwimmer wurde ins Wasser gezogen, die Schnur spannte und mein Vater drehte die Kurbel an der Angel um den Leckerbissen aus dem Wasser zu holen. Ich mochte keine Fische, sie schmeckten mir nicht besonders und meistens verschluckte ich eine Gräte, die mir dann im Hals steckenblieb. Das tat weh.

Manchmal durfte ich den kleinen Fischen hinter den Kiemen den Kopf abschneiden, was nicht einfach war. Die Fische lebten noch, zappelten herum und flutschten aus meiner kleinen Hand. Am Ende mussten sie doch alle daran glauben. Sobald der Kopf ab war, wurden die Schuppen mit einem Messer abgeschabt und zwar vom Schwanzansatz in Richtung Kopf. Das war lustig, die Schuppen flogen kreuz und quer in alle Richtungen und schillerten in der Sonne wie Perlmuttregen. Die Köpfe wurden an unsere Katze verfüttert, aber vorher puhlte ich die glänzenden Pupillen aus den Augenhöhlen, das waren wunderschöne Murmeln und ich legte sie behutsam in eine leere Streichholzschachtel.

Während ich mein kurzes Mittagsschläfchen hielt, scheint kein Fisch angebissen zu haben, der kleine emaillierte Eimer war noch leer. Als Papa mich bemerkte, stand er auf und strich mir mit der Hand übers Haar und fragte ob wir zusammen mit dem alten Angelkahn, der am Ufer befestigt war, auf dem Altrhein rudern sollten. JA!!!

Fröhlich kletterte ich in den Kahn. Papa setzte mich auf eines der rauen Holzbretter, während ich versuchte mich daran festzuhalten. Dann schob er den Kahn ins Wasser, stieg schnell ein und setzte sich mir gegenüber auf das zweite Brett. Mit langsamen Zügen ruderte er los.

Mama stand oben an unserem Rastplatz, winkte uns zu und ermahnte uns aufzupassen. So sehr ich mich auch freute, hatte ich natürlich große Angst ins Wasser zu fallen. Und Papa machte sich einen Spaß daraus, wenn er „festhalten“ rief, fing das Boot an zu schaukeln und ich schrie: „Aufhören, Papa Nein!“. Er lachte und setzte sich neben mich, legte seinen Arm um mich und ich schmiegte mich eng an ihn. Die Welt war wieder in Ordnung. Alles war friedlich und still. Die Bäume trugen schon ihr dichtes grünes Laub und spiegelten sich auf der Wasseroberfläche. Nur wenige Sonnenstrahlen konnten noch kleine Lücken finden und zu uns durchdringen. Hier auf dem Wasser der verschlungen Altrheinarme war es nicht mehr so hell, es war schattig und die großen Bäume wirkten ein wenig bedrohlich und geheimnisvoll. Es war eine magische Stimmung.

Plötzlich spürte ich ein Pieksen auf meinem Arm und ich holte zu einem kräftigen Schlag aus um den Übeltäter zu töten. Eine Schnake hatte mich gestochen. Wenn wir nicht von den Biestern gefressen werden wollten, mussten wir schnell umkehren.

Mama erwartete uns schon und hatte bereits alle Picknick-Utensilien eingepackt. Nachdem meine Schwester und ich in die Sitzkörbe an den Fahrradlenkern gehievt wurden, radelten wir oben auf dem Rheindamm nach Hause.

to be continued

Sir Adrian Fish
Beiträge: 425
Registriert: 30.09.2007, 19:23
Wohnort: Hamburg

Re: Hoffnungsloser Fall oder macht es Lust auf mehr?

von Sir Adrian Fish (01.01.2014, 18:37)
HBHH hat geschrieben:
Bitte um ehrliche Kritik ob ein Hauch von Talent vorhanden ist oder ....naja....

Danke!


Wo bleibt dein Selbstbewusstsein. Wenn du schreibst, dann sollte es zu aller erst dir selber gefallen und du solltest vor allen Dingen für dich selber schreiben.

Wenn du hingegen Kritik suchst und auf Autoren- und Text-Bashing aus bist, dann bist du hier richtig. Hier bekommst du in der Regel eine sehr direkte und ehrliche Kritik was eingestellte Texte angeht. Das Problem ist nur, die wenigsten Autoren können damit umgehen, wenn ihre Texte kritisiert werden und nehmen dieses häufig auch gleich persönlich.

Was wäre denn die Konsequenz daraus, wenn dir jetzt jemand auf den Kopf zusagt, dass du, was deine schriftstellerische Leistung angeht, vollkommen Talentfrei bist? Schreibst du dann trotzdem weiter oder suchst du dir dann ein anderes Hobby.

Ohne deine Text gelesen zu haben, kann ich dir nur empfehlen, weiterzuschreiben und mit Texten herumprobieren, bis du mit deinem eigen Schreibstil zufrieden bist, egal was andere darüber denken. Wenn du auf Kritik aus bist, dann stelle dich dieser, nimm diese an, ohne dies persönlich zu nehmen, auch wenn diese so formuliert sein sollte. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Es wird immer Leute geben, denen gefällt, was du schreibst und andere, die ewig etwas zu kritisieren haben.

Benutzeravatar
HBHH
Beiträge: 7
Registriert: 01.01.2014, 17:27
Wohnort: Hamburg, Mallorca, Barcelona

Re:

von HBHH (01.01.2014, 19:03)
Lieber SAF,

zunächst herzlichen Dank für Deine Antwort. Du hast natürlich recht mit dem was Du schreibst. Ich habe in meinem bisherigen Leben sehr viele Bücher gelesen und traue mir zu eine gutes Buch von einem schlechten unterscheiden zu können. Dementsprechend hoch ist der Anspruch an die eigene Schreibkunst. Nun ist es leider nicht so, dass man zwangsläufig gut schreiben kann, wenn man gute Literatur gelesen hat.

Da ich schon einige Jahre auf dem Buckel habe, weiß ich dass Schreiben nicht mehr mein Hobby werden wird. Da gibt es andere Dinge, die mir wichtiger sind. Allerdings liegt es mir am Herzen, diese Geschichte zu erzählen. Keine Sorge, mit Kritik kann ich sehr gut umgehen, besser als mit Lobhudelei. Es ist ein Versuch wert und ich wünsche wirklich direkte rücksichtslose Kritik, nur sachlich bitte.

Sollte ich wirklich talentfrei sein, wäre die Konsequenz, dass ein Ghostwriter für mich schreiben müsste. Aber ich fände es authentischer selbst zu schreiben und würde in diesem Fall die "Qual" auf mich nehmen.

Wenn ich ein Buch kaufe, lese ich die erste Seite. Danach entscheide ich ob ich weiterlese oder es für mich uninteressant ist. Der eingestellte Text ist sozusagen "Meine Erste Seite".

Also bitte, haut rein, ich werde es überleben.

Vielen Dank!

Sir Adrian Fish
Beiträge: 425
Registriert: 30.09.2007, 19:23
Wohnort: Hamburg

Re:

von Sir Adrian Fish (01.01.2014, 19:42)
HBHH hat geschrieben:
Ich habe in meinem bisherigen Leben sehr viele Bücher gelesen und traue mir zu eine gutes Buch von einem schlechten unterscheiden zu können.


Genau hier beginnt aber schon das Problem. Woran machst du fest, ob ein Buch, gut oder schlecht ist? Wer darf das entscheiden. Gib 10 Leuten ein Buch zu lesen und du wirst vermutlich 10 verschiedene Meinungen dazu bekommen.

Da ich schon einige Jahre auf dem Buckel habe, weiß ich dass Schreiben nicht mehr mein Hobby werden wird. Da gibt es andere Dinge, die mir wichtiger sind. [/quote]

Schade! Deine Entscheidung ist zu respektieren, aber was hat das mit dem Alter zu tun?

HBHH hat geschrieben:
Keine Sorge, mit Kritik kann ich sehr gut umgehen, besser als mit Lobhudelei. Es ist ein Versuch wert und ich wünsche wirklich direkte rücksichtslose Kritik, nur sachlich bitte.


Womit wir wieder bei dem Problem sind: Wann ist eine Kritik sachlich bzw. unsachlich? Aus das unterliegt in weiten Teilen, einer subjektiven Einschätzung.

HBHH hat geschrieben:
Sollte ich wirklich talentfrei sein, wäre die Konsequenz, dass ein Ghostwriter für mich schreiben müsste.


Dann hoffen wir mal, dass keiner zu der Erkenntnis kommt, dass auch dieser Talentfrei ist :wink: .

Benutzeravatar
HBHH
Beiträge: 7
Registriert: 01.01.2014, 17:27
Wohnort: Hamburg, Mallorca, Barcelona

Re:

von HBHH (02.01.2014, 10:24)
Lieber SAF,

ich sehe keine Probleme und wollte auch keine mit meinem Beitrag verursachen.

Ist ein Forum nicht da um sich auszutauschen und Fragen zu stellen?

Probleme lassen sich lösen, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes erfolgreiches neues Jahr.

Benutzeravatar
mtg
Beiträge: 5695
Registriert: 20.01.2010, 09:59
Wohnort: Berlin

Re:

von mtg (02.01.2014, 10:38)
Hallo HBHH,

das »Problem«, von dem Sir Adrian Fish schreibt, ist die Tatsache, dass die Rezeption eines Buches immer persönlicher Natur ist. Ich z.B. finde ein Buch hervorragend, was in Teilen meiner Umgebung auf Erstaunen stößt. Anderherum funktioniert das auch.

Das heißt also, dass das Kriterium »gut« oder »schlecht« kein allgemeingültiges Kriterium ist. Und zwischen »Bücher bewerten« und »Bücher schreiben« liegt immer noch ein gewaltiger Unterschied.

Ich werde Deinen Terxt nicht kommentieren, weil ich mich nicht dazu berufen fühle, persönliche Erlebnisse anderer Menschen (und ihre Sichtweise darauf) zu kommentieren oder gar zu kritisieren. Das kann ich nicht und das will ich (aus eigenen Erfahrungen) auch nicht.

In einem Punkt aber muss ich Sir Adrian Fish Recht geben und Dir deutlich widersprechen: Schreib! Schreib! Schreib! Und wenn es - zunächst - für die Schublade sein sollte. Übung macht den Meister. Niemand ist als Literat geboren - und niemand ist gänzlich talentfrei. Es gibt nur genügend Leute, sich sich dazu berufen fühlen, das Handwerk außer Acht zu lassen. Das ist aber etwas ganz anderes. Handwerk kann man lernen, Erlebnisse muss man machen ... nur, ob es am Schluss auch andere Menschen interessiert, hängt nicht unwesentlich davon ab, dass man die Geschichte mitreißend, mitfühlend, hautnah usw. erzählen kann. Und da hilft Üben ...

In diesem Sinne: Bonne chance!

Benutzeravatar
ricochet
Beiträge: 821
Registriert: 13.12.2009, 16:58
Wohnort: Graz

Re:

von ricochet (02.01.2014, 13:52)
Hallo HBHH,

ist schon irgendwie komisch, aber bei aller Diskussion bisher hat noch keiner deine Frage beantwortet. Also, lass es mich tun: Ja, ich finde du hast Talent. Ausreichend jedenfalls, weiterzumachen. Und dein Alter hat nichts zu sagen. Zum Schreiben und zum Bereuen der Sünden ist es nie zu spät. cheezygrin cheezygrin
Als Anhänger des konfliktorientierten Schreibens möchte ich dir unbedingt den Tipp geben: Der Konflikt ist der Motor jeder Geschichte. Da ich bei deinem Text einen solchen nicht zu erkennen vermag, hält sich mein Interesse bezüglich einer Fortsetzung in Grenzen. Vom Handwerklichen her wird es sich als Herausforderung eweisen, den Text aus der Perspektive eines Dreijährigen zu schreiben. Die Alternative wäre, der Ich-Protagonist schreibt die Begebenheit aus der Erinnerung nieder ("Es ist mir erinnerlich, als sei es gerade letzte Woche passiert. Es war ein sonniger, ruhiger Maitag. Die warme Frühlingssonne blendete, alles war ganz hell um mich herum. ..." z. B.)

Viel Erfolg!

LG


rico
Texte mit Pfiff.

Benutzeravatar
chiquitita
Beiträge: 1008
Registriert: 21.09.2007, 14:07
Wohnort: Bayern

Re:

von chiquitita (02.01.2014, 15:40)
Liebe/r HBHH (es würde die Kommiunikation erleichtern, wenn wir wüssten, ob Du männlich oder weiblich bist. Habe ich das womöglich übersehen?)

Ich habe Deinen Text gelesen und keine Rechtschreibfehler gefunden. Das ist schon eine gute Voraussetzung für ein Buch. Nur ein Satz hat mir ein Rätsel aufgegeben. (2. Absatz - letzter Satz). Ich weiß nicht, ob das von Dir gewollt ist oder ich es nur so gesehen habe. Ich kann zumindest nicht erkennen, wohin die Reise gehen soll mit Deiner Geschichte. Das würde aber sicher dann später der Klappentext verraten.
Ich finde auch, Du solltest Deine Zweifel ablegen. Nicht jeden wird Deine Geschichte interessieren. Wenn Du aber den richtigen Leserkreis findest, kannst Du damit Erfolg haben.
Wer würde denn Dein Leserkreis sein?
LG Uschi

Benutzeravatar
HBHH
Beiträge: 7
Registriert: 01.01.2014, 17:27
Wohnort: Hamburg, Mallorca, Barcelona

Re:

von HBHH (02.01.2014, 19:46)
mtg hat geschrieben:
In einem Punkt aber muss ich Sir Adrian Fish Recht geben und Dir deutlich widersprechen: Schreib! Schreib! Schreib! Und wenn es - zunächst - für die Schublade sein sollte. Übung macht den Meister. Niemand ist als Literat geboren - und niemand ist gänzlich talentfrei. Es gibt nur genügend Leute, sich sich dazu berufen fühlen, das Handwerk außer Acht zu lassen. Das ist aber etwas ganz anderes. Handwerk kann man lernen, Erlebnisse muss man machen ... nur, ob es am Schluss auch andere Menschen interessiert, hängt nicht unwesentlich davon ab, dass man die Geschichte mitreißend, mitfühlend, hautnah usw. erzählen kann. Und da hilft Üben ...



Lieber mfg,

da muss ich auch sehr deutlich widersprechen, es gibt Menschen, die absolut talentfrei sind, was das Schreiben betrifft.

Es gibt ausreichend Bücher, die es in Buchhandlungen, ja sogar in Bestsellerlisten geschafft haben, die von solch talentfreien Menschen geschrieben wurden. Es hängt einfach vom jeweiligen Anspruch ab, womit man sich zufrieden gibt..

Klar kann man Handwerk lernen, aber Talent hat man oder eben nicht! Man muss sich ja nur DSDS anschauen und den immer wiederkehrenden Menderez, der sich mit seiner Beharrlichkeit lächerlich macht. Man kann diese Ausdauer natürlich bewundern. Ist es aber nicht ehrlicher, wenn Herr Bohlen ihm unmißverständlich sagt, dass er nie ein Sänger wird? Warum soll er weiter üben? Er soll weiter singen, natürlich, wenn es ihm Spaß macht, aber hartnäckiges Üben ist dafür sicher nicht notwendig. Warum setzt er diese Energie nicht sinnvoller ein?

Bestätigung bekommen und Erfolg haben ist sehr sexy. Wer ein Buch schreibt, strebt das an, ansonsten sind Tagebücher besser geeignet.

Was die hier erhaltenen Ratschläge betrifft, komme ich mir ein wenig wie ein unreifer Teenager vor. Ich möchte nicht überheblich sein, aber diese Ratschläge sind jedem, der mehr mit beiden Beinen im Leben steht, bekannt.

Trotzdem eine herzliches Dankeschön, es war sicher gut gemeint!

Benutzeravatar
HBHH
Beiträge: 7
Registriert: 01.01.2014, 17:27
Wohnort: Hamburg, Mallorca, Barcelona

Re:

von HBHH (02.01.2014, 19:57)
Hallo rico,

endlich eine Antwort mit der ich etwas anfangen kann. :D Herzlichen Dank für Deine ermunternden Worte. No, je ne regrette rien!

Vielleicht habe ich die Andeutung auf den Konflikt noch zu gut versteckt, aber sie ist vorhanden, am Ende des zweiten Absatzes. Das dreijährige Mädchen wird mit fortschreitender Geschichte älter werden.

Aber Du hast mir sehr geholfen, danke Dir!

Benutzeravatar
HBHH
Beiträge: 7
Registriert: 01.01.2014, 17:27
Wohnort: Hamburg, Mallorca, Barcelona

Re:

von HBHH (02.01.2014, 20:23)
Hallo Uschi,

nun muss ich die Katze wohl aus dem Sack lassen :D Ich bin weiblich!

Danke für das Kompliment, Rechtschreibung ist eine meiner leichtesten Übungen (meistens).

Das Rätsel ist gewollt und der Satz steht genau an der richtigen Stelle.

Okay, eine kurze Info:

Ein dreijähriges Mädchen wird aufgrund von harmlosen Beschwerden medizinisch falsch behandelt. Der Arzt stellt eine Fehldiagnose und verordnet zu starke Medikamte. Diese wiederum lösen eine lebensbedrohende Vergiftung aus an der das Kind fast stirbt.

Es verfolgt eine mehrwöchige Behandlung in einer Spezialklinik. Diese ist weit vom Wohnort der Eltern entfernt, sodass Besuche nur selten möglich sind. Das Kind versteht zwar, dass es sehr krank ist, aber nicht warum es von der Familie getrennt wurde. Es reagiert auf alles sehr agressiv und widerspenstig, soweit es der labile Gesundheitszustand zulässt.

Mit allen Mitteln wehrt es sich gegen schmerzhafte Behandlungen. Die Ärzte und Schwester sehen sich gezwungen mit Gewalt zu reagieren. D.h. das Kind soll gefügig gemacht werden, der Wille gebrochen, die Psyche wird vergewaltigt. Es grenzt an ein Wunder, dass das Kind überlebt und es eine Lösung findet die Qualen, Schmerzen, etc. auszuhalten und zu überleben.

So weit, so gut!

Das Mädchen wird geheilt entlassen und kehrt in den Schoß der geliebten Familie zurück. Und wenn sie nicht gestorben sind......

Das wäre zu schön.... die eigentliche Geschichte handelt von den späteren Auswirkungen und Folgeschäden, die diese schreckliche Zeit ins Unterbewußtsein geschrieben hat.

Auch an Dich ein großes Dankeschön für eine sehr nützliche Antwort.

Sir Adrian Fish
Beiträge: 425
Registriert: 30.09.2007, 19:23
Wohnort: Hamburg

Re:

von Sir Adrian Fish (02.01.2014, 20:30)
HBHH hat geschrieben:
Lieber mfg,

da muss ich auch sehr deutlich widersprechen, es gibt Menschen, die absolut talentfrei sind, was das Schreiben betrifft.

Es gibt ausreichend Bücher, die es in Buchhandlungen, ja sogar in Bestsellerlisten geschafft haben, die von solch talentfreien Menschen geschrieben wurden. Es hängt einfach vom jeweiligen Anspruch ab, womit man sich zufrieden gibt..


Das ist eine ziemlich gewagte, um nicht zu sagen, recht arrogante und überhebliche Aussage. Auch wenn wir den Punkt schon hatten. Wer definiert denn, wann ein Buch gut oder schlecht ist, wer legt denn fest, ob ein Autor Talentfrei ist oder nicht? Ein Buch verkauft sich 1 Mio. mal. 80 % der Leser gefällt es, finden es gut und mögen den Autor bzw. dessen Schreibstil. 20 % der Leser äußern sich negativ, sind beschämt und verärgert. Wer von den Lesern hat denn nun recht und mit welcher Begründung?

Ich könnte mir vorstellen, dass viele der erfahrenen Experten hier im Forum sich noch nicht zu Wort gemeldet haben bzw. sich in Zurückhaltung üben und nicht bereit oder gewillt sind, ein Urteil über das Talent oder die Talentfreiheit eines Autoren zu fällen.

Vielleicht ist einfach die Fragestellung etwas unglücklich gewählt und du hättest dich auf eine detaillierte Kommentierung deines Textes beschränken sollen.

Sir Adrian Fish
Beiträge: 425
Registriert: 30.09.2007, 19:23
Wohnort: Hamburg

Re:

von Sir Adrian Fish (02.01.2014, 21:10)
Um nochmal das Thema Erzählperspektive aus der Sicht einer dreijährigen aufzugreifen. Rico hatte dies schon angedeutet.

Ich stelle mir das als eine sehr interessante, wenn auch eher schwierige Variante, vor, die sehr schnell ins Lächerliche abgleiten hat. Ich denke mal, dass es hier sehr viel Erfahrung bedarf, was das Schreiben und Formulieren angeht. Ob du dir mit dieser Variante einen gefallen tust, vermag ich nicht zu beurteilen, stelle mir dies aber sehr schwierig und gewagt vor.

Benutzeravatar
HBHH
Beiträge: 7
Registriert: 01.01.2014, 17:27
Wohnort: Hamburg, Mallorca, Barcelona

Re:

von HBHH (02.01.2014, 21:28)
Sir Adrian Fish hat geschrieben:
Um nochmal das Thema Erzählperspektive aus der Sicht einer dreijährigen aufzugreifen. Rico hatte dies schon angedeutet.

Ich stelle mir das als eine sehr interessante, wenn auch eher schwierige Variante, vor, die sehr schnell ins Lächerliche abgleiten hat.


Interessant JA!, Schwierig Nein!
Ich hole mir Rat bei meinen Enkelinnen: 1jährig, 2jährig, 3jährig und 6jährig :D

Ist es denn bisher lächerlich?

Benutzeravatar
ElkeN
Beiträge: 37
Registriert: 06.05.2010, 12:53

Re:

von ElkeN (11.01.2014, 12:52)
Hallo HBHH,

ich schiebe die bisherigen Diskussionen mal beiseite und möchte dir von Laie zu Laie deine Eingangsfrage beantworten: Ja, ich finde, dass du Talent hast. Dein Text ist klar und schlüssig, ich fühle mich beim Lesen in das kleine Mädchen hineinversetzt und würde gerne mehr darüber lesen. Das ist mein erster Eindruck.

Nachdem du im Verlauf der Diskussion etwas mehr über den Inhalt deines Buches geschildert hast, macht es mich um so neugieriger. Das rührt wahrscheinlich daher, dass mein Buch einen ähnlichen und doch wieder ganz anderen Inhalt hat...

Liebe Grüße,
Elke

P.S.: Einen kleinen Fehler habe ich gefunden: "Während ich mein kurzes Mittagsschläfchen hielt, scheint kein Fisch angebissen zu haben, der kleine emaillierte Eimer war noch leer. Als Papa mich bemerkte, stand er auf..."

Muss es nicht heißen: "...Mittagsschläfchen hielt, SCHIEN kein Fisch..." ?
Liebe Grüße,
Elke

Zurück zu „Textfeedback“


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Über BoD

BoD™ ist die führende deutsche Self-Publishing-Plattform. Seit mehr als 20 Jahren sind wir die Anlaufstelle für das einfache, schnelle und verlagsunabhängige Veröffentlichen von Büchern und E-Books. Bereits mehr als 40.000 Autoren haben sich mit uns den Traum vom eigenen Buch erfüllt.