Meinung gefragt

Stellt euren Text vor und holt euch Feedback der BoD Community.


Kleine Schreiberin123
Beiträge: 5
Registriert: 20.04.2014, 18:08

Meinung gefragt

von Kleine Schreiberin123 (20.04.2014, 21:59)
Hier mein Text würdet ihr weiterlesen? Dann würde ich weiter schreiben. Habt ihr noch verbesserungsvorschläge immer her damt.

PROLOG
„Ich muss etwas tun!“, dachte sich der Geheimagent Libra. „Ich werde zwei Briefe nach Deutschland schicken“, überlegte er sich weiter, „ich werde mir zwei Auswählen die auf eine Schule gehen, aber noch nie miteinander gesprochen habe, damit ich ihnen eine Fähigkeit zuteilen kann auswähle“ Er schrieb an das Mädchen:

Hallo,
ich weiß du kennst mich nicht, aber das ist nicht schlimm. Ich möchte das du weist, dass ich Geheimagent bin, dir nichts böses tun möchte und du mir vertrauen kannst und musst. Ich fordere dich auf dich auf eine Mission zugegeben. Dabei geht es um jemanden der die Weltherrschaft an sich reißen möchte und auch schon viele Angriffe ausgeübt hat.Er heißt Bodamor und kommt aus Magdeburg. Deine Aufgabe wird sein, ihn aufzuhalten und ihn zu vernichten. Das Problem ist, dass du niemanden irgendwas erzählen darfst, noch nicht mal deiner besten Freundin. Damit du das hinbekommst bekommst du eine besondere Fähigkeit, das Gedankenlesen.Es gibt noch jemanden der eine Fähigkeit bekommt und diese Mission meistern muss, aber du wirst ihn noch früh genug kennen lernen. Sobald du diesen Brief geschlossen hast wirst du Gedanken lesen können.
Bitte schreib mir nicht zurück und suche mich nicht, wir treffen uns bald.
Viel Glück!
Geheimagent Libra



Danke fürs lesen diese Geschichte/dieses Buch hat noch keinen Namen

hugo-wolff
Beiträge: 290
Registriert: 20.11.2012, 15:30

Re:

von hugo-wolff (20.04.2014, 22:52)
Hallo, Kleine Schreiberin!

Ich will mal eine kurze Antwort versuchen.

Bevor ich allerdings zu Deiner Geschichte etwas sage, möchte ich doch gerne wissen, wie alt Du bist. Hier im Forum wird Ehrlichkeit (meist *hüstel*) groß geschrieben, Du mußt also Kritik vertragen können. Wenn dem nicht so ist (z.B. weil Du dann gleich beleidigt, entmutigt oder zornig bist), dann sag es lieber gleich.

Meine erste Kritik betrifft die ersten beiden Sätze Deines Postings. Da sind bereits so viele Fehler drin, daß die meisten Leute hier im Forum schon deshalb nicht antworten. Merke (sozusagen als 1. Lektion *g*):
Der Leser fühlt sich nicht ernst genommen, wenn Du die Rechtschreibung nicht ernst nimmst. Versuche es also nochmal.

Lassen wir's damit fürs Erste. Ich bin mal gespannt, wie Du antwortest. Und ob überhaupt.

Gruß
hugo

Kleine Schreiberin123
Beiträge: 5
Registriert: 20.04.2014, 18:08

Re:

von Kleine Schreiberin123 (21.04.2014, 00:00)
hugo-wolff hat geschrieben:
Hallo, Kleine Schreiberin!

Ich will mal eine kurze Antwort versuchen.

Bevor ich allerdings zu Deiner Geschichte etwas sage, möchte ich doch gerne wissen, wie alt Du bist. Hier im Forum wird Ehrlichkeit (meist *hüstel*) groß geschrieben, Du mußt also Kritik vertragen können. Wenn dem nicht so ist (z.B. weil Du dann gleich beleidigt, entmutigt oder zornig bist), dann sag es lieber gleich.

Meine erste Kritik betrifft die ersten beiden Sätze Deines Postings. Da sind bereits so viele Fehler drin, daß die meisten Leute hier im Forum schon deshalb nicht antworten. Merke (sozusagen als 1. Lektion *g*):
Der Leser fühlt sich nicht ernst genommen, wenn Du die Rechtschreibung nicht ernst nimmst. Versuche es also nochmal.

Lassen wir's damit fürs Erste. Ich bin mal gespannt, wie Du antwortest. Und ob überhaupt.

Gruß
hugo



Also ich bin 12 und somit noch sehr jung, aber ich kann mit Kritik eigentlich ganz gut umgehen. Es wäre schön wenn du mir einfach sagst was du genau meinst. Dankeschön

hugo-wolff
Beiträge: 290
Registriert: 20.11.2012, 15:30

Re:

von hugo-wolff (21.04.2014, 00:36)
Kritikfähig muß man als angehende Schriftsteller(in) sein. Gut so.

Du schreibst:
Es wäre schön wenn du mir einfach sagst was du genau meinst.


Das habe ich bereits getan: Schreibe nun die ersten beiden Sätze Deines Eingangspostings noch einmal. Und diesmal (möglichst) fehlerfrei. So wie sie bisher dort stehen, gewinnst Du nicht einen Leser. Die Sprechschreibe funktioniert nur auf der Straße.

Gruß
hugo

Benutzeravatar
Siegfried
Beiträge: 5678
Registriert: 09.07.2008, 01:14
Wohnort: e-mail: dbs@digibuchservice.de

Re:

von Siegfried (21.04.2014, 12:47)
Kleine Schreiberin123 hat geschrieben:
Also ich bin 12 und somit noch sehr jung, aber ich kann mit Kritik eigentlich ganz gut umgehen. Es wäre schön wenn du mir einfach sagst was du genau meinst. Dankeschön


Wer Sänger/Sängerin werden will, muss in der Lage sein, den Kammerton A zu treffen. Selbst Weltstars in dieser Branche singen sich vor einem Auftritt mit einem "Do-Re-Mi" ein. Das nennt man Handwerk.

Ein Schauspieler/eine Schauspielerin muss in der Lage sein, das gesamte Gefühlssprektrum des Lebens im eigenen Gesicht darstellen zu können. Von überschäumender Lebensfreude bis hin zu tiefsttrauriger Verzweiflung. Das nennt man Handwerk.

Ein Autor/eine Autorin sollte das Handwerkszeug weitestgehend beherrschen, mitdem er bzw. sie arbeitet. Das ist die Sprache, hier insbesondere die Schriftsprache. Es geht um Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik. Ein Autor/eine Autorin muss (!) die Sprache lieben und ihr daher entsprechenden Respekt in Form von richtiger Anwendung entgegenbringen. Wem Sprache egal ist, der wird weder von Verlagen noch von Lesern ernst genommen. Sprache ist das Werkzeug, das Gedanken fliegen lässt, das Kopfkino entstehen lässt, das uns Leser in eine andere Welt entführt. In einem Text ist der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen Wort so groß wie zwischen einem Blitz und einem Glühwürmchen (Mark Twain). Um das hinzubekommen, muss man die (Schrift-)Sprache beherrschen. Sonst produziert man nur Glühwürmchen. Deshalb: Beherrsche die Sprache, in der du schreiben willst.

Alles andere - Erzählperspektive, Namensfindung, Handlungsaufbau usw. - kommt dann im Laufe der Zeit. Erfahrene Schriftsteller sagen, man mache etwa alle 100.000 geschriebene Wörter einen Sprung vorwärts. 100.000 Wörter, das sind etwa 180 DIN A 4 Seiten. Und das, was man schreibt, ist zu etwa 5% veröffentlichungswürdig. Umgekehrt heißt das, 95% des Geschriebenen landet in der Ablage oder im Papierkorb. Man schreibt also weitestgehend um des Schreibens willen.

Was ebenfalls zum Start in die eigene Schreib-Karriere gehört, ist Lesen, Lesen, Lesen! Aber kein Lesen zum Konsumieren, sondern analytisches Lesen. Ein Herausfinden, wie bestimmte Dinge in einem Buch funktionieren - oder eben nicht funktionieren. Wie wird Spannung aufgebaut? Wie beginnt ein Buch? Warum endet ein Kapitel genau an dieser einen Stelle und was macht das Kapitelende mit mir als Leser? Wie werden Informationen über die Figuren an den Leser gebracht? Wie wird eine Landschaft beschrieben, ein Haus, ein Fingernagel? Aus welcher Sicht wird mir als Leser gerade das Geschehen berichtet? Und ... und ... und ...

Wichtig ist auch: Wie gewinnt mich der Autor/die Autorin als Leser? Oder warum verliert er/sie mich als Leser? Ist das, was der Autor/die Autorin in der Geschichte schreibt, nachvollziehbar und logisch? Verhalten sich die Figuren in der Geschichte glaubwürdig?

Letzteres ist größte Schwachpunkt in deinem kurzen Text. Dieser Geheimagent Libra verhält sich nicht nachvollziehbar. Welchen Grund hat er, ein ihm völlig unbekanntes Mädchen diesen Brief zu schreiben? Welchen Grund hat das Mädchen, diesem Brief Glauben zu schenken? Warum sollte das Mädchen den Anweisungen im Brief Folge leisten - vor allem: Warum soll das Mädchen anhand eines Briefes eine ausreichende Motivation besitzen, einen Unbekannten namens Bodamor zu vernichten? Einen anderen Menschen zu töten, das ist eine höllische Angelegenheit, die einen das ganze Leben verfolgen wird. Einen Menschen zu töten, ist kein Spiel, wo man irgendwann auf einen Knopf drückt und dann den Spielstand von vorgestern neu laden kann.

Eine gute Geschichte bewegt sich immer um die Frage des Warum. Warum tut jemand etwas - oder warum tut jemand etwas nicht? Warum riskiert jemand sein Leben, anstatt die Polizei oder sonst jemanden zu informieren und denen die Drecksarbeit zu überlassen? ich halte Romanfiguren, die sich freiwillig und ohne Druck von außen in Lebensgefahr begeben, für ausgesprochen unglaubwürdig - und für bescheuert.

So, das war jetzt viel Text für dich zum Nachdenken. Mein Ratschlag: Lesen, Lesen, Lesen und mit kurzen Geschichten anfangen, in denen du etwas erzählst, was dich bewegt. Und nicht gleich mit Mord und Totschlag und irgendwelchen wirren, übernatürlichen Kräften.

Nachtrag:

Aus der Webseite des deutschen Erfolgsautors Andreas Eschbach:

Aber wenn Sie bereit sind, gibt es einen simplen, geradezu brachial einfachen Test, um herauszufinden, ob Sie Talent haben:


Schreiben Sie. 


Schreiben Sie, so gut Sie können; lesen Sie so viel wie möglich; versuchen Sie herauszufinden, wie die Autoren Ihrer Lieblingsbücher DAS MACHEN, was Ihnen so gefällt; erweitern Sie Ihren Wortschatz; ahmen Sie nach; kopieren Sie; empfinden Sie nach; lassen Sie sich von anderen Büchern inspirieren; lesen Sie Bücher ÜBER das Schreiben und versuchen Sie, daraus zu lernen, usw.

Und sehen Sie zu, daß Sie auf einen ordentlichen Schnitt kommen. Notieren Sie kaltblütig JEDEN Abend, wieviel Sie geschrieben haben, errechnen Sie Schnitte usw. (wie es ein Ingenieur tun würde), malen Sie Kurven. Der Schnitt sollte nicht sehr unter 1 Seite pro Tag sinken.

Und nun die Auswertung des Tests: WENN SIE DAS LÄNGER ALS EIN HALBES JAHR DURCHHALTEN, HABEN SIE TALENT.

Wenn Sie nur schreiben, weil Sie das Gefühl haben, Sie müßten, werden Sie in einem halben Jahr schon vergessen haben, was Sie vorhatten.
Korrektorat: 1,- Euro pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite // alle Preise zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

Benutzeravatar
Monika K.
Beiträge: 3175
Registriert: 28.02.2012, 21:45

Re: Meinung gefragt

von Monika K. (21.04.2014, 20:12)
Kleine Schreiberin123 hat geschrieben:
Hier mein Text würdet ihr weiterlesen? Dann würde ich weiter schreiben. Habt ihr noch verbesserungsvorschläge immer her damt.


Hallo Kleine Schreiberin123,

wenn dir das Schreiben Spaß macht, solltest du auf jeden Fall weiterschreiben, denn es ist ein wunderbares Hobby. Und je mehr du übst, desto besser werden deine Texte. Ich würde diese Entscheidung daher an deiner Stelle nicht von Fremden abhängig machen. Es stimmt, dass deine Leseprobe sehr viele Fehler enthält. Vor einer Veröffentlichung solltest du das Buch auf jeden Fall von jemandem Korrektur lesen lassen, der sich mit Rechtschreibung und Zeichensetzung auskennt. In den nächsten Jahren kannst du dir diese Kenntnisse dann selbst aneignen.

Viele Grüße,
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

hugo-wolff
Beiträge: 290
Registriert: 20.11.2012, 15:30

Re:

von hugo-wolff (21.04.2014, 22:27)
Monika K. schrieb:

Ich würde diese Entscheidung daher an deiner Stelle nicht von Fremden abhängig machen


Ich ziehe mir das mal zu (Schriftsteller sind ja so empfindlich... :lol: ) Abgesehen davon glaube ich ohnehin nicht, daß sich das Mädel nochmals meldet. Allerdings bat es ausdrücklich um Verbesserungsvorschläge und von einer 12jährigen darf schon etwas Rechtschreibung erwartet werden. Zumindest im Begrüßungssatz - auf den Inhalt bin ich noch gar nicht eingegangen.

Ich hätte der Kleinen Schreiberin gerne geholfen, weil ich mit 11 Jahren eine ähnliche "Karriere" hingelegt habe. 3 Jahre lang habe ich damals an einem 300seitigen "Roman" mit dem Titel "Der Zeigefinger" geschrieben. Der begann (ich erinnere mich, als wäre es heute) mit den Sätzen: "Ich war in einem Internat. Dort ging es sehr, sehr streng zu..." Es folgte die typische Jungs-Karriere: Erst einen Geheimbund aus Cowboys gegründet (ich war natürlich der Anführer - hart aber gerecht!), dann Kämpfe gegen das Nachbardorf mit seinen (bösen) Indianern. Zum Schluß ritt ich auf meinem Pferd (ach, was sage ich, es war natürlich ein edler Hengst!) in den Sonnenuntergang. Das Werk endete mit dem epochalen Satz: "Und ewig schweigen die Wälder..."

Bis zu meinem 24. Lebensjahr gelang es mir, das Buch zu verstecken, dann gab ich es meiner Freundin zu lesen. Und die schaute mich danach so merkwürdig an, daß ich es in einer heimlichen Zeremonie schnell verbrannte und mir schwor, nie wieder zu schreiben. Den Schwur habe ich allerdings bald gebrochen.

Du siehst, Kleine Schreiberin, aller Anfang ist schwer, aber mach weiter, wie Monika geraten hat.
Ich drück Dir die Daumen.

Servus
hugo

Benutzeravatar
Monika K.
Beiträge: 3175
Registriert: 28.02.2012, 21:45

Re:

von Monika K. (22.04.2014, 08:38)
hugo-wolff hat geschrieben:
Monika K. schrieb:

Ich würde diese Entscheidung daher an deiner Stelle nicht von Fremden abhängig machen


Ich ziehe mir das mal zu (Schriftsteller sind ja so empfindlich... :lol: )


Warum? Damit meinte ich nicht die Autoren, die hier antworten, sondern die Art der Fragestellung. Hier im Forum taucht hin und wieder die Frage auf: "Gefällt euch mein Text? Soll ich weiterschreiben?" Ich stehe auf dem Standpunkt, dass die Antwort auf die erste Frage nichts mit der Antwort auf die zweite Frage zu tun haben sollte. Jeder, der Spaß daran hat, sollte weiterschreiben. Welche Maßnahmen am besten vor einer Veröffentlichung zu ergreifen sind, kann man besprechen, wenn das Buch fertig ist.

Gruß,
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

hugo-wolff
Beiträge: 290
Registriert: 20.11.2012, 15:30

Re:

von hugo-wolff (22.04.2014, 11:19)
Monika schrieb:

Warum?


Weil man das Mädchen damit verunsichert. Da schreibt einerseits einer, die Fragestellung sollte so ausfallen, damit man auch Antwort bekommt und dann widerspricht eine Dritte, das ist schon in Ordnung so, Hauptsache Du schreibst.

Nun könnten wir gerne darüber diskutieren, ob man "Weiter so" und "Verbesserungsvorschläge" getrennt behandeln sollte, nur der Fragestellerin tut man damit keinen Gefallen. Die denkt nämlich inzwischen: Laß doch den Klugscheißer mit seiner bescheuerten Rechtschreibung, ich mach so weiter wie bisher - ist doch viel einfacher.

Nicht falsch verstehen: Ich überlasse das Feld gerne wieder den "Alten Hasen" - warum ich mich überhaupt geäußert habe liegt daran, daß mich das Mädchen an meine Anfänge erinnert hat.

Das walte
Hugo
:D

Benutzeravatar
Monika K.
Beiträge: 3175
Registriert: 28.02.2012, 21:45

Re:

von Monika K. (22.04.2014, 13:21)
hugo-wolff hat geschrieben:
Nicht falsch verstehen: Ich überlasse das Feld gerne wieder den "Alten Hasen"


Warum? Hier kann sich doch jeder äußern. Außerdem verhältst du dich schon wie ein paar der "alten Hasen", indem du dir - zumindest empfinde ich das gerade so - einzelne Sätze meiner Antwort herauspickst und Sachen hineininterpretierst, die ich nicht geschrieben habe, statt meine Aussagen in ihrer Gesamtheit zu betrachten. Aus welchem Teil meiner Antwort "Es stimmt, dass deine Leseprobe sehr viele Fehler enthält. Vor einer Veröffentlichung solltest du das Buch auf jeden Fall von jemandem Korrektur lesen lassen, der sich mit Rechtschreibung und Zeichensetzung auskennt. In den nächsten Jahren kannst du dir diese Kenntnisse dann selbst aneignen." du schließt, dass ich der Ansicht sei, die Dame müsse ihre Rechtschreibkenntnisse nicht verbessern und könne "so weitermachen wie bisher", kann ich leider nicht nachvollziehen. Dass man das mit 12 noch nicht beherrscht und auch nicht über Nacht lernen kann, müsste doch jedem klar sein. In meinen Augen ist es nicht notwendig, das Schreiben zu unterbrechen, bis man das viel gepriesene "Handwerkszeug" perfekt beherrscht, sondern man kann beides parallel in Angriff nehmen: das Schreiben und das Erlernen der Feinheiten der deutschen Sprache. Das hast du damals doch sicherlich auch so gemacht, oder warst du von Anfang an perfekt? Wenn das Buch fertig ist, kann man es entweder überarbeiten lassen und dabei sehr viel lernen, oder man überarbeitet es selbst, weil man in der Zwischenzeit schon sehr viel selbst gelernt hat und merkt, was an einem Text nicht stimmt. Ich unterscheide ganz klar zwischen "schreiben" und "veröffentlichen". Jeder Opernsänger war übrigens irgendwann einmal eine trällerndes Kleinkind, das nicht wusste, was ein Kammerton ist.

Es ist schon erstaunlich, dass man hier nicht einfach seine Ansicht äußern kann, ohne sich hinterher mehrmals erklären und rechtfertigen zu müssen. Wenn mein erster Kommentar so schwer zu verstehen ist, beantworte ich natürlich gerne weiterhin Fragen dazu und formuliere ihn auch um, wenn es dringend erforderlich ist. Ansonsten habe ich eigentlich schon längst alles gesagt, was ich zu dem Thema sagen wollte. angle: Diskutieren um des Diskutierens willen liegt mir nicht.

Gruß,
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

Bardioc
Beiträge: 310
Registriert: 18.03.2014, 15:54

Re:

von Bardioc (22.04.2014, 14:03)
Monika K. hat geschrieben:
Es ist schon erstaunlich, dass man hier nicht einfach seine Ansicht äußern kann, ohne sich hinterher mehrmals erklären und rechtfertigen zu müssen. Wenn mein erster Kommentar so schwer zu verstehen ist, beantworte ich natürlich gerne weiterhin Fragen dazu und formuliere ihn auch um, wenn es dringend erforderlich ist. Ansonsten habe ich eigentlich schon längst alles gesagt, was ich zu dem Thema sagen wollte. angle: Diskutieren um des Diskutierens willen liegt mir nicht.

Ja, leider ist das so, und nicht nur in diesem Forum. Viele Leute wollen nicht verstehen, und das ist traurig, weil es den Sinn des Schreibens ad absurdum führt.

hugo-wolff
Beiträge: 290
Registriert: 20.11.2012, 15:30

Re:

von hugo-wolff (22.04.2014, 14:05)
Monika schrieb:

Diskutieren um des Diskutierens willen liegt mir nicht.


Ich fang mal mit dem letzten Satz an. Denn das ist genau der springende Punkt, warum es in diesem Forum nicht klappt. Es ist ein Diskussionsforum. Ein Platz für Menschen, die sich über Literatur (auch die eigene) austauschen. Und was passiert nun? Genau das, das ich der Kleinen Nachwuchsschreiberin in meiner 1. Antwort schrieb. Ich zitiere mich mal selbst.

... Du mußt also Kritik vertragen können. Wenn dem nicht so ist (z.B. weil Du dann gleich beleidigt, entmutigt oder zornig bist), dann sag es lieber gleich.


Ich habe Dich kritisiert, indirekt, aber immerhin. Das darf ich und ich habe es ausführlich begründet. Du hast eine andere Meinung - das ist vollkommen in Ordnung. Wir haben beide den anderen zu tolerieren. Das bedeutet keine Niederlage, für keinen von uns. Sind wir uns soweit einig? Prima.

Außerdem verhältst du dich schon wie ein paar der "alten Hasen", indem du dir - zumindest empfinde ich das gerade so - einzelne Sätze meiner Antwort herauspickst und Sachen hineininterpretierst, die ich nicht geschrieben habe, statt meine Aussagen in ihrer Gesamtheit zu betrachten


Das ist nicht richtig, auch wenn Du es so empfindest. Lies bitte meine Postings hier im Thread, sie beweisen das Gegenteil. Und keine Sorge: Ich werde nicht das Verhalten einiger "Alter Hasen" annehmen. Ich lese hier seit Jahren mit und kenne das zu gut. Es ist ein Grund, warum ich eigentlich nichts mehr zu dem Thema sagen wollte.

Dass man das mit 12 (die Rechtschreibung, der Red.) noch nicht beherrscht und auch nicht über Nacht lernen kann, müsste doch jedem klar sein. In meinen Augen ist es nicht notwendig, das Schreiben zu unterbrechen, bis man das viel gepriesene "Handwerkszeug" perfekt beherrscht, sondern man kann beides parallel in Angriff nehmen: das Schreiben und das Erlernen der Feinheiten der deutschen Sprache. Das hast du damals doch sicherlich auch so gemacht, oder warst du von Anfang an perfekt?


Du hast offensichtlich meine Postings tatsächlich nicht gelesen, denn noch deutlicher, wie ich meinen "schriftstellerischen Werdegang" und sein glorreiches Scheitern erzählt habe, geht es nun wirklich nicht.

Das Einzige, was mich aber wirklich ein wenig traurig stimmt, ist, daß das Mädel inzwischen (wie befürchtet) wie so viele andere das Weite gesucht hat.

Gruß
Hugo

hugo-wolff
Beiträge: 290
Registriert: 20.11.2012, 15:30

Re:

von hugo-wolff (22.04.2014, 14:10)
Bardioc,

auch Du sollst eine Antwort haben, weil ich gerade noch online bin. Du schreibst:

Viele Leute wollen nicht verstehen, und das ist traurig, weil es den Sinn des Schreibens ad absurdum führt.


Erkläre mir doch bitte den Sinn des Schreibens. Der hat sich mir immer noch nicht erschlossen.

Gruß
hugo

Benutzeravatar
Siegfried
Beiträge: 5678
Registriert: 09.07.2008, 01:14
Wohnort: e-mail: dbs@digibuchservice.de

Re:

von Siegfried (22.04.2014, 18:51)
hugo-wolff hat geschrieben:
Das Einzige, was mich aber wirklich ein wenig traurig stimmt, ist, daß das Mädel inzwischen (wie befürchtet) wie so viele andere das Weite gesucht hat.


Die Frage ist, warum "Kleine Schreiberin123" scheinbar/anscheinend das Weite gesucht hat.

Vermutung 1: Sie ist von ihren eigene Fähigkeiten und der Qualität ihres Textes völlig überzeugt - und nun auf eine gegenteilige Meinung gestoßen. Das hat ihr schwer zugesetzt und sie verkriecht sich in ihr Mauseloch.

Vermutung 2: Sie hat plötzlich gemerkt, dass Schreiben eben nicht nur Fantasie und Worte in eine Textverarbeitung bringen ist, sondern Schwerstarbeit. Und dass Schreiben etwas mit dem Schulunterricht zu tun hat. Das schreckt ab. Gewaltig.

Vermutung 3: Sie hat sich als ganz kleiner Fisch in das Haifischbecken "Veröffentlichung" begeben und schaut nun entsetzt in die Reißzähne des Schriftstellerlebens. Öffentlichkeit heißt immer Risiko. Dieses Risiko ist ihr erst jetzt bewusst geworden.

Es gibt sicher noch viele andere mögliche Gründe. Erfahren werden wir sie vermutlich nie.

Die Frage nach der "Sicht" (eigentlich: Erzählperspektive) fand ich spannend - schließlich gibt es viele, die gar keine Anstrengungen in diese Richtung machen und einfach so auf Teufel komm raus erzählen. Die Frage nach den Namen für die Hauptfiguren fand ich verwirrend. Weil Namensfindung mit Fantasie zu tun hat - Grundvoraussetzung für jede schöpferische Tätigkeit.

Ein einfaches "Weiter so!" gilt nur für Texte, die nie das Licht der Öffentlichkeit erreichen. Wer für sich privat schreibt - vielleicht finden wir hier den "Sinn des Schreibens" -, der kann schreiben, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, auch mit allen Kommafehlern der Welt. In dem Moment aber, wo es in die Öffentlichkeit geht, sieht die Sache ganz anders aus. Und das Forum hier ist die Öffentlichkeit. Wer mir also einen schlecht redigierten Text vorsetzt, soll sich nicht wundern, dass ich die Lektüre nach den ersten drei Sätzen abbreche. Verlagslektoren habe einen ähnlich gestrickten Geduldsfaden. Die Ausrede "Dafür gibt es ein Korrektorat" zählt im Verlagswesen nicht.
Korrektorat: 1,- Euro pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite // alle Preise zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

hugo-wolff
Beiträge: 290
Registriert: 20.11.2012, 15:30

Re:

von hugo-wolff (22.04.2014, 22:40)
Vermutung 3 ist richtig.

Und es ist meine Schuld, daß ich das nicht vorher gesehen habe, denn lange genug lese ich hier bereits mit. Über Google hätte ich sicher ein passendes Forum für junge Schriftsteller gefunden.

Wie soll ein junger Mensch denn mit solch einer Situation fertig werden, wenn nicht einmal Erwachsene in der Lage sind, konfliktfrei ein paar Ratschläge zu geben.

Ich wäre in dem Alter wohl auch davon gelaufen.

Gruß
hugo

Zurück zu „Textfeedback“


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Über BoD

BoD™ ist die führende deutsche Self-Publishing-Plattform. Seit mehr als 20 Jahren sind wir die Anlaufstelle für das einfache, schnelle und verlagsunabhängige Veröffentlichen von Büchern und E-Books. Bereits mehr als 40.000 Autoren haben sich mit uns den Traum vom eigenen Buch erfüllt.