7-jähriges Autorenjubiläum

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MichaelHA
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7-jähriges Autorenjubiläum

von MichaelHA (11.05.2014, 08:24)
Nun blicke ich auf 7 Jahre Autorendasein zurück, begonnen habe ich beim De Holtes Verlag, der recht schnell danach sein "Dasein" einstellte. Gleichzeitig begann ich damit einige Werke als Selbstverlagstitel zu veröffentlichen. 2009 veröffentlichte ich dann mein erstes Werk bei BOD, Herausgeberin war damals meine Tochter Saskia. Nachdem erst einmal der Anfang gemacht war, brachte ich es im Laufe der Zeit alleine auf 11 Titel bei BOD, mit einer Gesamtauflage, alleine bei BOD, von über 1200 Exemplaren.

Obwohl ich damit nur mäßig verdiente, denn die "Werbungskosten" des Autorenberufs sind enorm, bin ich heute froh, den Weg zu BOD gefunden zu haben. Und auch ein kurzer Ausflug zu GRIN konnte mich nicht davon abhalten, auch weiterhin BOD als mein wesentliches Verlagsstandbein im Selfpublishing zu betrachten.

Ich kann, rückblickend auf nunmehr 7 Jahre Schriftstellertätigkeit, auch jedem Neuling, der nicht gleich Aufnahme in einem der etablierten Publikumsverlage findet, raten doch einen Versuch mit BOD zu machen. Die Abwicklung ist unkompliziert, und die Vertragsbedingungen sind mittlerweile derart günstig für den Autor, als dass ich mit Fug und Recht wohl sagen kann, im Bereich des Selfpublishing ist BOD unschlagbar mit seinen Leistungen und auch der Verlagsservice von BOD ist einmalig in der bundesdeutschen Selfpublishingszene.

Beste Grüße

MichaelHA

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ricochet
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Re: 7-jähriges Autorenjubiläum

von ricochet (11.05.2014, 09:00)
MichaelHA hat geschrieben:
BOD ist einmalig in der bundesdeutschen Selfpublishingszene.


Sobald BoD (wie üblich) die ISBN beisteuert ist es NICHT Eigenverlag, sondern Fremdverlag. Das Angenehme ist "nur", dass sich BoD so wenig wie möglich in Inhalt und Gestaltung einmischt, aber das ändert nichts am formalrechtlichen Status Fremdverlag.
Eigenverlag liegt dann vor, wenn du selbst die ISBN beisteuerst, oder auf diese verzichtest. Dann fungiert nämlich BoD als Druckerei wie jede andere auch. Nach 41 Jahren aktiven Daseins als Schreiberling kannst du mir vertrauen, Michael. :wink: :wink:
Die Unterscheidung ist wichtig, u. a. weil du mit Eigenverlag i. d. R. in der Öffentlichkeit nicht (wirklich) ernst genommen wirst.

LG


rico
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Asphaltmann
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Re:

von Asphaltmann (31.05.2014, 08:27)
Der Traum vom eigenen Buch

Autoren werden von unseriösen Verlagen zur Kasse gebeten

Von Tom Velten

Seit einiger Zeit schreibe ich ein Buch über mein Leben, vom Aufwachsen in Halberstadt über die Haftzeit in der DDR wegen versuchten Grenzübertritts in die BRD, die Zeit der Obdachlosigkeit nach der Wende bis zu meinen Erlebnissen als Asphalt-Verkäufer in Celle. Es werden wohl so 250 Seiten werden. Gleichzeitig suche ich einen Verlag, der es veröffentlicht. Rund 50 Verlage habe ich bereits per Brief mit einem Exposé und einer Leseprobe angeschrieben - viele werben auf ihren Webseiten mit Formulierungen wie „Autoren gesucht“. Dabei mache ich meine eigenen Erfahrungen, wobei mir oft ordentlich die Ohren schlackern.

Einmal bekam ich Post mit einem vorgefertigten Vertrag zugeschickt. Nach einem lobenden Schreiben, auf blendend schönem Papier über mein eingereichtes Manuskript entdeckte ich folgenden Absatz: „Es ist heute üblich, dass das Buchprojekt – wenn es in Druck, Werbung und Vertrieb glänzen soll – vom Autor bzw. Autorin finanziell abgesichert wird mit dem Vorteil, dass der Ladenpreis dennoch niedrig gehalten werden kann und das Buch sich nicht innerhalb von nur drei Monaten für den Verlag rechnen muss.” Es folgte der Hinweis, dass der Erfolg des Debüts über die schriftstellerische Zukunft seines Verfassers entscheide und das großzügige Autorenhonorar für den eigenen finanziellen Einsatz binnen kürzester Zeit entschädige.

Ob es überhaupt ein Honorar für den Autoren gibt, hängt von der Zahl der verkauften Bücher ab - erstmal werden sie vom Verlag ordentlich zur Kasse gebeten. Dabei versuchen sie die Eitelkeit der Autoren auszunutzen. Kurze Zeit nach der Einreichung meiner Unterlagen bekam ich z.B. folgende Antwort von einer leitenden Lektorin: “Unter meinem Vorsitz hat die Lektorenkonferenz eine klare Entscheidung getroffen. Die Lektoren haben die Veröffentlichung Ihres Manuskriptes befürwortet.” So schnell konnte niemand meine Seiten gelesen haben, doch darum ging es auch nicht. Viel wichtiger war der beigelegte Vertrag mit fünf unterschiedlichen Optionen zur Auswahl. 7312 Euro hätte mich die Veröffentlichung bei einem Autorenhonorar von zehn Prozent ab dem 1000. verkauften Exemplar gekostet. Ich hätte mich auch für einen eigenen Honoraranteil von 30 Prozent ab dem ersten verkauften Buch entscheiden können - aber nur, wenn ich zunächst einmal 18 484 Euro hinblättere. Einen frankierten Rückumschlag fügte der Verlag gleich bei, mit der Bitte, den Vertrag zu unterschreiben und schnell zurück zu schicken. Natürlich unterschrieb ich nicht.

Ein anderer Verlag beschrieb in einem 43 Seiten umfassenden Vertrag vier Modelle der Vermarktung meines Buches, u.a. mit eigener Facebookseite, eigenem Kinospot, Werbeanzeigen auf google, der Präsentation auf den Buchmessen in Leipzig, Frankfurt, Wien, London und New York - wenn ich dafür 14 460 Euro zahle. Auch davon lies ich die Finger. Ich informierte mich mittels Literatur aus dem Handel und der Informationsquellen im Internet über solche zweifelhaften Angebote. Mit lobenden Video- und Briefbotschaften von angeblich zufriedenen Autorinnen und Autoren suchen Zuschussverleger Erstautoren, die bereit sind, viel Geld für die Veröffentlichung ihres Buches hinzublättern.

Wer sich darauf einlässt, dem kann es passieren, dass er von unseriösen Verlagen später noch einmal zur Kasse gebeten wird. Ich habe Schreiben von Verlagen an ihre Autoren gelesen, in denen es z.B. heißt: “Um weiteren Platz in unserem Lager zu schaffen bitten wir Sie, die unverkauften Restbestände aufzukaufen. Wir kommen Ihnen gerne entgegen und geben für den Aufkauf Ihrerseits einen Rabatt von 40 Prozent.“ Der ahnungslose Autor bezahlt hierbei noch einmal mehrere tausend Euro für sein eigenes Buch.

Zudem versuchen einige Verleger mit ihrem klingenden Namen zu locken. Da gibt es die Weimarer Schillerpresse, den Fouqué Literaturverlag oder den August von Goethe Literaturverlag. Ich lasse mich von solchen unseriösen Angeboten genauso wenig unterkriegen wie von den zahlreichen Absagen, die oft so oder ähnlich formuliert sind: “Wir sehen leider keine Möglichkeit, Ihre Arbeit im Rahmen unseres Programms zu veröffentlichen. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir unsere Entscheidung nicht näher begründen können; bei der Vielzahl von Angeboten, die wir täglich erhalten, ist dies aus Zeitgründen nicht möglich.”

Genau wie das Lesen und Texten macht es mir viel Spaß, meine Unterlagen Woche für Woche zur Post zu bringen. Ich versuche es immer und immer wieder, bis eines Tages das Telefon klingelt und die ersehnte Nachricht eines Verlages meine Ohren spitzen lässt.

Wer mehr erfahren möchte rund ums Schreiben und Veröffentlichen, kann seriöse Bücher im Autorenhaus Berlin bestellen (www.autorenhaus.de). Sehr zu empfehlen aus diesem Verlag ist das „Autorenhandbuch“ (19,95 Euro) von Sylvia Englert. Auch ein Branchenbuch mit der Auflistung seriöser Verleger ist im Autorenhaus Berlin zu erfragen.

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