Worte

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Seshmosis
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Worte

von Seshmosis (08.08.2014, 13:06)
Ein weiteres Gedicht über das Schreiben.
Für mich ist Lyrik mehr als Spielerei mit angelesenen Worten.

Worte

Keines fliegt dir zu
holen musst du sie dir
Buchstabe für Buchstabe

Vom Wegesrand aufklauben
aus Begegnungen stehlen
von Schmerzen abschneiden
vom Glück absparen

Weil du sonst sprachlos bleibst
in der schrillen Einsamkeit
der Bilder in deinem Kopf

Gerd Scherm
aus "Inmitten der Brombeerhecke"

Paukner

Re:

von Paukner (08.08.2014, 14:59)
Hallo Herr Scherm,

großes Kompliment, mir gefällt ihre Schreibweise immer mehr. Sie finden einfach die richtigen Worte. Da wirkt nichts gezwungen einfach locker und schön zu lesen.

Eine Anmerkung hätte ich vielleicht doch noch, mir fehlen die Satzzeichen. Aber diese haben sie ja gänzlich weggelassen, das tut dem Lese Vergnügen aber keinen Abbruch.

Echt Klasse!

MfG

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ANOUK_F.
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Wohnort: Deutschland

Re:

von ANOUK_F. (08.08.2014, 22:50)
Dieses Gedicht lässt einen erst mal sprachlos stehen. Zu sagen "es ist echt gut" wäre da fast schon profan. Es hat eine Wahnsinnswirkung, die sich zum Ende hin noch steigert.
Ein weiteres tolles Gedicht, das sich nicht um die "Liebe" dreht. Aber Gerd Scherm hat ja bereits mit dem perfekt platzierten Rehlein gezeigt, dass es quasi nichts gibt, worüber er nicht eindrucksvoll schreiben könnte.

Anouk

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