Interview mit der Bestsellerautorin Mara Woolf

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hproentgen
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Interview mit der Bestsellerautorin Mara Woolf

von hproentgen (03.01.2015, 22:04)
Mit der "Mondlichtsaga" hatte sie einen großen Erfolg als Selfpublisherin, jetzt erschien "Federleicht". Woher kamen die Erfolge, wie schreibt und überarbeitet sie? Das alles habe ich sie in dem ausführlichen Interview gefragt.

http://www.textkraft.de/marah-woolf.html

Herzliche Grüße, Hans Peter
Spannung - der Unterleib der Literatur
Von der hohen Kunst, den Leser zu fesseln und auf die Folter zu spannen:
http://www.textkraft.de/spannung-1.html

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Samuriel
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Re:

von Samuriel (04.01.2015, 13:23)
Lieber Hans-Peter,

vielen Dank für das Einstellen des Interviews. Ich hab es grad 'verschlungen' :)

Finde es echt sehr interessant und vor allem, kann ich daraus auch einiges für mich selbst mitnehmen!

Ich würde das Interview gern bei mir auf FB verlinken. Wär das für Dich in Ordnung?

Liebe Grüße
Sammie

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (04.01.2015, 16:36)
Vielen Dank fürs Einstellen des Interviews (auch hier). Ich rate allen hier, sich eingehend damit zu befassen.

Haifischfrau
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hproentgen
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Re:

von hproentgen (04.01.2015, 19:16)
Samuriel hat geschrieben:
Lieber Hans-Peter,

vielen Dank für das Einstellen des Interviews. Ich hab es grad 'verschlungen' :)

Finde es echt sehr interessant und vor allem, kann ich daraus auch einiges für mich selbst mitnehmen!

Ich würde das Interview gern bei mir auf FB verlinken. Wär das für Dich in Ordnung?

Liebe Grüße
Sammie

Danke Sammie, freut mich, dass es dir gefällt. Und natürlich darfst du es gerne bei dir verlinken!

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Samuriel
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Re:

von Samuriel (04.01.2015, 21:55)
hproentgen hat geschrieben:
Und natürlich darfst du es gerne bei dir verlinken!

Herzliche Grüße, Hans Peter


Vielen Dank thumbbup

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Siegfried
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Re: Interview mit der Bestsellerautorin Mara Woolf

von Siegfried (05.01.2015, 00:21)
hproentgen hat geschrieben:
Woher kamen die Erfolge, wie schreibt und überarbeitet sie? Das alles habe ich sie in dem ausführlichen Interview gefragt.


Ein sehr interessantes Interview. Vielen Dank dafür! thumbbup



Was vom Interview bei mir hängengeblieben ist:

    Durchhaltevermögen, Fleiß und eine Portion Glück

    ziemlich harte Arbeit [...] härter als alles, was ich vorher gemacht habe

    Ich schreibe Bücher, damit andere sie lesen

    muss ich nur meine Leser glücklich machen und keinen Kulturredakteur

    Hauptproblem liegt darin, einen Mittelweg zwischen Handwerk und Leidenschaft zu finden

    Lektorat ist Gleichmacherei, Korrektorat ist zu teuer. Diese Zeiten sind eigentlich vorbei

    es in Zukunft noch wichtiger wird, dass Bücher von Selfpublishern handwerklich mit Verlagsbüchern konkurrieren

    mein Mantra an andere Autoren: Lesen, lesen, lesen

    dass es geschickt ist, ein Buch ähnlich wie einen Film aufzuziehen

Am besten gefällt mir das mit der harten Arbeit. :wink:



Was ich im Interview nicht gelesen habe:

    ich sitze vor dem Computer und warte auf die Inspiration

    Talent ist das Ein und Alles beim Schreiben

    ich habe eine Schreibblockade und warte darauf, dass sie durch Warten weggeht

    Ich schreibe vor allem für mich selbst

    Rechtschreibfehler im Text interessieren doch keinen

    ein Lektor verbiegt mich oder mein Buch

    wer Rechtschreibfehler im Text findet, darf sie behalten

    Romane schreibe ich, indem ich einfach drauflos tippe und mich von der Geschichte treiben lasse
Korrektorat: 1,- Euro pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite // alle Preise zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (05.01.2015, 10:42)
Ich kann mich den allgemeinen Lobeshymnen nicht vollumfänglich anschließen. Das sind nur die üblichen Textbausteine, Phrasen und Autorenglaubenssätze - ich erfahre da nichts Neues. Dieses Interview hätte sogar ich geben können, und ich bin alles andere als ein Bestsellerautor.

Und dann die obligatorische Beschäftigung mit dem "Kulturredakteur", das liest man ja praktisch in jedem Interview mit einem Autor, der "Triviales" schreibt ... also dieses dauernd betonte, angebliche Nicht-Schreiben für den Kulturredakteur. Warum eigentlich immer diese Aussage, die den Charakter einer Rechtfertigung hat?

Komplexe?

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W.Waldner
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Re:

von W.Waldner (05.01.2015, 11:52)
Woher kamen die Erfolge?

Die wichtigste Antwort fehlt:

Der/die Autor/in muss mindestens so bescheuert sein wie die Leser/innen.

Aus einer Kundenrezension:

Calum ist natürlich der hübscheste Kerl auf der ganzen Welt und wurde erst kürzlich zum "Sexiest Shellycoat alive" gewählt. Ok, dann ist er eben bildhüsch, hat kein Gramm fett und auf seinem Oberkörper wächst kein Haar weil er aus Stahl ist. Diese Information reicht wenn ich sie einmal lese, hier hatte ich das Gefühl dass auf jeder zweiten Seite erwähnt wird, wie unglaublich dieser Calum doch ist. Sowas ist unglaubwürdig und nervt insbesondere den männlichen Leser. Falls der weiblichen Leserin so etwas gefallen sollte...ich verstehs nicht.
Außerdem wirkt die Liebesgeschichte zwischen Emma und Calum zu sehr aufgesetzt. Ihre "Beziehungsprobleme" sind lächerlich, fast kindisch und zum fremdschämen.

Schade dass aufgrund dieser Beziehung der Rest zur Nebensache wird: egal was gerade passiert, immer wird Calum erwähnt. Selbst der männliche Leser leidet unter so etwas...weil es nervt. Calum hier, Calum dort...Krieg anzetteln...aber was passiert mit Calum?!

http://www.amazon.de/review/RGTT4JFWUAF ... gital-text

Was macht man aber, wenn es höchstens 1000 Leser gibt, die so denken wie man selber? :roll:
Trugschlüsse der Volkswirtschaftslehre

Warum die Geldpolitik 1929-33 die Weltwirtschaftskrise verursacht hat

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W.Waldner
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Re:

von W.Waldner (05.01.2015, 12:07)
Die Sache über den Autor der unter Shakespeare bekannt gewordenen Werke kann man auch nicht ganz so stehen lassen.

Um mich mal völlig unbeliebt zu machen:

Wer das Geheimnis um die unter dem Namen William Shakespeare bekannten Werke enthüllen will, muss vor allem die Frage beantworten, warum die offizielle Shakespeareforschung bis heute an der Behauptung festhält, diese Werke könnten von einem Bürger des Ortes Stratford bei Birmingham verfasst worden sein, der weder fremde Länder noch das Leben der herrschenden Klasse, keine Literatur und keine Sprachen kannte - außer dem, was die Grammar School ihm beigebracht haben könnte.

Joseph Atwill hat die schon von den Dark Lady Players in New York aufgegriffenen religiösen Anspielungen in Shakespeares Werk viel hintergründiger entschlüsselt. Dadurch wird verständlich, warum die Dark Lady der Sonette wohl Amelia Bassano Lanyer und die wirkliche Verfasserin der Werke Shakespeares war, aber bis heute von der offiziellen Shakespeareforschung nicht anerkannt wird.

Die Anspielungen in Shakespeares Werk, die Joseph Atwill mit seinem schon über die Hintergründe der Evangelien bekannten literarischen Scharfblick findet, waren aus guten Gründen nur für die wirklich Eingeweihten gedacht. Man versteht dann auch, warum die offizielle Shakespeareforschung sich weiterhin lieber mit dem Kerl aus Stratford vor jedem belesenen Freund der Literaturgeschichte lächerlich macht. Sie müssen wieder auf einiges gefasst sein, das vor Josef Atwill noch niemand zu deuten und erklären wagte, auch wenn die wirklichen Kenner es sicher schon immer zumindest geahnt hatten - aber dann lieber geschwiegen haben. Viele unverstandenen und rätselhaften Stellen der Werke erhalten plötzlich einen ganz unerwarteten Sinn.

Man sollte "Caesar's Messiah" von Joseph Atwill kennen oder bei der Gelegenheit noch entdecken.

http://www.amazon.de/Shakespeares-Secre ... 1497579619

Hier geht es dann zu den Dark Lady Players für alle, die mal wirklich tiefe Einblicke erhalten und die Werke in ihrem Hintersinn verstehen wollen:

http://www.darkladyplayers.com/
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mtg
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Re:

von mtg (05.01.2015, 12:33)
Klonschaf hat geschrieben:
Ich kann mich den allgemeinen Lobeshymnen nicht vollumfänglich anschließen. Das sind nur die üblichen Textbausteine, Phrasen und Autorenglaubenssätze - ich erfahre da nichts Neues. Dieses Interview hätte sogar ich geben können, und ich bin alles andere als ein Bestsellerautor

Das Spannende an diesem Interview ist doch, dass eine Bestseller-Autorin (die ich zugegebenerweise gar nicht kannte, weil ihr Genre nicht das meine ist) genau die »Grundsätze« als essenziell beschreibt, die üblicherweise gerade von erfolglosen Autoren so vehement bestritten werden.

Zwei Punkte fehlen allerdings wirklich: Glück muss man haben – und zur rechten Zeit am Markt sein. Diese Faktoren sind nicht zu unterschätzen.

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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (05.01.2015, 14:10)
mtg hat geschrieben:
Das Spannende an diesem Interview ist doch, dass eine Bestseller-Autorin (die ich zugegebenerweise gar nicht kannte, weil ihr Genre nicht das meine ist) genau die »Grundsätze« als essenziell beschreibt, die üblicherweise gerade von erfolglosen Autoren so vehement bestritten werden.


Ja, das stimmt schon. Aber besagte Ignoranten lesen so etwas eh nicht, und wenn doch, verfügen sie über eine Art Teflonbeschichtung, sodass alles an ihnen abperlt. Die sind trotz ihrer Erfolglosigkeit zu sehr von sich eingenommen. Ansonsten glaube ich, man könnte irgendeinen Autorenratgeber blind an beliebiger Stelle aufschlagen und mit dem Finger auf eine Textstelle zeigen und würde garantiert eine der Phrasen wiederfinden, die im Interview zu lesen sind.


Ach ja: Habe mir mal eine Textprobe von der Autorin gegeben. Ich finde, das hat schon einen gewissen Charme, da entsteht vom ersten Satz an eine eigene Welt. Da kann man tatsächlich drin abtauchen. Wenn man auf diese Art von Literatur steht und sich drauf einlassen will, ist das sicher 1a Ware. Ich will mich aber nicht drauf einlassen, zu viel Zuckerguss macht Karies.

hproentgen
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Re:

von hproentgen (05.01.2015, 16:41)
Klonschaf hat geschrieben:
Und dann die obligatorische Beschäftigung mit dem "Kulturredakteur", das liest man ja praktisch in jedem Interview mit einem Autor, der "Triviales" schreibt ... also dieses dauernd betonte, angebliche Nicht-Schreiben für den Kulturredakteur. Warum eigentlich immer diese Aussage, die den Charakter einer Rechtfertigung hat?

Komplexe?

Richtig, das liest man häufig. Der Grund dafür ist einfach. Weil ich (und viele andere) in jedem zweiten Feuilletonartikel das Gejammer über den bösen Mainstream lesen muss. Warum? Komplexe?

Nein, im Ernst, nicht jeder Kulturredakteur schreibt so den immer gleichen Quark, das wäre mehr als unfair. Aber es gibt eben auch im Feuilleton Klischees, so wie anderswo auch. Und das Jammern über den Mainstream (mit verächtlich herabgezogener Unterlippe) gehört nun mal dazu.

Herzliche Grüße, Hans Peter Roentgen
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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (05.01.2015, 17:08)
hproentgen hat geschrieben:
Klonschaf hat geschrieben:
Und dann die obligatorische Beschäftigung mit dem "Kulturredakteur", das liest man ja praktisch in jedem Interview mit einem Autor, der "Triviales" schreibt ... also dieses dauernd betonte, angebliche Nicht-Schreiben für den Kulturredakteur. Warum eigentlich immer diese Aussage, die den Charakter einer Rechtfertigung hat?

Komplexe?

Richtig, das liest man häufig. Der Grund dafür ist einfach. Weil ich (und viele andere) in jedem zweiten Feuilletonartikel das Gejammer über den bösen Mainstream lesen muss. Warum? Komplexe?


Möglich. Genau genommen steht bei mir jeder unter Komplex-Verdacht, der stur im Lagerdenken verharrt.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (05.01.2015, 17:16)
Bitte hier in diesem Diskussionsfaden melden, wer für den Kulturredakteur schreibt und dafür auf Leser, die das Buch kaufen würden, verzichtet ...

Meldet sich jemand? :twisted:


Oder machen wir eine Umfrage.

Für wen schreibst du?


O Für meine Leser, weil ich gelesen werden will

O Für den Kulturredakteur, weil ich in die Lokalzeitung möchte

O Für mich bzw. für die Schublade meines Schreibtisches

O Ich schreibe gar nicht, weil Lesen "fölig plöt" ist

O Ich schreibe, weil Revolutionäre immer schreiben und irgendwann Rache nehmen
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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (05.01.2015, 17:51)
Siegfried, da fehlt aber was!!



O ich bin selbst Kulturredakteur und schreibe ganz bewusst nur für mich und meine Schublade, weil erst künftige Generationen die überragende Bedeutung meines Werks zu erkennen vermögen


angle:

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