Ein Bod-Buch im Buchladen vor vier Wochen bestellt

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chiquitita
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Ein Bod-Buch im Buchladen vor vier Wochen bestellt

von chiquitita (18.11.2007, 21:59)
Vor vier Wochen habe ich bewußt nicht bei Amazon sondern beim ganz normalen Buchladen bei mir um die Ecke Amalias "Comtesse" bestellt. Ich wollte einfach einmal testen, wie lange der Kunde auf sein Buch warten muss. Nun, ich warte seit vier Wochen. Der Buchhändler tröstete mich mit den Worten: Bei Bod dauert das etwas länger.
Man sollte einfach bedenken, dass nicht jeder überhaupt im Internet bestellt. Wenn eine Rezension in irgendeiner Zeitung erscheint, rennen doch viele Leute noch zu ihrer Buchhandlung. Wenn sie dann solch lange Wartezeiten mitgeteilt bekommen, haben sie vielleicht schon das Interesse an dem Buch verloren oder sind zumindest sauer - so wie ich.
Kein Wunder, es tut sich nichts in der Verkaufsstatistik. Ich werde das noch ein paarmal testen. Sollte das die Regel sein, werde ich wohl nicht mehr bei BoD veröffentlichen. Entweder ein "richtiger" Verlag oder gar kein Buch mehr. So, jetzt bin ich meinen Zorn los.
Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Bestellt doch einmal zu Testzwecken ein Buch (zur Not Euer eigenes), um Klarheit über die Lieferzeiten zu bekommen.
Wütende Grüße
Uschi

matthiasgerschwitz

Re:

von matthiasgerschwitz (18.11.2007, 22:03)
Oha ... :cry:

Nach meinen Erfahrungen mit den Rezensionsexemplaren habe ich das schon befürchtet...


Matthias

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Bärentante
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Re:

von Bärentante (18.11.2007, 22:54)
Ich habe auch schon einmal als Test versucht, mein Buch zu bestellen. Da bekam ich zur Antwort, dass es nicht existiert. Erst auf meine wiederholte Bitte hat man widerwillig in einem anderen "System" nachgesehen. Voilà, da war es aufgelistet. Aber bestellen wollte man es trotzdem nicht. Begründung: Zu kompliziert in der Abwicklung, daran verdient man nichts mehr. Mit dem angeschlossenen Barsortimenter, der es nicht verzeichnet hatte, läuft alles automatisch per Knopfdruck - Bestellung, Lieferung, Abrechnung.

(Habe seit diesem Vorfall diese Buchhandlung nicht mehr aufgesucht. Fahre lieber jedes Mal nach Frankfurt, wenn ich ein Buch kaufen will.) :lol:
Liebe Grüße
Christel

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ChrisK
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Re:

von ChrisK (18.11.2007, 23:01)
Vier Wochen ist in der Tat zu lang. 14 Tage war bei meinen Tests bisher das Maximum.
Gruß
Chris

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Judith
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Re:

von Judith (18.11.2007, 23:12)
Ich hab's bisher nur über Amazon und buch24 versucht. Waren knapp 2 Wochen über buch24 und etwas über 2 Wochen bei Amazon.

Grüßle,
Judith
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chiquitita
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Re:

von chiquitita (18.11.2007, 23:36)
Judith, versuch doch mal eines Deiner Bücher in einem ganz normalen Buchladen in Deiner Gegend zu bestellen. Ich glaube immer noch, dass die meisten Bücher im Buchladen gekauft oder bestellt werden. Nicht umsonst haben wir in Ulm drei große Buchhandlungen in einer Straße (Hugendubel, Gondrom, Herwig). Ich fürchte, den meisten geht es wie mir (lange Wartezeit) oder wie Bärentante (kein Interesse das Buch überhaupt zu bestellen). Ich vermute, es liegt daran, dass nun viele Leute bei einem Preis von 39,00 Euro BoD zuschütten mit Aufträgen.
Ich glaube, ich bleibe beim Schreiben meiner Kurzgeschichten. Das ist einfach und problemlos (und bringt auch mehr Geld. Die Geschichten einmal geschrieben und bis zu 12 x veröffentlicht)- da kann zumindest mein Buch nicht mithalten.
Gruss Uschi

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Judith
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Re:

von Judith (18.11.2007, 23:56)
Hallo Uschi,

die umliegenden Buchhandlungen haben alle meine Bücher in Kommission. :wink: Aber falls mein Stapel vom Tanzroman mal knapp wird, werde ich eine Testbestellung machen.

Grüßle,
Judith
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Jutta Ploessner
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Re:

von Jutta Ploessner (19.11.2007, 03:16)
Hallo zusammen!

Von deutschen Lesern, die mein Buch gekauft haben, weiß ich, dass deutsche Buchhandlungen in zwei verschiedene "Lager" gespalten sind. Da gibt es die zwei großen Buchgroßhändler Lingenbrink (Libri) und Koch, Neff & Oetinger, die Marktführer und die (hochnäsige) Konkurrenz. Ich hatte mit denen mal telefoniert und dabei zu hören bekommen, dass sie auf keinen Fall BoD-Bücher in ihr Programm aufnehmen werden. So, als wären diese etwas Anrüchiges!

Allerdings werden BoD-Bücher über den Koch, Neff + Oetinger Bücherwagen auch an andere Buchhandlungen ausgeliefert, wenn diese direkt bei BoD bestellen.

Einmal mailte mich eine Frau an, weil ihre Buchhandlung mein Buch nicht bestellen konnte. Sie hatten es nicht im Katalog, weil sie ihre Bücher nur über Koch, Neff & Oetinger bezogen. Nachdem ich ihr diesen Tipp gegeben hatte, klappte es. Ich fand das ziemlich frustrierend, denn ich dachte an die ganzen anderen unbekannten Interessenten, die in einem solchen Fall sicher aufgegeben haben.

Deshalb hatte ich dann auch bei KNO angerufen. Wobei mir zum ersten Mal klar wurde, dass BoD-Autoren offenbar nur Autoren dritter Klasse sind und ich wünschte, nichts damit angefangen zu haben ...

Über lange Wartezeiten hat jedoch bisher noch niemand geklagt.

Liebe Uschi, ich verstehe deine Wut. Ich habe ehrlich gesagt BoD längst aufgegeben. Das läuft nur so nebenher, aber dazu ist mir mein Buch zu schade. Deshalb habe ich es jetzt auch einem Verlag angeboten.

Das würde ich auch dir empfehlen. Habe die Leseprobe auf deiner Webseite gelesen. Dein Buch klingt nett und interessant.

Wünsche dir viel Erfolg damit - one way or another ... thumbbup
Liebe Grüße von Jutta aus British Columbia

Jutta's Autoren-Homepage
Dale und Jutta's Wildnistouren

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Axel
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Re:

von Axel (19.11.2007, 08:31)
Ja, die Lieferzeiten sind eindeutig zu lang. Rechnet man dann noch den Ärger mit amazon etc. hinzu, wird die Sache zunehmend unattraktiv. Ich denke auch, dass ich nicht mehr über BoD veröffentlichen werde. Bei dem Preis wird BoD vermutlich mit Buchaufträgen zugeschüttet, die Menge scheint mir vom Personal und den Druckmaschinen her nicht mehr zu bewältigen. Oder es hapert an der Kommunikation mit den Großhändlern. 4 Wochen Lieferzeit bzw. bei Amazon nur Verfügbarkeit über Drittanbieter ist in meinen Augen kein "on demand" mehr. Da muss dringend was passieren.

Versailles
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Wo hakt es - und wer will noch??

von Versailles (19.11.2007, 09:05)
Hallo zusammen,

hier meldet sich die gebeutelte Autorin, die so gern ein weiteres Buch an Uschi verkauft hätte, wenn doch die Vertriebskette mitspielen würde!
cry::

Als du, Uschi, mir vor vier Wochen - ist es wirklich schon so lange her? - erzähltest, dass du meinen Titel bewusst über eine Buchhandlung bestellen wirst, war ich noch guter Dinge.
Aber jetzt stelle ich den Vertriebsweg Buchhandlung/BoD in Frage. Solange Großbestellungen eingehen, wird fleissig gedruckt, denn meine Eigenauflage kam bisher recht zügig (8-14 Tage - alles super), aber Einzelstücke versauern irgendwo im Nirgendwo?

Ich wüsste wirklich gerne, wo es hakt, bevor ich auf BoD herumhacke!

Deshalb hier ein Pool-interner Aufruf in eigener Sache >>> für alle, die eine "Comtesse" vor Weihnachten haben und/oder passend zum Fest verschenken möchten: ich habe noch einige Exemplare vorrätig
Bei mir bekommt ihr sie auf Wunsch mit Widmung - versandkostenfrei innerhalb Deutschlands - Lieferung in wenigen Tagen - PayPal-Zahlung bzw. Vorkasse möglich. Willkommen auf http://www.comtesse-heloise.de/8.html

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit
Amalia




p.s. Quotes von der BoD-Website (über BoD)
Pro Jahr werden über 10.000 Titel über BoD veröffentlicht. Zurzeit nimmt BoD täglich durchschnittlich elf neue Buchprojekte an.
da hat man natürlich keine Zeit, ein einzelnes Buch zu drucken? blink3
BoD vertreibt mehr als eine Million Bücher pro Jahr. Mehr als fünf Millionen BoD-Bücher stehen weltweit in den Bücherregalen.
+
Starke Partner im Buchhandel: Aufgrund unserer direkten Anbindung an den Buchhandel ist Ihr Buch lückenlos in allen Buchhandlungen im deutschsprachigen Raum und in über 1.000 Online-Buchshops verfügbar.
+
Sie schreiben – wir kümmern uns um den Rest. Wir erledigen für Sie alles: von der Bestellabwicklung, dem Versand (auch der gesetzlich festgeschriebenen Pflichtexemplare an die "Deutsche Nationalbibliothek"), der Abrechnung mit dem Buchhandel bis hin...
no comment
DIE COMTESSE ab sofort als "EDITION BOD"
www.comtesse-heloise.de

Autorenphoto von J. Nemeth, Photostudio Kannengiesser, 58095 Hagen (2007)

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (19.11.2007, 11:24)
Hallo Amalia,
das, was ich jetzt von mir gebe, ist nur Halbwissen, also bitte mit Vorsicht genießen. blink3
Es KANN sein, dass Bod (nochmal - ich will sie nicht schlechtmachen) gar kein einzelnes Buch druckt. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, dass ein Gesetz verbietet, Produkte herzustellen, die in der Produktion teurer sind, als sie im Verkauf einbringen können.
Ein einzelnes Buch im Digitaldruck herzustellen ist sehr teuer. Ok, Bod nutzt größenteils das gleiche Format, so dass sich die Herstellung eines einzelnen Titels wieder relativieren könnte, aber auch ein einzelner Titel braucht für sich Rüstzeiten, die Auswahl des Papieres, den Arbeiter, der sich für dieses Buch an die Mascine stellt, etc.
Möglicherweise geht es bei Bod deshalb manchmal so langsam. Vielleicht gibt es bei Amazon deshalb manchmal so lange Wartezeiten. Bod wartet so lange, bis mehrere Bestellungen eingegangen sind und druckt erst dann (was man ihnen auch nicht verübeln kann - Bod muss schließlich auch wirtschaftlich arbeiten.) Wenn du für dich selbst Exemplare bestellst, geht das natürlich schneller, weil du mehrere bestellst, und dann "lohnt" der Druck wieder.
Ich habe vor drei-vier Jahren mal telefonsich in diese Richtung angefragt, wurde aber recht "barsch" zusammengestaucht.
Also, ich weiß es nicht genau - könnte aber der "Knackpunkt" sein.

Gruß

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hawepe
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Re:

von hawepe (19.11.2007, 11:35)
Hallo Hakket,

Hakket hat geschrieben:
ch bin mir nicht sicher, aber ich glaube, dass ein Gesetz verbietet, Produkte herzustellen, die in der Produktion teurer sind, als sie im Verkauf einbringen können.


Warum soll das verboten sein? Da duerften hier vermutlich die meisten keine Buecher veroeffentlichen, weil die Chance, damit jemals einen Gewinn zu machen, gegen Null tendieren.

Es stimmt, dass in bestimmten Bereichen Quersubventionierungen unzulaessig sind, aber das steht meistens in Verbindung mit staatlichen Subventionen und Reglementierungen.

Ein einzelnes Buch im Digitaldruck herzustellen ist sehr teuer.


Der grosse Vorteil des Digitaldrucks ist gerade, dass die Unterschiede zwischen Einzelexemplaren und Grossauflagen schrumpfen.

Ganz unabhaengig davon zwingt aber niemand BoD und Co. zu ihrer Preiskalkulation. Ich kann meinen Kunden auch nicht sagen, "Oh, sie wollen nur vier Seiten gesetzt haben? Nein, da muessen sie warten, bis ich meinen PC ohnehin wieder hochfahre." Wenn mir solche Auftraege nicht passen, muss ich sie von vorneherein ausschliessen.

Ich finde es uebrigens immer wieder erstaunlich, wieviel Verstaendnis fuer die schlampige Arbeitsweise von Unternehmen aufgebracht wird.

Beste Gruesse,

Heinz.

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (19.11.2007, 11:42)
Hallo hawepe,
ich meine, es geht auch nicht um den Gewinn, es geht darum, dass die Herstellungskosten den Verkaufspreis nicht übersteigen dürfen - man würde dann ja "bewusst" minus machen. Aber wir gesagt, ich bin mir nicht sicher.

gruß

matthiasgerschwitz

Re:

von matthiasgerschwitz (19.11.2007, 13:43)
Hakket hat geschrieben:
ich meine, es geht auch nicht um den Gewinn, es geht darum, dass die Herstellungskosten den Verkaufspreis nicht übersteigen dürfen - man würde dann ja "bewusst" minus machen. Aber wir gesagt, ich bin mir nicht sicher.


Andersrum wird ein Schuh draus: Es ist mittlerweile gesetzlich verboten, unter Einstandspreis (Einkaufspreis) zu verkaufen. Paradebeispiel von vor etlichen Jahren: MIlka-Schokolade im Lebensmitteleinzelhandel. Einkauf DM 1,09, Verkauf: DM 0,99. Diesem Treiben ist kürzlich per Gesetz ein Riegel vorgeschoben worden - aber aus Wettbewerbsgründen, nämlich zur Verhinderung unlauteren Wettbewerbs. Und nicht etwa, um den Handel vor einem Verlust zu schützen...

Beste Grüße
Matthias

Versailles
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Re:

von Versailles (19.11.2007, 15:04)
Hallo zusammen,

@ Hakket, im Grunde habe ich verstanden, was du meinst. BoD stellt sich (vermutlich) nicht hin und ruckt erst eine Comtesse, dann eine Katze (von dir) und dann vielleicht gerade noch das Aussteigerabenteuer von Uschi, um dann wieder eine Comtesse zu drucken. Leuchtet ein.

Letztlich läuft es also darauf hinaus, dass ich mich entsprechend selbst bevorrate und den Verkauf organisiere. Ist jetzt nicht das größte Übel, aber wie oben schon erwähnt, bietet BoD auch anderes an (Buchhandel etc.).

@ Uschi, ich habe soeben im System gesehen, dass meine Verkaufszahl um genau "1" gestiegen ist. Das wird doch jetzt wohl nicht dein Exemplar sein? :roll:
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