Erste Lesung mit Signierstunde -- was muss ich beachten?

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


Mayk
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Erste Lesung mit Signierstunde -- was muss ich beachten?

von Mayk (01.02.2015, 11:07)
Moin,

mich schrieb gerade jemand an wegen einer lesung inkl. signierstunde ... setting wär ein träumchen, und ich bin natürlich furchtbar aufgeregt. jetzt wüsste ich gern, was man da beachten muss. vor allem interessiert mich, ob ich die bücher als autor selbst beziehen und verkaufen kann, oder ob eine buchhandlung involviert sein MUSS.
da wir hier doch sehr dörflich leben, will ich keinesfalls, dass die örtliche buchhandlung sich übergangen fühlt o.ä.

Für jeden Tipp erfahrener kollegInnen dankt

Mayk

p.s. kann gerade nur am smartphone tippseln, daher entschuldigt die fehlende großschreibung. nervt.

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mtg
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Re:

von mtg (01.02.2015, 12:06)
Hi Mayk,

ja ... so schnell wird man entjungfert :-)

Scherz beiseite. Es kommt drauf an, wo Du die Lesung machst. Ist der Veranstalter eine Buchhandlung, ist es sinnvoll, sich vorher mit dem Buchhändler in Verbindung zu setzen, ob – und in welcher Form – Ihr beim Buchverkauf kooperiert. Früher war das bei BoD-Büchern ziemlich problematisch, weil sie nicht remissionsfähig waren und der Buchhändler im Zweifelsfalle darauf sitzengeblieben ist. Deshalb haben Buchhandlungen oft keien Exemplare bestellt. Das ist heute anders.

Ist Deine Lesung an einem anderen Ort, musst Du die Buchhandung nicht involvieren. Du kannst eine selbst erworbene Kleinauflage verkaufen und den Erlös in die eigene Tasche stecken. Aber auch hier kannst Du mit einer Buchhandlung zusammenarbeiten.

Ich habe das bei einigen Buchhandlungen so gelöst: Ich habe meine eigenen Bücher mitgebracht, die Buchhandlung hat sie verkauft, und ich habe de Buchhandlung die Anzahl der verkauften Bücher zu deren Einkaufspreis (zumeist bekommen Buchhändler 35% Rabatt) berechnet. Andere Möglichkeit: Die Buchhandlung nimmt Eintritt und behält diesen; Du verkaufst Deine eigenen Bücher auf eigene Rechnung.

Im Zweifelsfalle ist immer Kommunikation angesagt ... und wenn daraus eine Kooperation wird, ist es noch schöner.

Mayk
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Re:

von Mayk (01.02.2015, 12:10)
100 Dank für die Expertise, lieber Matthias. Es wäre ein Ausflugsdampfer — geileres Setting für meine Seemannssohnlastigen Liebesgeschichten kann ich mir nicht vorstellen. Hoffe nur inständig, das es nicht noch daran scheitert, dass es um eine schwule Liebesgeschichte geht — aus dem Pressetext wird das ja nicht deutlich, und mehr kennt der Veranstalter wohl noch nicht. Generell ist die Insel in der Hinsicht aber cooler, als mensch meint :) Also bleibt durchaus Hoffnung.

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mtg
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Re:

von mtg (01.02.2015, 12:20)
Lieber Mayk,

das bei sicherlich allen Ausflugsgästen wohlbekannte Lied »Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern« stammt aus der Feder des Textdichters Bruno Balz, der selbst schwul war. Wäre das nicht eine schöne Einführung in die Veranstaltung und den Ort derselben, um auf Deine Geschichten zu kommen?

Merke: Vom Alten zum Neuen – vom Bekannten zum Unbekannten. :-)

Edith ergänzte einen Vokal
Zuletzt geändert von mtg am 01.02.2015, 12:29, insgesamt 1-mal geändert.

Mayk
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Re:

von Mayk (01.02.2015, 12:23)
KRACHER! Das wusste ich noch nicht! 10000 Dank für diese sicher nochmal sehr wertvolle Info! thumbbup love1 smart2

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mtg
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Re:

von mtg (01.02.2015, 12:25)
Frag' einfach den eindimensionalen mtg, dessen Bestreben es ja ist, das Forum zu zerstören – glaubt man den Ausführungen so mancher User :-)

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Re:

von Mayk (01.02.2015, 12:58)
Jaja, ich wusste gleich, warum ich dich leiden kann. :) Habe gerade auch die Bildungslücke noch weiter geschlossen und recherchiert: Der Mann hat ja fantastische Lieder geschrieben. Mein Vater kannte ihn auch nicht, obwohl er mit den Liedern natürlich aufwuchs. Toll! Also Danke nochmal.

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Re:

von Bärentante (01.02.2015, 14:18)
mtg hat geschrieben:
... Früher war das bei BoD-Büchern ziemlich problematisch, weil sie nicht remissionsfähig waren und der Buchhändler im Zweifelsfalle darauf sitzengeblieben ist. Deshalb haben Buchhandlungen oft keine Exemplare bestellt. Das ist heute anders.


Huhu Matthias,

das kann man nicht verallgemeinern.
Wir können bei unserem Winzigstbuchladen-Vertrag mit dem Großhändler die BoD-Bücher zurückgeben, die beim Großhändler vorrätig sind, was aber nur auf wenige BoD-Titel zutrifft. Muss der Großhändler die Bücher selbst besorgen, können wir sie nicht zurückschicken. Doch, können wir schon, aber dann gibt es nur eine minimale Erstattung pro Buch und wir tragen das Porto selbst. Das ist gar kein gutes Geschäft. :wink:

Bei Großbuchhandlungsverträgen gibt es natürlich die von Dir geschilderten Vorteile.
Liebe Grüße
Christel

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mtg
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Re:

von mtg (01.02.2015, 15:04)
Liebe Christel,

aus der Praxis heraus ist Dein Einwand sicherlich berechtigt; daher habe ich ja auch die anderen Möglichkeiten skizziert. Ich denke aber, wir gehen konform, wenn die Grundidee Kommunikation und Kooperation heißt, gell? :-)

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Re:

von Bärentante (01.02.2015, 16:45)
mtg hat geschrieben:
Ich denke aber, wir gehen konform, wenn die Grundidee Kommunikation und Kooperation heißt, gell? :-)


Selbstverständlich! thumbbup

Wollte nur vorbeugen, falls Mayk in einen kleinen Buchladen geht und der ihm eben nicht freudig den Service anbietet, Stapel seiner Bücher zu ordern und auszulegen. :wink:
Liebe Grüße
Christel

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Re:

von Mayk (01.02.2015, 23:55)
Moin,

dir auch Dank für deine Tipps. Tatsächlich hatte ich aber nicht vor, in die Buchhandlung zu latschen, es sei denn, das sei so Usus. Daher die Frage. Ich würde das lieber selbst organisieren, wegen: "Viele Köche verderben den Brei" und so weiter.

Schönen Abend!

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