Die Retter der Republik

Stellt euren Text vor und holt euch Feedback der BoD Community.


Yunis
Beiträge: 4
Registriert: 08.03.2015, 09:00

Die Retter der Republik

von Yunis (08.03.2015, 09:32)
Hallo liebe BoD-Gemeinde,
dies ist mein erster Eintrag in diesem Forum und ich bin mir nicht sicher wie die ganze Sache hier läuft.
Ich arbeite seit einigen Wochen an einem Fantasy/Historien Roman (quasi so eine Art alternative Vergangenheit). Der Umfang ist bereits bei ungefähr 40.000 Wörtern. Da dies mein erster Versuch ist einen Roman zu schreiben, habe ich das Manuskript bisher noch niemandem gezeigt. Ich würde aber gerne hier eine Leseprobe geben, doch weiß ich nicht in welchem Umfang. Ein ganzes Kapitel (ca. 15 Seiten) oder ist das zu lang? Lade ich den Text direkt in das Forum oder kann man hier irgendwo eine PDF hochladen?
Vielen Dank im vorraus.
Yunis

Benutzeravatar
Klonschaf
Beiträge: 532
Registriert: 18.04.2011, 15:35

Re:

von Klonschaf (08.03.2015, 09:53)
Hi Yunis, welcome ... den Text kannste direkt reinkopieren mit strg+c. cheezygrin


Und gleich ein ganzes Kapitel würde ich nicht posten, halt so einen aussagekräftigen Abschnitt.

Grüße

Yunis
Beiträge: 4
Registriert: 08.03.2015, 09:00

Re:

von Yunis (08.03.2015, 10:03)
Deleted
Zuletzt geändert von Yunis am 30.10.2015, 12:43, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Klonschaf
Beiträge: 532
Registriert: 18.04.2011, 15:35

Re:

von Klonschaf (08.03.2015, 10:09)
Du drängst dich als Autor nicht in den Vordergrund, sondern erzählst ganz uneitel eine Geschichte, und du hast auch eine Geschichte zu erzählen.

Sehr gute Sache!

Aber die Sache mit den Kommata ... würde sich lohnen, wenn du dir das draufschaffen würdest, einfach zur Abrundung - ist ja kein Hexenwerk.

Ich nehm mal an, da sagen andere auch noch was dazu.

Yunis
Beiträge: 4
Registriert: 08.03.2015, 09:00

Re:

von Yunis (08.03.2015, 10:20)
Danke für die schnelle Antwort. Werde versuchen die Zeichensetzung zu korrigieren, doch durch das ganze Material durchzugehen wird wohl einige Zeit in Anspruch nehmen. Das nächste was ich hier posten sollte, werde ich vorher gründlich durchgucken.

Benutzeravatar
Klonschaf
Beiträge: 532
Registriert: 18.04.2011, 15:35

Re:

von Klonschaf (08.03.2015, 10:24)
Nee ... fürs hier posten ist das ja nicht tragisch.

Finde es nur schade, wenn jemand an sich echt super schreibt und dann so ne Schwäche bzw. Unsicherheit hat, die an sich leicht zu beheben wäre. Und so viele Fehler sinds ja nicht!

Ich meine, wenn man die paar Regeln drauf hat, kommen die Kommafehler gar nicht erst in den Text und müssen dann auch nicht im Nachhinein aufwändig korrigiert werden.

Spürsch, wie i denk?

Ok, aber wie gesagt, ansonsten alle Daumen hoch für deinen Text!

thumbbup thumbbup

Benutzeravatar
Monika K.
Beiträge: 3763
Registriert: 28.02.2012, 21:45

Re:

von Monika K. (08.03.2015, 12:23)
Willkommen im Forum, Yunis!

Wenn ich bei einem Text ein Korrektorat durchführe, lese ich ihn langsam und gründlich, um nichts zu übersehen. Mein normales Lesetempo ist wesentlich schneller, weil ich mich auf den Inhalt konzentriere. Dabei überlese ich kleine Tippfehler, und mir fallen nur die "Unreinheiten" auf, die mich beim Lesen zum Stolpern bringen.

Deinen Text las ich im normalen Lesetempo. Wie Klonschaf stolperte ich über viele Kommafehler. Das ist sehr schade, denn dein Text ist sehr gut geschrieben, und die fehlenden Kommata führten bei den Bildern in meinem Kopf zu Bildstörungen. Falls du Berührungsängste hast, kannst du für den Einstieg mal in Ruhe die Regeln und Beispiele bei Wikipedia durchlesen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kommaregeln

Ich zähle hier mal noch ein paar Stolperstellen auf, die mir beim Lesen auffielen:

"Als Waffen führte er neben seiner mannshohen Lanze noch zwei Kurzschwerter mit sich. Ein Neues, fast unbenutztes, auf dessen Pflege er viel Wert legte und ein Altes,"
Da sich "Neues" und "Altes" auf "Kurzschwerter" beziehen, würde ich die beiden Adjektive kleinschreiben.

"Nachdem er Wasser ließ holte Flavius sich den Lederschlauch von seinem Sattel um ihn am Fluss nachzufüllen."
Da würde ich Plusquamperfekt verwenden, um die zeitliche Abfolge besser herauszuarbeiten. Mein Vorschlag: "Nachdem er Wasser gelassen hatte, holte Flavius ..."

Dieser Abschnitt ist eine größere Baustelle, an der du noch feilen solltest:
"Er schreckte auf als er auf einmal das Pferd laut wiehern hörte und nahm seine Lanze, welche er neben sich senkrecht in den Boden gesteckt hatte. Ruckartig machte Flavius kehrt und lief dem Schrei des Tieres entgegen. Er fand den Strick mit dem eine Ende war noch am Baum fest geknotet, und dem anderen lose am Boden liegend. Von der Stute war jedoch nichts zu sehen."
Dass er aufschreckt, seine Lanze packt und zu seinem Tier läuft, kann ich mir sehr gut vorstellen, aber warum macht er kehrt? Lief er zuerst in die falsche Richtung? Und er kann nicht dem Schrei des Tieres entgegenlaufen, wenn es in Wirklichkeit längst fort ist. Ich würde ihn zu der Stelle laufen lassen, an der er es zurückgelassen hatte. Der Satz "Er fand den Strick mit dem eine Ende war noch am Baum fest geknotet, und dem anderen lose am Boden liegend." holpert sehr. Den würde ich komplett umformulieren. Wie wäre es mit:
"Er schreckte auf, als er auf einmal das Pferd panisch wiehern hörte, nahm seine Lanze, welche er neben sich senkrecht in den Boden gesteckt hatte, und lief zu dem Baum, an dem er das Tier zurückgelassen hatte. Doch dort fand er nur noch den Strick, mit dem er es am Baum festgebunden hatte. Von der Stute war jedoch nichts zu sehen."
Das schrieb ich jetzt nur so schnell hin. Feile ruhig an dem Abschnitt herum, bis er zu deinem persönlichen Schreibstil passt.

"und erschreckte das arme Tier so, dass es Bockte."
"bockte" kleinschreiben

"Der Kleine hatte seinen Kopf so verdreht das man nur die Hälfte seines Gesichts sehen konnte. Die Augen des Jungen blickten ins Leere, doch Flavius erkannte, dass er noch atmete, da sich der kleine Brustkorb noch hebte und senkte."
"... so verdreht, dass ..." und "... noch hob und senkte."


Insgesamt hat mir der Text jedoch sehr gut gefallen. Du schreibst sehr lebendig und reißt mich als Leserin mit. thumbbup thumbbup thumbbup

Wahrscheinlich ist der Titel "Die Retter der Republik" noch der Arbeitstitel. Für das fertige Buch würde ich mir an deiner Stelle einen Zusatz ausdenken, der auf die Zeit hinweist, in der das Buch spielt. Als ich noch nicht wusste, worum es in deinem Buch geht, dachte ich bei "Die Retter der Republik" an irgendwelche Politiker, die sich als Retter der Bundesrepublik aufspielen. Vielleicht liegt das aber auch nur daran, dass ich mich viel mit Satire beschäftige. Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg mit deinem Buchprojekt!

Viele Grüße,
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

Benutzeravatar
Siegfried
Beiträge: 5951
Registriert: 09.07.2008, 01:14
Wohnort: e-mail: dbs@digibuchservice.de

Re:

von Siegfried (08.03.2015, 14:52)
Hi, Yunis!

Anbei als PDF-Datei dein hier eingestellter Text inkl. aller Korrekturen, was Rechntschreibung, Grammatik und vor allem Zeichensetzung angeht (einmaliger Durchlauf ohne Anspruch auf Vollständigkeit).

Fehlerstellen sind am Rand durch senkrechte Striche markiert, die fehlerhaften Wörter / Satzzeichen sowie die von mir vorgenommenen Korrekturen sind in Rot hervorgehoben.

Und wie gesagt, es handelt sich nur um einen einmaligen Korrekturlauf (normal sind drei). Also kein Anspruch darauf, dass ich tatsächlich alle Fehler erwischt habe. cheezygrin

Wenn du ein Korrektorat wünschst, hier im Forum werben einige Profis (Korrektorat / Lektorat) mit ihren Dienstleistungen. Einfach mal die Suchfunktion benutzen.

Viel Erfolg mit deinem Buch!
Dateianhänge
Korrektur_Belger.pdf
(121.1 KiB) 99-mal heruntergeladen
Korrektorat: 1,- Euro zzgl. 19 % USt. pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

Benutzeravatar
Monika K.
Beiträge: 3763
Registriert: 28.02.2012, 21:45

Re:

von Monika K. (08.03.2015, 15:03)
@Siegfried
Findest du diesen Satz in Ordnung?
"Er fand den Strick mit dem eine Ende war noch am Baum fest geknotet, und dem anderen lose am Boden liegend."
Dann stehe ich wohl komplett auf dem Schlauch! :shock::
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

Benutzeravatar
Siegfried
Beiträge: 5951
Registriert: 09.07.2008, 01:14
Wohnort: e-mail: dbs@digibuchservice.de

Re:

von Siegfried (08.03.2015, 16:12)
Monika K. hat geschrieben:
Findest du diesen Satz in Ordnung?
"Er fand den Strick mit dem eine Ende war noch am Baum fest geknotet, und dem anderen lose am Boden liegend."


a) habe ich diesen Satz in seiner derzeitigen Form nicht verstanden (zumindest, was der Autor mit dem Verb "war" ausdrücken will)

b) greife ich bei einer Korrektur nicht in die inhaltliche Aussagen des Autors ein. Ich hätte den Satz vollständig anders formuliert ("Er fand den Strick, das eine Ende noch am Baum festgeknotet, das andere lose am Boden."), aber das wäre dann eine stilistische Änderung und das ist mir ein zu starker Eingriff in den Sprachstil des Autors. Im Normalfall hätte ich den Autor im Begleitschreiben (E-Mail) auf diesen Satz hingewiesen

c) finde ich diesen Satz in Ordnung: Also kein Anspruch darauf, dass ich tatsächlich alle Fehler erwischt habe.. Aber vielleicht zählt dieser Satz hier nicht.

ach ja, ich weiß ja seit einigen Tagen, dass meine Arbeit in diesen Dingen von minderer Qualität sein muss. Das hier vorliegende Korrektorat gab es sogar umsonst, also muss es folgerichtig ganz besonders schlecht sein. Was du gerade bewiesen hast ... thumbbup cheezygrin
Korrektorat: 1,- Euro zzgl. 19 % USt. pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

Benutzeravatar
Monika K.
Beiträge: 3763
Registriert: 28.02.2012, 21:45

Re:

von Monika K. (08.03.2015, 16:29)
Ach, die Tour wieder. dozey:
Nein, ich hatte nur plötzlich heftige Selbstzweifel bekommen, als du den Satz, den ich als Baustelle ansah, nicht zumindest mit einem Fragezeichen markiert hattest. Dass du ihn in einem Begleitschreiben erwähnt hättest, konnte ich ja nicht riechen, oder? Also komm wieder runter und unterstelle mir keine Vorwürfe, die ich nicht geäußert habe. blink3
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

Yunis
Beiträge: 4
Registriert: 08.03.2015, 09:00

Re:

von Yunis (08.03.2015, 17:13)
Vielen Dank euch beiden für die hilfreichen Kommentare und Korrekturen. Ich werde versuchen sie zu beherzigen. Werde jetzt erstma meinen Text anhand eurer Vorschläge korrigieren und dann weiterschreiben. Mein Ziel ist es auf ungefähr 80.000 Wörter zu kommen und dann kann ich mir ja immer noch überlegen einen professionellen Lektor (oder Korrektor?) dran zu lassen.

Liebe Grüße
Yunis

Benutzeravatar
Klonschaf
Beiträge: 532
Registriert: 18.04.2011, 15:35

Re:

von Klonschaf (08.03.2015, 20:01)
Monika K. hat geschrieben:
Wahrscheinlich ist der Titel "Die Retter der Republik" noch der Arbeitstitel. Für das fertige Buch würde ich mir an deiner Stelle einen Zusatz ausdenken, der auf die Zeit hinweist, in der das Buch spielt. Als ich noch nicht wusste, worum es in deinem Buch geht, dachte ich bei "Die Retter der Republik" an irgendwelche Politiker, die sich als Retter der Bundesrepublik aufspielen.


Ja, der Titel weckt andere Assoziationen, dabei ist die Republik ja sogar ne römische Erfindung (wenn ich mich richtig an meinen Lateinunterricht errinnere) ... Res publica hieß es ja damals. Der Titel könnte eigentlich auch heißen "Die Retter der Res publica" oder irgendwas in der Art. Da weiß dann zwar nicht ganz jeder gleich Bescheid, was gemeint ist, aber der Leser muss ja nicht unebdingt alles blicken - bei Science Fiction Literatur gibts ja beispielsweise manchmal die irrsten Namenschchöpfungen in Titeln etc.

Zurück zu „Textfeedback“


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

Über BoD

BoD™ ist die führende deutsche Self-Publishing-Plattform. Seit mehr als 20 Jahren sind wir die Anlaufstelle für das einfache, schnelle und verlagsunabhängige Veröffentlichen von Büchern und E-Books. Bereits mehr als 40.000 Autoren haben sich mit uns den Traum vom eigenen Buch erfüllt.