Gesundheitsbuch, Medikamentenkritik, Heilaussagen etc.

Verträge, Rechte und Pflichten: Was man als Autor beachten sollte.


RoterHase12
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Gesundheitsbuch, Medikamentenkritik, Heilaussagen etc.

von RoterHase12 (16.03.2015, 08:36)
Liebes Forum,

ich werde demnächst ein weiteres wichtiges Gesundheitsbuch, das ich übersetzt habe (d.h. ich bin der Übersetzer), über einen BOD Verlag veröffentlichen.

In dem Buch werden verschiedene, wahrscheinlich gefährliche Antibiotika genannt und heftig kritisiert, z. Bsp. Ciprofloxacin. Siehe darüber z. Bsp.
http://www.fluorchinolone.org/

D.h. also die Autorin listet alle möglichen katastrophalen Nebenwirkungen dieser Mittel auf und bezieht sich auf verschiedene Studien usw.. Sie schreibt z. Bsp. auch, dass es laut einer Homepage von Geschädigten ab bestimmten höheren Dosierungen mit 100%iger Sicherheit zu massiven, teils verheerenden Nebenwirkungen kommen werde etc..

In dem Buch sind außerdem verschiedene kommerzielle Markennamen von Medikamenten enthalten, die auch kritisiert werden und von denen sie z. Bsp. Nebenwirkungen auflistet, oder einfach schreibt, dass diese "verheerende Nebenwirkungen" haben würden.

Meine Frage ist nun, worauf ich achten muss, um keine Probleme mit den lieben Pharmakonzernen zu bekommen.

Wenn z. Bsp. in dem Buch steht, dass irgendwelche Medikamente tödliche Syndrome auslösen können, und z. Bsp. auf eine entsprechende Studie verwiesen wird, könnte es dann sein, dass irgendwann später ein Pharmakonzern aufkreuzt und meinen BOD Verlag oder mich selbst abmahnen lässt bzw. eine Klage einbringt, weil eine neue Studie besagt, dass keine tödlichen Syndrome auftreten können, oder dass diese, lol, weniger tödlich seien? Pharmakonzerne kaufen sich ja regelmäßig diverse Wissenschaftler für neue Studien zusammen, wenn Studienergebnisse nicht passen. Würde das Buch dann vom Markt genommen werden? Wie hoch wären die Gesamtkosten, die dann für den BOD Verlag (und damit für mich) auflaufen würden, ich schätze dass die lieben Pharmakonzerne da entsprechende Fantasiezahlen aus dem Hut zaubern könnten, z. Bsp. über hohe Streitwerte wegen Geschäftsschädigung oder solchem Bullshit.

Macht es irgendeinen Unterschied, ob in dem Buch direkt Markennamen von Medikamenten genannt werden oder ob der "gemeinfreie" Name verwendet wird, d.h. macht es von dem Aspekt der Abmahnbarkeit oder "Klagbarkeit" irgendeinen Unterschied, ob im Buch
Ciprobay bzw. Ciproxin
steht oder der gemeinfreie Name ("Freiname")
Ciprofloxacin?
(https://de.wikipedia.org/wiki/Ciprofloxacin, rechts in der Tabelle)
Wenn das einen Unterschied macht, könnte ich einfach sämtliche Markennamen durch die gemeinfreien Namen ersetzen.

Wenn auf jeden Fall ein Risiko besteht, verklagt zu werden bzw. rechtliche Probleme oder superteure Abmahnungen zu bekommen, würde ich die Medikamentennamen ganz einfach durch Fantasienamen ersetzen und im Buch anmerken, dass an der Stelle z. Bsp. von einem Antibiotikum aus der Gruppe der Fluorchinolone die Rede ist oder an anderer Stelle von einem Schlafmittel. Darüberhinaus würde ich dann anmerken, dass man die genauen Medikamentennamen auf dem englischen Blog bzw. in der englischen Version des Buches der Autorin nachlesen kann. Denn in den USA geht meines Wissens die Redefreiheit über alles und man kann dort straflos so ziemlich alles behaupten, während bei uns im freiesten Deutschland bzw. Europa aller Zeiten (das ist wirklich urkomisch) wegen so ziemlich alles und jedem geklagt oder abgemahnt werden kann.

Im Grunde geht es also darum, was darf ich hinsichtlich Medikamenten und deren Nebenwirkungen schreiben und was nicht? Wenn ich nur das schreiben darf, was "belegt" werden kann, sehe ich schwarz, denn die Pharmas kaufen sich ständig neue Studien, wenn kritische Studien herauskommen. Und diese neuen Studien haben dann, wer hätte das gedacht, auf einmal das "richtige" Ergebnis, lol. Damit können die Pharmas dann wieder behaupten, dass das, was in der kritischen Studie steht, nicht stimmen würde und könnten dann, vermute ich, wieder klagen und abmahnen etc. etc..

Was darf ich generell hinsichtlich Gesundheitsaussagen schreiben? Darf ich Heilaussagen tätigen, z. Bsp. Manuka Honig hat im Fall XY eine chronische Bakterieninfektion geheilt, oder muss ich schreiben, "Dank Manuka Honig ist eine chronische Bakterieninfektion VERSCHWUNDEN", oder wäre das gleichermaßen eine Heilaussage? Wobei "ich" diese Aussagen ja nicht tätige, sondern die Autorin, die Frage ist nur, ob ich als Übersetzer dann kein Risiko mehr habe. Oder müßte ich vorne im Buch schreiben, dass ich als Übersetzer keine Haftung für derlei Aussagen übernehmen kann bzw. ich das nicht wissen bzw. beurteilen kann etc., um aus dem Schneider zu sein?

Etc. etc., leider kenne ich mich auf diesem Gebiet nicht aus...

Inwieweit bin ich als Übersetzer überhaupt haftbar für solche Aussagen der Autorin? Sollen doch die lieben deutschen Pharmakonzerne die Autorin in den USA verklagen ;-) (da hätten sie nämlich vermutlich keinerlei Chancen, ich möchte ja nicht, dass der Autorin was passiert ;-))
Aber ich schätze, das läuft dann wieder nach dem alten Motto, jaja, das Buch richtet sich an deutsche Leser und unterliegt damit dem deutschen Recht...und ich als der Übersetzer hafte dem BOD Verlag, der dann vermutlich verklagt werden wird, gegenüber für alle Schäden, d.h. der wird dann auf mich Regress nehmen und blaaaaaaaaaaaaaaaaaa blaaaaaaaaaaaaa blaaaaaaaaaaaaaa :shock:: .

Danke,

Roterhase12

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mtg
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Re: Gesundheitsbuch, Medikamentenkritik, Heilaussagen etc.

von mtg (16.03.2015, 09:52)
RoterHase12 hat geschrieben:
Pharmakonzerne kaufen sich ja regelmäßig diverse Wissenschaftler für neue Studien zusammen, wenn Studienergebnisse nicht passen.

Allein mit einem solchen Ansatz kann es kein »wichtiges Gesundheitsbuch« sein, sondern es wird wohl nur wieder ein Pharma-Bashing.

Und um Deine Frage zu beantworten: Du fungierst ja wohl nicht nur als Übersetzer, sondern auch als Herausgeber. Damit bist Du auch juristisch für das verantwortlich, was in dem Buch steht.

Um Dir auf die Sprünge zu helfen: Was in den USA medizinjuristisch gilt, muss in Europa noch lange nicht gelten – und umgekehrt. Deinen Zeilen

... leider kenne ich mich auf diesem Gebiet nicht aus...


entnehme ich mehr das Wunschdenken einer Bürgerinitiative denn die Qualifikation eines medizinisch kompetenten Fachmannes (oder sollte ich lieber »Fachhasen« sagen?).

Da es sich hier um juristische Fragen handelt, kann Dir nur ein Rechtsanwalt Auskunft geben, der – wie ich schon einmal vorweg vermute – Dir aber abraten wird.

RoterHase12
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Re:

von RoterHase12 (16.03.2015, 10:34)
Danke für Deine Antwort.

Die Seitenhiebe ob das Buch nun wichtig ist oder nicht, ob ich nun ein medizinischer Fachmann oder ein Fachhase bin, ob ich "Pharmabashing" betreiben würde oder nicht, ob ich eine "Bürgerinitiative" sei oder nicht, waren aber eigentlich nicht Bestandteil meiner Fragen. Sagen wir einfach, es gibt nur eine Handvoll medizinische Spezialisten in Europa, die sich mit dem Thema des Buches - das ich nicht genannt habe - auskennen, einer davon liest das Buch gerade auf medizinische Korrektheit Korrektur. Das ändert allerdings nichts daran, dass irgendwelchen Pharmakonzernen nicht passen könnte, was im Buch steht. LOL ich glaubs nicht, ich versuche gerade, mich zu rechtfertigen cheezygrin Aus! Sitz!

Kann mir da sonst noch jemand Auskunft geben, z.Bsp. wegen der Markennamen und der "Freinamen"? Ich meine, ich hab schon befürchtet, dass es heissen würde juristische Fragen --> Anwalt, aber vielleicht kann das ja jemand noch etwas detaillierter beantworten?

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (16.03.2015, 11:44)
RoterHase12 hat geschrieben:
Kann mir da sonst noch jemand Auskunft geben, z.Bsp. wegen der Markennamen und der "Freinamen"? Ich meine, ich hab schon befürchtet, dass es heissen würde juristische Fragen --> Anwalt, aber vielleicht kann das ja jemand noch etwas detaillierter beantworten?


Rechtsberatung in öffentlichen Foren wie diesem ist generell gesetzlich verboten. Siehe dazu

§ 2 Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) Begriff der Rechtsdienstleistung

(1) Rechtsdienstleistung ist jede Tätigkeit in konkreten fremden Angelegenheiten, sobald sie eine rechtliche Prüfung des Einzelfalls erfordert.

Entscheidend ist dabei der Teil "eine rechtliche Prüfung des Einzelfalls".

Weiter steht im RDG

§ 6 (RDG) Unentgeltliche Rechtsdienstleistungen

(2) Wer unentgeltliche Rechtsdienstleistungen außerhalb familiärer, nachbarschaftlicher oder ähnlich enger persönlicher Beziehungen erbringt, muss sicherstellen, dass die Rechtsdienstleistung durch eine Person, der die entgeltliche Erbringung dieser Rechtsdienstleistung erlaubt ist, durch eine Person mit Befähigung zum Richteramt oder unter Anleitung einer solchen Person erfolgt. Anleitung erfordert eine an Umfang und Inhalt der zu erbringenden Rechtsdienstleistungen ausgerichtete Einweisung und Fortbildung sowie eine Mitwirkung bei der Erbringung der Rechtsdienstleistung, soweit dies im Einzelfall erforderlich ist.


Heißt: Allgemein öffentlich zugängliche Rechtsdienstleistungen dürfen nur durch entsprechend qualifizierte Personen erbracht werden. Wer also etwas bei Rechtsfragen zu seinem individuellen Fall klären will, muss einen Rechtsanwalt o. ä. konsultieren. Zumindest muss der beratend im Hintergrund stehen.

Jeder, der hier im Forum individuelle Rechtsberatung betreibt, ohne entsprechend qualifiziert zu sein, läuft Gefahr, durch einen Rechtsanwalt o. ä. abgemahnt zu werden.

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RoterHase12
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Re:

von RoterHase12 (16.03.2015, 13:35)
Danke Siegfried...

Allerdings steht die Meinungsfreiheit meiner Meinung nach ;-) doch noch immer höher als anwaltlicher Gesinnungsterror, oder? D.h. wenn mir jemand antwortet mit "meiner Meinung nach" und "dass das nicht als Rechtsberatung zu verstehen ist", dann sollte das doch gesetzlich gedeckt sein, oder? Oder ist Deutschland jetzt mal wieder eine Diktatur? Ich hab die letzten Jahre in Österreich verbracht und kann das daher nicht wissen cheezygrin

Wenns nach diesem megaschwammigem Gesetz geht, könnt Ihr das Unterforum hier ja schließen. Schließlich betrifft jede FRage "fremde Angelegenheiten" und daher darf niemand auf jegliche rechtliche Frage antworten, außer falls derjenige Anwalt ist. Das ist aber ein Unterforum für rechtliche Fragen. :P

P.S.: Leute mit multipler Persönlichkeitsstörung sind von dieser Regelung ausgenommen, soferne lediglich ihre Teilpersönlichkeiten miteinander ein Gespräch führen (bzw. ist vielleicht eine davon Anwalt). Bzw. muß ich Dich, Siegfried, nun leider heiraten. Da bald die Schwulenquote kommt, ist das vielleicht gar keine schlechte Idee.

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (16.03.2015, 14:04)
Das Paradoxe an diesem Unterforum ist, dass man hier zwar jede Art von juristischen Fragen stellen darf, man sich aber hüten sollte, sie zu beantworten, wenn man kein Anwalt ist. Der Spaß hört nämlich dann auf, wenn man von einem unterbeschäftigten Anwalt, der durchs Internet streift, abgemahnt wird. Denn die Gebühr übernimmt der Fragesteller sicherlich nicht. angle:

Gruß,
Monika

RoterHase12 hat geschrieben:
Da bald die Schwulenquote kommt, ist das vielleicht gar keine schlechte Idee.

Schlechter Stil. thumbdown:
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

RoterHase12
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Re:

von RoterHase12 (16.03.2015, 14:44)
@Monika
Danke :)

Schade aber, dass Du keinen Spaß verstehst und mir "schlechten Stil" unterstellst. Das Gesetz besagt doch ausdrücklich, dass Rechtsberatung nur im familiären Umfeld erlaubt ist. Also müßte ich Siegfried heiraten, das ist doch ganz logisch. Und dann wäre ich schwul, könnte aber von der Schwulenquote profitieren, die in diesem Affenzirkus Deutschland wahrscheinlich bald kommen wird und z. Bsp. gutbezahlt in den Staatsdienst gehen. Dort wird die sicher als erste eingeführt. Auf gut Deutsch war letzteres als eine Persiflage auf diese Bananenrepublik und die Bekloppten, die sie regieren, gemeint, und nicht als Angriff auf Schwule. Dass ich das schreiben muss, zeugt von schlechtem Einschätzungsvermögen ;-)

Übrigens ist das mit der Heirat von Siegfried nicht als Rechtsberatung zu verstehen. Ansonsten müsste ich Dich heiraten cheezygrin Verstehst Du, wohin das alles führt??? In Asterix Haus, das Verrückte macht!

Yuuri
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Re:

von Yuuri (16.03.2015, 15:19)
Genau das was Siegfried geschrieben hat, wollte ich auch schreiben. Er war schneller^^ Aber roter Hase, wenn es so kompliziert ist. Scheint so schreib doch selbst ein Buch. Ist jetzt nur so dahin geplappert. Und ich muss in die Vorlesung. Tschüß ^^
Mir ist nicht alles egal, ach ist mir egal.
http://www.bod.de/buch/yuuri-matsumoto/ ... 26224.html

RoterHase12
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Re:

von RoterHase12 (16.03.2015, 15:28)
@Monika
Ich glaub, ich hab jetzt begriffen, warum Du mir schlechten Stil unterstelltest. Du hast Dir offenbar zusammengereimt, ich hätte indirekt angedeutet, dass Siegfried schwul sei. Was man zwischen den Zeilen nicht alles herauslesen kann, wenn man will. Aber ich kenne Siegfried gar nicht und weiß nicht, ob er schwul ist. Ich bins übrigens auch nicht. Allerdings wäre es, angesichts der vermutlich kommenden Schwulenquote, dann taktisch klug, es zu sein. Verstehste? So wie im Scharia-Staat, da braucht man einfach einen Bart, um Karriere zu machen! Oh und ich hab übrigens nichts gegen Bartträger! cheezygrin cheezygrin cheezygrin

@Yuuri
Dann ab in die Vorlesung smart2 . Vielleicht kannst mir dann eines Tages Rechtsberatung erteilen, oder ich mach einfach ein Buch aus diesem Thread. LOL thumbbup

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (16.03.2015, 15:55)
Hallo Roter Hase,
um dein Anliegen zu verstehen oder auch nur nachvollziehen zu können, hätte ich noch einige Fragen:

Du bist Übersetzer: in welcher Sprache wurde dann dieses Buch (und in welchem Land) vorgelegt?

Als Übersetzer bleibt dir doch nichts anderes übrig, als das Buch aus der Originalsprache korrekt ins Deutsche zu übersetzen. Du hast doch da gar keinen Spielraum.

BoD ist ein Dienstleister, es gibt auch nicht verschiedene "BoD-Verlage", sondern BoD ist die Firmenbezeichnung von Books on Demand, Norderstedt.

Was hast du denn als Übersetzer mit dem Verlag zu tun?

PS. Deine derben Scherze und Äußerungen gehören nicht in dieses Forum!

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Yuuri
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Re:

von Yuuri (16.03.2015, 16:00)
Mhm oder auch nicht.
Die Tür ist zu und ich finde den Prof nicht.
Merkwürdig, ich hab doch immer Dienstag Vorlesung von 15.30 bis 16.30.
Und vor allem wo sind die alle?
Nun wenn ich das Studium irgendwann hinter mir habe, kannst du mich gerne als Anwalt anheuern. ^^ In ein paar Jahren also. hehe (1 Semester)
Mir ist nicht alles egal, ach ist mir egal.

http://www.bod.de/buch/yuuri-matsumoto/ ... 26224.html

RoterHase12
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Re:

von RoterHase12 (16.03.2015, 16:16)
@Haifischfrau
Natürlich habe ich als Übersetzer da keinen Spielraum, aber das ist rechtlich glaube ich irrelevant, da ich das Buch sozusagen im deutschen Sprachraum in Verkehr bringe. Ich hafte dem POD (pff, dann also Print on Demand) Verlag gegenüber sowieso für alle rechtlichen Folgen, das steht ja im Verlagsvertrag. Das steht glaube ich generell immer in jedem Verlagsvertrag, egal ob das Buch von mir selbst stammt, ich es übersetze oder sonstwas. Das ist übrigens nicht als Rechtsberatung zu verstehen.
Das Buch ist englisch (USA) und ich habs auf Deutsch übersetzt.

P.S.: Es muß heißen "Meiner Meinung nach sind..." die Witze derb, sonst wäre es eine Tatsachenfeststellung. Denn ob meine Witze derb sind oder nicht, kann nur ich, der Urheber, wissen. Witzurheberrecht und so.

@Yuuri
Wer den Professor nicht findet, der suchet. Oder einfach auf Facebook reinschauen, die lachen sich sicher alle kaputt, dass Du in der abgesagten Vorlesung warst.

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (16.03.2015, 16:20)
@RoterHase12

Nein, du hast nichts begriffen. Ende der Diskussion.
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

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Re:

von RoterHase12 (16.03.2015, 16:44)
Tja Monika, dann war ich leider offenbar nicht fähig, in Deine tiefenpsychologischen Untiefen vorzudringen bzw. zu verstehen, wo Du den schlechten Stil hervorzaubertest. Ich werde Dich auf jeden Fall nicht daran hindern, dazu nichts mehr zu sagen!!!!

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (16.03.2015, 17:38)
RoterHase12 hat geschrieben:
Allerdings steht die Meinungsfreiheit meiner Meinung nach ;-) doch noch immer höher als anwaltlicher Gesinnungsterror, oder? D.h. wenn mir jemand antwortet mit "meiner Meinung nach" und "dass das nicht als Rechtsberatung zu verstehen ist", dann sollte das doch gesetzlich gedeckt sein, oder? Oder ist Deutschland jetzt mal wieder eine Diktatur? Ich hab die letzten Jahre in Österreich verbracht und kann das daher nicht wissen cheezygrin

Wenns nach diesem megaschwammigem Gesetz geht, könnt Ihr das Unterforum hier ja schließen. Schließlich betrifft jede FRage "fremde Angelegenheiten" und daher darf niemand auf jegliche rechtliche Frage antworten, außer falls derjenige Anwalt ist. Das ist aber ein Unterforum für rechtliche Fragen. :P


Zuerst einmal müssen wir zwischen rechtlichen und nicht rechtlichen Fragen unterscheiden. Wenn jemand fragt, ob man Krypta mit "p" oder "b" schreibt, ist das keine rechtliche Frage und kann jederzeit beantwortet werden.

Geht es um eine konkrete rechtliche Frage nach dem Muster "Darf ich mein Buch trotz Printveröffentlichung als HTML-Dokument auf meiner Webseite zur Verfügung stellen?", dann steht im Hintergrund immer eine mögliche Schadensersatzklage. Wenn du dich auf die Aussage eines rechtlich nicht Qualifizierten verlässt und es machst wie angeraten, kann das für dich Vertragsbruch und Schadensersatzklage durch den Verlag bedeuten. Du hast dann keine Chance, dich auf die Position zurückzuziehen: "Der hat es mir aber so gesagt" oder deine Geldstrafen auf diesen Jemand abzuwälzen.

Ganz anders sieht das aus, wenn eine entsprechend qualifizierte Person dir zu deinem Handeln rät. Ein Rechtsanwalt steht für seine Beratung rechtlich gerade. Sagt der Anwalt: "Veröffentlichen Sie Ihr Buch ruhig als HTML auf Ihrer Webseite" und der Verlag klagt, hat der Anwalt den Kopf wegen Falschberatung hinzuhalten (gleiches gilt übrigens für Steuerberater).

Das Gesetz ist also mitnichten ein Verbot der Meinungsfreiheit oder Ausdruck einer Diktatur (ein ziemlich dickes Brett, was du da bohrst), sondern dient vorrangig zum Schutz des Suchenden, nicht zum Schutz der Anwälte.

Eine öffentliche Rechtsberatung hier in diesem Forum ist nur erlaubt, wenn der Fall verallgemeinert wird. Da du aber dich ganz konkret auf deinen Fall beziehst, ist eine rechtliche Beratung durch nicht qualifizierte Personen nicht erlaubt. Ganz offensichtlich hast du die Hervorhebung in meinem ersten Beitrag ("eine rechtliche Prüfung des Einzelfalls") nicht gelesen oder nicht verstanden.

Dein P.S. halte ich für so unterirdisch schlecht, dass ich dir weitere Hilfe nicht mehr zukommen lassen werde.
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