Buch über Gesundheitsthema, rechtliches Risiko, Heilaussagen

Verträge, Rechte und Pflichten: Was man als Autor beachten sollte.


RoterHase12
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Buch über Gesundheitsthema, rechtliches Risiko, Heilaussagen

von RoterHase12 (18.03.2015, 16:07)
Liebes Forum,

aus allgemeinem rechtlichem Interesse habe ich ein paar Fragen zu dem im Betreff genannten Thema.

Wenn man ein Buch veröffentlichen würde, in dem z. Bsp. steht, dass ein bestimmtes Antibiotikum schwere potenzielle Nebenwirkungen habe und dies im Buch z. Bsp. mit einer Studie belegt wird, wie groß ist dann das Risiko, dass nachträglich irgendwann ein Pharmakonzern oder irgendein kleiner Abmahnanwalt auftaucht und eine Abmahnung ausspricht, oder Schadenersatzforderungen wegen "Geschäftsschädigung" (oder wie auch immer das in dem Fall heisst) stellt, bzw. fordert, dass das Buch abgeändert wird etc..? Oder wenn einfach auf die Privatseiten von Antibiotika-Geschädigten verwiesen wird, ohne eine Studie zu zitieren?
Wird das Klagerisiko geringer, wenn bei Medikamenten statt Handelsnamen "Freinamen" verwendet werden, z. Bsp. wenn Medikamente nur einen einzelnen Wirkstoff haben, oder ändert das nichts?

Ich nehme an, dass ein solches Risiko prinzipiell immer vorhanden ist, da es bei solchen Aussagen vermutlich ausschließlich um die Beweisbarkeit geht, d.h. also wenn neuere Studien existieren bzw. widersprüchliche Studien, kann man theoretisch jederzeit vor Gericht gezogen werden, ist das korrekt?

Oder wenn in dem Buch steht, dass Heilkraut sowieso gegen irgendwelche Beschwerden "helfe", kann dies abgemahnt werden? Bzw. diese "bessern" könne etc.. Wäre das schon eine "Heilaussage"?

Könnte man diese Risiken z. Bsp. durch irgendeinen Haftungsausschluß im Buch minimieren, wonach keine Aussage im Buch als Heilaussage zu verstehen ist und dergleichen?

Wenn sich ein Verlag bereit erklären würde, das rechtliche Risiko für das Buch zu tragen (d.h. wenn das so im Verlagsvertrag steht), kann dann nur der Verlag haftbar gemacht werden, oder z. Bsp. auch der Autor oder ein Übersetzer? Der Verlag kann ja dann meines Wissens nicht mehr Regreß auf Autor oder Übersetzer nehmen, aber könnte ein Abmahnanwalt bzw. Pharmakonzern auf die Idee kommen, direkt den Autor oder Übersetzer zu verklagen, da dieser ja "der eigentliche Urheber" ist? Oder haftet nur der "In-Verkehr-Bringer" (oder wie auch immer das dann heisst), d.h. der Verlag, wenn er den Autor / Übersetzer von seiner Haftung freistellt?
Wie wahrscheinlich ist es, dass sich überhaupt irgendein Verlag bereit erklärt, die rechtliche Haftung zu übernehmen?

Wie groß ist das "allgemeine Risiko", dass das geschieht, d.h. Klage oder Abmahnung, d.h. z. Bsp. im Abmahnland Deutschland (oh sorry im freiesten Deutschland aller Zeiten ;-))?

Macht es einen Unterschied, ob ein solches Buch z. Bsp. durch einen Schweizer Verlag veröffentlicht werden würde?

Mit welchen Streitwerten muss man bei solchen Dingen rechnen bzw. mit wie hohen Kosten, falls man abgemahnt bzw. verklagt wird? Müßte man hier mit den üblichen, an den Haaren herbeigezogenen gigantisch hohen Streitwerten (und damit exorbitant hohen Anwaltskosten) rechnen?

Wie könnte man diese Risiken vermeiden bzw. minimieren? Könnte man das Buch gemeinfrei machen und unter Pseudonym gratis herausbringen? Könnte man ein solches "Gratis-Buch" dann z. Bsp. über Amazon vertreiben? Oder müsste ein solches Buch dann z. Bsp. ein reines "Internet-Dasein" führen bzw. könnte es höchstens über irgendeine Selbsthilfegruppe weitergegeben werden? Könnte dann die Selbsthilfegruppe wiederum verklagt werden, als "In-Verkehr-Bringer"?

Gibt es irgendein Buch über dieses Thema?

Danke,

Roterhase12
Zuletzt geändert von RoterHase12 am 18.03.2015, 17:01, insgesamt 2-mal geändert.

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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (18.03.2015, 16:21)
Mal eine Gegenfrage: warum nimmst du dir nicht einfach einen Anwalt und lässt dich beraten?

Du glaubst doch nicht im Ernst, dass bei der Komplexität irgendwer aus dem Forum die Verantwortung übernehmen kann, dir da einen Rat zu geben???

Ganz abgesehen davon, dass ja nur Anwälte juristischen Rat geben dürfen, oder ist in deinem Fall die Lage anders? Ich denke nicht!

RoterHase12
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Re:

von RoterHase12 (18.03.2015, 16:24)
Tja Klonschaf Du wurdest offenbar nicht in die Feinheiten dieses Themas eingeweiht. Mein Posting ist nur als eine allgemeine Anfrage zu verstehen und bezieht sich nicht auf den Einzelfall thumbbup

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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (18.03.2015, 16:29)
Sorry aber ... Spitzfindigkeiten mal beiseite, es geht auf jeden Fall um ein Anliegen deinerseits, sonst macht dein Faden ja keinen Sinn - aber selbst wenn du hier Auskunft bekämst, willst du dich ernsthaft auf den Rat einiger Laien verlassen?

Du hast Nerven, echt wahr.

RoterHase12
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Re:

von RoterHase12 (18.03.2015, 16:43)
@Klonschaf
Ich möchte nur wissen, wie hoch das allgemeine Risiko wäre, wenn man so etwas tun würde.

Ich würde so etwas sowieso nicht tun, wenn da ein Risiko bestünde bzw. wenn der Verlag die Haftung nicht übernehmen würde. Keine Sorge ich bin nicht blöd.

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (18.03.2015, 18:18)
Na, dann müsste dir doch dein gesunder Menschenverstand die Fragen beantworten, wenn du nicht blöd bist. Klonschaf hat völlig recht. Was hilft es dir, wenn ich dir rate, das Risiko einzugehen? Ich kann dir auch raten, zu Fuß eine stark befahrene Autobahn zu überqueren, mich genüsslich zurücklehnen und auf die entsprechende Meldung in den Nachrichten warten. dozey:
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Torsten Buchheit
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Buch über Gesundheitsthema, rechtliches Risiko, Heilaussagen

von Torsten Buchheit (18.03.2015, 19:03)
RoterHase12 hat geschrieben:
Liebes Forum,

aus allgemeinem rechtlichem Interesse habe ich ein paar Fragen zu dem im Betreff genannten Thema.

Wenn man ein Buch veröffentlichen würde, in dem z. Bsp. steht, dass ein bestimmtes Antibiotikum schwere potenzielle Nebenwirkungen habe und dies im Buch z. Bsp. mit einer Studie belegt wird, wie groß ist dann das Risiko, dass nachträglich irgendwann ein Pharmakonzern oder irgendein kleiner Abmahnanwalt auftaucht und eine Abmahnung ausspricht, oder Schadenersatzforderungen wegen "Geschäftsschädigung" (oder wie auch immer das in dem Fall heisst) stellt, bzw. fordert, dass das Buch abgeändert wird etc..? Oder wenn einfach auf die Privatseiten von Antibiotika-Geschädigten verwiesen wird, ohne eine Studie zu zitieren?
Wird das Klagerisiko geringer, wenn bei Medikamenten statt Handelsnamen "Freinamen" verwendet werden, z. Bsp. wenn Medikamente nur einen einzelnen Wirkstoff haben, oder ändert das nichts?

Ich nehme an, dass ein solches Risiko prinzipiell immer vorhanden ist, da es bei solchen Aussagen vermutlich ausschließlich um die Beweisbarkeit geht, d.h. also wenn neuere Studien existieren bzw. widersprüchliche Studien, kann man theoretisch jederzeit vor Gericht gezogen werden, ist das korrekt?

Oder wenn in dem Buch steht, dass Heilkraut sowieso gegen irgendwelche Beschwerden "helfe", kann dies abgemahnt werden? Bzw. diese "bessern" könne etc.. Wäre das schon eine "Heilaussage"?

Könnte man diese Risiken z. Bsp. durch irgendeinen Haftungsausschluß im Buch minimieren, wonach keine Aussage im Buch als Heilaussage zu verstehen ist und dergleichen?

Wenn sich ein Verlag bereit erklären würde, das rechtliche Risiko für das Buch zu tragen (d.h. wenn das so im Verlagsvertrag steht), kann dann nur der Verlag haftbar gemacht werden, oder z. Bsp. auch der Autor oder ein Übersetzer? Der Verlag kann ja dann meines Wissens nicht mehr Regreß auf Autor oder Übersetzer nehmen, aber könnte ein Abmahnanwalt bzw. Pharmakonzern auf die Idee kommen, direkt den Autor oder Übersetzer zu verklagen, da dieser ja "der eigentliche Urheber" ist? Oder haftet nur der "In-Verkehr-Bringer" (oder wie auch immer das dann heisst), d.h. der Verlag, wenn er den Autor / Übersetzer von seiner Haftung freistellt?
Wie wahrscheinlich ist es, dass sich überhaupt irgendein Verlag bereit erklärt, die rechtliche Haftung zu übernehmen?

Wie groß ist das "allgemeine Risiko", dass das geschieht, d.h. Klage oder Abmahnung, d.h. z. Bsp. im Abmahnland Deutschland (oh sorry im freiesten Deutschland aller Zeiten ;-))?

Macht es einen Unterschied, ob ein solches Buch z. Bsp. durch einen Schweizer Verlag veröffentlicht werden würde?

Mit welchen Streitwerten muss man bei solchen Dingen rechnen bzw. mit wie hohen Kosten, falls man abgemahnt bzw. verklagt wird? Müßte man hier mit den üblichen, an den Haaren herbeigezogenen gigantisch hohen Streitwerten (und damit exorbitant hohen Anwaltskosten) rechnen?

Wie könnte man diese Risiken vermeiden bzw. minimieren? Könnte man das Buch gemeinfrei machen und unter Pseudonym gratis herausbringen? Könnte man ein solches "Gratis-Buch" dann z. Bsp. über Amazon vertreiben? Oder müsste ein solches Buch dann z. Bsp. ein reines "Internet-Dasein" führen bzw. könnte es höchstens über irgendeine Selbsthilfegruppe weitergegeben werden? Könnte dann die Selbsthilfegruppe wiederum verklagt werden, als "In-Verkehr-Bringer"?

Gibt es irgendein Buch über dieses Thema?

Danke,

Roterhase12


Lieber RoterHase12,

die Tatsache, daß sämtliche Antibiotika schwere potentielle Nebenwirkungen haben, ist ja so was von bekannt *gähn*. Das lockt keinen Hund hinter dem Ofen hervor. Diese Angaben sind öffentlich zugänglich (such mal im Internet den Beipackzettel oder besser noch die Fachinformation zu dem betreffenden Arzneimittel). Außerdem gibt es viele bekannte Fachbücher, die sich kritisch mit der Materie auseinandersetzen (hier seien mal das Handbuch Medikamente der Stiftung Warentest oder das Arzneimittelkursbuch genannt, beides industrieunabhängige Publikationen). Wenn du in dem von dir herausgegebenen Buch Aussagen zu Nebenwirkungen triffst, die sich auch in diesen Büchern finden, wird dir wohl nichts passieren können.

Aber: Wenn du mit anderen Aussagen kommst ("nach Einnahme dieses Antibiotikums wachsen einem lauter grüne Hörner auf der Stirn") und kannst das nicht belegen, wird es möglicherweise teuer für dich. Was du bisher noch gar nicht bemerkt hast: Es handelt sich bei den Anbietern in der Regel nicht um deutsche Firmen. Es handelt sich um multinationale Konzerne mit Niederlassungen in jedem Land, und wenn du denen ans Bein pinkeln möchtest, dann solltest du dich warm anziehen. Und irgendwelche dubiose Internet-Webseiten von Geschädigten machen sich nicht gut als Referenz.

Aus der Nummer kommst du auch dann nicht raus, wenn du das Buch über einen Verlag (auch einen Verlag in der Schweiz) oder gratis über das Internet vertreibst. Deshalb wird sich wohl auch kein Verlag finden, der bereit ist, das Risiko zu tragen: weil die das Risiko schlicht und einfach besser einschätzen können als du.

Ein Haftungsausschluß für von dir im Buch getätigte Behandlungstipps scheint mir sinnvoll. Ob der wirksam ist , sagt dir sicher gerne jeder Rechtsanwalt. Ebenfalls die Höhe der potentiellen Streitwerte.

Meine (nichtjuristische) Empfehlung von Buchautor zu Buchautor: Laß die Finger von einer Sache, wenn du dich weder mit der Materie noch mit den juristischen Folgen einer solchen Veröffentlichung auskennst.

Viele Grüße

Torsten
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Klopfer
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Re:

von Klopfer (19.03.2015, 01:40)
Rein vom Sachlichen her (zum juristischen Risiko wurde schon genug gesagt): Du musst auch bedenken, dass eine Studie nicht unbedingt ausreicht, um deine Behauptung zu belegen: Wenn die eine Studie etwas anderes sagt als 20 andere, die das gleiche Problem untersuchen, dann wird es auch heikel, genau das Ergebnis dieser einen Studie als Grundlage für deine Behauptung zu nehmen.

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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (19.03.2015, 08:43)
Klopfer hat geschrieben:
Rein vom Sachlichen her (zum juristischen Risiko wurde schon genug gesagt): Du musst auch bedenken, dass eine Studie nicht unbedingt ausreicht, um deine Behauptung zu belegen: Wenn die eine Studie etwas anderes sagt als 20 andere, die das gleiche Problem untersuchen, dann wird es auch heikel, genau das Ergebnis dieser einen Studie als Grundlage für deine Behauptung zu nehmen.


Dazu muß man sich erst mal überlegen, wer überhaupt hier Studien macht. RoterHase12 sicher nicht. Eine Studie über Medikamentensicherheit ist sehr teuer. Deshalb werden solche Studien überwiegend von den Pharmakonzernen selbst gemacht. Es soll ja schon vorgekommen sein, daß Studien mit ungünstigem Ausgang (noch) nicht veröffentlicht wurden ...

Wer macht sonst noch solche Studien? Und sind die Studien dann auch aussagekräftig? Was ist überhaupt eine Studie? Diese Fragen sollte uns am besten RoterHase12 beantworten, da er das ja in die Diskussion eingebracht hat:

RoterHase12 hat geschrieben:
und dies im Buch z. Bsp. mit einer Studie belegt wird
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Monika K.
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Re:

von Monika K. (19.03.2015, 08:47)
Studien kann jeder durchführen. Sie werden erst durch eine Veröffentlichung an seriöser Stelle zu einer seriösen Quelle und können dann jedoch problemlos zitiert werden. Dabei muss man jedoch beachten, dass man nichts in die Quelle hineininterpretiert, sondern sich an die Fakten hält.

edit: Ich sehe gerade, dass Torsten bereits geantwortet hat.
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mtg
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Re:

von mtg (19.03.2015, 08:59)
Und wenn es offizielle Studien sind, aus denen zitiert werden soll: Man muss sie erstens lesen und zweitens verstehen können. Ich schließe mich da Torstens Aussage an:

Meine (nichtjuristische) Empfehlung von Buchautor zu Buchautor: Laß die Finger von einer Sache, wenn du dich weder mit der Materie noch mit den juristischen Folgen einer solchen Veröffentlichung auskennst.


Du hast ja schon an anderer Stelle eingeräumt, dass Du von der Materie nichts verstehst.

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (19.03.2015, 09:19)
Hach, wir haben doch alle keine Ahnung! angle:
Ich zitiere aus dem - äh - reichlich unprofessionell verlaufenen Thread:
RoterHase12 hat geschrieben:
Sagen wir einfach, es gibt nur eine Handvoll medizinische Spezialisten in Europa, die sich mit dem Thema des Buches - das ich nicht genannt habe - auskennen, einer davon liest das Buch gerade auf medizinische Korrektheit Korrektur.

Quelle: http://www.bod.de/autorenpool/gesundhei ... tml#210249

Angenommen es findet sich tatsächlich eine Super-Trouper-Spezialisten-Koryphäe, die das Ding aus purer Begeisterung für das Thema überprüft, dann wäre es eigentlich üblich, diesem Wunderknaben acht Seiten für ein Vorwort zu überlassen, in dem er sich ausbreiten und die Verantwortung für die medizinischen Aussagen im Buch übernehmen kann.

Aber ich blicke es ohnehin noch immer nicht. Normalerweise lässt ein Autor ein Buch übersetzen und veröffentlicht es unter seinem Namen und gibt es für den internationalen Vertrieb frei oder veröffentlicht es meinetwegen direkt im Ausland. Der Übersetzer steht lediglich für die Übersetzung gerade. Aber hier ist der Übersetzer plötzlich Herausgeber für die deutschsprachige Version und übernimmt damit natürlich auch die Verantwortung für den Inhalt des Buchs, der aber gar nicht von ihm stammt. Und da soll noch einer behaupten, die mutigen Männer seien am Aussterben. angle:
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mtg
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Re:

von mtg (19.03.2015, 09:34)
Monika K. hat geschrieben:
Und da soll noch einer behaupten, die mutigen Männer seien am Aussterben.

Ich nehme an, das ist nur die Angst vor der Schwulenquote. Wobei doch jeder weiß, dass kurz vor Ostern die Hasenquote viel gefährlicher ist ...

cheezygrin cheezygrin cheezygrin

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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (19.03.2015, 09:38)
Monika K. hat geschrieben:
RoterHase12 hat geschrieben:
Sagen wir einfach, es gibt nur eine Handvoll medizinische Spezialisten in Europa, die sich mit dem Thema des Buches - das ich nicht genannt habe - auskennen, einer davon liest das Buch gerade auf medizinische Korrektheit Korrektur.

Quelle: http://www.bod.de/autorenpool/gesundhei ... tml#210249



Dann haben wir auch die potentielle Käuferschicht: besagte "Handvoll medizinische Spezialsten." :wink:

Abzüglich einem, der schon Korrektur liest.
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Monika K.
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Re:

von Monika K. (19.03.2015, 10:09)
Bei dem Thema habe ich echt Schwierigkeiten, meinen Humor zu behalten, weil ich an all die ernsthaft erkrankten Patienten denke, die vertrauensvoll zu solchen Büchern greifen, die Ratschläge befolgen und ihre Gesundheit oder sogar ihr Leben riskieren. Jeder, der mindestens drei Gehirnzellen sein Eigen nennt, weiß, dass man Antibiotika nicht bei jedem Zipperlein einsetzen sollte, aber manchmal bleibt einem nichts anderes übrig, wenn man überleben möchte. Ich kannte eine alte Dame, die erstickte, weil sie Angst vor dem Cortison in ihrem Asthmaspray hatte. Herzlichen Dank an den Dummschwätzer, der sie aus purer Geltungssucht davor gewarnt hatte. Ist das eigentlich Mord aus niedrigen Beweggründen? Ach, nein, hier darf man ja keine Rechtsauskunft geben.
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

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