Klappentext und Inhalt

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Hilga
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Klappentext und Inhalt

von Hilga (05.10.2016, 14:53)
Hallo liebe Schreiber.
Es ist soweit, mein Erstling liegt beim Korrektorat. :D
Nun habe ich mich gefragt, ob der Klappentext und die Inhaltsangabe gut gewählt sind, und den potentiellen Leser wirklich neugierig machen.
Hier also mein erster Versuch, mit der Bitte um Kritik:

Klappe bzw. Rückseite:
Alexander und Leah wurden aus sehr unterschiedlichen Gründen aus ihrem bisherigen Leben gerissenen. Als er ihr Flötenspiel zum ersten Mal hört, beginnt ein langer Kampf für eine gemeinsame Zukunft. Nicht nur die äußeren Bedingungen stellen sich gegen sie. Auch innere Barrieren müssen überwunden werden und beide müssen sich auf ihre eigene Art ihrer persönlichen Vergangenheit stellen.
Ein Mittelalter-Roman mit Rittern und Schwertern und einem Hauch von „Die Schöne und das Biest“.

Inhalt:
Bei einem großen Brand, der fast das ganze Dorf verwüstet wird Alexander, der Sohn des Herzogs, schwer verwundet. Seine Stiefmutter findet sogleich eine Möglichkeit, den verhassten Rivalen los zu werden, und erfindet einen Fluch, der ihn von allen übrigen Menschen isoliert. Verzweifelt flieht der durch die ungezählten Brandnarben Entstellte und findet Zuflucht in einer verlassenen Bergfeste. Während die Stiefmutter und ihr Sohn das Herzogtum an sich reißen, verliert er in der Einsamkeit des Waldes Hoffnung und Lebensmut. Wird jemals ein Mensch den Kapuzenmann ohne Schaudern ansehen können?
Leah ist noch ein Kind, als sie des bösen Blickes und der Hexerei angeklagt werden soll. Ihre Amme und deren Mann fliehen mit dem Mädchen, bevor die Häscher sie erwischen können. Doch auch in ihrem neuen Zuhause greift nach einigen Jahren die Vergangenheit nach ihr, und wieder müssen sie fliehen. In dem Dorf, das sie nach langer Reise erreichen nimmt man sie freundlich auf, doch niemals darf ihre Herkunft bekannt werden.


Und noch eine Frage hätte ich: In dem Buch gibt es keine real existierenden Personen aus der Geschichte. Es handelt sich um reine Fiktion. Daher sollte ich es wohl es einfach mit "Roman" und nicht mit "Historischer Roman" titulieren, oder was denkt ihr?

Liebe Grüße
Hilga

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mtg
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Re: Klappentext und Inhalt

von mtg (05.10.2016, 19:54)
Hallo Hilga,

Hilga hat geschrieben:
Hallo liebe Schreiber.
Es ist soweit, mein Erstling liegt beim Korrektorat. :D
Nun habe ich mich gefragt, ob der Klappentext und die Inhaltsangabe gut gewählt sind, und den potentiellen Leser wirklich neugierig machen.
Hier also mein erster Versuch, mit der Bitte um Kritik:

Klappe bzw. Rückseite:
Alexander und Leah wurden aus sehr unterschiedlichen Gründen aus ihrem bisherigen Leben gerissenen. Als er ihr Flötenspiel zum ersten Mal hört, beginnt ein langer Kampf für eine gemeinsame Zukunft. Nicht nur die äußeren Bedingungen stellen sich gegen sie. Auch innere Barrieren müssen überwunden werden und beide müssen sich auf ihre eigene Art ihrer persönlichen Vergangenheit stellen.
Ein Mittelalter-Roman mit Rittern und Schwertern und einem Hauch von „Die Schöne und das Biest“.


Hier mein Klappentext-Vorschlag: Da Du Ort und Zeit der Handlung nicht nennst, habe ich jetzt mal einfach Platzhalter verwendet. Ich würde im letzten Satz auch den Buchtitel nennen.


Irgendwo, 1273: Der junge Herzogssohn Alexander wird Opfer einer Intrige seiner Stiefmutter und flieht in die Einsamkeit. Ein magisches Flötenspiel reißt ihn aus seiner Verzweiflung. Es ist die junge Leah, die als Hexe verbrannt werden sollte, und nur mit Hilfe ihrer Amme den Häschern entkam. Seite an Seite machen sie sich auf den Weg. Äußere Feinde und innere Unsicherheiten stellen sich ihnen entgegen. Werden die beiden verlorenen Seelen eine gemeinsame Zukunft haben?

Buchtitel entführt den Leser in die Welt des Mittelalters und die Zeit der Ritter, der Intrigen und der Sehnsucht nach der reinen Liebe.

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Hilga
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Re:

von Hilga (05.10.2016, 21:41)
Vielen Dank für deinen Textvorschlag Matthias. Der gefällt mir sehr gut.

Mit der geplanten Zeit hast du schon recht präzise geraten. Genaue Jahreszahlen werden im Buch nicht genannt, aber ziemlich weit hinten im Text erkennt man, das man sich in der Zeit des Interregnum nach dem Tod Friedrichs II befindet.
Das Wort "magisch" wollte ich absichtlich vermeiden, um nicht in die Fantasy-Ecke geschoben zu werden. (Nix gegen Fantasy, im Gegenteil!) Die Erwähnung von "Die Schöne und das Biest" wollte ich wegen der Stichwortsuche drin behalten, aber wahrscheinlich könnte man das auch noch besser verpacken.
Die Inhaltsangabe will ich bei den Kataloginfos unterbringen, damit sie auch bei amazon erscheint. Der Text darf also auch gern mit kritisiert werden :-)

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mtg
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Re:

von mtg (05.10.2016, 21:47)
Hallo Hilga,

das freut mich. Für den Inhalt hatte ich leider (noch) keine Zeit. Eigentlich bin ich im Mittelalter-Thema nicht so zuhause; für den Klappentext reicht es aber offensichtlich :-)

Ich würde "Die Schöne und das Biest" nicht erwähnen; das klingt ein wenig nach Aufmerksamkeitshascherei und setzt vor allem Vorstellungen in die Welt, die Dein Buch vielleicht nicht erfüllen kann ... z.B. weil das Setting ganz anders ist. Aber man kann es durchaus ein wenig umschreiben.

"Magisch" hat für mich übrigens nicht automatisch etwas mit Fantasy zu tun. Aber das ist natürlich nur meine Meinung.

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Mayk
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Re:

von Mayk (06.10.2016, 17:33)
Toller Vorschlag Matthias ... vor allem, dass du das mit dem Flötenspiel korrigiert hast. Im ersten Entwurf ist der Satz ja so konstruiert, dass man auf die Idee käme, die Flöterei sei so furchtbar, dass sie nur durch "langen Kampf" zu ertragen sei :D

Struktur reinbringen ist wichtig ... Atmosphäre transportieren. Und sich vor Augen halten: Kein Buch kann je alle Leser ansprechen. Der Klappentext ist aber sauwichtig. Um Enttäuschungen zu vermeiden, sollte der_die Leser_in hier auf einen Blick erkennen können: Ist das Buch was für mich?

Mit Matthias Vorschlag gelingt das. Ich wünsche viel Erfolg! Ich liebe historische Themen, aber um selbst so ein Thema zu beackern, bin ich zu faul: Was man da bei der Recherche nicht alles beachten muss ... welche Stoffe durfte wer tragen und wann, wie wohnten die Leute, was aßen sie, welches Weltbild hatten sie?
Daher: Respekt an jede_n, der_die sich da rantraut!

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mtg
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Re:

von mtg (06.10.2016, 18:01)
Mayk hat geschrieben:
Im ersten Entwurf ist der Satz ja so konstruiert, dass man auf die Idee käme, die Flöterei sei so furchtbar, dass sie nur durch "langen Kampf" zu ertragen sei :D

lol … das war mir so gar nicht aufgefallen, aber Du hast recht! :-)

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Hilga
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Re:

von Hilga (06.10.2016, 22:45)
Mayk hat geschrieben:
Im ersten Entwurf ist der Satz ja so konstruiert, dass man auf die Idee käme, die Flöterei sei so furchtbar, dass sie nur durch "langen Kampf" zu ertragen sei :D


Haha, jetzt wo du das sagst. Da sieht man mal wieder wie gut es ist, wenn jemand drüber schaut, der das Buch nicht kennt.
Hach ja, das mit der Recherche... Ist schon Arbeit, macht aber auch viel Spaß sich so in ein Thema zu vergraben.
Ich habe nach einiger Überlegung ganz bewusst keine geschichtlichen Persönlichkeiten und auch keine realen Schauplätze verwendet. Auch das genaue Jahr bleibt ungenannt. Ich hoffe, dass ich die kritische Fangemeinde mittelalterlicher Romane nicht zu sehr enttäusche.

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