Brandstifter

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verseschmiedin
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Brandstifter

von verseschmiedin (03.03.2017, 09:04)
Ihr, die ihr so tut,
als ob ihr einfache Antworten
auf schwierige Fragen wisst.

Und die Wahrheit
so lange verdreht,
bis sie in euer Weltbild passt.

Ihr, die ihr
ohne Skrupel
die Saat des Hasses setzt.

Und hämisch dabei zuschaut,
wie bald einer
den anderen verletzt.

Ihr, die ihr
eure Hände
in Unschuld wascht,

Wenn das Volk schließlich
aus euren Sätzen
Wirklichkeit schafft.

Ihr spaltet die Gesellschaft,
um an die Macht zu gelangen,
getrieben von Neurosen
und Geltungsverlangen.

Es wird Zeit,
euch die Maske vom Gesicht zu reißen
und euch ins gleißende Licht
der Wahrheit zu schleifen.

Zeit,
euch bis ins letzte Glied zu sezieren,
um euch die Kraft zu nehmen,
andere zu verführen.

Und sollten dann von euch
ein paar ins Gefängnis wandern,
um sie ist´s mir nicht schad -
nur um die andern.

© 2017 Gudrun Heller







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Monika K.
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Re:

von Monika K. (03.03.2017, 12:22)
Ich würde mich an deiner Stelle zwar noch etwas mehr vom Reimen wegbewegen und mich ganz den Prosagedichten zuwenden, aber mir gefällt dieses Gedicht trotzdem ausgezeichnet - sowohl inhaltlich als auch in Bezug auf die äußere Form. Sehr schön! thumbbup

Viele Grüße,
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

(Übersetzung: Besser ein weiser Narr, als ein närrischer Weiser.)

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verseschmiedin
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Re:

von verseschmiedin (03.03.2017, 13:14)
Hallo Monika!
Freut mich, dass Dir das Gedicht gefällt. Und mit dem Reimen ist das ja so eine Geschmackssache...

Liebe Grüße,
Gudrun

Arno Abendschön
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Re:

von Arno Abendschön (08.03.2017, 22:15)
Gudrun, mit diesem kraftlosen Papiergeraschel wirst du keinen der von dir Angesprochenen ernsthaft beeindrucken. Du ergehst dich wieder einmal nur in Posen.

Dein Verhältnis zur deutschen Sprache ist auch nicht über alle Zweifel erhaben. Z.B. kann man nach "als ob" immer noch einen Konjunktiv erwarten. Und eine Saat wird nicht "gesetzt", sondern ausgebracht. Von "waschen" lautet die zweite Person Plural "wäscht". Oder das "ins gleißende Licht der Wahrheit zu schleifen" - merkst du selbst nicht, dass das unfreiwillig komisch in seiner plumpen Übersteigerung ist?

Um ein formal überzeugendes Tendenzgedicht verfassen zu können, muss einer schon ein ziemlich guter Lyriker mit hoher Sprachbegabung sein. Das bist du nach meiner Einschätzung definitiv nicht.

Schönen Gruß
Arno Abendschön
Geschichten werden niemals richtig erlebt, nur manchmal, sehr selten, richtig erzählt. (Alfred Polgar)

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (08.03.2017, 22:25)
Arno Abendschön hat geschrieben:
Von "waschen" lautet die zweite Person Plural "wäscht".

Seit wann?

Gruß,
Monika
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Arno Abendschön
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Re:

von Arno Abendschön (08.03.2017, 22:37)
Ja, Monika, da lag ich falsch.

Arno Abendschön
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verseschmiedin
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Re:

von verseschmiedin (09.03.2017, 09:36)
Sehr geehrter Herr Abendschön!

Auf Ihre unsachliche Kritik und ausfälligen Bermerkungen ist wirklich Verlass. Und Sie haben mich auch diesmal nicht enttäuscht. Oder reagieren Sie etwa so heftig, weil Sie selbst ein Brandstifter sind?

Viel Spaß noch bei weiteren Hasstiraden.

G. Heller

Arno Abendschön
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Re:

von Arno Abendschön (09.03.2017, 10:23)
Gudrun, an dich musste ich denken, als dieser Tage der Inhalt des Buches "Die Getriebenen" von Robin Alexander bekannt wurde. Der Mann war acht Jahre bei der "taz" und ist seit längerem Redakteur der "Welt" für die Bundespolitik. Er ist nah dran am innersten Machtzirkel und jedenfalls keiner, den du in eine falsche Ecke stellen könntest.

Alexander legt offen, wie es im Sept. 2015 tatsächlich gelaufen ist. Schon acht Tage nach der Grenzöffnung waren sich die Spitzen der Großen Koalition inkl. Merkel einig, dass die Grenze zu schließen sei und die Masse der Hereinströmenden nach Österreich zurückzuweisen seien. Dazu war alles praktisch vorbereitet, doch die Kanzlerin zuckte im letzten Moment aus Furcht vor der öffentlichen Meinung zurück und wartete ab, bis Österreich und die Balkanstaaten ihr die Schmutzarbeit abnahmen.

Es waren Leute wie du, die Merkel davon abhielten, das zu tun, was sie für sachlich geboten hielt. Dein Gedicht zeigt, dass du seitdem nicht klüger geworden bist. Du arbeitest dich jetzt an einem Popanz ab, dessen Heraufkommen du mit vielen anderen erst ermöglicht hast.

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BoD Books on Demand
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Re:

von BoD Books on Demand (09.03.2017, 10:55)
Bitte bei der Diskussion bei einer sachlichen Kritik bleiben. Ansonsten werden die Beiträge gelöscht.

Viele Grüße,
Thorsten von BoD

Arno Abendschön
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Re:

von Arno Abendschön (09.03.2017, 11:05)
Es handelt sich um ein politisches Gedicht, und zwar um eines aus einer ganzen Reihe ähnlicher derselben Verfasserin. Insofern ist eine Auseinandersetzung mit eben diesen politischen Inhalten durchaus naheliegend und verlässt gerade den von der Autorin selbst gewählten Rahmen nicht.

Wir können aber die Diskussion jetzt gern abschließen, da sie voraussichtlich zu keinem weiteren Erkenntnisgewinn führen würde.

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (09.03.2017, 13:30)
Ich kann im ganzen Gedicht keinen einzigen eindeutigen Hinweis auf Merkels Flüchtlingspolitik finden. Es könnte genauso gut gegen die Hersteller von genetisch verändertem Saatgut gerichtet sein und auf die Konsequenzen für Kleinbauern und die weltweite Lebensmittelproduktion hinweisen. Denn im Gegensatz zu "Geflüchtete" oder "Merkel" kommt tatsächlich das Wort "Saat" darin vor. angle: Selbstverständlich kann jeder ein Gedicht interpretieren, wie er möchte. Aber das sollte man als seine eigene Interpretation und eine Möglichkeit von mehreren kennzeichnen. Das vermisse ich bei Arnos Feedback.

Persönliche Angriffe gegen die Verfasserin haben erst recht nichts in einem Thread, in dem ein Gedicht vorgestellt wird, verloren, denn Lyrik ist Kunst und muss nicht zwingend ein Ausdruck der persönlichen Ansichten sein. Dies zu unterstellen, fällt ebenfalls in den Bereich "Interpretation". Und meiner Meinung nach, dürfte da unser lieber Admin gern etwas bereitwilliger den Löschschlauch ausrollen. Aber das ist nur meine persönliche Meinung zu den Interpretationsmöglichkeiten eines Gedichts und den Grenzen einer anständigen Gedichtsinterpretation. Sie sind selbstverständlich nicht allgemeingültig.

Gruß,
Monika
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verseschmiedin
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Re:

von verseschmiedin (09.03.2017, 14:45)
Danke für Deine klärenden Worte, Monika.
LG
Gudrun

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Re:

von Arno Abendschön (09.03.2017, 21:24)
Monika, es ist offensichtlich, dass sich das Gedicht gegen die rechtspopulistische Welle wendet - und nur dagegen. Deine Versuche, das zu vernebeln, sind ebenso ausgefeilt wie zwecklos.

Persönlich habe ich keinen weiteren Diskussionsbedarf an dieser Stelle.

Arno Abendschön
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Monika K.
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Re:

von Monika K. (09.03.2017, 22:02)
Arno Abendschön hat geschrieben:
Monika, es ist offensichtlich, dass sich das Gedicht gegen die rechtspopulistische Welle wendet


Die gibt es in Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, den USA, Polen und vielen, vielen anderen Ländern - und nicht erst seit Kurzem, sondern schon sehr, sehr lange. Viele verschiedene Themen stehen dabei jeweils zur Debatte. Das sieht man, wenn man sich eingehend mit den diversen politischen Forderungen auseinandersetzt, was ich nur jedem raten kann, der damit liebäugelt. Damit man im Falle einer wortwörtlichen Umsetzung nicht am Ende selbst den Schaden hat.

Nein, ich bleibe bei meiner Aussage, dass man dieses Gedicht in einem viel größeren Rahmen interpretieren kann und eigentlich auch sollte, als du weiter oben suggerieren wolltest. Deine Interpretation ist nur eine Möglichkeit von vielen. Und gerade dieser Interpretationsspielraum macht das Werk für mich so interessant.

Aber wir können die Diskussion gern beenden. Von meiner Seite ist ebenfalls alles gesagt, ständige Wiederholungen sind langweilig, und dass wir keinen gemeinsamen Nenner finden, haben wir bereits festgestellt.

Gruß,
Monika
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mtg
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Re:

von mtg (10.03.2017, 09:59)
Arno Abendschön hat geschrieben:
Monika, es ist offensichtlich, dass sich das Gedicht gegen die rechtspopulistische Welle wendet - und nur dagegen.


Und wo ist das Problem, wenn es so wäre? Ich bin der festen Überzeugung, dass das Grundgesetz auch Gudrun eine eigene Meinung zubilligt, die sie veröffentlichen darf – selbst, wenn sie anderen Menschen nicht gefällt. Wünschen sich nicht gerade rechtspopulistische Kreise, dass andere Meinungen unhörbar werden sollen – und sei es durch Überschreien?

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