Jungautor braucht Hilfe

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Mythology
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Jungautor braucht Hilfe

von Mythology (06.12.2007, 21:53)
Hallo allerseits.
Ich heiße Alexander bin 19 und schreibe seit einem Jahr an meinem vierten Buch. Während ich die drei Vorgänger nach einiger Zeit immer verworfen hatte, stehe ich kurz vor der Fertigstellung meines aktuellen Romans. Ich bin vollkommen ungeübt, was die Vermarktung angeht und würde mich über Hilfe freuen. Wie stellt man seinen Roman einem Verlag vor? Ist es klug dem Verlag das komplette Werk zu zeigen bevor ein Vertrag ausgehandelt ist? Naja, also eigentlich bräuchte ich eine Art Anleitung wie man Schritt für Schritt zur Veröffentlichung kommt. Vor allem wundert mich, dass ich trotz Googlesuche keinen ordentlichen Verlag finden konnte. Ich fand zwar einige, doch die Anzahl der Seiten, die vor diesen Verlagshäusern warnten waren zahlreicher als die vorhandenen Angebote oO!
Die Resonanz auf meinen Roman war sehr positiv. Ich "halte" mir einige Testleser, deren Reaktionen ich als Leitfaden nutzte. Nur das hat mich dazu bewegt zu glauben, dass sich ein Verlag vielleicht dafür interessieren könnte. Ich bin Schüler und habe somit sehr begrenzte finanzielle Mittel. Kennt da jemand trotzdem eine Möglichkeit? Naja, ich hoffe mein Anliegen ist klar geworden. Ich hoffe mal auf Antwort :D

PS: Welche Möglichkeiten gibt es eigentlich generell etwas zu veröffentlichen?
Die Normalität ist eine gepflasterte Straße; man kann gut darauf gehen - doch es wachsen keine Blumen auf ihr.
Van Gogh

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ChrisK
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Re:

von ChrisK (06.12.2007, 22:17)
Geh in eine Buchhandlung. Such nach Büchern, die so ähnlich sind, wie deins. Schreib dir die Verlage auf.
Mach eine Mappe, die eine kurze Beschreibung deines Buchs (inkl. Zielgruppe etc.), eine Synopsis von max. 4 Seiten und eine Leseprobe enthält. Außerdem trainierst du einen 30-Sekunden-Pitch: Du musst dein Buch in 30 Sekunden (das sind zwei bis drei Sätze) so beschreiben können, dass du damit das Interesse eines Lektors weckst. Ist schwierig, ich weiß.
Dann rufst du die Verlage an, die du dir in der Buchhandlung aufgeschrieben hast, läßt dich mit dem Lektorat verbinden und wenn du den richtigen Menschen an der Strippe hast, läßt du deinen Pitch vom Stapel und fragst, ob du ihm die Mappe schicken darfst.
Sei darauf vorbereitet, dass du deine Mappe sehr oft verschicken musst.
Gruß
Chris

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Judith
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Re:

von Judith (06.12.2007, 22:19)
Hallo Alexander,

schau mal z.B. hier, da findest du einige Infos.

Übrigens: welcome:

Grüßle,
Judith
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

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Mythology
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Re:

von Mythology (06.12.2007, 22:20)
Danke sehr :D Das ist schonmal was womit ich etwas anfangen kann.
Morgen schreib ich mir mal ein paar Verlage auf.
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Van Gogh

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hawepe
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Re:

von hawepe (07.12.2007, 08:24)
Hallo,

Mythology hat geschrieben:
Danke sehr :D Das ist schonmal was womit ich etwas anfangen kann.


Es gab hier mal einen ellenlangen Thread, wie man sein Manuskript am besten den Verlagen vorstellt. Einfach mal suchen.

Beste Gruesse,

Heinz.

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Amos
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Re:

von Amos (08.12.2007, 10:27)
Moin moin an den Jungautor, auf alle Deine Fragen bekommst Du kompetent Antwort wenn Du Dir das Buch
Handbuch für Autorinnen und Autoren, Verlag Uschtrin, kaufst.
Das ist eine einmalige Ansschaffung, die Du in Deinem Autorenleben immer wieder neu zu Rate ziehen kannst.
Daher eine Investition fürs Leben.

Abgesehen davon befimdest Du Dich hier in einem Forum von und mit BOD - Autoren.
Gehe auf www.bod.de da kannst Du nachlesen, wie wir hier im Forum unsere Bücher gedruckt und vermarkten, nämlich unter anderm bei Bod.

Mit dem Uschtrinbuch ersparst Du Dir viel Sucherei, viel Ärger und Du kannst sicher wertvolle Tipps in Dein Werk noch einarbeiten.

Viel Erfolg wünscht Dir Amos www.amos-ruwwe.de
Das aktuelle Buch: Die bösen Tage sind vorbei Planungshilfen für den beruflichen Erfolg.
ISBN 3-8334-4103-8
www.amos-ruwwe.de

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (08.12.2007, 11:16)
Es geht nichts über Recherche, Empfehlungen und die Intuiton :)

Deine Suche nach Verlagen im Internet und das Recherchieren über die Meinungen dazu war schon ein guter und großer Schritt. Es gibt viele Säue unter den Perlen *g*.

Empfehlungen anderer Autoren und das Aufsuchen der Verlagsseiten macht ebenfalls viel Sinn. Du kannst Dich bei ehrlichen Autorenkollegen sicher auch über die Nachteile des Lieblingsverlages informieren. So halte ich beispielsweise über "meinen" Verlag nicht mit Infos hinterm Berg, weil ich mir auch als Autor gern total sicher sein möchte und mich "gut aufgehoben" fühlen will. Das ist, grad für junge und unsichere Autoren, ein ganz wichtiger Punkt.

Finanzielle Mittel ist ein weiterer wichtiger Punkt. Wenn Du einen fairen Verlags suchst, der Dir von Anfang an absolut ALLE Kosten mitteilt, dann wird es schwer. Ich hatte Glück, keine Frage. Doch ich kenne es auch anders, so berichtete ein Autorenkollege grad, daß sein erster Verlag für die Listung bei amazon 50 Euro zusätzlich berechnete. Dabei zieht sich amazon seine Verkaufslistungen bei Büchern automatisch und kostenlos aus dem VLB. Von diesem Verlag wird es sicher keine Empfehlung des Autoren geben.

Der Fall, daß Dein Manuskript "gekauft" wird und Du keinerlei Kosten, sondern nur Nutzen hast (mal die Vielseitigkeit der Knebelverträge auslassend), wird wie die berühmte Nadel im Heuhaufen sein. Auch solch ein Erfolg ist nur erreichbar, wenn Du Bewerbungen ohne Ende verschickst. Was ja auch nicht grad günstig ist. Wenn Du mit Enttäuschungen nicht umgehen magst, dann wird das ein schwerer Schritt für Dich. Kleine Verlage sind da oft viel mutiger und häufig auch "familiärer".

Gegen kleine Verlage spricht allerdings auch, daß sie von Buchhandlungen oftmals boykottiert werden. Auch ist ihr Werbeetat nicht so immens hoch und das macht die eigene Werbearbeit des Autoren oft so wichtig.

Ich kann Dir nur raten, Dich möglichst viel mit anderen Autoren zu unterhalten und auch mal die Stadtbücherei aufzusuchen. Da sitzen oft heimliche Kenner der Szene. ;-)

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Mythology
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Re:

von Mythology (09.12.2007, 23:45)
Vielen Dank.
Wenn mein Manuskript erst einmal fertig ist, so hab ich langsam das Gefühl, ist der lustige Teil geschafft und der anstrengende beginnt :D
Ich werde versuchen die Ratschläge zu befolgen. Insgeheim hab ich natürlich die Hoffnung, dass meine Idee gekauft wird. Denn Geld hab ich nich wirklich ^^ Wenn ich soweit bin, kann ich mich also von den Autoren hier bezüglich eines Verlages beraten lassen? Das fände ich sehr angenehm :)
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PvO
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Re:

von PvO (10.12.2007, 10:15)
kann ich mich also von den Autoren hier bezüglich eines Verlages beraten lassen?

Klar kannst du das. Erwarte aber nicht zu viel, denn diese Art Ratschläge brauchen viele Autoren selbst.

Laura
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Re:

von Laura (10.12.2007, 14:24)
Hallo lieber Jungautor, wie wäre es mit einer Agentur? Ich komme deswegen darauf, weil du vom Alter her ja durchaus auch Wartezeit in Kauf nehmen könntest, bis dein Buch erscheint. Je älter man wird, desto weniger Zeit hat man dann dafür. Gruß Laura

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (10.12.2007, 15:05)
Vorsicht mit Agenturen!

Da lauern inzwischen viele schwarze Schafe, die am Anfang recht schnell "einen großen namhaften Verlag gewonnen" haben und am Ende sitzt der Autor auf einem Berg Schulden.

Es sollte jedem Autoren klar sein, daß Agenturen nicht von Luft und Liebe leben. Und wer bezahlt sie? Der Verlag, der hofiert werden möchte?

Es mag auch durchaus Glücksfälle hierbei geben, doch gilt es, alle Verträge vorher SEHR genau zu lesen und ggf. einen Anwalt hinzuzuziehen.

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Amos
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Re:

von Amos (11.12.2007, 10:37)
Eine seriöse Agentur ist daran erkennbar, das ein Honorar nur nach einer erfolgreichen Verlagsvermittlung fällig wird.
Vorsicht ist allemal geboten.
Agenturen sind oft ähnlich aufgestellt wie Druckkostenzuschussverlage (DKZV)
Also Jungautor, aufgepasst
Gruß Amos
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Mythology
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Re:

von Mythology (11.12.2007, 20:39)
Danke sehr :D
Ich merke schon es birgt viele Gefahren^^
Die Normalität ist eine gepflasterte Straße; man kann gut darauf gehen - doch es wachsen keine Blumen auf ihr.

Van Gogh

Pliekolus
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Re:

von Pliekolus (11.12.2007, 22:05)
Hallo Alexander,

du schreibst, dass dein Manuskript bald fertig ist. Meinst du damit, dass du bald das Wort "ENDE" schreiben wirst oder meintest du, dass du das MS schon zig mal durch geackert und verbessert hast???
Das Schreiben meines MS hat ca. 4 Monate gedauert und hat am Ende eine riesen Euphorie hinterlassen. Dann begann jedoch die eigentliche Knochenarbeit. Fast 3 Jahre polieren, polieren, polieren.
Das Buch ist nun seit August 2007 draußen und ich würde immer noch polieren, wenn ich mir nicht selbst gesagt hätte: "Nun ist aber mal Schluss!"
Beim ersten Lesen des gedruckten Buches bin ich fast in Ohnmacht gefallen, als ich die Tippfehler entdeckte. Und dabei war das Version 317. Mittlerweile habe ich Version 322 und ringe mit mir, eine nächste Auflage zu machen.

Lieben Gruß Jacqueline

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (13.12.2007, 17:59)
In meinem nächsten Buch wird im Vorwort stehen:

"Wer Tippfehler findet, darf sie behalten!"



Es ist ganz normal, daß selbst in den besten Bestsellern noch Fehler zu finden sind. Nicht grämen, in der zweiten Auflage ändern cheezygrin

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