Ketzerische Frage ...

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Claire
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Ketzerische Frage ...

von Claire (13.12.2007, 14:41)
Wie groß ist eigentlich die Chance, die Kosten für ein bei BoD veröffentlichtes Buch (Mastering/Herstellung sowie Werbungskosten) wieder raus zu bekommen?
Gibt es irgendwelche statistischen Zahlen, wie z. B. ein bei BoD veröffentlichtes Buch verkauft sich im Schnitt ca. 100 Mal (fiktive Hausnummer)?
Das fände ich mal ganz interessant.
LG Claudia
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hawepe
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Re: Ketzerische Frage ...

von hawepe (13.12.2007, 14:53)
Hallo Claire,

Claire hat geschrieben:
Gibt es irgendwelche statistischen Zahlen, wie z. B. ein bei BoD veröffentlichtes Buch verkauft sich im Schnitt ca. 100 Mal (fiktive Hausnummer)?


Fuer BoD wurde mal eine Auflagenzahl genannt, die aus Veroeffentlichungen von BoD errechnet war. Wenn ich mich richtig erinnere, war es eine mittlere zweistellige Zahl.

Sehr detailierte Angaben hat hier aber vor laengerem mal Tino Hemmann fuer den Engelsdorfer Verlag gemacht. Suche mal nach seinen Beitraegen.

Beste Gruesse,

Heinz.

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ChrisK
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Re: Ketzerische Frage ...

von ChrisK (13.12.2007, 15:11)
Claire hat geschrieben:
Gibt es irgendwelche statistischen Zahlen, wie z. B. ein bei BoD veröffentlichtes Buch verkauft sich im Schnitt ca. 100 Mal (fiktive Hausnummer)?

Äh, was soll das für eine Statistik sein? Wenn du die verkauften Exemplare eines Sachbuchs über Halbleitertechnik und die verkauften Exemplare eines Kriminalromans addierst und durch zwei teilst, hast du auch eine Statistik.
Der eine BoD-Autor macht intensiv PR für sein Buch, der andere wartet einfach ab, ob irgendwer das Buch kauft. Der erste verkauft 200 Exemplare, der zweite null. Verkauft sich dann ein BoD-Buch 100mal?
Gruß
Chris

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PvO
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Re:

von PvO (13.12.2007, 15:44)
Ich denke, Claire will einfach wissen, welcher Absatz real ist. Nun, das wäre eine schwierige Frage bzw. eine leichte Frage, aber dessen Antwort alles andere ist als das. Es kommt immer drauf an, welche Absatzmöglichkeiten man hat. Mache ich viele Lesungen, wo ich ein paar Bücher absetzen kann oder mache ich gar keine? Habe ich einen guten Draht zum Buchhandel oder ist mein Buchhändler ein, gegenüber BOD reserviert eingestellter Mensch. Habe ich lediglich eine Tante und deren Mann als Verwandtschaft oder gehöre ich einem Clan an, dessen Mitglieder eine Stadion füllen können. Ich hatte mal einen BOD Kollegen gefragt, nach Monaten seiner Veröffentlichung, wie viel er denn nun verkauft hat. Die Antwort war ernüchternd. Zwei Exemplare. Ein anderer wird vielleicht im selben Zeitraum 50 oder 60 Bücher verkaufen. Der King unter denen wird im Jahr ca 100 oder 200 verkauft haben. Was drüber hinausgeht, was es durchaus geben mag, wird eher die Ausnahme sein - leider Gottes. So denke ich, dass eine niedrige dreistellige Zahl durchaus erreichbar ist, dass man aber nicht viel weiter kommen wird (wohlgemerkt, im Jahr).

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Judith
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Re:

von Judith (13.12.2007, 16:44)
Hallo Claire,

ich habe mal ausgerechnet, dass ich für meine beiden Bücher zusammen (Werbung wird etwas billiger für zwei) insgesamt etwa 500 Bücher verkaufen müsste, um alles - incl. Systemgebühren - wieder reinzubekommen. Bis jetzt habe ich in den 4 Monaten - etwa 100 + 40 verkauft. Ich denke mal, das ist schon relativ gut, da ich viel Werbung mache, mehrmals in der Presse stand und gute Online-Rezensionen habe. Künftig wird es wohl langsamer weiterlaufen.

Irgendwer sprach hier mal von einem Mittel von 150 Büchern insgesamt. Keine Ahnung, wie vage die Schätzung ist, aber ich könnte sie mir als relativ realistisch vorstellen.

Grüßle,
Judith
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CeKaDo

Re:

von CeKaDo (13.12.2007, 17:53)
Das sind eigene Einschätzungen und Erfahrungswerte, die da zählen. Bei vernünftigen vErlagen und Kalkulationen kannst Du Dir schnell selbst ausrechnen, wann Du in der "Gewinnzone" bist.

Mein Beispiel mag Dir gern ein Anhaltspunkt sein:

Die erste Auflage meines Buches habe ich selbst im Eigenverlag hergestellt und vertrieben. Das waren 100 Stück, die ich jeweils kostendeckend und mit einer Marge von rund einem Euro pro Buch binnen 3 Monaten verkauft habe. Da waren dann die zusätzlichen Verschenkexemplare ebenfalls abgedeckt. Ich bin da also in den ersten 3 Monaten mit +/- Null rausgegangen. Dann ging mir das Geld aus und ich habe einen Verlag gesucht.

Jetzt kaufe ich meine Bücher zum Autorenpreis und bin weiterhin recht aktiv. Für alle "fremd" verkauften Bücher (also in Buchläden, amazon usw. verkauften Exemplare) erhalte ich eine schöne prozentuale Beteiligung am Verkaufspreis.

Meine Kosten für die Dienstleistungen des Verlages sind nach ebenfalls 100 verkauften Büchern inzwischen locker eingeholt und ich bin in der Gewinnphase.

Eine solche Rechnung kannst Du Dir ohne Weiteres bei jedem Verlag oder BoD-Anbieter machen, wenn er seine Kosten rückhaltlos und vollständig offenlegt. Dann weißt Du, wieviel Bücher Du selbst verkaufen mußt oder verkaufen lassen kannst, bis Du alle Kosten wieder drin hast.

Bist Du umsatzsteuerpflichtig, wirst Du das Ganze ohnehin anders berechnen müssen / dürfen und entsprechend anders agieren.

Ich bin sehr zufrieden damit, daß ich nach 100 Büchern mit Verlag bereits erheblich besser verdiene, als ich im Eigenverlag jemals verdient hätte.

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Claire
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Re:

von Claire (13.12.2007, 19:59)
Sorry, die Frage war vielleicht auch etwas blöd gestellt. Die Frage hätte vielleicht lauten sollen: Gibt es Erfahrungswerte darüber, wie viele Bücher verkauft werden allein durch die Veröffentlichung und die Aktionen (Novitäten, Meldung bei den Online-Anbietern) von BoD. Der Rest liegt eh in Gottes- - äh, sorry - Autorenhand. Es hätte ja sein können, dass es da schon Statements vom Verlag gab, so nach dem Motto "Autoren, die bei uns veröffentlichen, verkaufen schon allein durch uns X-Exemplare, weil hier und da automatisch geordert wird".

Trotzdem sind eure Erfahrungswerte schon ganz hilfreich.
LG Claudia

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julia07
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Re:

von julia07 (13.12.2007, 20:05)
Statements vom Verlag? cheezygrin
Hast Du mal einen Verkäufer erlebt, der seine eigenen Produkte schlecht macht?
Gib doch einfach mal hier in das Suchfeld die Namen der BoD-Marketing-Produkte ein!!
LG,
Julia

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ChrisK
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Re:

von ChrisK (13.12.2007, 20:29)
Claire hat geschrieben:
Gibt es Erfahrungswerte darüber, wie viele Bücher verkauft werden allein durch die Veröffentlichung und die Aktionen (Novitäten, Meldung bei den Online-Anbietern) von BoD.

Zero. Zilch. Nada. Wenn du ein reißerisches Thema oder einen ungewöhnlichen Titel ("Ich wurde von außerirdischen Vampir-Lesben nach Sodom entführt - ein Tatsachenbericht") hast, dann setzt du VIELLEICHT ein paar Exemplare ab. Sieh's realistisch: Hierzulande kommen pro Jahr zwischen 70.000 und 90.000 Titel heraus. Wie soll da ein (!) Katalogeintrag oder ein Bildchen in den BoD-Novitäten etwas bewirken?
Es hätte ja sein können, dass es da schon Statements vom Verlag gab, so nach dem Motto "Autoren, die bei uns veröffentlichen, verkaufen schon allein durch uns X-Exemplare, weil hier und da automatisch geordert wird".

Automatisch geordert wird "der neue Le Carré" oder "der neue King" aber nicht "die Novitäten von Suhrkamp". Jeder gescheite Verlag hat seine Renner, aber auch seine Flops. Auch bei Diogenes, S. Fischer und Co. gibt es Titel, die deutlich unter hundert Mal pro Jahr verkauft werden. Wer wollte so was "automatisch" ordern?
Gruß
Chris

edits: blöde Tippfehler
Zuletzt geändert von ChrisK am 13.12.2007, 22:06, insgesamt 2-mal geändert.

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SandraR
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Re:

von SandraR (13.12.2007, 20:40)
Wen das Produkt eine Nische abdeckt und man intensiv viel Werbung macht kommen sehr gute Verkaufszahlen heraus. Alles ist letztlich eine Frage der Eigeninitiative. Wer bereit ist ueber 1 000 Mails zu schreiben etc. verkauft deutlich ueber die bereits genannten Zahlen. Ohne Initiative laeuft aber in diesem Geschaeft nichts. Leider finden Buecher den Weg zum Leser nicht von selber:)! Also:
1. Schritt Datenbank machen, alle Zeitungen, alle Rundfunkanstalten, alle TV Sender in allen drei deutschsprachigen Laendern per Mail Adresse erfassen
2. Jeden Einzeln mit Namen anschreiben (soweit man im Impressum der Zeitungen den Namen findet oder ueber Artikel eruiren kann.)
3. In der Kuerze liegt die Wuerze
4. Webseiten verlinken und zwar zu passenden anderen Webseiten
etc.etc.etc.
ja, und viel Zeit darauf verwenden, Selbstausbeutung heisst das Zauberwort!
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

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Judith
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Re:

von Judith (13.12.2007, 23:36)
CeKaDo hat geschrieben:
Eine solche Rechnung kannst Du Dir ohne Weiteres bei jedem Verlag oder BoD-Anbieter machen, wenn er seine Kosten rückhaltlos und vollständig offenlegt. Dann weißt Du, wieviel Bücher Du selbst verkaufen mußt oder verkaufen lassen kannst, bis Du alle Kosten wieder drin hast.


Nun, ganz so einfach ist es nicht. Am Anfang denkt man gar nicht, wie viel man doch für Werbung ausgeben muss. Klar, die 39 Euro für die ISBN bei BoD sind schnell drin, bei einer Marge von beispielsweise 1,20 Euro wären das zweiunddreißigeinhalb Bücher. Ach so, die 119,40 Systemgebühr für 5 Jahre darf man nicht vergessen. Dann sind es schon 132 Bücher. :?

Aber da macht man dann auch noch ein paar Faltblätter, verschickt vielleicht einige Postkarten, geht evtl. sogar zu einer Messe etc., und Ruckzuck sieht die Sache anders aus. Kürzlich hatte ich eine Lesung und bin geblitzt worden, weil ich in der Eile zu schnell in den Ort reinfuhr. Die 35,- Euro hatte ich noch gar nicht einkalkuliert. :wink:

Claire, wie schon geschrieben wurde, ohne etwas dafür zu tun hätte ich kein einziges Buch verkauft. :?

Grüßle,
Judith
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SandraR
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Re:

von SandraR (14.12.2007, 06:40)
Claire, wenn Dich die Kosten noch interessieren rechne zwischen 500 bis 750 Euro. Zumindest wenn Du das Buch gut verkaufen moechtest. Eine Messe an einem Stand wo auch Dein Buch aufliegt mit Flyer rund 100 Euro pro Messe, Flyer muessen auch gedruckt werden, ev. Redaktion oder Lektorat (auch der Beste Autor macht Tippfehler die er selber nicht sieht) etc.etc. Allerdings, es laeppert sich zusammen im Laufe eines Buchlebens. Denk auch daran, von VB Wort gibt es zwischen 250 und 380 Euro zurueck, allerdings nach ca. rund 1,5 Jahren. Ein Buch ist wie ein Samen, man muss es duengen und bewaessern.
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Franz W. Bauer

Meine Aktivitäten und meine Erfahrungen damit

von Franz W. Bauer (14.12.2007, 09:18)
Ich möchte euch meine Erfahrungen mitteilen:

Bei BoD kamen meines Wissens nach insgesamt 4 Bücher heraus, die das Thema "Rauchen" versus "Nichtrauchen" behandeln.

2 davon sind in meinen Augen und offenbar auch in den Augen potentieller Leser nicht attraktiv genug, um gekauft zu werden. Warum? Sie sind schlichtweg fad geschrieben, teilweise unfassbar fehlerhaft, und das Wichtigste: Offenbar kümmern sich die Autoren überhaupt nicht um die Vermarktung. Fazit: Flop.

Eine "Konkurrentin" schrieb ein Buch über das Thema, das anfangs bei Amazon einen recht passablen, wenn auch nicht überragend tollen Verkaufsrang hatte, und zwar deswegen, weil die Autorin sich um die Vermarktung kümmerte. Als sie (nach eigenen Angaben) dafür keine Zeit und keine Lust mehr hatte, sackte der Verkaufsrang bei Amazon kontinuierlich ab.

Ich habe von Anfang an alles beherzigt, was mir von BoD empfohlen und angeboten wurde: Titel samt Cover fällt aus dem Rahmen, der Inhalt ist spannend, interessant und humorvoll aufbereitet, bringt tatsächlich für interessierte Leserinnen und Leser einiges Neues, die Form ist fehlerfrei, und: Ich habe im ersten Jahr runde 4000 Euro ausgegeben für 2 große Presseaussendungen, Inserate in BoD-Novitäten und im Buchjournal, für eine Premium-Teilnahme an der Leipziger Buchmesse und unterhalte fortlaufend Kontakte zu Interessierten im Gesundheitsbereich bis hin zur Teilnahme an z.B. Foren wie diesem hier.

Ich habe im 1. Jahr die Kosten hereingebracht und heuer verkauft sich das Buch von alleine. Der Verkauf läuft hauptsächlich über Amazon (aus den bekannten Gründen der Buchhandels-Verweigerung) und bringt ein nettes Taschengeld - mehr nicht.

Freundliche Grüße aus Wien
Franz :?

PS: Ja - was meiner Meinung nach noch wichtig ist, sind gute Internetseiten. Gebt mal bei Google oder Yahoo die derzeit für mein Buch wichtigen Stichworte "Geschenk" und "Raucher" ein und schaut, an welcher Stelle von hunderttausenden Seiten "Die Rauchgiftfalle" aufscheint. Ich schreib das nicht, um mich selbst zu beweihräuchern - ich empfinde bloß eine große Freude darüber, wenn ich sehe, dass ich nicht umsonst alles tu, um meinem Buch den Weg für einen bescheidenen Erfolg - aber immerhin einen Erfolg - zu bereiten.

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PvO
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Re:

von PvO (14.12.2007, 09:48)
Hierzulande kommen pro Jahr zwischen 70.000 und 90.000 Titel heraus

Diese Zahlen kann man mittlerweile getrost nach oben korrigieren. Nach meinen Kenntnisstand sind es bereits 100.000 Neuerscheinungen pro Jahr. Hinzu kommen jene, die es ohnehin schon gibt. In diesem riesigen Getriebe ist jeder Autor nur ein ganz klitzekleines Rädchen, es sei denn, man heißt Follett oder so ähnlich.

kagul
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Re:

von kagul (14.03.2008, 10:12)
Ich denke, für Nischenthemen rentieren sich kostenintensive Werbemittel, die auf breite Streuung setzen, generell nicht. "Breit" meine ich in Bereichen, die nicht relativ genau meiner Zielgruppe entsprechen. Und Nischenthemen behandeln wohl 95 % der Sachbücher bei BoD und 95 % der Romane werden zu Nischenwerken, weil die Autoren recht unbekannt sind und bleiben (und ein Roman eines unbekannten Autors ist durchaus mit einem Nischensachbuch vergleichbar)

Das gilt für die Angebote von BoD ebenso wie andere vergleichbare Werbung, so dass wenigstens etwas Plus dabei heraus kommt, heißt in den meisten Fällen abstrampeln, v.a. online und dort, wo meine potentiellen Leser rumsurfen. Oder in die Presse redaktionelle Artikel reinschieben. Ein hartes Brot. Wenn man dann den eigenen Stundenlohn ausrechnet, kommt wieder kaum was raus.

Mit einer vernünftig geplanten Werbung kann man die Kosten eines Titels denke ich in einem Jahr heraus holen und wenn er sich danach immer noch verkauft, hat man ein nettes Taschengeld. Die Chancen auf mehr sind in etwa so hoch, wie die auf einen entsprechenden Lottogewinn. Wer also eher etwas faul veranlagt ist, sollte Lotto spielen, statt Bücher schreiben und selbst bewerben. Wer rein betriebswirtschaftlich veranlagt ist, wird merken, dass er als Küchenhilfe mit Kartoffel schälen und Geschirr spülen bei 90 % der Buchtitel auf einen höheren Stundenlohn kommt, wie mit einem Buch. Alles andere ist eine Mischung aus Glück, Themengespür und Talent in Kombination - wobei für einen betriebswirtschaftlich wirklich lohnenden Erfolg alle drei Aspekte in ganz herausragendem Maße zusammen kommen müssen (so dass man jeweils zu den 1 % besten und glücklichsten zählt).
NachRussland-Reihe - etwas andere Russlandbücher
www.russland-buecher.ru

Meine Autorenseite für Belletristik (Fantasy-Märchen):
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