Wie schreibe ich ein gutes Sachbuch mit wenig Ausgangsmaterial

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2062418613507234253532530
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Wie schreibe ich ein gutes Sachbuch mit wenig Ausgangsmaterial

von 2062418613507234253532530 (17.01.2018, 20:25)
Ich habe Wissen über viele unterschiedliche Themen. Das Problem dabei ist, daß ich oft nicht sehr tiefgehendes Wissen habe. Ich könnte zu fast jedem Thema etwas kompetent beisteuern, allerdings nicht in der Tiefe.

Schreibe ich nun ein Buch nur über das Thema X, verliere ich schnell an Material. Dazu kommt, daß ich ungerne Bücher von Autoren lese, die Inhalte unnötig in die Länge ziehen, also auch keiner dieser Autoren sein will, der sein Buch unnötig dick macht, nur damit es nach etwas aussieht - und der sich dann die Kritik gefallen lassen muß, daß man das Buch auch auf einer DINA4 - Seite hätte zusammenfassen können.

Schreibe ich kompakt und auf den Punkt, so wie ich es gerne lesen will, füllt mein Buchinhalt tatsächlich lediglich eine DINA4 - Seite.

Was mache ich jetzt damit?

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Monika K.
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Re: Wie schreibe ich ein gutes Sachbuch mit wenig Ausgangsmaterial

von Monika K. (18.01.2018, 16:31)
Vielleicht wäre ein Blog eine bessere Lösung für dich als ein Buch. Außerdem sollte man sich bei jedem Sachbuch fragen, wer es kaufen würde. Wenn es zu diesen Themen bereits Bücher gibt, die sich ausführlicher und tiefgreifender damit beschäftigen, wird kein Kunde eines wollen, in dem die Themen nur oberflächlich gestreift werden. Anders sieht es aus, wenn es dazu kaum etwas auf dem Markt gibt. Da wäre es eine Überlegung wert, mehrere ähnliche Themen in einem sehr dünnen Werk zusammenzufassen.

Als Leserin ist mir immer wichtig zu wissen, woher die Erkenntnisse stammen. Daran verschwenden leider viele BoD-Sachbuchautoren auch keinen Gedanken. In meinen Augen ist es nicht sinnvoll, angelesenes Wissen als Buch weiterzugeben, da man sich auch einfach das Original, aus dem die Erkenntnisse stammen, kaufen könnte. (Dass dieses im Literaturverzeichnis und als Quelle genannt werden muss, versteht sich von selbst.)

Dass du das Material nicht künstlich aufplustern möchtest, finde ich übrigens sehr schön. Das kann ich als Leserin auch nicht leiden. Als Autor tut man sich damit sicherlich auch keinen Gefallen, weil gern das Feedback entsprechend ausfällt.

Viele Grüße
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

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2062418613507234253532530
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Re: Wie schreibe ich ein gutes Sachbuch mit wenig Ausgangsmaterial

von 2062418613507234253532530 (19.01.2018, 21:11)
Mein Ziel ist es, für die Weitergabe von Wissen Geld zu bekommen, das der Qualität des Wissens angemessen ist. Bei BoD kann ich den Preis selbst bestimmen. Bei einem Blog kann ich zu Beginn nur durch Werbeeinnahmen Geld bekommen. Und auch das nicht mehr, nachdem jeder heute Werbeblocker verwendet.

Menschen wollen bei einem Sachbuch nicht viel lesen. Sie wollen eine Information, die sie anwenden können.

Kein Mensch will sich Mühe machen. Wenn einer damit wirbt, die "beste Zusammenfassung" aller Werke über X geschrieben zu haben, während X 15 Bücher á 2000 Seiten sind, wird man eher die Zusammenfassung lesen wollen. Dann ist diese aber auch mindestens 200 Seiten stark, aber das Wort Zusammenfassung ist ein entscheidendes Verkaufsargument.

Gib es zu: du würdest auch ein Buch kaufen, in dem der Autor ein Geheimnis um seine Quellen macht. Es wäre sogar interessanter für dich!

Bis dann

2062418613507234253532530
Zuletzt geändert von 2062418613507234253532530 am 24.01.2018, 23:49, insgesamt 1-mal geändert.

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2062418613507234253532530
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Re: Wie schreibe ich ein gutes Sachbuch mit wenig Ausgangsmaterial

von 2062418613507234253532530 (19.01.2018, 21:13)
Menschen wollen bei einem Sachbuch nicht viel lesen. Sie wollen eine Information, die sie anwenden können.


Andererseits glauben sie, daß ein Buch, das unter 50 Seiten hat, ja nichts wert sein kann. Ist es aber viel dicker, lesen sie es nicht, weil es zu dick ist - oder fangen es nur an.

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Monika K.
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Re: Wie schreibe ich ein gutes Sachbuch mit wenig Ausgangsmaterial

von Monika K. (19.01.2018, 22:27)
2062418613507234253532530 hat geschrieben:
Gib es zu: du würdest auch ein Buch kaufen, in dem der Autor ein Geheimnis um seine Quellen macht. Es wäre sogar interessanter für dich!

Nein, ich finde fundiertes Fachwissen kompetenter Autoren interessanter, gehöre mit meiner Meinung inzwischen aber vermutlich zu einer Minderheit.

Viele Grüße
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

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mtg
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Re: Wie schreibe ich ein gutes Sachbuch mit wenig Ausgangsmaterial

von mtg (20.01.2018, 08:56)
2062418613507234253532530 hat geschrieben:
Menschen wollen bei einem Sachbuch nicht viel lesen.

Sorry, aber das halte ich für ausgemachten Blödsinn. Wer ein Sachbuch kauft, signalisiert damit Interesse am Thema und den Willen, etwas zu lernen, zu erkennen, zu verstehen oder/und zu begreifen. Natürlich ist da so viel Info wie möglich die beste Option.

2062418613507234253532530 hat geschrieben:
Gib es zu: du würdest auch ein Buch kaufen, in dem der Autor ein Geheimnis um seine Quellen macht. Es wäre sogar interessanter für dich!

Nein. So etwas nennt man heutzutage Fake News. Ein Sachbuch benötigt belegbare, hieb- und stichfeste Quellen, um glaubwürdig zu sein.

Wenn Du ein Wissen hast, das auf eine DIN A4-Seite passt, dann ist es entweder wenig Wissen oder uninteressant. Vielleicht verrätst Du mal ein wenig mehr über Dich und Dein Wissen – ansonsten muss ich Dich unter »Troll« abhaken.

holz
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Re: Wie schreibe ich ein gutes Sachbuch mit wenig Ausgangsmaterial

von holz (20.01.2018, 14:16)
2062418613507234253532530 hat geschrieben:
Schreibe ich kompakt und auf den Punkt, so wie ich es gerne lesen will, füllt mein Buchinhalt tatsächlich lediglich eine DINA4 - Seite.

Was mache ich jetzt damit?



Du wählst eine sehr große Schrift und streckst so den Inhalt auf 10 Seiten.
Kann dann auch als Großdruck beworben werden.

An den Anfang Widmung, Danksagung und (je nach Inhalt) ein Einstein- oder Goethe-Zitat. Immer schön durch Leerseiten getrennt.
Ans Ende nochmals 20 leere Seiten, überschrieben mit "Raum für persönliche Notizen".

Die jetzt 52 Seiten natürlich als Hardcover mit Fadenheftung und 200g Papier herausbringen, Preis 29,99 Euro.

Sollten 52 Seiten nicht genügen, ergänze einfach noch 100 Seiten Literaturliste (ob gelesen oder nicht, ob thematisch oder nicht, egal - macht einfach etwas her).

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Hannelore Goos
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Re: Wie schreibe ich ein gutes Sachbuch mit wenig Ausgangsmaterial

von Hannelore Goos (20.01.2018, 15:54)
Man kann auch einen Index generieren, der jedes Wort des Textes enthält - so kommt man fas auf eine Verdopplung.
Es gibt Menschen, die denken gern, und Menschen, die schreiben gern. Leider sind das nicht immer dieselben. book:
(Aus einem Gartenforum)

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Oldenfelde
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Re: Wie schreibe ich ein gutes Sachbuch mit wenig Ausgangsmaterial

von Oldenfelde (22.01.2018, 11:27)
@ 2062418613507234253532530

Brauchst Du weitere Tipps?

Google-Übersetzer rüberlaufen lassen und generierten Text hinten anhängen.
Dann kannst Du eine zweisprachige Ausgabe bewerben.
https://latex-buch.de/
Als Autor finde ich auch diese Signatur sehr passend:
Aus Zeitgründen sehe ich meistens von der Korrektur von Schreibfehlern ab. Man möge es mir fazein.

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RayVogt
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Re: Wie schreibe ich ein gutes Sachbuch mit wenig Ausgangsmaterial

von RayVogt (22.01.2018, 12:39)
Hey Leute,

Zynismus ist zwar aufgrund seiner Ausführungen verständlich, aber weder für ihn zielführend noch für die Leser befriedigend.
Ich kann zwei Dinge verstehen:
1. der Verfasser mit der langen Zahlenreihe als Namen (nicht schön, deswegen schreibe ich ihn nicht direkt an) möchte sein Wissen zu Geld machen.
2. er hat entweder keine Lust, gut und griffig zu schreiben oder hat Angst, sein Wissen für einen kleinen Buchpreis herzugeben.

Er unterliegt einem Trugschluß: Wenn das Wissen umfassend und besonders ist, wird ein ernsthafter Interessent über das Gelesene hinaus gehen wollen. Die Kunst ist, die Themen so darzulegen, dass ein gutes Maß an Wissen rüber kommt aber für eine professionelle Anwendung (ob Hobby oder Business gleichartig) mehr erforderlich wäre. Das erkennt man durch Nachfragen, für die man Kontaktdaten bereit stellen sollte.

Auch ich habe in meinem langen und intensiven Leben sehr viel Wissen erlangt und habe mit einem ersten kleinen Buch versucht, Interesse zu wecken. Erstaunlicher Weise wurde es tatsächlich ein paar Mal erworben. Viel erstaunlicher ist, dass ich kontaktiert wurde, um direkt zu unterstützen (gegen Honorar selbstverständlich)!

Ich halte von den Blogs auch nicht viel, aber das ist rein subjektiv.
Warum versucht er es nicht einmal mit einem Internet-Auftritt, auf dem er sein Wissen vorstellt, die Themen lecker anreißt und vor allem, die Seiten mit guten Meta-names versieht und die pages mindestens einmal die Woche updatet (Interessant für Google).
Bei der Planung wird er ohnehin ein Konzept benötigen, welches ein Leitfaden für ein Sachbuch werden kann.

Ich hoffe, ich konnte ihn mit meinen Gedanken weiter bringen.

... der erste Schritt, Interesse zu wecken ist der Mut, sich mit einem Namen zu outen ... :oops:

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mtg
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Re: Wie schreibe ich ein gutes Sachbuch mit wenig Ausgangsmaterial

von mtg (22.01.2018, 13:18)
RayVogt hat geschrieben:
er hat entweder keine Lust, gut und griffig zu schreiben oder hat Angst, sein Wissen für einen kleinen Buchpreis herzugeben.

Das hat mit Zynismus nichts zu tun. Wissen, das eine DIN A4-Seite füllt, ist entweder so ungewöhnlich (was der TE aber ausschließt, da er behauptet, von vielen Dingen etwas zu verstehen, aber nur oberflächlich) oder aber so nutzlos (dass es eh niemand kaufen würde).

Ich bleibe dabei: Hier hat jemand Langeweile und findet sich besonders toll. Oder kurz: Troll.

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2062418613507234253532530
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Re: Wie schreibe ich ein gutes Sachbuch mit wenig Ausgangsmaterial

von 2062418613507234253532530 (24.01.2018, 23:41)
mtg hat geschrieben:
2062418613507234253532530 hat geschrieben:
Menschen wollen bei einem Sachbuch nicht viel lesen.
Wer ein Sachbuch kauft, signalisiert damit Interesse am Thema und den Willen, etwas zu lernen, zu erkennen, zu verstehen oder/und zu begreifen. Natürlich ist da so viel Info wie möglich die beste Option.

Sorry, aber das halte ich für ausgemachten Blödsinn. Wer sich ein Sachbuch kauft, möchte im Regelfall nur eine kleine Information daraus. Keiner liest etwa "Grundlagen der XY" von Seite 1 bis zum Ende.

mtg hat geschrieben:
Nein. So etwas nennt man heutzutage Fake News. Ein Sachbuch benötigt belegbare, hieb- und stichfeste Quellen, um glaubwürdig zu sein.

Ein Mythos. Ohne belegbare, hieb-, und stichfeste Quellen kann man sogar Präsident werden. Auch wenn es dir nicht gefällt.

Wenn Du ein Wissen hast, das auf eine DIN A4-Seite passt, dann ist es entweder wenig Wissen oder uninteressant.
Selten so einen Blödsinn gelesen.

RayVogt hat geschrieben:
Hey Leute,

Zynismus ist zwar aufgrund seiner Ausführungen verständlich

Wenn Zynismus passiv-aggressive Äußerungen von erfolglosen Autoren sind, dann stimme ich dir zu. Dieser Zynismus findet sich dann aber überall, nicht nur unter meinen Beiträgen und er hat mit dem Inhalt meines Textes nichts zu tun. Das weißt du, genauso wie die Zyniker aber bereits.

Im Falle von mtg aka Matthias Gerschwitz finden wir die Ursache in seinen Büchern.
Zuletzt geändert von 2062418613507234253532530 am 24.01.2018, 23:51, insgesamt 1-mal geändert.

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mtg
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nonfiction«

von mtg (25.01.2018, 00:04)
2062418613507234253532530 hat geschrieben:
Wer sich ein Sachbuch kauft, möchte im Regelfall nur eine kleine Information daraus.

Ein Sachbuch, das nach dieser Methode funktioniert, ist z. B. ein Lexikon. Ich habe das Gefühl, Du weißt nicht wirklich, wovon Du sprichst. Ein Sachbuch – im englischen »nonfiction« – kann z. B. eine Biographie, ein Reisebericht oder ein Buch über Wellness-Aktionen sein; die Möglichkeiten sind hier schier unbegrenzt, ebenso wie die potenzielle Zielgrupppe.

Du argumentierst hier im Höchstfalle für ein Fachbuch, das sich an eine völlig andere Klientel wendet. Hier kann es sein, dass man sich das Buch wegen einer »kleinen Information« beschafft, z.B. wenn diese Information essenziell für die eigene Arbeit ist oder wenn man eine genaue Quelle benötigt. Aber auch das dürfte eher die Ausnahme denn die Regel sein.

Und wo wir schon bei Begriffsdefinitionen sind: In diesem Thread ist nirgendwo »Zynismus« enthalten. Vielmehr ist es Spott, Ironie oder im Höchstfalle Sarkasmus. Trotzdem interessiert es mich, was der TE unter »passiv-aggressivem Zynismus« versteht. Diese Wortschöpfung muss ein Eigenwerk sein.

2062418613507234253532530 hat geschrieben:
erfolglosen Autoren

Definiere bitte »Erfolg«.

2062418613507234253532530 hat geschrieben:
mtg aka Matthias Gerschwitz

Wenn das ein Outing sein soll, vergiss' es. Mein Name steht unter jedem Beitrag inkl. diverser Links.

2062418613507234253532530 hat geschrieben:
Im Falle von mtg aka Matthias Gerschwitz finden wir die Ursache in seinen Büchern.

Aha. Interessant. In welchen denn? Und Ursache von was?

Ich bin ja gerne bereit, zu lernen. Dann sollte es allerdings jemand auf Augenhöhe sein, also jemand, der einen Namen und dazu noch Eier in der Hose hat. Oder hat hier mal wieder jemand ein Zweitprofil aufgemacht, weil er sonst keine Freude im Leben hat? :P
Zuletzt geändert von mtg am 25.01.2018, 08:29, insgesamt 2-mal geändert.

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Hannelore Goos
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Re: Wie schreibe ich ein gutes Sachbuch mit wenig Ausgangsmaterial

von Hannelore Goos (25.01.2018, 08:25)
Matthias: Trolle soll man nicht füttern.
Es gibt Menschen, die denken gern, und Menschen, die schreiben gern. Leider sind das nicht immer dieselben. book:
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Re: Wie schreibe ich ein gutes Sachbuch mit wenig Ausgangsmaterial

von BoD Books on Demand (25.01.2018, 09:37)
Bitte sachlich und beim Thema bleiben, sonst wird der Thread geschlossen.
Viele Grüße,
Thorsten

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