Presseerfahrung?

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


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Claire
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Presseerfahrung?

von Claire (19.12.2007, 07:56)
Wie macht ihr das eigentlich mit der Presse? Bis auf eine Ausnahme habe ich bisher keine Reaktionen auf meine Anschreiben erhalten. Ich hatte allerdings auch nie ein Belegexemplar mitgeschickt, sondern nur darauf hingewiesen, dass das bei Interesse nachgereicht werden kann. War das ein Fehler?
Bin zur Zeit etwas ratlos! :cry:
LG Claudia
Jede Katze ist ein kleiner Druide! Sie leben im Hier und Jetzt. Wir sollten uns ein Beispiel daran nehmen! Wir müssen ja nicht unbedingt schnurren.

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Amos
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Re:

von Amos (19.12.2007, 09:32)
Moin Claire, Presse ist immer ein gutes Thema.
Da gibt es 1000 und einen Tipp.
Ich kann dir nur meine Strategie anbieten.
Bad Mergentheim ist eine überschaubare Stadt.
Da habe ich ein Netzwerk von Freunden, die wie ich politisch und kulturell tätig sind.
Dabei ist auch ein Redakteur.
Nie habe ich ungefragt etwas hingeschickt.
Immer vorher entweder persönlich mit dem verantwortlichem Redakteur geredet oder ihn per mail gefragt.
Das Resultat kannst Du auf meiner website sehen,
www.amos-ruwwe.de
Überregional ist das nicht so einfach, das Prinzip ist für mich aber auch da anwendbar.
Viel erfolg
Gruß Amos
Das aktuelle Buch: Die bösen Tage sind vorbei Planungshilfen für den beruflichen Erfolg.
ISBN 3-8334-4103-8
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Birgit Fabich
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Re:

von Birgit Fabich (19.12.2007, 09:47)
Hallo Claire,
manchmal ist es auch einfach Glück, wie ich letzte Woche hatte. Ich wollte nur eine Faxnummer, um eine kleine selbstgeschriebene Notiz an die Redaktion zu faxen, schon wurde ich in die Redaktionssitzung geschleust und bekam in der Samstagausgabe eine halbe Seite mit Riesenbild.
Die anderen Redaktionen habe ich angemailt, weil eine Buchhändlerin mich darauf aufmerksam machte, dass sonst in der großen Stadt Münster die Menschen nicht auf die Idee kämen, das Buch haben zu wollen. Ich habe insgesamt 4 Redaktionen angeschrieben, eine hat sich nach etwa einer Woche gemeldet, per Telefon einige Fakten abgefragt, ich habe sie auf meine Webseiten verwiesen, damit sie noch mehr Infos bekommen und dann meinte er abschließend, naja ein paar Zeilen wollte er als kleine nette Begebenheit daraus machen. Leider bekomme ich die Zeitung nicht, weiß also dann nicht das Ergebnis, sieht man dann ja vielleicht an den Rückfragen der Buchhandlungen.
Gruß Birgit

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PvO
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Re:

von PvO (19.12.2007, 09:58)
Claire, wenn du bis heute noch nicht weißt, was Ignoranz ist, wirst du das bald rausbekommen. Bei den Zeitungsleuten ist es, wie auf jeder anderen Arbeitsstelle auch. Mal haben sie viel zu tun, mal weniger. Schickst du denen eine Mail und die haben momentan viel Arbeit, wird nicht viel passieren. Haben die Flaute, sind sie für jeden Beitrag dankbar. Die Kunst besteht darin, rauszufinden, wann die Flaute haben. Obwohl ich bereits mehrere Presseberichte nachweisen kann (HP), habe ich folgendes lernen müssen: Niemand sitzt hinter seinem Schreibtisch und wartet, dass da ein unbekannter Autor ankommt.

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Judith
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Re:

von Judith (19.12.2007, 11:52)
Hallo Claire,

schau mal in diesem Bereich, da findest du die meisten Threads zum Thema Pressearbeit.

Grüßle,
Judith
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (19.12.2007, 13:32)
Moin Claire,
im Großen und Ganzem kann ich mich dem nur anschließen. Die örtliche Presse sollte die erste Anlaufstelle sein. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Gehe hin! Schnapp dir den zuständigen (Lokal)Redakteur und spreche mit ihm über dein Buch (frage aber vorher telefonisch nach, wann es ihm passt). Drück ihm ein Rezi in die Hand, am besten mit einem kleinen Schrieb, auf den du die wichtigsten Informationen über dein Buch zusammengefasst hast (Waschzettel). Wenn das nicht fruchtet, halte dich an den Satz: Tue Gutes und rede darüber.
Vielleicht gibt es bei dir in der Stadt soziale Einrichtungen, in der du eine Lesung halten kannst. Erzähle auch das dem zuständigen Redakteur. Möglicherweise bekommst du dann mehr Aufmerksamkeit. Wenn du dann den ersten (journalistischen) Erfolg gehabt hast, ist es eventuell einfacher, einen Zeh in die Pforte anderer Zeitungen zu bekommen.

Erzwingen kann man leider gar nichts - auch das stimmt.

Gruß
Hakket

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Amos
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Re:

von Amos (19.12.2007, 14:04)
naja ein paar Zeilen wollte er als kleine nette Begebenheit daraus machen. Leider bekomme ich die Zeitung nicht, weiß also dann nicht das Ergebnis, sieht man dann ja vielleicht an den Rückfragen der Buchhandlungen.
Gruß Birgit

Liebe Birgit, wenn da etwas über Dich geschrieben wird, ist es immer gut zu wissen was.
Wie könntest du sonst auf Nachfragen reagieren?
Du kannst bei der Zeitung, auch wenn Du sie nicht bekommst, um ein Belegexemplar bitten.
Auch hier ist es sicher gut ein persönliches Netzwerk zu aktivieren, vielleicht liest ja irgendjemand den Artikel über Dich.
Gruß Amos
Das aktuelle Buch: Die bösen Tage sind vorbei Planungshilfen für den beruflichen Erfolg.

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Birgit Fabich
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Re:

von Birgit Fabich (19.12.2007, 14:52)
ja, das ist eine gute Idee,

die Nachfragen meinte ich von den Buchhandlungen, in denen ich mich schon persönlich vorgestellt habe, die aber noch keine Bücher genommen haben.
Gruß Birgit

hwg
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Re:

von hwg (19.12.2007, 14:53)
Ein Belegexemplar zu bekommen, ist nicht leicht möglich. Würde nämlich jeder, über den ein Bericht in der Zeitung steht, ein solches verlangen,
wäre der Verlag bzw. dessen Auslieferung schier überfordert. Eventuell besorgt der zuständige Redakteur oder der Artikelverfasser eine Fotokopie, wenn man darum ersucht. Das wäre aber eher eine Ausnahme,
die ich allerdings manchmal mache. Usus ist es aber nicht.

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (19.12.2007, 17:18)
Die Presse hätte gern vorgefertigte Artikel und entscheiden dann gern hoheitlich darüber, wer berichtenswert ist. Das ist so mein Eindruck des ganzen.

Ich kenne fast niemanden, der so arrogant und ignorant mit Menschen umgeht, wie es die hiesige Presse macht. Da werden Blümchenbasteleien der Kindergärten als wichtig eingestuft und auf der ersten Seite präsentiert. Ein erfolgreicher Lesungstermin wird nicht besucht, irgendwo vorher in den Terminspalten zwischengequetscht und hinterher sowieso nicht drüber berichtet.

Sicher gibt es auch andere Zeitungen, die mehr Spaß an Kultur haben. Doch die große Mehrheit ignoriert lieber zu Gunsten eigener Bequemlichkeit, wie mir scheint.

Worauf ich bei meinem Buch warte, ist ein Lesen irgendeines moralisch einwandfreien Menschen, der genug Lobby bei der Presse hat, mein Buch als skandalös auseinander zu fetzen. Dann habe ich wohl den Durchbruch geschafft. Auf gute Weise scheint es nicht zu funktionieren.

Nichts desto Trotz baggere ich weiter und gebe nicht auf. Redakteuere wechseln schleßlich auch mal und ich halte länger durch.

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ChrisK
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Re:

von ChrisK (19.12.2007, 19:23)
Nur mal so zum Nachdenken, für die nächste eigene Presse-Aktion: Für einen Zeitungsmacher ist das oberste Ziel, Zeitungen zu verkaufen. Das gelingt ihm am ehesten dadurch, dass er seine Leser zufrieden stellt bzw. ihnen das gibt, was sie lesen oder sehen wollen. Deshalb setzt er lieber niedliche Fotos mit niedlichen Kindern (Leserreaktion: "Wie süß!") drauf ins Blatt als beispielsweise ein Foto von einem lesenden Autor mit zerzaustem Haar, dem die Brille auf halb zwölf hängt (Leserreaktion: "Ich muss mal wieder zum Frisuer, sonst seh ich ja aus wie der. Was macht denn der? Vorlesen? Det oooch noch!").
Wenn man mit dem eigenen Buch oder der eigenen Lesung in die Zeitung möchte, dann muss man dem Redakteur einen Anlass anbieten, auf den er anspringt. Über den er gern berichtet, weil er denkt, dass seine Leser das gern lesen. Oftmals - besonders in größeren Städten - langt es nicht aus, wenn ein relativ unbekannter Autor ein Buch heruas gebracht hat oder in einer kleineren Buchhandlung liest. Wenn der Redakteur dann trotzdem über so eine kleine Lesung berichtet, dann riskiert er, in der Redaktionskonferenz zusammengefaltet zu werden: "Wieso bringst du diese Lesung ins Blatt, anstatt einen Bericht darüber, wie der Bürgermeister auf dem Spielplatz eine neue Rutsche eingeweiht hat? Den Bürgermeister mit lachenden Kindern, das wollen die Leute sehen, nicht irgendwelche abgehobenen Dichter..."
Ja, ich weiß. Das sind beklagenswerte Zustände. Und der Weg ins "richtige" Feuilleton ist lang und beschwerlich. Aber wenn man Aufmerksamkeit in der Zeitung haben möchte, dann hilft es sehr, wenn man versucht, dem Redakteur etwas zu geben, was er gern abdruckt.
Gruß
Chris

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Amos
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Re:

von Amos (20.12.2007, 09:13)
moin Chris
dann hilft es sehr, wenn man versucht, dem Redakteur etwas zu geben, was er gern abdruckt.
schreibst Du,
kannst du uns als neugierige Autoren auch mal einige Beispiele geben was das wäre, was wir den Redakteuren anbieten könnten!

Belegexemplar sehe ich auch so, das es eher nicht üblich ist.
einen Versuch ist es aber allemale wert.

Presseberichte unterscheide ich in lokale und überregionale.

Im Sachbuchbereich ist es dann empfehlenswert sich die Presse mal rauszusuchen, die sich mit dem Gegenstand des Sachbuches beschäftigt.
Da geht das schon besser mit den Redakteuren.
Gruß Amos
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Claire
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Re:

von Claire (20.12.2007, 09:15)
Danke für eure Beiträge! Jetzt geht es mir aber schon besser, da ich weiß, dass es nicht nur mir so geht. thumbbup
Vielleicht lag es ja auch am Timing. Die Vorweihnachtszeit war eventuell nicht so ganz günstig. Da gab es ja auch etliche Spenden- und sonstige Veranstaltungen. Ich denke, ich werde denen einfach Anfang des neuen Jahres noch einmal auf den Keks gehen. Bis dahin erinnert sich bestimmt auch keiner mehr daran, dass ich sie ja eigentlich schon angeschrieben hatte. Außerdem halte ich denen dann wirklich auch die bisher erschienenen Presseberichte unter die Nase. Immerhin habe ich es in der WAZ auf der Seite Rhein und Ruhr unter die Rubrik Leute geschafft! Das sollte denen von der Lokalpresse vielleicht zu denken geben. Neues Jahr, neue Strategie, neues Glück (?)!
Wie war das noch mit dem Danone Joghurt? Früher oder später kriegen wir euch ...!!!!
LG Claudia

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hwg
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Re:

von hwg (20.12.2007, 11:22)
CeKaDo schreibt da etwas von "vorgefertigten Artikel" für die Presse.

Das mag für Gratisblätter oder einige wenige "Heimatzeitungen" mit
nur einem Redakteur, der meistens auch der Herausgeber ist, gelten.

Bei mir - und in meiner Redaktion - kommen derartige "Artikel" in
die "runde Ablage", denn meistens triefen sie vor Eigenlob bzw.
unreflektierten Inhalten.

Wenn mich ein Autor persönlich kontaktiert, bin ich - in meinem Umfeld - stets zu einem Interview oder zu einer Buchrezension bereits. Jedenfalls wird das bei uns in der Steiermark so gehandhabt.

Wer mit Vorurteilen gegenüber "der Presse" agiert, wird wahrscheinlich zu keinem befriedigenden Ergebnis kommen.

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PvO
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Re:

von PvO (20.12.2007, 12:17)
hwg, auf deinen Beitrag hab ich schon gewartet. Deine Vorgehensweise ist löblich.
Wer mit Vorurteilen gegenüber "der Presse" agiert, wird wahrscheinlich zu keinem befriedigenden Ergebnis kommen.

Meine Erkenntnisse sind allerdings keine Vorurteile sondern Erfahrungen. Ich neige dazu, was Chris geschrieben hat zuzustimmen.

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