eBook ohne Zukunft?

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dbs

eBook ohne Zukunft?

von dbs (03.01.2008, 11:19)
Hi!

Offenbar sieht die Zukunft des immer wieder heiß propagierten eBooks nicht besonders gut aus. Der in den USA beheimatete Buchhändler "Barnes And Noble", bisher eine treibende Kraft im Bereich des eBook-Marktes, hat jetzt auf seiner Homepage folgenden Text veröffentlicht:

"B&N.com no longer sells or provides support for eBooks. We apologize for any inconvenience this may cause."

Quelle: http://www.barnesandnoble.com/help/ebooks.asp?

Ist das eBook damit Vergangenheit?

Grüße
Siegfried

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PvO
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Re:

von PvO (03.01.2008, 11:48)
Ganz zu den Akten würde ich das e-Book nicht legen. Fakt ist, dass sich der Start schwer tut.
Gegenfrage? Würdet ihr e-Books lesen? Meine Antwort: ich hätte damit kein Problem, das würde auf den Reader ankommen, Handhabung, Größe, Preis.

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (03.01.2008, 12:05)
Ehrlich gesagt hat mich ein Buch in elektronischer Form nie überzeugt. Ich halte mich zwar eigentlich nicht für konservativ, aber in punkto Bücher bin ich es schon irgendwie. Ich lese ungern Bücher am Bildschirm, zumal ich das Gefühl habe, dass ich am Bildschirm weniger aufmerksam lese als auf Papier - ok, das ist aber mein Problem und kein Vorwurf an die E-books :cry: . Bei rein informativen Texten sehe ich das nicht so eng, aber bei Geschichten, Romanen und Vergleichbaren bevorzuge ich das klassische Buch. Man kann es überall mit hinnehmen, man kann es anfassen, und im Bücherregal sieht es auch besser aus cheezygrin . Nun gut, man kann sich E-books auch ausdrucken (?), aber sieht das "gut" aus? Bücher sind für mich ein Medium, das sich gegen unsere "elektronische Zivilisation" erfolgreich gewehrt hat und ich finde, sie sollten es auch weiterhin tun. Bücher machen unabhängig, man besinnt sich auf das Einfache, das uns trotzdem in "Urlaub" schicken kann.
Der geringere Preis (?) für ein E-book ist zwar ein Argument, aber ich bin bereit, für die "Papierversion" etwas mehr Geld zu bezahlen. Bücher haben für mich - neben dem Lesen - auch einen gewissen "Sammeleffekt". Ich bin stolz auf jedes Buch, das bei mir im Regal steht, auch wenn es nicht so toll geschrieben ist. Liegt vielleicht daran, dass mein Vater eine riesige Bibliothek auf unserem Dachboden hatte und ich dort immer so gut verstecken spielen konnte. cheezygrin Gerade die riesigen Bibliotheken, in denen man von Regalen erschlagen wird, haben mich immer fasziniert ... ob diese Einstellung nun subjektiv oder objektiv ist, will ich nicht bestimmen.

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hawepe
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Re: eBook ohne Zukunft?

von hawepe (03.01.2008, 12:16)
Hallo Siegfried,

dbs (Moderator) hat geschrieben:
Ist das eBook damit Vergangenheit?


Nein, nur ein voellig krankes Konzept.

Auf einen Werbebeitrag hier im Forum hin wollte ich mir mal kuerzlich ein kostenloses ebook herunterladen und anschauen. Leider konnte ich mir gerade keinen halben Urlaubstag leisten ;-)

Ich arbeite unter Linux, fuer das angebotene ebook-Format gab es jedoch keinen Linux-Reader. Herunterladen unter Linux ging, wenn ich mich richtig erinnere, aber das ebook musste mithilfe der Reader-Software freigeschaltet werden.

Umgebootet auf Windows, versucht den Reader zu installieren. Mehrere Reader parallel scheinen aber nicht unproblematisch zu sein, aber den bereits vorhandenen MSN-Reader brauchte ich noch wegen einiger anderer Test.

Ich habe das ganze dann jedenfalls abgebrochen. So wichtig war mir das ebook nun doch nicht.

Und wenn ich mir Hans vorstelle, wie er vergnueglich einen Reader nach dem anderen installiert ... Ich kann seine Reaktion verstehen, auch wenn ich sonst keine Probleme mit Computern habe.

Ebooks, die man nicht einfach herunterladen und dann auf jedem beliebigen PC und Mac und mobilem Geraet lesen kann, haben meiner Meinung nach wirklich keine Zukunft.

Beste Gruesse,

Heinz.

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (03.01.2008, 14:50)
Ich bin auch der Ansicht, daß die verschiedenen "Standards" des Ebook so unattraktiv machen. Anders als bei den Musik-Downloads, wo es im Wesentlichen nur drei Standards gibt, kocht da wohl bei den Ebooks jeder sein eigenes Süppchen.

Mich interessiert das Ebook nur als weitere Möglichkeit der Publikation. Selbst lese ich ausschließlich offline. Ich muß mir, um die oben genannte Aufmerksamkeit zu bekommen, auch die eingereichten Manuskripte neuer Autoren ausdrucken und auf dem Sofa lesen. Sonst entdecke ich nämlich nur einen Bruchteil der Fehler.

julia07
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Re:

von julia07 (03.01.2008, 22:03)
Was mich angeht, bin ich ganz sicher kein Technikbanause, aber e-books sind für mich nix. :(

Für mich ist ein Buch nicht nur ein Ding, das man kauft, durchliest und dann ausmustert, sondern es ist eine Art Kumpel mit dem ich Spaß habe, lerne, heule, arbeite oder den ich hasse, wenn nicht das drin steht, was ich erwartet habe :wink:
Die meisten Bücher, die ich lese, arbeite ich sogar regelrecht durch und so sehen sie dann auch aus cheezygrin
An den Rändern stehen Notizen, manche Wörter, Sätze oder gar ganze Absätze sind gelb angemalt und
in anderen stecken fast so viele Lesezeichen, wie es Kapitel hat.
Es kommt auch hin und wieder vor, dass ich Eselsohren in die Seite mache, die ich gerade gelsen habe, weil das telefon klingelt oder weil der Stau auf der Autobahn sich doch viel schneller aufgelöst hat, als ich es erwartet hatte...

Mach das mal mit 'nem e-book book:

LG, Julia

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Judith
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Re:

von Judith (03.01.2008, 23:10)
Ich finde das "Search inside" bei Amazon toll. So 3 - 8 Seiten lese ich gerne mal am Computer. Man bekommt einen kleinen Einblick in ein Buch, das einen zwar ein bisschen interessiert, aber doch nicht genug, um dafür Geld auszugeben. Ich habe mir auch schon spanische Kindergeschichten online ausgesucht, die als kostenlose e-books angeboten werden. Doch habe ich mir die in eine auf Papier lesbare Form gebracht und ausgedruckt. Längere Texte am Bildschirm sind nix für mich. :( Und Palm etc. interessieren mich nicht.

Grüßle,
Judith
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PvO
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Re:

von PvO (04.01.2008, 10:08)
Wer sagt denn, dass man ein e-Book nicht in die Hand nehmen kann und am PC lesen muss? Dafür gibt es entsprechende Kleingeräte, die man überall mit hinnehmen kann, die mehrere Bücher speichern können und auch sonst noch vieles zu bieten haben, wie z.B. ein Lexikon.
Hörbücher sind gut, wenn man viel mit dem Auto unterwegs ist. Mein Ding ist es aber auch nicht.
_______________________________

Den ersten Kontakt, den ich zur Verlagswelt hatte, war ein amerikanischer e-Book Verlag. Den Verlag gibt es nicht mehr. Die Staatsanwaltschaft hatte damals Ermittlungen eingeleitet. Ich war nicht direkt geschädigt.

Laura
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Re:

von Laura (04.01.2008, 10:20)
Ich habe mir mal vor gut eineinhalb Jahren einen preisgünstigen, gebrauchten Palm angeschafft, extra um ebooks lesen zu können, aber habe ihn dann nie benutzt.

Damals habe ich mich sehr intensiv mit dem Thema ebooks beschäftigt, bin dabei auf diverse Formate und die zugehörigen Lesegeräte gestoßen und finde, dass es die "Artenvielfalt" ist, die das ebook so unattraktiv macht. Die Lesegeräte sind zum Neupreis auch recht teuer - wie gesagt, meiner ist ein älteres und preisgünstiges Gerät. Auch ist das Lesen am Bildschirm, egal ob PC oder kleines, handliches Lesegerät, doch relatib anstrengend.

Was mich wundert, dass neuerdings soviele Autoren in ebook - Verlagen ganze Romane, wenn auch Kurzromane, veröffentlichen. Meiner Einschätzung nach haben diese ebook - Romane wenig Chancen, gelesen zu werden. Ich habe mal in einem anderen Forum eine ebook - Diskussion entfacht mit dem Resultat, dass eigentlich niemand ebooks wollte, auch die ganz jungen Leute nicht. Gruß Laura

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Zoba
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Re:

von Zoba (04.01.2008, 10:41)
Hi,

ich würde kein Buch als ebook kaufen. Bücher will ich blättern können, das Papier anfassen.

Eher noch ließe ich mich, gerade während langer Autofahrten, auf Hörbucher ein und sehe da weit größere Chancen. Die Herstellungskosten dürften jedoch auch teurer sein, wenn man nicht selbst eine gute Erzählstimme hat.
Gruß,

Zoba

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