Der Amazon Marketing Service - Es ist nicht alles Gold was glänzt

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TipEx
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Der Amazon Marketing Service - Es ist nicht alles Gold was glänzt

von TipEx (24.01.2019, 21:43)
Hallo,

ich möchte Euch gerne mal an meinen Erfahrungen beim Amazon Marketing Service (AMS) teilhaben lassen und eine (wenn auch verhaltene) Warnung für alle die aussprechen, die diese Form der Werbung ins Auge gefasst haben.

Wenn man bei Youtube nach Infos zu dem Thema sucht, findet man sofort eine Menge Jubeltuber, die voll des Lobes sind und AMS sogar als "Gelddruckmaschine" bezeichnen. Sie geben vollmundig allerlei Anleitungen und Tipps aber mit den meisten davon ist Eure Kohle schneller futsch als Ihr piep sagen könnt.

Zuerst einmal muss man wissen, dass AMS ursprünglich für das FBA-Programm geschaffen wurde. FBA steht für "Fullfilled by Amazon" und bedeutet, dass man dort seine Waren hinschickt und Amazon die verkauft.
Der Unterschied zu einem BoD-Autor ist vor allen Dingen die Marge. Bei einer dünnen Marge von 2-4 Euro pro Verkauf muss sich die Werbung sehr schnell, nach wenigen Klicks und mit geringen Klickgeboten realisieren lassen oder AMS stellt sich bloß als eine weitere Möglichkeit heraus mit der Amazon an Dein Geld kommt.

Trotzdem hat Amazon einen eigenen AMS-account für das KDP-Programm geschaffen. Dabei handelt es sich um einen AMS-account mit eingeschränktem Funktionsumfang, d.h. man kann dort nur seine KDP-Bücher bewerben. Es stehen auch nicht alle Werbeformen zur Verfügung. So fehlt beispielsweise die wichtige "Product Placement Ads", mit der man seine Werbung direkt unter anderen Büchern schalten kann.

Ich empfehle, einen unlimitierten AMS-account zu eröffnen. Dafür muss man sich aber bewerben und ohne einen FBA oder MBA (Merch by Amazon) account ist das nicht ganz einfach.

In der Praxis gibt es zwei unterschiedliche Möglichkeiten, seine Produkte zu bewerben, und zwar eine automatische und eine manuelle. Bei der automatischen Version überlässt man Amazon praktisch alles und gibt lediglich ein Tagesbudget und ein Klickgebot an; bei der manuellen kann man noch Keywörter eintragen und für jedes ein eigenes Gebot abgeben.

Was immer wieder empfohlen wird und was man tunlichst unterlassen sollte, ist, es Amazon freizustellen, die eingetragenen Gebote eigenmächtig zu erhöhen wenn "ein Verkauf sehr wahrscheinlich ist" oder man damit auf der ersten Seite landet. Erste Seite ist okay aber Amazon hält jeden Klick für einen wahrscheinlichen Verkauf und erhöht saftig die Klickpreise. Und natürlich ist dann nix mit Verkauf.

Das grundsätzliche Problem ist, dass eine Anzeige mit niedrigen Geboten nur sehr schleppend ausgeliefert wird. FBA-, und MBA-Seller gleichen das durch tausende Anzeigen für tausende Produkte aus. Blöd ist das wenn man nur ein oder zwei Bücher hat. Dann kann man auf den ersten Klick schon mal 2 oder 3 Tage warten.

Eine andere Strategie ist, mit AMS die Rankingposition bei Amazon zu verbessern um später auch ohne Werbung Geld mit dem Buch zu verdienen. Da stellt sich dann allerdings die Frage, ob es nicht günstiger ist, lieber ein paar Freunden das Geld für den Buchkauf in die Hand zu drücken, was den gleichen Effekt hat.

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