Werbung in Verkehrsmitteln

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


Mirko
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Werbung in Verkehrsmitteln

von Mirko (14.01.2008, 16:24)
Hallo liebe Forumsteilnehmer,
um die Werbung für meinen Roman mal etwas auszudehnen, habe ich einen neuen Weg eingeschlagen und einen Vertrag mit einem Dienstleister geschlossen, der die Plakatwerbung in Hamburger U-Bahn-Zügen organisiert. Nun hängen für drei Monate Plakate (siehe http://www.der-bund-der-raben.de/grafiken/plakat.jpg) in den Wagen aus. Ernüchternde Bilanz nach zwei Wochen: kein Anstieg der Verkäufe, keine Zunahme der Clicks auf meine Homepage.
Haben andere Forumsteilnehmer Erfahrungen mit dieser Art der Werbung gesammelt?
Grüße,
Mirko

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Birgit Fabich
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Re:

von Birgit Fabich (14.01.2008, 16:36)
Hallo Mirko,
bisher noch nicht, klingt aber nicht sehr ermutigend.
Ich habe gerade Postkarten mit dem Cover gedruckt und will die in die "UmsonstPostkartenständer" stecken, die manchmal in Cafés und Lokalen stehen.
Vielleicht bist Du auch zu ungeduldig. Was Werbung angeht, habe ich erkannt, benötigt man ein wenig bis viel mehr Geduld.
Gruß Birgit

matthiasgerschwitz

Re:

von matthiasgerschwitz (14.01.2008, 16:42)
Hallo Mirko,

das Plakat ist sehr schön - aber das Thema ist (ohne mich damit wirklich auszukennen) sehr speziell für eine Kontaktsituation, in der die Nutzer von Verkehrsmitteln nicht gerade darauf aus sind, ihr Gehirn anzustrengen.

Soll heißen: Das Thema Deiner Bücher ist meiner Meinung nach zu komplex, um es bei einer U-Bahnfahrt erfassen zu können, sich dafür zu interessieren und dann noch eine eher ungewöhnliche URL zu merken. Zumal Du ja nicht davon ausgehen kannst, dass 100% der U-Bahn-Nutzer sich für Bücher bzw. Bücher Deines Genres interessieren. Verkehrsmittelwerbung sollte kurz, knapp, knackig sein - so etwas bleibt hängen.

Außerdem: Zwei Wochen sind noch nicht wirklich ein Zeitraum, innerhalb dessen man eine Entwicklung erwarten kann, wenn das beworbene Objekt völlig neu ist...

Trotzdem würde mich mal interessieren, was Du dafür bezahlt hast.

Beste Grüße
Matthias

- heute fast werbefrei -
Zuletzt geändert von matthiasgerschwitz am 14.01.2008, 16:55, insgesamt 1-mal geändert.

matthiasgerschwitz

Re:

von matthiasgerschwitz (14.01.2008, 16:46)
Birgit Fabich hat geschrieben:
... und will die in die "UmsonstPostkartenständer" stecken, die manchmal in Cafés und Lokalen stehen.

Liebe Birgit,
da solltest Du aber jeden Tag nachgucken, ob die noch da sind. Die "UmsonstPostkarten"-Ständer gehören nämlich einem Dienstleister, der die Karten druckt und verteilt und demgemäß grundsätzliche keine "Fremd"-Karten duldet. Diese Ständer sind sozusagen bezahlte Werbeflächen - und wer nicht bezahlt, fliegt raus...

Trotzdem viel Erfolg!

Beste Grüße
Matthias

- heute fast werbefrei -

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Birgit Fabich
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Re:

von Birgit Fabich (14.01.2008, 16:48)
Danke Matthias für den Tipp, dann werde ich es lieber anders machen.
Gruß Birgit

matthiasgerschwitz

Re:

von matthiasgerschwitz (14.01.2008, 16:54)
Die Idee ist ja nicht schlecht ... es gibt in vielen Kneipen, Restaurants und Cafés Regale oder dergleichen, wo Zeitungen liegen. Frag doch einfach die Inhaber, ob Du da was auslegen kannst ... über den Raum können sie nämlich verfügen ... und Zeitungsleser sind doch eine recht gute Klientel - zumindest was da Lesenkönnen cheezygrin angeht :D

Beste Grüße
Matthias

- heute fast werbefrei -

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (14.01.2008, 16:55)
Ich habe mal Werbung in Bussen und Bahnen für eine Freilichtbühne in die Wege gebracht. Die Preise sind schon lange nicht mehr aktuell, doch einige Richtlinien sind mir deutlich im Gedächtnis geblieben.

Irgendeiner meiner Marketinglehrer sprach mal von AIDA.

AIDA steht für Attention, Desire, Interest (oder Information), Action.

Nach dieser Methode wird Werbung in drei Stufen aufgebaut. Die erste Stufe ist Aufmerksamkeit erregen. Bei Plakaten sollen dazu auf keinen Fall mehr als 3 Informationen plaziert sein. Drei Information sind z.B. das Bild, die Farbe und ein sehr kurzer Text, der nur Neugierde wecken soll, ohne auf das Produkt direkt hinzuweisen.

Stufe 2 ist die Wunsch- oder Bedürfniserweckung. Mit einer Folgeaktion den Wunsch nach mehr Information, nach Befriedigung der Neugierde geweckt. Der Kunde soll Verlangen fühlen, sich ohne das Produkt benachteiligt fühlen. Beim Plakat sollen auch hier äußerst wenige Informationen den Anschein geben, alle Welt würde dieses Produkt schon kaufen oder kennen, nur der staunende Kunde nicht. Der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

Stufe 3 ist die knallharte Information über das WO und WIE. Beispiel wäre das Plakat Nr. 3, das eine einzige oder wenige Verkaufsstellen nennt. Das kann man mit den Verkäufern absprechen.

Stufe 4 übernimmt dann der Kunde, der in den Laden rennt cheezygrin



So abgestuft könnten die Plakate eben im Rythmus von 2 Wochen das Verlangen wecken. Erst nur das Cover und den Buchtitel. Dann Cover, Buchtitel und ein guter und kurzer Werbesatz. Dann Cover und Verkaufsstelle mit dem knallharten Satz, es JETZT zu kaufen.

Wenn wir uns an die TV-Werbung "Wer macht denn sowas?" erinnern, dann wird das System klar.
Zuletzt geändert von CeKaDo am 14.01.2008, 17:03, insgesamt 1-mal geändert.

matthiasgerschwitz

Re:

von matthiasgerschwitz (14.01.2008, 17:00)
CeKaDo hat geschrieben:
Irgendeiner meiner Marketinglehrer sprach mal von AIDA.

AIDA steht für Attention, Desire, Interesting (oder Information), Action.


Fast gut :D ... Attention - Interest - Desire - Action. Aber das Prinzip der Vierstufigkeit heißt nicht, dass man dafür vier Schritte (oder Plakate) braucht. Wenns gut gemacht ist, klappt das auf einem Plakat - und die Schrittfolge läuft von oben nach unten. Das heißt dann aber wirklich reduzieren, reduzieren, reduzieren...

Eine andere klassische Regel is KISS oder Keep it simple and stupid - so einfach halten, dass es ein jeder gleich begreift.

Beste Grüße
Matthias

- heute fast werbefrei -

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Birgit Fabich
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Re:

von Birgit Fabich (14.01.2008, 17:02)
Nochmal Danke, Matthias
gefragt hätte ich sowieso.
Zumal die Inhaber ja auch Bescheid wissen müssen,
was bei ihnen ausliegt. Das Buch wollte ich auf diesem Wege auch zeigen,
damit sie wissen, worum es geht.

Die Plakat - A I D A - reihe ist marketingtechnisch eine gute Idee, ich hatte es mit unterschiedlichen Maßnahmen so gedacht.
Radiospot, Zeitung, Buchhandel, Lesung, redaktioneller Bericht
Es ist ein weites Feld wie Quindt sagen würde, aber wir lernen täglich hinzu.
Gruß Birgit

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (14.01.2008, 17:07)
Öh ... meinen Schreibfehler habe ich wegeditiert :roll:

Was Radiowerbung angeht, so habe ich aufgrund einer Zeit als Moderator (wehe es fragt mich jemand, was ich eigentlich nicht gemacht habe) für ein Radio davon weiten Abstand genommen. Sauteuer und kein Feedback, wenn es nicht grad eine Werbesendung im Rahmen eines Interviews ist.

Solltest Du Dich für ein Internetradio interessieren (weil die meist billiger und motivierter sind), dann ermittele vorher mal die Hörerzahlen. es gibt heutzutage kaum ein deutsches Internetradio, das mehr als 50 Hörer gleichzeitig hat.

matthiasgerschwitz

Re:

von matthiasgerschwitz (14.01.2008, 17:08)
Nur noch mal kurz zur Klarstellung.

AIDA und KISS sind Techniken und haben mit Medien usw. nichts zu tun. Hier geht es im Wesentlichen darum, wie man Marketing- oder Werbeziele erreicht. Ob das mit Plakaten, Funk, Lesungen, TV, Kino oder dergl. erreicht wird, ist zunächst egal - eine gute Kampagne lässt sich nämlich in unterschiedlichen Medien gleich gut umsetzen.

Beste Grüße
Matthias

- heute fast werbefrei -

Mirko
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Re:

von Mirko (14.01.2008, 17:11)
@Matthias: Der Preis für ein DIN A2-Innenplakat beträgt 10,75 Euro pro Plakat und Monat. Ich wollte eigentlich auch einen Link auf die Preisliste bei Ströer mitliefern, falls andere interessiert sein sollten - aber ich kann auf deren Seite die Preisliste nicht wiederfinden. Wenn sich jemand anders bei http://www.stroeer.de durchwühlen möchte, kann er es ja mal versuchen.
Grüße,
Mirko

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Birgit Fabich
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Re:

von Birgit Fabich (14.01.2008, 17:14)
Zum Radio muß ich sagen, es stimmt wohl, dass es nicht umsonst ist, aber wie heißt es so schön:
Werbung ist teuer, keine Werbung ist noch teurer.
Ich hatte einen Spot fürs Lokalradio selbst geschrieben, der dann professionell gemacht wurde und 100 Schaltungen in 2 Lokalgebieten.
Er schlug eine zum Teil wie eine Bombe.
Ich mußte ja von Null Bekannt auf Bekannt fahren.
Als ich dann in die Buchhandlungen ging, kannten einige den Spot und bei einigen hatten auch schon Kunden nachgefragt, also war es für mich genau der richtige Weg.
Natürlich habe ich vorher die Mediadaten gelesen, außerdem wird bei uns Lokalradio wegen der Blitzer sehr gern gehört. Ich hatte genau die Zeit, in der die meisten nach Hause fuhren und vor den Fotoautomaten gewarnt werden wollten.
Gruß Birgit

matthiasgerschwitz

Re:

von matthiasgerschwitz (14.01.2008, 17:15)
Danke für die Info, Mirko. Stroer kenne ich. Aber man muss bei einem solchen Unterfangen viele Plakate aufhängen - sonst sind die Kontaktchancen nicht dolle... und da stellt sich immer die Frage der Effizienz... Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Erfoig!

Beste Grüße
Matthias

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derhagen
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Re:

von derhagen (15.01.2008, 00:06)
Werbung ist immer gut ;)

nur ein paar Anmerkungen
- es gibt schon Webradios die mehr als 50 Hörer erreichen ;) (das konnte ich mir nicht verkneifen)
- Radiowerbung ist immer gut, da sie direkt aufgenommen werden kann, bis direkt vor der Kasse, allerdings muss sie einprägsam sein und eine Weile laufen

Hat wer Erfahrung mit direkter POS Werbung? Die Monitore an den Tankstellen z.B.. Oder mit Werbung in Bus und Bahn auf den Monitoren?

Und - Teleshopping?

Würde mich mal interessieren, denn Teleshopping stelle ich mir schwierig zum umsetzen vor - aber sehr gut für den Absatz.

LG

(: Edit: vertippselungen :)
__
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