Dummer weis(s)er Deutscher

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robertmey
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Dummer weis(s)er Deutscher

von robertmey (25.01.2008, 12:09)
Titel: Dummer weis(s)er Deutscher
Autor: Robert Meyer

Verlag: BOD
ISBN: 3837011119
Seiten: 212
Preis: 14,95€

Der Autor über das Buch:

Kurz aber aufschlussreich, so könnte man mein erstes Buch beschreiben. Über ein halbes Jahr habe ich daran gearbeitet, habe Zeitungen durchforstet und Fakten gesammelt. Langweilig wird das Lesen dennoch niemals werden, denn ohne Augenzwinkern geht bei mir nichts.

Klappentext:

Die Medien überschlagen sich mit unüberschaubaren Meldungen über den Aufschwung in Deutschland, die Große Koalition tut aber nichts anderes als die Politik Gerhard Schröders und dessen Schreckgespenst der Agenda 2010 fortzusetzen. Dem dummen weis(s)en Deutschen wird ein Szenario dargeboten, welches es so nicht gibt. Überall wimmelt es von C-Prominenten, Dieter B. und anderen nervigen Gestalten. Während sich Neonazis die ländlichen Regionen und Köpfe der jungen Leute zurückerobern, scheint ein Großteil der Bevölkerung wie paralysiert. Probleme gibt es viele: Kinderarmut, Arbeitslosigkeit, ein bundesweites Bildungsdesaster, schlechte Alten/- und Krankenversorgung, ein drohender Klimakollaps…
"Dummer weis(s)er Deutscher"! das Buch von Nachwuchsautor Robert Meyer Jetzt bei allen bekannten Onlinebuchhändlern verfügbar! ISBN:3837011119; 212 Seiten; Paperback; Preis: 14,95€

Arno Abendschön
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Re:

von Arno Abendschön (26.01.2008, 22:27)
Ein interessantes Themenspektrum, doch diese Buchvorstellung lässt für mich noch nicht erkennen, worin denn hier der besondere Ansatz besteht. Immerhin kann man über die aufgeführten Einzelthemen permanent irgendwo etwas lesen. Etwas mehr an Detailinformationen könnte hilfreich sein (Textprobe? Inhaltsverzeichnis? evtl. kurzer Abriss des Resümees).
Geschichten werden niemals richtig erlebt, nur manchmal, sehr selten, richtig erzählt. (Alfred Polgar)

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robertmey
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DDR Denken

von robertmey (31.01.2008, 15:27)
Okay hier deshalb ein Auszug aus meinem Werk.(In der Manuskriptversion)

Schwarzweißes DDR-Denken
Ich glaube ich kenne keinen schlimmeren Satz als den Folgenden: „In der DDR war alles schlecht.“ Besonders meine Mitschüler waren und sind bis heute der Meinung, dass das Thema Deutsche Demokratische Republik nur aus SED-Diktatur, Stasi-Spitzeln und eingeschränkten Bürgerrechten bestand. Aber auch viele vorwiegend ehemalige Westdeutsche meckern über alles, was vom ehemaligen Feind im Osten kommt. Jetzt will ich alle diese Punkte natürlich nicht schön reden, denn es gab Probleme wie die Stasi und zu großen Teilen sind sie auch als falsch und verachtungswürdig zu beurteilen. Dann gibt es auch wieder die Sorte Mensch, welche beim Thema DDR nur an Trabbiromantik und Eisprinzessinnen denken können. Es ist gar nicht so lange her da gab es in Deutschland eine regelrechte DDR-Erfolgswelle. TV-Sender überschlugen sich mit Beiträgen über den sozialistischen Alltag. Plötzlich gab es das Ampelmännchen in Form von Gummibärchen oder Duschgel-Flaschen. Die Leute kauften wie verrückt und plötzlich war alles cool und In, was es früher zu Honeckers Zeiten im Osten gab. Die andere Seite betrachtete und betrachtet bis heute alles ausschließlich Negativ. Man wühlt in den Biografien mancher Leute herum, um ihnen ja eine Tätigkeit bei der Staatssicherheit nachzuweisen. Eine Aufarbeitung ist wichtig und richtig nur die Folgen, welche daraus für manch Betroffenen entstehen, sind höchst fragwürdig. Ist es rechtens jemanden heute zu bestrafen, weil er vor über 16 Jahren an ein anderes System geglaubt hat und seine Taten für richtig hielt und vielleicht noch bis heute hält? Kann ich einem Menschen vorwerfen, er hätte sich absichtlich undemokratisch Verhalten, obwohl er in der DDR geboren wurde und nichts anderes kannte als diesen Staat? Wenn ich schon im Kindergarten zum Sozialismus und zur Treue zum Vaterland erzogen worden bin, ist es dann nicht logisch das Ich auch so handeln werde, wie ich es gelernt und eingetrichtert bekommen habe? Eine moralische Verurteilung ist demnach kaum möglich und wäre auch nicht gerecht. Man müsste sich die Frage stellen, was passiert wäre, wenn nicht der Sozialismus sondern der Kapitalismus im Westen die unterlegene Macht gewesen wäre? Würde man auch in den Biografien der Leute herumschnüffeln, um ihnen ihr heutiges Leben nachträglich noch zu zerstören? Die Antwort werden wir wohl niemals erfahren. Das Ganze sollte jetzt nicht als Freibrief für alle Stasimitarbeiter verstanden werden. Man sollte nur einmal darüber nachdenken, ob der Umgang mit solchen Tätern im Jahr 2007 noch so zu rechtfertigen ist, wie er bis heute tagtäglich geschieht. Ich persönlich bin mir nicht sicher, ob ich als junger Mann in der DDR nicht auch so mitgemacht hätte, immer der Überzeugung ich täte es für den Sozialismus und mein Vaterland. Beide Seiten, sowohl die rosaroten Brillenträger als auch die Schlechtredner haben für ihren Teil der Geschichte durchaus recht. Nur machen sie denn allzu deutliche Fehler alles entweder tiefschwarz oder unbefleckt weiß zu sehen. Dass es in der DDR aber über 16 Millionen Bürger gab, von welchen ein Großteil niemals mit der Stasi ernsthaft zu tun hatte, vergisst der geneigte West-Bundesbürger nur zu häufig. Auch der DDR Bürger ging morgens auf Arbeit und kehrte abends wieder heim. Auch er/sie ging ganz normal einkaufen und auch wenn es eben nicht immer die Banane gab, musste er nicht hungern oder sich nur von Brot und einer einzigen Scheibe Wurst ernähren. Dinge wie ein Radio oder Fahrrad konnte der Durchschnitts-DDR-Bürger auch sein Eigen nennen und wenn wirklich etwas fehlte, dann war im Gegensatz zu heute die Nachbarschaftshilfe umso ausgeprägter. (Versuchen sie heute einmal, sich etwas vom Nachbarn ihres Vertrauens zu borgen. Entweder schmeißt er ihnen die Tür vor der Nase zu oder sie müssen einen 100seitigen Rechtsvertrag unterschrieben.) Die Kindheit in der DDR muss im Gegensatz zu heute auch wesentlich entspannter und stressfreier gewesen sein. Alleine das TV-Programm war hundertmal pädagogisch wertvoller als heutige japanische Zeichentrickmonster, welche zwar einen auf Freundschaft und Liebe machen, ihre Konflikte aber allzu oft nur durch Kämpfe und Gewalt lösen können. Der Ostdeutsche sollte sich noch gut an Serien wie die Sonntagsserie "Zu Besuch im Märchenland", "Zu Besuch bei Frau Puppendoktor Pille" oder das Sandmännchen erinnern können. Zumindest letztere Figur hat die Zeiten überlebt und erfreut noch heute tausende von Kinderaugen mit seinen allabendlichen Gute Nacht Geschichten. Und was für die Westjugend der heimische Fußballverein und der Pfadfindertreff gewesen ist, war für das Kind aus der DDR eben die Freie Deutsche Jugend bzw. in jüngeren Jahren die Pionierorganisation Erst Thälmann. (Glauben sie jetzt ja nicht die Kinder der FDJ hätten sich ständig mit Werken von Marx und Engels beschäftigt um ein guter Staatsbürger zu sein! Spiel und Spaß standen auch da im Vordergrund. Um Irritationen vorzubeugen. Natürlich gab es auch in der DDR sehr viel Fußball, welche Kinder, Jugend und Erwachsene anzog.) So schlecht kann es also nicht gewesen sein, was der Staat versucht hat seinen Bürgern zu bieten. Versuchen sie ihr Kind heute einmal ins Ferienlager zu schicken. Unter 200 Euro kommen sie da sicher kaum raus und viele können sich solch einen Luxus eben nicht leisten. Deshalb also meine Bitte an alle Deutschen, an alle Besserwessis, Jammerossis und was es sonst noch geben könnte. Nehmt die DDR bitte ernst, aber auch nicht zu ernst. Erinnert und arbeitet die Verbrechen des Regimes auf, aber vergesst niemals, dass über 16 Millionen Menschen dieses Land einmal ihre Heimat nannten und eben nicht alles schwarz oder weiß gewesen ist.
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Arno Abendschön
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Re:

von Arno Abendschön (31.01.2008, 17:11)
Danke. Das liest sich ja durchaus akzeptabel, differenzierend und zum Glück nicht Michael-Moore-mäßig. Musste denn diese enge Anlehnung an den Amerikaner im Titel unbedingt sein? Besonders nachdem der kanadische Film "Manufacturing Dissent" 2007 dessen Methoden kritisch beleuchtet hat?

Zurück zum Auszug. Ja, man muss immer wieder gegen Denkfaulheit und Schablonen angehen. Ich bin in den 1990ern wiederholt wochenlang in Ostdeutschland gewesen, habe mir viel angesehen und mit vielen Leuten geredet und im Ergebnis ein Bild bekommen, das aus Schwarz, Weiß und Grau bestand. Vermutlich entspricht dieses Bild inzwischen auch nicht mehr der Realität, denn alles änderte sich dann rasch. Ich schätzte damals die offene Art der Einheimischen, ein Gespräch zu führen. Ich war fasziniert vom Bild der alten Städte, das sich rein ästhetisch viel besser als im Westen erhalten hatte, doch leider baulich am Zerbröseln war. Was ich heute noch als Erbe der DDR-Kulturpflege schätze: die Malerei der Leipziger Schule. Es gab im Westen nichts Vergleichbares. Es freut mich, dass es in der Neuen Leipziger Schule eine Fortsetzung findet und dass beide international so erfolgreich sind.

Ich habe mir Dein Buch hier auf einem Zettel mit mich interessierenden Sachen mal vorgemerkt.
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robertmey
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Michael Moore

von robertmey (31.01.2008, 17:19)
Ich kenne den Film der Michael Moor angeblich entlarven soll. Diese Tatsachen waren mir schon vorher bekannt und sie schrecken mich nicht sonderlich ab. Moor hat schon immer gesagt er sei mehr Populist als Dokumentarfilmer. Er tritt aber dennoch für viele gute Dinge ein.

Zumindest in den Medien wird das Bild der bösen DDR immer noch stark vermittelt. (siehe Bild-Zeitung bzw. die letzten großen Spielfilme mit DDR Themen. Dieses Land wurde dort nur negativ dargestellt und die BRD dagegen stets positiv.)

Die Anspielung auf Moore wird in den anderen Kapiteln doch etwas deutlicher. Ich fand jedoch, das sich dies beim Thema DDR nicht eignet.
Meine Kapitel sind ja alle in sich geschlossen und lassen sich in beliebiger Reihenfolge lesen.
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Arno Abendschön
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Re:

von Arno Abendschön (31.01.2008, 17:37)
Also, ich trete auch für viele gute Dinge ein ... Scherz beiseite - mich schreckt es schon ab, wie Moore ganz konkrete Situationen entgegen ihrem tatsächlichen Ablauf dargestellt hat. Niemand hat ihm bei der Kontoeröffnung eine Knarre aufgedrängt, wie von ihm dargestellt, er selbst hat die Bankmenschen so lange bekniet, eine herbeizuschaffen, bis er die Szene endlich im Kasten hatte. Für mich ist Moore eine besonders üble Sumpfblüte des Infotainments.
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robertmey
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nicht ganz

von robertmey (31.01.2008, 17:46)
Ganz so war es nun auch nicht. Gewiss hat er sie bekniet die Knarre heranzuschaffen, aber Fakt bleibt dennoch: Hätte er 14 Tage gewartet hätte er regulär diese Waffe auch bekommen. Natürlich wurde das ganze publikumswirksam insziniert. Da müssen wir uns aber fragen. Ist das nicht überall so?
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Arno Abendschön
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Re:

von Arno Abendschön (31.01.2008, 18:30)
Ist es überall so? Ich hoffe nicht! Persönlich möchte ich davon keinen Gebrauch machen, weder als Konsument noch als Produzent. Vielleicht könnte sich hier ja mal eine allgemeine Diskussion mit anderen Autoren anschließen: Wie genau sollte man es im Bereich Sachbuch/Dokumentarfilm mit den Fakten nehmen? Wie genau muss der Leser/Zuschauer über die Hintergründe aufgeklärt werden? Ist Infotainment eine begrüßenswerte Entwicklung? Ich warte jetzt erst mal Reaktionen anderer ab.
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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (06.02.2008, 21:46)
Hallo Robert,
so etwas k a n n man natürlich schreiben, aber ich frage mich, was das Ziel dabei ist. Wenn's deine Lust und Laune war, deinen Empfindungen Ausdruck
zu geben, ok.
Was mir - das bezieht sich nur auf deinen obigen Text, das Buch habe ich nicht gelesen - auffällt, ist ein Gemenge zwischen Fakten, Vermutungen und Bewertungen und vielleicht auch ein bisschen arge Verallgemeinerungen.
Du hast nicht lange an dem Buch gearbeitet und wohl auch nicht ausführlich recherchiert (wie du schreibst).
Ob dein Werk zu einem besseren Verständnis, einer realistischeren Einschätzung der DDR beiträgt, wage ich zu bezweifeln.
Dennoch: ich wünsche dir Erfolg und alles Gute.

maryanne
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

robertmey
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stimmt nicht so ganz

von robertmey (06.02.2008, 21:57)
Ich müsste jetzt mutmaßen ob du aus dem Westen oder dem Osten dieser republik stammst. Ich gehe einmal von ersteren aus. Ich frage dich: Was weißt du über die DDR? Hast du dich jemals mit mehreren Menschen darüber unterhalten? Ich habe ungefähr 150 bücher bisher verkauft und die leute, welche mich angesprochen haben meinten genau dieses Kapitel über die DDR trifft es auf den Kopf. Ich wollte keine tiefgründige Analyse leisten sondern aufzeigen worin das Problem liegt. Entweder sehen viele alles schwarz oder alles weiß was gewesen ist. Ich stamme übrigens selbst aus dem Osten, habe die DDR aber bewusst nicht miterleben können und musste mich auf Erzählungen von anderen Menschen stützen.
Ich hab nie gesagt ein Sachbuch geschrieben zu haben.Ich stelle ürbigens durchaus mehr fakten als "Vermutungen" auf. Meine Wertung kommt in allen Kapiteln meines Buches durch, so sollte es auch sein,denn mir kann keiner ein belastetes Bild auf die Dinge vorwerfen. Deshalb frage ich dich: Hast du die Aussage dieses Kapitels überhaupt verstanden?(nimm es bitte nicht als persönlichen Angriff, aber ich denke die "Message" ist bei dir nicht so ganz angekommen wie es eigentlich erwünscht habe.)
Ich will mit diesem Kapitel bewirken, dass der Leser über seine persönliche Sicht zur DDR nachdenkt.Es war eben nicht alles schwarz und nicht alles weiß,sondern eben auch alles dazwischen. Geschichtsschreibung ist immer die Schreibung des Siegers. Wir können uns gerne einmal näher zum Thema unterhalten.
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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (06.02.2008, 22:07)
Hallo Robert,
ein Missverständnis kann ich nie ausschließen. Was soll es denn für ein Buch sein, wenn es kein Sachbuch ist?
Schau auf meinen Wohnort, damit ist deine Frage der Herkunft beantwortet!

Dass dein Buch Absatz findet, kann ich mir gut vorstellen, es gibt sicherlich einige Leute, die sich in deiner Sichtweise wiederfinden.

Ich vermute, dass du ein jüngerer Mensch bist, der einiges nur aus Erzählungen weiß und ich frage mich (dich) ob du denn Begegnungen mit Wessis hattest, mal eine längere Zeit im Ausland gelebt hast und einfach mal mit anderen Augen schauen kannst.

Viele Grüße
Maryanne
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

robertmey
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ja habe ich

von robertmey (06.02.2008, 22:10)
Okay du bist berlinerin. ja ich habe für mein buch auch mit "wessis" geredet. ich hatte sogar lange zeit eine Freundin aus dem "Westen".(Ich hasse diese Unterscheidung aber sie trifft leider immernoch zu. Siehe Löhne,sie Lebensstandard, siehe die ganze Lebensweise) Ich frage einfach mal: Was hälst du von der DDR?
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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (06.02.2008, 22:46)
Hallo Robert,
wenn ich deine Schlussfrage beantworten sollte, müsste ich mich mit einem ganzen Buch revanchieren :roll:
Und ich gestehe ein: trotz beruflicher Qualifikation dazu fühle ich mich aus dem Stand heraus nicht in der Lage, da das differenzierte Bild abzugeben, das ich gerne geben und lesen würde.
Um's kurz zu machen: das politische System der DDR war und ist auch aus heutiger Sicht für mich völlig untragbar. So war Sozialismus nicht gedacht.
DEr Kulturbetrieb war nur interessant für Mitläufer und Mitdenker. Das Aushorchen eine absolute Sauerei und der reale Machismo auch.
Gut fand ich die fundierte Vermittlung von Grundwissen (Lesen, SChreiben, Rechnen) in den Schulen (nicht aber die Diskriminierung von Intellektuellenkindern), die Berufstätigkeit der Frauen (obwohl sie nicht frauenfreundlich geplant war), und auch die breite med. Versorgung (wenn auch unzureichend).

Ich kenne seit langem sehr liebe Menschen aus der ehem. DDR, die ich sehr schätze. Darunter auch welche, die aufgrund persönlicher Charakterstärke aus der Partei ausgeschlossen worden waren und noch herbere Dinge erlebt haben.

Mit ehemaligen IMs hatte ich nie persönlichen Kontakt, ich denke auch einfach, dass die mich gar nicht mögen würden.

Ossi-Wessi ist noch in den Köpfen, das wird auch noch ne Weile so bleiben.
Lebensstandard: nun ja, das muss man auch differenziert sehen, dgl. mit den Löhnen.

Frage ist: woher soll denn das zu verteilende kommen? Die DDR war an ihrem Ende pleite und die Kosten (Renten, Stütze, Alo, med. Versorgung und Aufrechterhaltung bzw. Umbau der Verwaltung) mussten gezahlt werden.

Ich hoffe, dass mir eine halbwegs vernünftige Zusammenfassung in dieser Kürze gelungen ist.

Deine Interpretation über die Wahlerfolge der Linken in Niedersachsen und Hessen habe ich mit Vergnügen gelesen!

maryanne
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

robertmey
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eine leserin

von robertmey (06.02.2008, 22:54)
freut mich das jemand scheinbar meinen blog gelesen hat. ich bin ein linker und werd es auch bleiben.(auch wenn viele später etwas mehr nach rchts rücken)
zu dem pleite habe ich etwas zu sagen: naja sagen wir deutschland hat derzeit rund 1300 milliarden euro schulden.das funktioniert auch nur,weil wir im kapitalismus leben und unsere geldgeber mehr davon haben uns langsam ausbluten zu lassen.(banken,anderen ländern,private investoren)bei der ddr war das eben nicht möglich.
geld ist übrigens genug da. wer sich den haushalt der letzten jahre ansieht wird dies bemerken.wer sich die reformen der letzten jahre ansieht wird bemerken wo das geld hingewandert ist.ich halte es für eine ausrede immer zu behaupten es wäre kein geld da. wo das geld herkommen könnte erkläre ich übrigens auch in meinem buch sehr ausführlich.
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Vera Wolf
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Re:

von Vera Wolf (06.02.2008, 23:36)
Ich habe lange überlegt, ob ich hierzu etwas schreiben soll, aber Du forderst ja Kommentare. Also musst Du auch mit meinem leben!

Ich habe den Ausschnitt aus Deinem Buch gelesen. Mein erster, spontaner Gedanke war: "Oups, da traut sich ein junger Mann an ein Thema, das offensichtlich ein paar Nummern zu groß für ihn ist."

Dann habe ich Deine Seite besucht. Mein erster Gedanke dazu war: "Da plappert ein junger Mann ein paar Stammtischparolen oder Bildzeitungsschlagzeilen nach." Mein zweiter Gedanke: "Die Kommentare zu den Wahlen sind reine Polemik und persönliche Verunglimpfungen."

Dein letztes posting (6.2.08, 22:54 Uhr) bestätigt meine Meinung. Du hast von vielen Dingen etwas gehört und möchtest mitreden. Leider fehlen Dir grundlegende Informationen und vor allem Zusammenhänge.

Wenn die Welt so einfach wäre, wie Du sie mit ein paar oberflächlichen Sätzen darstellen willst, wären schon viele vor Dir auf so gute Ideen gekommen. Sie ist aber nicht so einfach! Glaubst Du wirklich, wenn Du mit Deinen 19 Jahren 1 und 1 zusammenzählen kannst, dass ein beliebiger Politiker, sei er Linker oder aus der CSU, das nicht könnte? Glaubst Du wirklich, die Volkswirte dieser Republik brauchten Nachhilfe von Dir, was die Staatsverschuldung angeht?

Ich denke, Du würdest besser fahren, wenn Du Dir EIN Thema heraussuchst, in dem Du Dich dann richtig auskennst und fundierte Meinungen äußern kannst. Das bedeutet aber zunächst mal viel, sehr viel Arbeit, auf jeden Fall mehr, als ein halbes Jahr Zeitung zu lesen.

Nimm's bitte nicht persönlich; ich respektiere Deinen Mut, in Deinem Alter ein Buch zu schreiben. Sicherlich wird es auch seine Leser finden. Glaube aber bitte nicht, dass deine plakativen Gemeinplätze die Welt verändern werden.

Gruß
Vera Wolf
www.verawolf.liebe-lebenslust.de

Über Eintragungen der geneigten Leser in mein (neues) Gästebuch würde ich mich sehr freuen!

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