Matrosengesang (überarbeitete Fassung)

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DerToteDichter
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Matrosengesang (überarbeitete Fassung)

von DerToteDichter (11.02.2008, 14:10)
Neapel, berühre mich,
Dein Glanz öffnet Pforten der Lust!

Lüsterne Seefahrer im Schiff,
Sie sehen die Welt und das Licht.

Spüre den Lebensdrang und die Lust,
Lass dich von der Stadt begatten!

Komm mit mir auf See in das Schiff,
Siehst du die Sterne am Himmelsfeld?

Glücksspiele, Nutten, Bars
Seefahrer, Alkohol.

Der Wille zum Wahnsinn ist dort,
Er wächst und gedeiht immerdar.

Engelsgleich verkündet die See
Eine Nachricht, kannst du sie hör’n?

Sie singt von der Frau und vom Mann,
Verkündet Ferner Länder Lust.

Sie erzählt uns von Poesie,
Längst vergessen in unserer Zeit.

Lass dich verzaubern von dem Gesang,
Gleite mit ihr in den Untergang!

Löwen, anmutig, in der Nacht,
Sie streifen umher, edel und gut.

Sie durchwanken Neapel und Rom,
Durchqueren Marseille, La Madrague.

Keiner vermag sie aufzuhalten,
Sie zertreten der Schlange Kopf.

Das Meer, der Abendstern, das Sonnenlicht
Sie berühren die Stadt der Helden.

Komm und folg mir, Geliebte,
Siehst du nicht diesen Tanz?

Wilde Menschen springen umher.
Ihre verrenkten Arme zeigen den Kreis.

Sie deuten auf das umwucherte Tor,
Siehst du es, fest und entschlossen?

Lass doch das Denken,
Merkst du denn nicht?

Der Wahnsinn steckt in unsrem Leben,
Verankert in der Hirne Lust.

Lasst uns die Zelte abbrechen und geh’n,
Reiter der Lust, wir müssen fort!

Lasst uns zu Poseidon dem Herrn,
Der wild seinen Zorn uns kund tut.

Die Löwen erkunden die See,
Sie marschieren ins tobende Meer.

Ich klammere mich an deine Brust
Bis die Milch versiegt ist im Blut.

Komm Geliebte, lass uns ins Meer,
Lass uns an den Klippen vorbei!

Vorbei an der Flut und Krokodilen,
Gespenster der Tiefe im Meer.

Dein Körper schmiegt sich an meinen,
Deine Haut, Dein Haar, Deine Scham.

Tauch unter, vergiss doch die Welt!
Fühl den Moment, denn wir spüren ihn.

Lass uns weiter schwimmen im Meer,
Der Mond schmunzelt am Himmelsfeld.

Siehst du ihn? Fühlst du die Kräfte?
Berühre Mich, zeig deine Reize.

Wir schwimmen dem Mond entgegen,
Wir versinken, nur du und ich!

Auf einmal liegt das Meer still,
Denn es ist geschafft und vollbracht!

Lass es mich noch einmal hören,
Das Geschrei der Schlange ist nah.

Siehst du die Farben der Lust?
Farben eines Mandalas dort.

Es berührt die Stadt, sie wird ruhig
Und Dörfer, die schon lange tot.

Tausend Töne erwecken uns,
Sie singen das Lied der Freude.

Wir versinken in Atlantis, Horch
Der Vögel froher Longesang!.

Drei goldene Schlagen, sie tanzen
Und erwürgen den Goldnen Topf.

Poseidon erscheint am Himmel,
Der Hafen ist sein, er ist Herr.
Zuletzt geändert von DerToteDichter am 11.02.2008, 17:33, insgesamt 1-mal geändert.

Weasel

Re:

von Weasel (11.02.2008, 14:55)
Ich bin eigentlich gar kein Fan von Lyrik, aber irgendwie bleibt ich hier dauernd an deinen Gedichten hängen :wink:

Also zu diesem hier will ich folgendes sagen:

Vom Thema her gefällt es mir sehr gut, auch der Inhalt der einzelnen Strophe passt. Woran du meiner Meinung nach noch etwas pfeilen solltest, wäre die Melodie...und das ganze vielleicht ein bissle kürzen. Ich weiß nicht ob es wirklich so lang sein muss.

Die ersten vier Strophen haben mir aber auf jeden Fall sehr gut gefallen.

Gruß Weasel

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DerToteDichter
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Re:

von DerToteDichter (11.02.2008, 17:33)
So, habs mal versucht. Klingts besser oder fallen euch noch Fehler auf?

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