Leerseiten zwischen Kurzgeschichten

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valoron
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Leerseiten zwischen Kurzgeschichten

von valoron (22.11.2021, 22:57)
Hallo,

ich habe eine Sammlung Kurzgeschichten, die ich gerne veröffentlichen möchte. Jetzt bin ich beim Formatieren für den Druck und habe eine Frage, bei der ihr mir vielleicht helfen könnt.

Was sieht besser aus im Buch? Wenn ich nach dem Ende eine Geschichte eine komplett leere Seite einfüge, oder wenn ich die jeweils neue Geschichte einfach auf der nächsten Seite anfangen lasse?

Manchmal ergibt es sich, dass eine Geschichte so endet, dass auf einer Seite vielleicht nur noch 5 Zeilen stehen. Wenn dann danach noch eine Leerseite folgt, erscheint mir das als zu viel leerer Raum.

Was denkt ihr darüber?

valoron

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Hannelore Goos
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Re: Leerseiten zwischen Kurzgeschichten

von Hannelore Goos (23.11.2021, 05:25)
Hallo Valoron,

valoron hat geschrieben:
Hallo,

ich habe eine Sammlung Kurzgeschichten, die ich gerne veröffentlichen möchte. Jetzt bin ich beim Formatieren für den Druck und habe eine Frage, bei der ihr mir vielleicht helfen könnt.

Formatierst du oder setzt du? Ein Buch wird normalerweise (nach Regeln der Typografie) gesetzt. Mit welchem Programm machst du das?

valoron hat geschrieben:
Was sieht besser aus im Buch? Wenn ich nach dem Ende eine Geschichte eine komplett leere Seite einfüge, oder wenn ich die jeweils neue Geschichte einfach auf der nächsten Seite anfangen lasse?

Es gibt die Ansicht, dass ein neues Kapitel und damit eine neue Kurzgeschichte grundsätzlich auf einer rechten Seite anfangen sollte. Aber das wurde (wenn ich mich in meinem Bücherschrank umsehe) schon früher nicht so eng gesehen. Das musst du nach deinem Gefühl selbst entscheiden.

valoron hat geschrieben:
Manchmal ergibt es sich, dass eine Geschichte so endet, dass auf einer Seite vielleicht nur noch 5 Zeilen stehen. Wenn dann danach noch eine Leerseite folgt, erscheint mir das als zu viel leerer Raum.

Da würde ich den vorherigen Text so lange sprachlich bearbeiten, bis er 5 Zeilen kürzer ist. Ansonsten gilt nur die Regel, dass Seiten, die weniger als die Hälfte bedruckt sind, keine Seitenzahl bekommen.

Gruß
Hannelore
Gefährlich sind nicht dumme Menschen. Gefährlich sind intelligente Menschen mit dummen Ideen (Alex Jahnke)

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mtg
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Re: Leerseiten zwischen Kurzgeschichten

von mtg (23.11.2021, 08:18)
valoron hat geschrieben:
HWas sieht besser aus im Buch? Wenn ich nach dem Ende eine Geschichte eine komplett leere Seite einfüge, oder wenn ich die jeweils neue Geschichte einfach auf der nächsten Seite anfangen lasse?

Manchmal ergibt es sich, dass eine Geschichte so endet, dass auf einer Seite vielleicht nur noch 5 Zeilen stehen. Wenn dann danach noch eine Leerseite folgt, erscheint mir das als zu viel leerer Raum.

Was denkt ihr darüber?

Man kann das Problem ganz simpel durch die Verwendung von Fleurons, Ornamenten oder Signets lösen … die im Idealfall zu den Geschichten passen. Ein Buch muss nicht nur aus Buchstaben und leerem Raum bestehen … ;-)

valoron
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Re: Leerseiten zwischen Kurzgeschichten

von valoron (24.11.2021, 20:46)
Hannelore Goos hat geschrieben:
Formatierst du oder setzt du? Ein Buch wird normalerweise (nach Regeln der Typografie) gesetzt. Mit welchem Programm machst du das?


Ja, da geht es schon los... ich bin da ein ziemlicher Laie.

Unter Satz habe ich mir das vorgestellt, was früher der Buchdrucker mit seinen Bleilettern gemacht hat.
Unter Formatieren stelle ich mir vor, in einem Textprogramm, in meinem Fall Word, so zu Formatieren, dass ich daraus eine druckfertiges PDF erzeugen kann.

Ich veröffentliche bei Amazon KDP. Die stellen vorgefertigte Word Templates zur Verfügung, die für verschiedene Buchformate die passenden Einstellungen beinhalten. So was wie Seitenränder, Bundsteg, Seitennummerierung, Überschriften usw.
Die sind aber mehr darauf ausgelegt z.B. einen Roman da einzufügen.
Bei Kurzgeschichten ist es schwierig z.B. da die richtigen Seitenumbrüche zu gestalten.

valoron
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Re: Leerseiten zwischen Kurzgeschichten

von valoron (24.11.2021, 20:48)
mtg hat geschrieben:
Man kann das Problem ganz simpel durch die Verwendung von Fleurons, Ornamenten oder Signets lösen … die im Idealfall zu den Geschichten passen. Ein Buch muss nicht nur aus Buchstaben und leerem Raum bestehen … ;-)


Richtig, so etwas habe ich schon drin, allerdings in den Texten.

Das mit den Leerseiten meinte ich eher so als Trenner quasi.

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Hannelore Goos
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Re: Leerseiten zwischen Kurzgeschichten

von Hannelore Goos (25.11.2021, 08:31)
valoron hat geschrieben:
Ich veröffentliche bei Amazon KDP.
thumbdown:

Das ist die Konkurrenz. Haben die kein Forum, in dem man solche Fragen stellen kann? Das hier ist das Autorenforum von Books on Demand! smart2

Und mit WORD habe ich das letzte Mal ein Buch 2005 gemacht. Ich habe das seitdem nur noch als Negativ-Beispiel in entsprechenden VHS-Kursen verwendet. (Angeblich soll es bei neueren Versionen von Microsoft die Möglichkeit geben, etwas Ordentliches zu machen, aber das kostet wohl viel Einarbeitungszeit).

Gruß
Hannelore
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Monika K.
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Re: Leerseiten zwischen Kurzgeschichten

von Monika K. (25.11.2021, 12:16)
Hannelore Goos hat geschrieben:
Und mit WORD habe ich das letzte Mal ein Buch 2005 gemacht. Ich habe das seitdem nur noch als Negativ-Beispiel in entsprechenden VHS-Kursen verwendet. (Angeblich soll es bei neueren Versionen von Microsoft die Möglichkeit geben, etwas Ordentliches zu machen, aber das kostet wohl viel Einarbeitungszeit).


Deine Vorurteile basieren also auf einer uralten Word-Version. Das erklärt alles. :lol: Einigen wir uns doch einfach darauf, dass eine Zuse Z22 für Buchsatz ungeeignet ist.
Wer mit einer aktuellen (!) Wordversion vertraut ist, braucht nur sehr wenig oder gar keine Einarbeitungszeit. Wer viel mit LaTeX arbeitet, braucht ebenfalls nur wenig Einarbeitungszeit. Problematisch wird es, wenn man sich noch mit keinem Programm wirklich auskennt. Da bedeutet eine benutzerfreundliche Lösung eine enorme Zeitersparnis. Deshalb läuft es meist auf Word hinaus - allerdings auf eine aktuelle Version und keine, die bereits Jahrzehnte auf dem Buckel hat. (Läuft die überhaupt noch stabil?) Doch gegen sechzehn Jahre alte Vorurteile kann niemand anstinken. Die werden wir wohl noch mindestens weitere sechzehn Jahre aufgetischt bekommen, fürchte ich. :lol:

Amüsierte Grüße
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

(Übersetzung: Besser ein weiser Narr, als ein närrischer Weiser.)

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Monika K.
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Re: Leerseiten zwischen Kurzgeschichten

von Monika K. (25.11.2021, 12:59)
valoron hat geschrieben:
Ich veröffentliche bei Amazon KDP. Die stellen vorgefertigte Word Templates zur Verfügung, die für verschiedene Buchformate die passenden Einstellungen beinhalten. So was wie Seitenränder, Bundsteg, Seitennummerierung, Überschriften usw.
Die sind aber mehr darauf ausgelegt z.B. einen Roman da einzufügen.
Bei Kurzgeschichten ist es schwierig z.B. da die richtigen Seitenumbrüche zu gestalten.


Die Frage, ob du Leerseiten einfügen sollst, musst du beantworten. Es hängt von den persönlichen Vorlieben und davon ab, ob du gern Platz sparen möchtest, was bei Taschenbüchern eher gemacht wird als bei gebundenen Ausgaben.

Wie man Leerseiten einfügt, ist hier im Teil 2 beschrieben:
buchblock-einrichten-mit-microsoft-word-t18314.html
Ob es noch einen anderen Weg gibt, weiß ich nicht, da ich immer diese Methode verwende.

Viele Grüße
Monika
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(Übersetzung: Besser ein weiser Narr, als ein närrischer Weiser.)

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Hannelore Goos
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Re: Leerseiten zwischen Kurzgeschichten

von Hannelore Goos (25.11.2021, 13:18)
Monika K. hat geschrieben:
Deine Vorurteile basieren also auf einer uralten Word-Version.


Nein, auf den sichtbaren Ergebnissen von WORD-Formatierungen im Self-Publisher-Bereich.

Ich habe schon seit mehr als 10 Jahren keine MS-Office-Programme mehr auf meinen Rechnern.

Gruß
Hannelore
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J. Kriebeler
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Re: Leerseiten zwischen Kurzgeschichten

von J. Kriebeler (25.11.2021, 14:47)
Für einfache Gestaltungen und das läge ja bei Roman oder Kurzgeschichtensammlung im Gegensatz zu einem Magazin oder Fachbuch mit Spalten und/oder Boxen ja vor. Würde eine Textverarbeitung eigentlich reichen. JEDOCH ist das Ausrichten aller Zeilen auf einem Grundlinienraster in Word & Co recht aufwändig.

Das Nutzen von Grundlinien sorgt dafür, dass auf der Vorder- und Rückseite einer Buchseite die Zeilen auf jeweils der gleichen Höhe stehen. Wenn Du eine Seite gegen das Licht hältst, wird es besonders deutlich. Der Raum zwischen den Zeilen sollte dann immer weiß sein.

Wenn jede Kurzgeschichte auf einer rechten Seiten beginnen soll, was ich sehr leserfreundlich finde (Daumen hoch), dann brauchst Du evt. zwei Seitenumbrüche. Um sicher zu gehen, dass das nichts verloren geht bei der Formatierung des Buchherstellers sind unsichtbare Zeichen wie das geschützte Leerzeichen oder eine Schmuckgrafik sinnvoll.

Private Anmerkung I:
Falls es auch zu einem E-Book kommen soll, dann taugen ALLE Programme und Konverter bei BoD & Co. keinen Schuß Pulver, da sie viel zu geschwätzig sind und völlig unnötige Codes in die E-Book-Programmierung schreiben. Das ist eine Schande, denn epub3 ist ja nicht seit gestern auf dem Mark. Aktuell ist nur Apple Pages in der Lage recht sauberen Code zu schreiben.

Private Anmerkung II:
Du kannst die Formatierung auch von einem Profi machen lassen. Angebote gibt es genug, u.a. auch hier.
Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

– j.
Freundliche Grüße
    J. Kriebeler
– Freier Autor, Lektor und Buch-Mentor –

"Mit den Tricks der Bestseller schreiben." – http://www.autorentrickkiste.de

valoron
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Re: Leerseiten zwischen Kurzgeschichten

von valoron (26.11.2021, 23:59)
Hannelore Goos hat geschrieben:
valoron hat geschrieben:
Ich veröffentliche bei Amazon KDP.
thumbdown:

Das ist die Konkurrenz. Haben die kein Forum, in dem man solche Fragen stellen kann? Das hier ist das Autorenforum von Books on Demand! smart2


Das Eine schließt das Andere doch nicht aus :lol:
Und ich bin da auch gerne breit aufgestellt.

valoron
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Re: Leerseiten zwischen Kurzgeschichten

von valoron (27.11.2021, 00:13)
J. Kriebeler hat geschrieben:

Das Nutzen von Grundlinien sorgt dafür, dass auf der Vorder- und Rückseite einer Buchseite die Zeilen auf jeweils der gleichen Höhe stehen. Wenn Du eine Seite gegen das Licht hältst, wird es besonders deutlich. Der Raum zwischen den Zeilen sollte dann immer weiß sein.


Ja, das habe verstanden, ich muss mal prüfen in wie weit die Vorlagen damit arbeiten. Aber mir ist klar, dass das natürlich viel besser aussieht.

J. Kriebeler hat geschrieben:
Wenn jede Kurzgeschichte auf einer rechten Seiten beginnen soll, was ich sehr leserfreundlich finde (Daumen hoch), dann brauchst Du evt. zwei Seitenumbrüche. Um sicher zu gehen, dass das nichts verloren geht bei der Formatierung des Buchherstellers sind unsichtbare Zeichen wie das geschützte Leerzeichen oder eine Schmuckgrafik sinnvoll.


Den Entschluss habe ich inzwischen gefasst, jede wird rechts beginnen.

Das mit unsichtbaren Zeichen finde ich gut, muss ich aber lernen, wie das geht - weiß auf weißem Grund geht wahrscheinlich nicht, weil die Papierfarbe meiner Wahl cremfarben ist.
Schmuckgrafik werde ich sicher etwas finden.

J. Kriebeler hat geschrieben:
Private Anmerkung I:
Falls es auch zu einem E-Book kommen soll, dann taugen ALLE Programme und Konverter bei BoD & Co. keinen Schuß Pulver, da sie viel zu geschwätzig sind und völlig unnötige Codes in die E-Book-Programmierung schreiben. Das ist eine Schande, denn epub3 ist ja nicht seit gestern auf dem Mark. Aktuell ist nur Apple Pages in der Lage recht sauberen Code zu schreiben.


Das habe ich auch schon gemerkt, egal mit was ich gewandelt habe, es sah sch.. aus. Vor allem war das bei einem Buch der Fall, welches pro Seite einen vertikal und horizontal zentrierten Text enthielt. Hab ich nicht hinbekommen als eBook.

J. Kriebeler hat geschrieben:
Private Anmerkung II:
Du kannst die Formatierung auch von einem Profi machen lassen. Angebote gibt es genug, u.a. auch hier.
Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.


Das ist eine gute Idee, da muss ich mal schauen, was ich da hier so finde. Danke für den Tipp

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