Bestellungen seitens der Buchhändler

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Judith
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Bestellungen seitens der Buchhändler

von Judith (12.03.2008, 01:11)
Hallo BoD'ler,

heute hatte ich ein Telefonat mit Herrn Westerhausen von BoD. Ich wollte wissen, wo Buchhändler am besten die BoD-Bücher bestellen sollen und wie viel Rabatt sie bekommen.

Er riet dazu, dass der Buchhandel bei libri bestellt, da ihm dort ein Remissionsrecht eingeräumt wird, er also die Bücher zurückschicken kann. Das geht nicht, wenn die Bücher direkt bei BoD bestellt wurden. Außerdem liegt der Rabatt höher: Bei libri bekommt der Buchhandel ca. 35 % (je nach Vereinbarung), bei BoD nur 30 %.

Sollte jemand zu diesem Thema nähere Fragen haben, ist Frau Trau zuständig; sie ist aber nur vormittags bzw. bis 14.00 Uhr im Haus.

Herr Westerhausen war damit einverstanden, dass ich diese Infos im Autorenpool veröffentliche.

Grüßle,
Judith
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andihaller
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Re:

von andihaller (12.03.2008, 05:17)
hallo Judith,

gut zu wissen - danke für deine info.

gruß
andi
Meine persönliche Linkempfehlung: http://www.hint-horoz.de

julia07
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Re:

von julia07 (12.03.2008, 07:53)
Das mit dem Remissionsrecht steht sogar irgendwo. Habe es mal gelesen, aber das mit den Prozenten war mir neu.

Ich hatte wegen meines Juxbuchs schon mehrmals diese Diskussion mit Buchhändlern und die haben immer gesagt, dass sie sowieso nie bei BoD direkt bestellt hätten, weil Libri der Grossist sei.

LG,
Julia

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Innuiya
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Re:

von Innuiya (12.03.2008, 08:27)
Hallo Judith,
vielen Dank für die Info, das ist gut zu wissen.

Viele Grüße
Susanne

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (12.03.2008, 10:24)
Danke; ich find diese Info auch sehr nützlich!

Lieben Gruß, Barbara

mtg

Re:

von mtg (12.03.2008, 10:26)
Die Info mit den 35% habe ich auch. Aber das beim Verlag ein geringerer Nachlass gewährt wird, war mir neu...

Beste Grüße
Matthias

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chiquitita
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Re:

von chiquitita (12.03.2008, 10:39)
ich habe ein paar Buchhändler in meiner Gegend gefragt, ob sie mit Libri zusammenarbeiten. Alle sagten nein, sie bestellen bei KNV (Koch, Neff & Volckmar, Stuttgart.) Ich glaube, im süddeutschen Raum ist KNV führend.
Die Bestellung eines Bod-Buchs über KNV hat ja auch funktioniert, auch wenn es lange gedauert hat, was nicht unbedingt KNV anzulasten ist.
Gruß Uschi

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Judith
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Re:

von Judith (12.03.2008, 12:23)
Die Buchhandlung, bei der ich Anfang Mai lesen werden, arbeitet zum Glück auch mit libri zusammen und wird dort bestellen. Eine andere, die mit meinen Büchern (vor allem den Vorlesegeschichten) gute Erfahrungen gemacht hat, ebenfalls (wenn die Bestände verkauft sind).

Grüßle,
Judith
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M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (12.03.2008, 12:31)
@ Judith:
Wir hatten das schon mal cheezygrin , aber eben genau dieses Remissionsrecht ist für viele kleine Verlage ein Stolperstein, wenn nicht sogar entscheidend über Leben und Tod. :shock::
Nehmen wir mal an, dass Libri bei mir 300 Bücher bestellt. Die Bücher müsste ich drucken, bekäme sie von Libri auch erstmal bezahlt. Dann aber erklärt mit Libri, dass sie mir 290 wieder zurückgeben wollen. Ich muss das Geld erstatten und sitze auf 290 Bücher, die ich evtl. nicht mehr verkauft bekomme.
Kaum ein kleiner Verlag kann sich das leisten.
Bod hat da ein Sonderrecht. Bod gehört Libri.

Also, die Kleinverlag würden schon gerne bei Libri verkaufen, aber das Risiko ist zu hoch.

Und nochmal: Obwohl ich nicht bei Libri "bin", bestellen diese bei mir.

Lieben Gruß
Hakket

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Claire
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Re:

von Claire (12.03.2008, 19:49)
Chiquitta schreibt:

Ich glaube, im süddeutschen Raum ist KNV führend.


Hier im Ruhrgebiet ist es auch von Stadt zu Stadt und Buchhändler zu Buchhändler unterschiedlich.

LG Claudia
LG Claudia
Jede Katze ist ein kleiner Druide! Sie leben im Hier und Jetzt. Wir sollten uns ein Beispiel daran nehmen! Wir müssen ja nicht unbedingt schnurren.

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Judith
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Re:

von Judith (12.03.2008, 23:10)
Die hier arbeiten auch vorwiegend mit KNÖ zusammen, aber eben auch mit libri. Mein Vorteil.

Grüßle,
Judith
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AF Verlag

Re:

von AF Verlag (13.03.2008, 07:22)
@Hakket
Nehmen wir mal an, dass Libri bei mir 300 Bücher bestellt.

Ziemlich unwahrscheinlich, dass Libri eine solche Menge von einem unbekannten Verlag/Autor abnimmt. Auch die können Kalkulieren und wissen sehr genau, was sie vermarkten können und was nicht.

Als ich mich ins Verlagsgeschäft stürzte und mich dementsprechend mit dem Buchhandel auseinandersetzen musste, hörte ich immer "Wir beziehen unsere Bücher von Libri". Nach kurzem Zögern meldetete ich den Verlag an und so weiß ich, dass die verlegten Bücher schnell bestellt und geliefert werden können. Letztes Jahr veröffentlichte ich ein Buch und bekam plötzlich Anrufe von Buchhandlungen, die das Buch haben wollten. Ich teilte denen mit, dass sie es über Libri odern könnten. Da bekam ich dann die Antwort "Wir arbeiten nicht mit Libri zusammen, nur mit KNO". Damit konnte ich nun nicht dienen, also blieb mir nichts anderes übrig als die bestellten Bücher selbst zu verschicken, da es schwierig ist bei KNO reinzukommen, geht aber nicht nur mir so. Allerdings, und das ist merkwürdig, mit dem Literatur-Feder Magazin bin ich bei KNO gelistet.

Das anfängliche Problem mit Libri zusammen zu arbeiten ist die Zahlungsmethode, die bei Libri zu Beginn bei einem halben Jahr liegt. Bestellten die also Bücher, erfolgte die Zahlung eben erst nach einem halben Jahr. Mittlerweile aber liegt diese nur noch bei einem Monat, womit sich das Risiko verringern dürfte.

Ein weiteres Problem, verkauft sich das Buch nicht, fliegt es nach einem halben Jahr aus dem Katalog, da kennen die nichts.

Also, es kann sich durchaus lohnen mit Libri zusammen zu wirken, wenn man bereit ist einen langen Atem zu haben.

Literarische Grüße

Jens

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (13.03.2008, 12:13)
Moin Jens,
jaaa, ich gebe dir ja recht. 300 Bücher sind etwas hochgegriffen. Aber warum soll ich das potenzielle Risiko eingehen, wenn Libri ohnehin bei mir bestellt?
Und wer sagt, dass man mehr Bücher verkauft, nur weil man bei Libri drinsteht? Ich weiß es nicht. Ist Libri ein Muss, um mehr Bücher zu verkaufen? Muss man nicht eher den Buchhändlern einen Vorwurf machen, die nicht bereit sind, bei Libri mal "genauer" nachzufragen? Schließlich geht es ja, ohne dass man dort gelistet ist.
Warum bestellt der Buchhandel nicht über buchhandel.de? Dort sind ALLE Bücher gelistet, so, wie es sich eigentlich auch gehört, wenn man eine ISBN hat und im VLB steht.
Ich halte Libri nicht für das Maß aller Dinge (zumal der Ruf von Libri nicht mehr der Beste ist). BOD macht natürlich Werbung damit, und es hört sich ja auch gut an. Aber ist es notwendig? Ist es gerecht? Gerade im Bereich VLB? Ich bezahle bereits dafür, dass meine Bücher weltweit verfügbar sind. Warum soll ich eine Firma nochmal dafür bezahlen, dass sie meine Bücher listet, wenn sie ohnehin bei mir bestellt? Wofür dann überhaupt ISBN? Wofür VLB?
Ich bin ein Verlag blink3 . Ich habe kein Problem damit, wenn der Buchhandel bei mir direkt bestellt. Warum soll ich irgendwelchen Zwischenhändlern, die mit dem Buch als solches eigentlich überhaupt nichts zu tun haben, noch etwas abgeben? Es ist schon schlimm genug, dass der Buchhandel seine Prozente will. Der Autor und der Verlag verdient am Buch ohnehin schon sehr wenig.

Gruß
Hakket

lverlag
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Re:

von lverlag (13.03.2008, 13:15)
Hallo Hakket,

Hakket (Moderator) hat geschrieben:
...
Und wer sagt, dass man mehr Bücher verkauft, nur weil man bei Libri drinsteht? Ich weiß es nicht. Ist Libri ein Muss, um mehr Bücher zu verkaufen? Muss man nicht eher den Buchhändlern einen Vorwurf machen, die nicht bereit sind, bei Libri mal "genauer" nachzufragen? Schließlich geht es ja, ohne dass man dort gelistet ist.
Warum bestellt der Buchhandel nicht über buchhandel.de? Dort sind ALLE Bücher gelistet, so, wie es sich eigentlich auch gehört, wenn man eine ISBN hat und im VLB steht.
Ich halte Libri nicht für das Maß aller Dinge (zumal der Ruf von Libri nicht mehr der Beste ist). BOD macht natürlich Werbung damit, und es hört sich ja auch gut an. Aber ist es notwendig? Ist es gerecht? Gerade im Bereich VLB? Ich bezahle bereits dafür, dass meine Bücher weltweit verfügbar sind. Warum soll ich eine Firma nochmal dafür bezahlen, dass sie meine Bücher listet, wenn sie ohnehin bei mir bestellt? Wofür dann überhaupt ISBN? Wofür VLB?
...


Der Grund, weshalb immer mehr Bestellungen über die Barsortimente gehen liegt nicht an einem eventuell höheren Rabatt (der liegt, wenn überhaupt nur bei wenigen Prozentpunkten), sondern an der einfacheren Bestell- und Lagerabwicklung. Es macht einen erheblichen Unterschied für einen Buchhändler, ob er 50 Bücher bei einem Lieferanten bestellen kann und diese in einer Lieferung erhält oder 25 einzelne Lieferungen zugestellt bekommt. Der Verwaltungsaufwand (einschließlich getrennter Abrechnung) ist um ein Vielfaches höher als bei einer zentralen Lieferung. Das ist letztlich der Grund, weshalb sich ein Verlag auch deshalb im Buchhandel kaum wird durchsetzen können, wenn er höhere Rabatte gewährt als ein Barsortiment. Die Nachlaufkosten sind viel zu hoch für den Buchhandel, als dass sich das rentieren würde.

Dazu kommt noch, dass die Transportkosten bei vielen Einzellieferungen wesentlich höher sind. Auch ein Buchhändler kann rechnen, und weiß, dass sich diese Kosten am Ende zum Teil in seinem Rabatt wiederfinden werden.

Hakket (Moderator) hat geschrieben:
...
Ich bin ein Verlag blink3 . Ich habe kein Problem damit, wenn der Buchhandel bei mir direkt bestellt. Warum soll ich irgendwelchen Zwischenhändlern, die mit dem Buch als solches eigentlich überhaupt nichts zu tun haben, noch etwas abgeben?
...


Hast Du mal gerechnet, was es Dich kostet Bestellungen selbst abzuwickeln und zu verschicken? Obiger Punkt und dieser, relativieren die Frage nach den Kosten, die durch den Zwischenbuchhandel entstehen.

Hakket (Moderator) hat geschrieben:
...Es ist schon schlimm genug, dass der Buchhandel seine Prozente will...


Ich weiß nicht, ob das so gemeint ist, wie es rüberkommt ;-)

Der Buchhandel erbringt eine Leistung, die Du als Verleger normalerweise nicht wahrnehmen kannst. Wieso sollte er dafür nicht bezahlt werden?

AF Verlag

Re:

von AF Verlag (13.03.2008, 13:31)
lverlag:
Der Grund, weshalb immer mehr Bestellungen über die Barsortimente gehen liegt nicht an einem eventuell höheren Rabatt (der liegt, wenn überhaupt nur bei wenigen Prozentpunkten), sondern an der einfacheren Bestell- und Lagerabwicklung. Es macht einen erheblichen Unterschied für einen Buchhändler, ob er 50 Bücher bei einem Lieferanten bestellen kann und diese in einer Lieferung erhält oder 25 einzelne Lieferungen zugestellt bekommt. Der Verwaltungsaufwand (einschließlich getrennter Abrechnung) ist um ein Vielfaches höher als bei einer zentralen Lieferung.

Dem gibt es kaum noch etwas hinzuzufügen.

Jens

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