Tabu-Thema Tod

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


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pinky
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Tabu-Thema Tod

von pinky (08.06.2008, 20:59)
Liebe "Kollegen"
Hat jemand schon Erfahrnungen gemacht, wie sich Bücher, die Tabu-Themen behandeln an den MAnn bringen lassen?
Ich habe - entstanden als Begleitbuch für eine Kusntausstellung von mir - ein kleines Büchlein herausgebracht. Es heißt "Ein Hoffnungsweg" und ist eine Meditation zum Thema Tod - bzw. es soll den Blick über den Tod hinaus zum immer neu werdenden Leben lenken.
Besucher meiner Ausstellung, die selbst in Trauerphasen sind, haben das ganze sehr dankbar aufgenommen - aber der Normalmensch in seinem Alltagsdenken, ist doch eher geneigt mich für ein wenig "verrückt" zu halten, dass ich mich eines solchen Themas annehme und dann noch so "unkonventionell" -
ich weiß mir da keinen Rat, wie man Interesse wecken könnte :-(
LG
Steffi/Pinky
NEUES von mir findet ihr hier: http://www.mayer-teegen.de/index.php?id=12
NEU erschienen: "Engel in dir", Bildmeditationen

LOFI

Re:

von LOFI (08.06.2008, 21:08)
Hallo Steffi,

ist natürlich sein sensibles Thema und die Frage, wie sich das verkauft? Naja, hier sollte man schon ein wenig die Pietät wahren, was die Werbung angeht, aber ich denke das ist klar. Dass sich so ein Buch recht gut verkaufen kann, zeigt der Titel "Frannys Weg" erschienen bei BOD. Ich glaube gerade bei diesem Thema oder auch Thema Krankheit, ist es die Frage der Einfühlung, die der Autor in das Werk steckt und die dann die Kunden anspricht.

LG

Lorenz

PS: Konventionell ist eine Frage des persönlichen Ansicht, gerade beim Thema Tod. Und Unkonventionell muss ja nicht geschmacklos sein.

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Klara
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Thema TOD

von Klara (10.06.2008, 13:21)
Hallo,

mein Buch handelt ja im weitesten Sinne auch vom Tod und der Trauer. Allerdings spreche ich damit eine spezielle Gruppe an (Eltern verstorbener Kinder). Da ich selbst betroffen bin, weiß ich natürlich, wie man sich fühlt und konnte aus der ICH Perspektive in Biografie-Form schreiben. Ich spreche betroffene Eltern über Webseiten zum Thema an.

Ich kenne Dein Buch ja inhaltlich nicht. Wenn es jedoch hilft die Trauer zu überwinden, wird jeder Trauernde es herzlich willkommen heißen! Es gibt genug Trauer-Foren im Internet. Dort meist auch Buchtipps. In diese Leseecken würde ich posten oder den Moderator des jeweiligen Forums bitten dort zu posten. Auch könnten Bestatter wichtige Kontakte für Dich sein, wenn das Buch eine hilfreiche Lektüre für Hinterbliebene ist. Wie gesagt: Es kommt halt auch auf den genauen Inhalt an. Werbung ist schon wichtig!
Liebe Grüße von

Klara

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constanze
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TOD

von constanze (11.06.2008, 14:26)
Liebe Steffi,

mein Buch FRANNYS WEG - WILLKOMMEN IM HIMMEL
http://willkommen-im-himmel.blogspot.com/

hat den TOD als THEMA!
Ich habe 1 Jahr lang BOD genutzt, als Sprungbrett, habe gekämpft und getan, schlaflos durch die Nacht geschrieben - Kooperationen gefunden, Verlinkungen vertieft - und Spendenaktionen durchgeführt.
Dann kam DROEMER KNAUR - ohne Agent - und am 6.9. gibt es mein Buch unter neuem Titel und Cover im Handel!

TOD - natürlich ist der Markt voll - aber nicht genug, solange es so ein TABUTHEMA ist....sterben wir nicht jeden Tag? Dieser Augenblick, er kommt nie wieder. Nicht mit diesem Datum. Wir lernen jeden Tag ein Stück Abschied.

Wie behandelst du dein Thema?
Grüße,
Constanze

Heike Gellert
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TOD

von Heike Gellert (16.06.2008, 11:29)
Hallo,

mit dem Thema Tod habe ich mich in meinem Kriminalroman ebenso
auseindergesetzt. Logisch.
Doch habe ich bei meinen Recherchen von den Gebühren für Beerdigungen gelesen (Kinder bis 5 Jahre und Kinder ab 5 Jahren... das DOPPELTE) und habe das in meinem Plot mit angeführt. Zudem über die wirklich haarsträubenden Beerdigungs-Rituale.
Es hat etwas bewegt in diesem Dorf. Mittlerweile gibt es wunderschöne
Beerdigungen für Kinder mit Abschiednehmen, so wie Jede(r) es möchte.
Vor allem Kinder möchten von Kindern Abschied nehmen dürfen.

Tipp, obwohl ich da ebenso unsicher bin: Beerdigungsinstitute zeigen sich offen für Literatur. Ebenso die ev. Kirche. Doch lehnen viele Presbyterien
nach wie vor Literatur für kommerzielle Zwecke ab.
Ist mir passiert: Ablehnung der Buchpremiere in der Kirche.

Liebe Grüße von Heike
www.ewas-apfelernte.de

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constanze
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Re:

von constanze (16.06.2008, 16:42)
Liebe Heike,

ich habe gerade mit einem Bestatter gesprochen - selbst Vater - der an Kinderbestattungen grundsätzlich nichts verdienen will!!! Das hat mich berührt! :-)

Grüße,
Constanze

Dozen-Roses

Re: Tabu-Thema Tod

von Dozen-Roses (16.06.2008, 17:13)
pinky hat geschrieben:
Liebe "Kollegen"
Hat jemand schon Erfahrnungen gemacht, wie sich Bücher, die Tabu-Themen behandeln an den MAnn bringen lassen?
Ich habe - entstanden als Begleitbuch für eine Kusntausstellung von mir - ein kleines Büchlein herausgebracht. Es heißt "Ein Hoffnungsweg" und ist eine Meditation zum Thema Tod - bzw. es soll den Blick über den Tod hinaus zum immer neu werdenden Leben lenken.
Besucher meiner Ausstellung, die selbst in Trauerphasen sind, haben das ganze sehr dankbar aufgenommen - aber der Normalmensch in seinem Alltagsdenken, ist doch eher geneigt mich für ein wenig "verrückt" zu halten, dass ich mich eines solchen Themas annehme und dann noch so "unkonventionell" -
ich weiß mir da keinen Rat, wie man Interesse wecken könnte :-(
LG
Steffi/Pinky


Ich beschäftige mich ja auch intensiv mit dem Thema schon seit meiner Kindheit. Mein erstes Buch darüber (Himmel, Erde und zurück) habe ich vor kurzem heraus gebracht. Den Menschen damit hinterher zu laufen, würde wohl wenig bringen. Das wäre wie Zwangsbekehrung.
Man könnte zum Beispiel Fleyer zum Buch dort auslegen, wo es evtl. sinnvoll wäre. Krankenhaus. Altenheim weiß ich nicht. Lesen die Menschen in dem Alter diese Bücher? Halt da, wo man der Meinung ist, dass Hoffnungslosigkeit herrscht oder herrschen könnte.

Heike Gellert
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Re:

von Heike Gellert (16.06.2008, 19:06)
Hallo Constanze,

ich freue mich, Dich über dieses Forum kennen lernen zu dürfen.
Und meinen allerherzlichsten Glückwunsch zur Veröffentlichung/
Neuauflage Deines Buches.

Das ist ja eigentlich die Idee: Die Bestatter verzichten auf ihre
Gebühren/Kosten, dann wären die Gebühren für eine Kindes-
beerdigung erschwinglich.

Liebe Grüße
Heike

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constanze
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Re:

von constanze (27.06.2008, 23:43)
Liebe Heike,
bitte verzeih, ich sehe erst jetzt deine Antwort.

Ja, es gibt wie immer Bestatter und Bestatter. Wie in jeden Bereichen und Berufsparten (auch in der schreibenden Zunft) gibt es die, die mit Herzblut Geld verdienen, und die, die erst Herzblut haben, wenn sie Geld verdienen.

Glg
Constanze

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