Preis fürs Erstlingswerk?

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PrairieMoon
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Preis fürs Erstlingswerk?

von PrairieMoon (09.06.2008, 22:49)
Hallo zusammen!

Zusammen mit einer guten Freundin arbeite ich gerade an einem Manuskript, und jetzt tragen wir uns mit dem Gedanken, das Ganze auch zu veröffentlichen.

Band 1 ist im Prinzip fertig, also haben wir mal auf der BoD-Website den Kalkulator bemüht (Paperback, Format 12x19cm, ca. 560 Seiten). Dabei ist uns dann allerdings das Gesicht beinahe in Scheiben heruntergefallen, denn der Kalkulator hat uns errechnet, dass wir einen Verkaufspreis von mindestens €27,50 verlangen müssten.

Wir rechnen uns bei einem so hohen Verkaufspreis ehrlich gesagt keinerlei Verkaufschancen aus, zumal es unser Erstling ist und uns als Autoren nun einmal kein Mensch kennt...

Von daher nun meine bzw. unsere Frage an erfahrene Autoren von Büchern mit ähnlicher Seitenzahl bzw ähnlichem Verkaufspreis:
Wie stehen die Chancen, ein Erstlingswerk für so einen Preis zu verkaufen? Wer kann uns mit Erfahrungsberichten weiterhelfen?

Danke schon mal im Voraus! :)

greetz,
~PrairieMoon~

LOFI

Re:

von LOFI (09.06.2008, 22:58)
Hi,

das kannst du vorher nie sagen, das kann ein Knaller werden oder auch nicht. Der Preis schreckt zwar vielleicht ab, ist aber nicht zu ändern. Dünner geht nicht?
Mal bei anderen Verlagen versucht? Was kostet es bei Shaker Media? Schon mal ausgerechnet?

Gruß

Lorenz

LOFI

Re:

von LOFI (09.06.2008, 23:02)
Habe bei Shaker Media folgendes dafür ermittelt:

Format: 11.50 cm x 18.50 cm
Einbandart: Softcover, Klebebindung
Papierart: gelblichweißes Werkdruckpapier 80g/m²
Gesamtseiten: 560
Farbseiten: 0
Währung: Euro

Die Herstellung eines Exemplars kostet: 15,05 EUR


Gruß

Lorenz

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PrairieMoon
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Re:

von PrairieMoon (09.06.2008, 23:05)
Hi...

Wir haben auch schon mal mit anderen Formaten und Schriftgrößen gebastelt, kamen dabei aber auch nie unter ca. 340 Seiten. In der Mitte auseinanderreißen und zwei Bücher daraus machen wollen wir auch nicht.

Bei anderen Verlagen haben wir noch nicht bewußt geschaut, wir haben uns zwar schon Links rausgesucht, aber ind Detail gegangen sind wir da noch nicht. Aber das werden wir wohl auch noch tun (müssen)...

Dank Dir auf jeden Fall schon mal für's Proberechnen! :) Ist dieser Herstellungspreis gleichbedeutend mit dem Mindestverkaufspreis?

greetz,
~PrairieMoon~
.::free spirit::.

LOFI

Re:

von LOFI (09.06.2008, 23:07)
nein, hab mich auch gewundert. Das sind nur die Herstellungskosten. Im Handel kostet es dann über 30 Euro (bei 5,42 EUR Autorenhonorar aus dem Buchhandel) also ohne Autorenhonorar etwa 25 Euro. leider.
Zuletzt geändert von LOFI am 10.06.2008, 00:09, insgesamt 1-mal geändert.

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PrairieMoon
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Re:

von PrairieMoon (09.06.2008, 23:10)
Uff... Das ist ja noch mehr als bei BoD... :(
.::free spirit::.

LOFI

Re:

von LOFI (09.06.2008, 23:17)
ja leider. aber versuche es bei BOD doch in der FUN Variante, kostenlos und wenn du siehst, dass das Buch gekauft wird, kannst du ja upgraden auf Classic.

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PrairieMoon
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Re:

von PrairieMoon (09.06.2008, 23:34)
Bitte korrigier mich, wenn ich mich irre, aber der VK-Preis wird doch nicht niedriger dadurch, dass ich die Fun-Variante für den Anfang wähle, oder?

Wir würden doch dann "nur" die €39 sparen im Gegensatz zu BoD Classic, hätten aber - so wie ich das sehe - durch den fehlenden Buchhandelsanschluss auch geringere Streuungsmöglichkeiten...
.::free spirit::.

LOFI

Re:

von LOFI (09.06.2008, 23:56)
Der VK wird nicht niedriger, aber du sparst dir die 39 Euro erst einmal und kannst noch einmal in Ruhe das Werk überlesen. Wenn du dann Fehler feststellst, kannst du die erst korrigieren und dann z.B. die Classicvariante wählen. Die Funvariante ist so eine Art Testlauf ohne Kosten. Wählst du direkt die Classic Variante und stellst dann fest, dass dein Werk irgendwie nicht so ist, wie es sein soll, musst du für die nächste verbesserte Auflage wieder 39 Euro blechen. Deswegen vor allem der Rat mit Fun zu Beginn eines Erstlings. An dem VK ist leider nichts zu ändern, es sei denn du findest einen anderen Publikums Verlag.

Gruß

Lorenz

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PrairieMoon
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Re:

von PrairieMoon (10.06.2008, 00:01)
Okay, danke für den Tip, jetzt hab ich's verstanden :) Dann sollten wir darüber mal nachdenken...

greetz,
~PrairieMoon~
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Judith
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Re:

von Judith (10.06.2008, 00:02)
Außerdem kann man bei "Fun" jederzeit kündigen, bei "Classic" muss man fünf Jahre lang 1,99 Euro pro Monat bezahlen.

Grüßle,
Judith
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Lilian
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Re:

von Lilian (10.06.2008, 11:33)
PrairieMoon hat geschrieben:
Hi...

Wir haben auch schon mal mit anderen Formaten und Schriftgrößen gebastelt, kamen dabei aber auch nie unter ca. 340 Seiten.


Nun ja, aber 560 Seiten oder 340 Seiten ist halt definitiv ein großer Unterschied.
Ich habe für meine Bücher das Royalformat gewählt (15,5 x 22 cm), das ist gerade noch handlich genug, um es auch mit ins Bett nehmen zu können. Was man da an Seiten im Vergleich zu 12 x 19 spart, ist enorm.

Eine gute Schriftart ist Bookman Old Style. Die kann man auch in 9 pt noch sehr gut lesen, auch kursiv gedruckte Absätze, was z.B. bei Times New Roman in 9 pt nicht der Fall ist.
Wenn man dann noch auf Zeilenabstände verzichtet, sondern zur Übersichtlichkeit lieber die erste Zeile einrückt, spart man noch mal was.

1,5 cm pro Rand sind ausreichend, um das Buch gut lesen zu können. Nur unten sollte man 2 cm wegen der Seitenzahlen lassen.

Wenn ein neues Kapitel nicht gerade auf den letzten 5 Zeilen anfängt, nie eine neue Seite anfangen, sondern den Kapitelanfang mit zwei Leerzeilen auf der alten Seite einrücken.

Und dann auch mal überlegen, ob man nicht die eine oder andere Passage streichen kann. Ich weiß natürlich nicht, über was ihr geschrieben habt, aber es gibt immer die eine oder andere Idee innerhalb eines Textes, die man auch mit einer Zusammenfassung "überbrücken" kann.

Und schon hat man 280 oder 300 Seiten. Klar, der Verkaufspreis ist dann immer noch hoch, aber eben nicht mehr so extrem wie bei 560 Seiten.
Da man als bod-Autor die meisten seiner Leser eh persönlich kennt, kann man denen auch erklären, warum man ein größeren Format gewählt hat und worauf der hohe Preis resultiert. :D

LG Lilian
I'm running into the water to drown in your soul.

http://www.juli-selbstverlag.de.vu

Danny
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Re:

von Danny (10.06.2008, 13:15)
Ich hatte auch ähnlich viele Seiten. Dann habe ich alle Absätze rausgenommen (auch wenn es nicht die feine Englische ist, aber meine Leser haben es verschmerzt) und eine andere Schrift gewählt und kam auf 320 Seiten. Das konnte ich dann zu 19.95 Euro anbieten. Dabei kommt zwar nur eine Marge von unter 2 Euro bei BOD rum, aber das ist mir egal.
Vielleicht machst Du es wie ich und erstellst eine Page mit eigenem Webshop. Dann sind die Margen beim Direktverkauf höher und man kann mehr daran verdienen.
Sollten für Dich kaum Unterschiede zwischen BOD und Shaker liegen, würde ich Shaker aufgrund des sehr guten Services und der meist kürzeren Bearbeitungszeiten bevorzugen!

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Corvinus
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Re:

von Corvinus (10.06.2008, 14:19)
Na ja, genau dies ist aber der große Pferdefuß bei BOD. Der Preis... Schlicht und einfach zu viel. Selbst wenn man die Marge bis auf die Schmerzgrenze runterschraubt ( so auf 30 bis 50 Cent ) sind die Bücher einfach im Verkauf und in Hinblick auf die gebotene Qualität zu teuer.
Zahlreich sind die Dinge derer ich nicht bedarf...

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (10.06.2008, 14:41)
Hi, PrairieMoon.
Es gibt eine relativ einfache Rechnung, wie du auf den Verkaufspreis kommst:

Nimm die realen Druckkosten mal drei.

Nehmen wir an, dein Buch kostet in der Herstellung 10€. Dann kostet es im Verkauf 30€.

Du solltest folgendermaßen rechen:
30€
- Buchhandelsrabatt (30%-40%, BOD räumt immer min. 45% Rabatt ein) 12€
- Herstellung 10€
ergibt einen Gewinn von 8€. Eventuell musst du noch Versand u.ä. mit einberechnen. Und die MwSt musst du auch noch abziehen.

Gruß
Hakket

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