Autorensoftware

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hawepe
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Autorensoftware

von hawepe (10.07.2008, 10:14)
Hallo,

ich bin vorhin auf Storybook gestossen, eine Autorensoftware, mit der es leichter sein soll, den Ueberblick ueber Handlungsstraenge und Verknuepfungen zwischen Personen und Orten zu behalten.

Storybook ist ein Opensource-Programm, das es fuer Windows XP, Windows Vista und Linux gibt; eine Version fuer Mac OS X ist angekuendigt.

Ich habe es mal installiert, macht einen uebersichtlichen Eindruck. Da ich keine Romane schreibe, kann ich es ansonsten aber nicht beurteilen.

Herunterladen laesst es sich von storybook.intertec.ch.

Beste Gruesse,

Heinz.

LOFI

Re:

von LOFI (10.07.2008, 13:01)
Hinweis: benötigt Java 6.

Ich benutze seit jeher Scribblepapers. Freeware, schnell installiert und sehr übersichtlich, wenn es auch nicht speziell für soetwas konzipiert wurde.

LG

Lorenz

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hawepe
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Re:

von hawepe (10.07.2008, 13:17)
Kostenlos ist ebenfalls Celtx von http://www.celtx.com. Gibt es ausser fuer Windows und Linux auch fuer Mac OS X.

Celtx kann sehr viel mehr als Storybook, ist fuer mein Empfinden aber etwas weniger uebersichtlich.

Beste Gruesse,

Heinz.

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Peter Druffel
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Re:

von Peter Druffel (14.02.2009, 11:00)
Hallo,

ich probiere derzeit einige Programme aus. Bisher am meisten überzeugt hat mich die Kombination von Liquid Story Binder XE und Q10. Im Story Binder kann man seine Daten (gleich welcher Art, in-oder extern) gut organisieren. Per F1 kann man dann - aus Story Binder heraus - Q10 starten und schreiben. An Q10 gefällt mir besonders, dass man von nichts abgelenkt wird. Man sieht nur den Text an dem man arbeitet.

LG

Peter
"Ich achte die Bücher, wie auch das was sie nicht wissen" Taliesin

Meine Heimseite: www.peter-druffel.de

hwg
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Re:

von hwg (14.02.2009, 11:46)
Na bravo, jetzt gibt es nicht nur Lyrik-"Roboter" im Internet, sondern auch "Story-Schreibhelferlein". Wenn die ebenso "funktionieren" wie
manches PC-Rechtschreibprogramm... Schöne Aussichten! cheezygrin

Ein überzeugter PC- und Internet-Antitechniker! :lol:

Mac

Re:

von Mac (14.02.2009, 11:50)
Hallo

für das Gliedern, Brainstorming etc mit Unterstützung durch Bilder benutze ich mittlwerweile BOOKME ( http://www.dimega.com/ )

Da ich mittlerweile auch zu Linux tendiere, gibt es natürlich ein Problem, weil Bookme ein Windows-Programm ist, aber auch da kann man sich mit Wine, Crossover oder Sun´s Virtualbox behelfen und unter Linux Windows-Proggis betreiben.

Auf beiden Plattformen verfügbar ist FREEMIND, das auch grafisch wunderbar unterstützend bei der Ideenfindung und -gliederung ist.

Schreiben geht bei mir in OpenOffice, einem der nach meinem Dafürhalten besten Proggis auf diesem Planeten - aber all das ist nicht zuletzt auch ein bisschen Geschmacksache.

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Peter Druffel
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Re:

von Peter Druffel (14.02.2009, 15:35)
@hwg: Hier geht es doch nicht darum sich den kreativen Prozess abnehmen zu lassen! Es geht in diesem Thread um Software, die man nutzen kann um die diversen Daten eines Buchprojekts auf dem PC zu verwalten. :wink:
Wenn du hingegen lieber Papier stapelst ist dies doch auch vollkommen ok so und dir von Herzen gegönnt. :lol:

LG
Peter
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Dalma Lee
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Re:

von Dalma Lee (14.02.2009, 16:30)
Ich benutze derzeit Scrivener, werde mir aber Celtx mal anschauen, danke für die Infos thumbbup

AFV

Re:

von AFV (14.02.2009, 18:11)
Braucht man für alles immer eine Software?

Eine so genannte Autorensoftware ist nur dann als solche zu bezeichnen, wenn der Verleger das Thema vorgibt und die Software das Buch schreibt. Man spart den Autor ein + sein Honorar, kann den Verkaufspreis senken, und noch etwas daran verdienen... dozey:

Ich selbst schreibe dann wohl altmodisch, die Rohfassung handschriftlich auf einem DIN A5 Block, bevor es in den PC übertragen wird. Hat den Vorteil, gleichzeitig bei der Übertragung seinen Text zu überarbeiten, Sätze umstellen, anders formulieren etc.
Ist für mich immer noch die beste Methode und wird es auch bleiben.

book: Literarischen Gruß

Jens

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (14.02.2009, 19:16)
AFV hat geschrieben:
Eine so genannte Autorensoftware ist nur dann als solche zu bezeichnen, wenn der Verleger das Thema vorgibt und die Software das Buch schreibt.


"nur dann"... ??? book:

Nehmen wir mal an, du willst einen Roman schreiben - nichts Sensationelles, nichts Gigantisches. Nur so etwa 350 Seiten.

In diesem Roman treten etwa acht Hauptfiguren auf (vier Protagonisten, vier Antagonisten), dazu die gleiche Anzahl von Nebenfiguren. Es gibt eine Reihe von Orten, die für die Handlung entscheidend sind. Dann soll in den Roman eine Handvoll entscheidender Szenen erscheinen, die die Handlung in eine völlig neue Richtung lenken. Und es gibt jede Menge Überlegungen zum Theme "Ursache und Wirkung", also was muss geschehen, damit in Szene 12 die Hauptfigur vor die Wahl gestellt werden kann, entweder ein zutiefst persönliches Geheimnis zu lüften oder einen nicht gerade sympathischen Kollegen zu retten.

Und es gibt eine Sammlung von Dialogen und Sätzen, die irgendwie in dem Roman untergebracht werden sollen, und außerdem für die Handlung Bedeutung haben. Dazu kommen lokale und historische Recherchen.

Gewissensfrage an dich :wink: :
Wie behältst du bei diesem Informationswust die Übersicht, merkst dir die Abläufe, ordnest Ereignissen den einzelnen Szenen zu, beschreibst die Stärken und Schwächen deiner Romanfiguren - wenn nicht über Autorensoftware?

Bin gespannt wie ein Flitzbogen auf deine Antwort! :wink: cheezygrin book:

LG
Siegfried

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (14.02.2009, 19:26)
Hi Siggi cheezygrin
(Hast mich zwar nicht gefragt, aber ich misch mich mal ein cheezygrin )

Einfach "fließen" lassen?
Wenn ich mir Prots ausdenke, dann haben sie von Anfang an einen gewissen Charakter - ich "sehe" die Typen - ich "kenne" die Typen (und sie kennen mich und wissen, wo ich wohne :shock:: ). Und jede Handlung, jeder Dialog, der zu den Prots gehört oder gehören soll, passt dann, weil sie bereits existierende Individuen sind.
Ich glaube, ich könnte keine Dialoge vorschrieben, um sie dann später "unbedingt" mit einzubauen. Vieles ergibt sich einfach.

Aber ich muss dazu eh sagen, dass ich wenig plane. blink3 Ich schreibe eher nach dem Gefühl. Ich habe nur ein Grundgerüst und schau dann einfach, was so passiert. :shock:: Hat zwar den Nachteil, dass man viel überarbeiten muss, aber nichts ist so schön, als sich selbst zu überraschen ... (hab ich das geschrieben?) book:
Aber es hat ja so alles seine Vor- und Nachteile.

Wenn ich so ein Programm benützen würde (und es hat bestimmt irgendwie seine Vorzüge) würde ich mich so fühlen, als hätte ein PC das Buch geschrieben - zumindest zum Teil. (Klar, so zu denken ist Blödsinn - aber ich kann nix dafür angle: )

Gruß
Hakket

AFV

Re:

von AFV (14.02.2009, 19:36)
@Siegfried,

Im Kopf, und wenn ich was nicht mehr genau weiß, lese ich nach. Genau so wie man sich einen Weg merkt, also wozu so eine Software? Ich schreibe ja auch aus dem Kopf heraus.

Manchmal stellt sich die Frage, wo der ganze Softwarekram und andere technische Hilfsmittel noch hinführen soll. Die Menschheit verläßt sich zusehend immer mehr auf diese technischen Hilfsmittel, was Ausmaße annimmt, die bald nicht mehr zu erklären sind. Na und irgend ne Software wird uns das schon beantworten... :P

book: Literarischen Gruß

Jens

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (14.02.2009, 19:38)
Sagte nicht mal Didi Hildebrandt: "Computer wurden nur erfunden, um Probleme zu lösen, die es ohne Computer gar nicht geben würde?"

julia07
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Re:

von julia07 (14.02.2009, 19:43)
Siegfried hat geschrieben:
... Wie behältst du bei diesem Informationswust die Übersicht, merkst dir die Abläufe, ordnest Ereignissen den einzelnen Szenen zu, beschreibst die Stärken und Schwächen deiner Romanfiguren - wenn nicht über Autorensoftware?

Gegenfrage:
Wie haben das wohl Hemingway, Mark Twain oder John Steinbeck gemacht? cheezygrin
So eine Weichware mag ja ganz nützlich sein, aber ohne sollte es eigentlich auch gehen, meinst Du nicht? :wink:

LG,
Julia

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Peter74
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Re:

von Peter74 (14.02.2009, 20:04)
Ich selbst schreibe dann wohl altmodisch, die Rohfassung handschriftlich auf einem DIN A5 Block, bevor es in den PC übertragen wird. Hat den Vorteil, gleichzeitig bei der Übertragung seinen Text zu überarbeiten, Sätze umstellen, anders formulieren etc.
Ist für mich immer noch die beste Methode und wird es auch bleiben.

Genauso schreibe ich auch und werde es wohl auch in Zukunft tun. Allerdings schreibe ich keine Romane. Ich denke schon, dass Autorensoftware dabei helfen kann, die Übersicht zu behalten, gerade bei großen Romanen mit vielen Figuren und Orten.

Dennoch, letzten Endes entspringt alles Geschriebene, ob aus einer Software heraus oder vom Papier, dem Kopf des Verfassers und eine langweilige Geschichte ohne Ideen kann wohl auch die beste Software nicht verbessern.

Also, ich wünsche jedem Schreiber viel Erfolg beim Schreiben seiner Texte, auf welche Art auch immer.

Liebe Grüße,
Peter

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