Die "Neue" hat ganz viele Fragen

Euer Forum für Diskussionen zum Thema Self-Publishing und Buchveröffentlichung.


Benutzeravatar
Kara
Beiträge: 8
Registriert: 15.07.2008, 11:57
Wohnort: Sauerland

Die "Neue" hat ganz viele Fragen

von Kara (16.07.2008, 09:58)
Hallo erstmal, ich bin die Neue und stelle mich mal kurz vor:

38 Jahre, kinderlos (da selbst nie richtig erwachsen geworden),
Beamtin (nein, NICHT das Finanzamt, es gibt doch interessanteres),
zuvor 12 Jahre Industriekauffrau gewesen,
einige Jahre nebenbei für eine Tageszeitung gearbeitet (abends die Artikel geschrieben und morgens die Dinger auch noch rumgebracht),
lebe in einem 75-Einwohner-Dörfchen,
3 Pferde, die sich mit der Zeit so angesammelt haben.

Ich bin bei der Suche nach Antworten auf dieses Forum gestoßen.
Auch ich habe die (wie ich sehe, nicht neue) Idee, Passagen aus meinem Leben in einer Geschichte zu verarbeiten (war ja doch nicht uninteressant, nur ob das reicht?)
Nein, es wird keine Biographie á la Bohlen, der Schwerpunkt liegt eher darauf, wie ich an meine drei Racker gekommen bin und eben das Leben dazwischen.
Nun habe ich aber so meine Probleme.
Artikel für eine Zeitung schreiben, schön und gut. Man hat dort seinen Termin, sein Thema, seine Fotos und darf loslegen.
Aber ein Buch?
Beim Schreiben treten plötzlich so viele Fragen auf, vielleicht könnt und wollt ihr mir etwas dabei helfen *ganzliebguck* angle: ?
Ich habe mich in dem Forum auch schon umgesehen, vielleicht hilft ja auch einfach nur ein Verweis wie „guck doch mal da…“, weil ich das nicht sofort gefunden habe.


Also:
Wie mache ich das mit den Örtlichkeiten?
Ich möchte nicht die „Originalschauplätze“ nehmen, um noch lebende und eine gestorbenen Person/en nicht sofort erkennbar zu machen.
Erfindet Ihr Orte? Oder verlegt Ihr die Geschichten dann einfach in andere, reale Orte?
Ich berichte nicht über Dramen, oder verunglimpfe Personen. Trotzdem möchte ich, wenn möglich, unter einem Pseudonym veröffentlichen (WENN es denn doch dazu käme)

In welchem Stil schreibt Ihr?
Darf man in der „Ich“-Form schreiben, oder ist das verpönt?

Wenn das Werk dann doch mal ganz fertig ist, wie findet man den geeigneten, seriösen Verlag, und wie kontaktiert man ihn dann richtig? Nicht jeder Verlag veröffentlicht ja jedes Thema.
Was muss man beim Einsenden beachten? Kann man unbekümmert überall sein ganzes Werk einsenden, oder doch besser erst einmal nur einige Teile?
Ich halte mein (noch nicht ganz fertiges) Werk zwar nicht für besonders plagiats-würdig, aber wie kann man verhindern, daß Ideen davon abgeguckt und von anderen Autoren, die halt schon „einen Namen“ haben, verwendet werden? Darüber habe ich schon etwas in eurem Forum gefunden, ist es euch schon einmal passiert?

Welche Kosten kommen da auf mich zu, oder gibt es sogar Honorar?
(Darüber habe ich auch schon etwas in eurem Forum gelesen, da gibt es ja ganz Unterschiedliche Meinungen zu)

Entschuldigt bitte diesen Überfall, kaum angemeldet und schon nervig.
Es waren eigentlich noch viel mehr Fragen, aber viele davon konnte ich mir selbst schon beim Stöbern in eurem Forum beantworten. Ich finde das klasse hier!


Liebe Grüße aus dem Sauerland
Kara
Zuletzt geändert von Kara am 16.07.2008, 11:18, insgesamt 1-mal geändert.

LOFI

Re:

von LOFI (16.07.2008, 10:05)
Hallo Kara, willkommen im Pool.

lass es dir gutgehen hier.

Schnell mal zu deinen Fragen:

Örtlichkeiten: Ich benutze grundsätzlich nur solche, die ich kenne, in meinen Romanen, denn sonst kann es unglaubwürdig werden oder peinlich. Kommt aber auf die Wichtigkeit der Örtlichkeit an. Wenn deine Geschichte in Stockholm spielt, und das nur nebenbei für die Handlung wichtig ist, macht es nichts, wenn du noch nie da warst.

Ich schreibe immer im Ich-Erzählstil, allerdings vor allem, weil ich eine eigene sehr enge Identifikation mit meinen Figuren habe.

Verlage zu finden, ist schwer. Das vorweg. Pass auf, dass du an keinen Druckkostenzuschussverlag gerätst. Ansonsten ist BOD immer eine Alternative
www.bod.de

Soviel erstmal

LG
Lorenz

LOFI

Re:

von LOFI (16.07.2008, 10:07)
PS: Du nervst natürlich nicht damit, denn von solchen Leuten wie dir und uns nährt sich ja das Forum, gell? cheezygrin

Nochn PS: Pseudonym ist bei BOD kein Problem.

Benutzeravatar
Kara
Beiträge: 8
Registriert: 15.07.2008, 11:57
Wohnort: Sauerland

Re:

von Kara (16.07.2008, 10:38)
:lol: Vielen Dank, auch für die liebe Begrüßung! thumbbup

Mein Problem ist halt zum Beispiel, daß sich vieles an realen Reitställen abgespielt hat, private wie auch Reitvereine.
Darf man das einfach nennen? book:
Wie umschreibt man das? Oder nennt man dann einfach andere Namen?
Oder verlege ich das ganze einfach in andere Orte und andere Vereine?
:roll:
Das ist mein Problem......
Auch wenn es wirklich nur harmlose, zum Teil lustige, aber auch traurige Erzählungen mit anderen Namen sind und niemand angegriffen wird, könnte sich jemand davon auf den Schlips getreten fühlen??
:?
Ein Teil davon spielt sich z.Bsp. am Reitstall in unserem kleinen Dorf ab, hier gibt es nun einmal nur *einen* Reitstall...
:(

l.G.
Kara

LOFI

Re:

von LOFI (16.07.2008, 10:54)
Hi Kara,

also ich bin da ja eher zwanghafter Natur und sichere mich gerne ab, wenn es um Nennungen geht, auch wenn andere das lockerer sehen. Solange du niemanden verunglimpfst und andere Namen benutzt, dürfte die Nennung der Lokalität aber kein Problem sein. Aber vielleicht kannst du einfach den Reitstallbesitzer fragen. Der wird doch nix dagegen haben. Ich würde aber die Namen ändern, das auf jeden Fall.

LG

Lorenz

Benutzeravatar
Kara
Beiträge: 8
Registriert: 15.07.2008, 11:57
Wohnort: Sauerland

Re:

von Kara (16.07.2008, 11:05)
Kannst du aus Erfahrungen berichten, wie die Reaktionen sind, wenn jemand meint, sich in einem Buch vage oder ansatzweise wieder zu erkennen? (auch wenn er dabei positiv, lustig -nicht lächerlich-, oder neutral geschildert wurde) cool1

Wie wirst du damit angesprochen?

l.G.
Kara

Benutzeravatar
Bärentante
Beiträge: 1778
Registriert: 30.05.2007, 10:36
Wohnort: bei Frankfurt/M.

Re:

von Bärentante (16.07.2008, 11:19)
Ich habe in meinem Buch, einem Reisebericht, die Namen der realen Teilnehmer selbstverständlich geändert, auch keine Herkunftsorte genannt. Nachdem ich sie über die Veröffentlichung informiert hatte, haben alle sofort ein Buch gekauft, waren begeistert (auch über ihre "neuen" Namen) und haben für die Familie und Bekannte weitere Exemplare geordert, die sie verschenken wollten.
Liebe Grüße
Christel

Benutzeravatar
chiquitita
Beiträge: 1008
Registriert: 21.09.2007, 14:07
Wohnort: Bayern

Re:

von chiquitita (16.07.2008, 11:24)
Hallo, willkommen Kara,
ich habe in meinem Buch die Orte so belassen, die Personen der Handlung, die ich nicht befragen konnte, umbenannt und die, die ich fragen konnte und die nichts dagegen hatten (im Gegenteil sie freuten sich sogar, dass sie in dem Buch erwähnt werden) habe ich beim Realnamen genannt.
Gruß chiquitita

Benutzeravatar
Kara
Beiträge: 8
Registriert: 15.07.2008, 11:57
Wohnort: Sauerland

Re:

von Kara (16.07.2008, 11:39)
Es ist schön, wenn das so positiv aufgenommen wird!
cheezygrin
Wenn ich z.Bsp. von unserem Reitstall hier berichte, und den Reitstall-Besitzer Müller/Meyer/Schulz nenne, weiß jedoch sofort jeder, wer wirklich gemeint ist, da hier leider jeder jeden kennt.
Wie gesagt, es *gibt* hier nur einen Reitstall.
Aber da ich ja nichts negatives darüber schreibe (schreiben kann, da alles wirklich toll), hoffe ich auf die gleiche Reaktionen wie in deinem Fall...

Ich bin da in diesen Dingen noch so unerfahren und voller Skrupel (*feigebin*):cry:
Bei meinen Zeitungsberichten freuten die sich immer, wenn die darin erwähnt wurden...aber sowas ist halt etwas anderes... :shock::

Ich würde ihn gerne fragen, ob er was dagegen hat, nur was mache ich, wenn er es *nicht* möchte?
Oder soll ich ihm vorher alles zum Lesen geben (würde eh seine Frau oder seine Tochter lesen, denn er selbst hätte garantiert nie Zeit für sowas = wie Kimble, immer auf der Flucht und unterwegs)

l.G.
Kara

M-F Hakket
Beiträge: 1580
Registriert: 20.08.2009, 13:37

Re:

von M-F Hakket (16.07.2008, 11:53)
Hi Kara und willkommen!

Nimm einfach die Orte, über die du schreiben willst, und gib ihnen andere Namen. Kein Mensch merkt das. Es gibt genügend Örtchen mit nur ein paar Einwohnern (und ich meine jetzt nicht die stillen Örtchen cheezygrin ), und gerade diese sind meistens besonders "eigen". Oftmals sind sie sogar so speziell, dass der Leser gar nicht darauf kommen würde, dass es sie tatsächlich gibt.
Übertreib halt hier und da ein bisschen, karikiere ein wenig, und schon passt das.

Wenn du existente Personen namentlich erwähnen willst, solltest du sie fragen. Allerdings könnte das alles ziemlich aufwändig werden. Also einfacher ist es, wenn du die Orte, die du kennst, nur als Inspiration benutzt. Außerdem lässt du dir dann noch ein paar Freiheiten, und die können schon mal ganz witzig sein. cheezygrin

Du darfst auch in der "Ich-Form" schreiben. Meine Erlaubnis hast du. cheezygrin

Verlag finden ... ich bin jetzt mal knallhart ehrlich (und diese Antwort bezieht sich NUR auf die Frage bezüglich "Verlag finden"). Du wirst mit 99,999%iger Sicherheit kein Glück haben. Das liegt jetzt nicht an der literarischen Qualität, die du ablieferst (ich vermute jetzt einfach mal, dass du sie hast), sonder eher am Thema.
Überlege dir selber, wie viele potenzielle Leser ein Buch mit diesem Inhalt kaufen würden. Sicherlich würde es ein paar geben, aber um nur ein paar geht es den Verlagen nicht. Die wollen/müssen mehrere tausend Bücher verkaufen, und da wird es einfach schwierig.
Überleg dir mal, ob du nicht eventuell aus der Geschichte, die du vorhast, etwas blink3 ... "spannendes" ...? ... machen kannst. Mach einen Krimi draus, einen Verschwörungsthriller (irgendwas mit Atomenergie vs. Erneuerbarer - ist im Moment ein gefragtes Thema) oder ähnliches.

Klingt jetzt nicht nett, aber du wirst mit dem Thema (Die Lebensgeschichte von Frau D.) nichts erreichen. Oder du produzierst selbst. Wie das geht, da werden dir hier genug Autoren Tipps geben können.

Gruß
Hakket

Benutzeravatar
Zoba
Beiträge: 1309
Registriert: 23.11.2007, 18:15
Wohnort: Süden

Re:

von Zoba (16.07.2008, 11:57)
Hi,

es gibt keinen echten Grund, warum man - außer es handelt sich um eine Reportage oder Dokumentation - einen Reitstall und ein Dorf nicht erfinden können sollte. Vermeiden sollte man dies nur, wenn dadurch etwas unglaubwürdig klingt.

Zum (sehr bekannten) Beispiel:

Little Whinging, Harry Potters Heimatstadt, ist fiktiv und liegt in Surrey. Kein Problem und sicher auch gut so, denn gäbe es diesen Ort, würde er heutzutage wohl von Touristen totgetrampelt.

Die Charing Cross Road in London gibts natürlich, die ist bereits Touri-Magnet, und es wäre wohl etwas unglaubwürdig gewesen, eine fiktive Straße in London zu benutzen, ausser der Diagon Alley.

Ebenfalls sehr bekanntes Beispiel:

Dick Francis läßt seine Krimis im Rennpferdemilieu allesamt in echten Dörfern und Städten spielen, die mit dem Rennsport zu tun haben. Seine Beschreibungen sind sehr korrekt, dennoch sind die Ställe, die er beschreibt nie genau eingenordet, so daß man weiß, daß es sie nicht gibt.

Beide Autoren benutzen ergo eine ganz einfache Methode, die Gefahr des Sich-möglicherweise-Erkennens zu vermeiden.

Auch bekannte Tatsache aus US-TV und Filmen - werden Telefonnummern genannt, dann fangen diese stets mit 555 an. Alle US-Telefongesellschaften vergeben keine Nummern mit 555 am Anfang, um den Kunstschaffenden eine Möglichkeit zu bieten, eine konkrete Nummer zu nennen, ohne daß hinterher irgendein armer Hansel von Millionen angerufen wird, um zu schauen, ob die Nummer stimmt.

Man kann also ohne Weiteres die eigene Kenntnis über sein Dorf und den dortigen Reitstall nutzen, aber die Beschreibung einfach so ändern und ins Fiktive verschieben, daß sich niemand wiedererkennt. Sicherheitshalber würde ich in deinem Fall dann einfach das fiktive Dorf ein bischen vergrößern und vielleicht einen zweiten Stall einbauen, so daß niemand auf die Idee kommt, du beschreibst Heimatort und -stall.
Gruß,

Zoba

-----------
"In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat." - Carl von Ossietzky

Benutzeravatar
Kara
Beiträge: 8
Registriert: 15.07.2008, 11:57
Wohnort: Sauerland

Re:

von Kara (16.07.2008, 12:25)
Ihr bringt mich langsam auf den richtigen Weg...und die einfachsten Dinge fallen mir natürlich nicht ein.
Da bei uns im Kreis viele Orte z.Bsp. mit "ingsen" enden, könnte ich ja evtl. einen glaubhaften Ortnamen "erfinden", jedoch mit der Beschreibung einer Örtlichkeit, die ich auch kenne ??
In jedem unserer kleinen Käffer (sorry) gibt es mindestens einen Reitstall, einige Orte haben mehr Pferde als Einwohner.
Bestimmt würden nur die "Hardcore-Insider" dann gerade "unseren" Reitstall erkennen.
Die größeren Reitvereine und Orte könnte ich ja vielleicht doch beim Namen nennen. Erstens sind die Schilderungen davon schon fast 20 Jahre alt und ausserdem laufen dort hunderte Mitglieder rum, neben vielen Karteileichen jedoch bestimmt noch kaum jemand, der sich an mich erinnern würde. cool1

@hakket

Klingt jetzt nicht nett, aber du wirst mit dem Thema (Die Lebensgeschichte von Frau D.) nichts erreichen.


cheezygrin
Ich hab schon (Pferde-)bücher gelesen, die waren bedeutend langweiliger als mein Leben...
Ne, aber im Ernst, ich mach mir da auch nicht gerade sooo große Hoffnung, daß sich die Verlage gerade auf *mein* Manuskript stürzen...

Werde bestimmt die Alternative aufgreifen (sofern mein Kontostand das zulässt) :(

Merci!
Kara
Zuletzt geändert von Kara am 16.07.2008, 12:26, insgesamt 1-mal geändert.

Kolan

Re:

von Kolan (16.07.2008, 12:25)
Hallo Kara!

Ich habe auch vor einer Weile die Rohfassung meines letzten Manuskripts abgeschlossen. Es handelt sich dabei um einen Krimi, der in einer Werbeagentur spielt, und zum Teil durchaus autobiographisch ist. Naja, bis auf den Mord eben. :wink:

Die vorkommenden Personen gibt es grundsätzlich eigentlich schon - sie sind allerdings stark überzeichnet. Es ist also fraglich, ob sie sich wirklich wiedererkennen würden. Die Namen habe ich für die "Arbeitsversion" noch gelassen, ich werde sie aber auf jeden Fall noch "vorsichtshalber" abändern. Nicht, daß sich da womöglich noch jemand auf den Schlips getreten fühlt - was eben auch gar nicht beabsichtigt wäre.
Bei den Orten sehe ich da kein Problem, nur die Werbeagentur wird natürlich auch noch einen anderen Firmennamen verpaßt bekommen.

Gegen den Ich-Erzähler spricht doch eigentlich auch nichts - wenn's paßt. Ist doch ein beliebtes Stilmittel. Ich selbst habe den Krimi z.B. absichtlich in der Form geschrieben, um u.a. die "leicht schrullige" Sichtweise der Hauptperson auf das Geschehen in der Agentur besser darzustellen zu können und ihre Verwirrung, denn sie ist nun wirklich alles andere als die geborene Detektivin... Der Leser ist eben so näher an der Hauptfigur dran.

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Schreiben!

VLG
Stefanie

Benutzeravatar
Siegfried
Beiträge: 5861
Registriert: 09.07.2008, 01:14
Wohnort: e-mail: dbs@digibuchservice.de

Re:

von Siegfried (16.07.2008, 12:38)
Kolan hat geschrieben:
Gegen den Ich-Erzähler spricht doch eigentlich auch nichts - wenn's paßt. Ist doch ein beliebtes Stilmittel. Ich selbst habe den Krimi z.B. absichtlich in der Form geschrieben, um u.a. die "leicht schrullige" Sichtweise der Hauptperson auf das Geschehen in der Agentur besser darzustellen zu können und ihre Verwirrung, denn sie ist nun wirklich alles andere als die geborene Detektivin... Der Leser ist eben so näher an der Hauptfigur dran.


Grundsätzlich ist das, was du zum Ich-Erzähler schreibst, richtig. Nur muss man bei der Gestaltung des Textes aufpassen, nicht Dinge zu erzählen, die sich dem Ich-Erzähler nicht erschließen - weil der Ich-Erzähler bei bestimmten Ereignissen nicht zugegen ist bzw. ein Ich-Erzähler nicht in das Innere eines anderen Menschen blicken kann.

Ich habe mal so einen Roman gelesen ("Assassini" von Thomas Gifford), wo mich die Wechsel zwischen Ich-Erzähler und personaler Erzählweise immer wieder aus der Handlung geworfen haben.

Aber letztlich muss jeder Autor selbst entscheiden, welchen Erzählstil er wählt. Man sollte nur die damit verbundenen Vor- und Nachteile und Gefahren kennen.

Grüße
Siegfried

Benutzeravatar
Kara
Beiträge: 8
Registriert: 15.07.2008, 11:57
Wohnort: Sauerland

Re:

von Kara (16.07.2008, 12:38)
Hallo Stefanie!
Genau das mach ich auch gerade! :lol:
In meinem jetzigen Text stehen noch die Original-Namen, damit ich mich nicht verheddere. Es fällt mir einfach dann viel leichter. Später werden die dann durch andere Namen (die ich bereits fest gelegt habe) ersetzt.
:wink:

l.G.
Kara

Zurück zu „Self-Publishing“


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Über BoD

BoD™ ist die führende deutsche Self-Publishing-Plattform. Seit mehr als 20 Jahren sind wir die Anlaufstelle für das einfache, schnelle und verlagsunabhängige Veröffentlichen von Büchern und E-Books. Bereits mehr als 40.000 Autoren haben sich mit uns den Traum vom eigenen Buch erfüllt.