Meinungen zu meinem neuen Projekt "Cats"

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Maya

Meinungen zu meinem neuen Projekt "Cats"

von Maya (16.07.2008, 14:16)
Hallo alle zusammen!

Nachdem ich gerade ein Projekt abgeschlossen habe, bin ich jetzt schon ganz eifrig an einer neuen Story dran.
Aber ich bin etwas unglücklich bzw. unschlüssig mit meinem Anfang - den find ich sowieso immer am schwersten... :?

Darum würde ich gern eure Meinung dazu hören:

- - -

Die Nacht war nahezu perfekt. Ein sternenklarer Himmel, das würzige Aroma des Waldes in der lauen Sommernachtsluft und wenn man ganz still war konnte man die Grillen zirpen hören. Der Mond stand beinah voll am dunklen Firmament und tauchte alles in ein kühles silbernes Licht. Bis auf die Geräusche der Nacht war nichts zu hören. Kein Straßenlärm, kein unverständliches Stimmengewirr, kein penetranter Klingelton, kein landendes Flugzeug. Einfach nichts. Nur Nacht, nur vollkommene Natur.
Vorsichtig stupste Nora ihre Enkelin am Arm. Diese hatte noch immer die Augen geschlossen und den Kopf an die Nackenstütze ihres Wagens gelehnt. Hätte Nora es nicht besser gewusst, sie hätte gesagt, dass sie schläft. Aber sie lauschte. Lauschte durch die weit geöffneten Fenster hinaus in die dunkle Nacht. Aber sie konnten nicht ewig hier im Auto sitzen blieben.
Behutsam legte Nora ihre Hand auf den Oberschenkel ihrer Enkelin und sagte leise: „Luna, wir sollten langsam gehen. Die anderen warten sicher schon auf uns.“ Mit einem missmutigen Grum-meln tief aus Talunas Kehle öffnete diese ein Auge und sah die alte Frau neben sich an. „Ich weiß…“ Kritisch sah Nora ihre Enkelin an. „Ich werde nicht den ganzen Abend hier verbringen. Ich habe mich schließlich nicht umsonst in diesen Fetzen gekleidet.“ Mit unglücklichem Gesicht deutete Nora auf das cremfarbene Tuch, das sie im Nacken geknotet hatte und das ihr wie ein weites Kleid um den etwas hageren Körper lag. Für ihr Alter war sie noch sehr aktiv und gesund – schließlich konnte das nicht jeder von sich behauten, der fünfundsechzig war. Aber Nora war ja auch nicht wie andere.
Seufzend zog Taluna ihren Schlüssel aus der Zündung und schnappte sich ihre Handtasche, die sie hinter dem Fahrersitz deponiert hatte. „Ist schon gut. Gehen wir.“ Während sie ausstiegen, fluchte Nora ausgelassen über das Tuch, das ihren Körper umgab. „Stell dich nicht an Nonna, ich bin auch nicht besser dran als du.“, erwiderte Taluna auf die Triade ihrer Großmutter und deutete auf sich. Auch ihr Körper war mit dem im Nacken gebundenen langen Tuch aus cremfarbenem Stoff umhüllt. Das schlichte Gewebe reichte ihr bis knapp über die Knie. An ihren Füßen trug sie – wie Nora – aus Bast geflochtene Flip-Flops.
„Ach, es ist doch wahr. Wenn es eine andere Möglichkeit geben würde, würde keiner mehr mit diesen überdimensionalen Badetüchern herumlaufen.“, schimpfte Nora und ging um den Wagen herum zu Taluna. Diese lächelte nur milde und gab ihrer Oma einen Kuss auf die leicht faltige Wange. „Ja, ich weiß. Vielleicht entwirft mal jemand was Neues, das denselben Zweck erfüllt.“
Gemeinsam gingen sie über den schmalen, mit feinem Schotter bedeckten Weg zwischen den Parkplätzen zu einem großen Gebäude, das gleich am Waldrand stand. Eine Seite des flachen, aber ausladenden Bauwerks war vollkommen verglast und die beiden Frauen konnten die vielen Leute sehen, die sich in der großen Halle befanden. In kleinen Grüppchen standen sie zusammen, lachten und redeten, mit Getränken in den Händen.
„Kathlen ist sicher schon da.“, bemerkte Nora, als sie die große Eingangstür erreichten. „Ja, sie ist immer so furchtbar pünktlich. Ich bin gespannt, ob sie Gabi auch mitgebracht hat.“ Beide nickten dem Mann, der ihnen die Tür aufhielt, zu und betraten den kleinen Vorraum. Nora machte eine wegwerfende Handbewegung, als sie zusammen mit Taluna an der Garderobe angekommen war. „Ich glaube nicht, dass sich das Mädchen dazu durchringen konnte. Die meisten anderen fühlen sich in unserer Gesellschaft noch immer etwas unwohl.“ Taluna nickte, während sie ihre Handtasche an einen der Hacken hängte. „Ich weiß. Trotzdem weiß sie hoffentlich, dass wir sie gerne einladen.“
Nora lächelte ihre Enkelin an und gemeinsam gingen sie auf die geöffneten Türen der großen Halle zu. Alle Frauen trugen – ebenso wie Taluna und Nora – die großen Tücher als Kleid geknotet, während die Männer sich die naturweißen Laken als eine Art Lendenschutz um die Hüften geschlungen hatten. Zwischen den Erwachsenen rannten spielende Kinder in jedem Alter umher. Die Gruppen der Jugendlichen lungerten am anderen Ende der Halle.
An der getäfelten Wand des großen Raums stand eine lange Reihe von Tischen, die das Büffet darstellten. Es gab verschiedene Vorspeiseplatten, Fingerfood und eine große Auswahl an Getränken. Viele hatten sich schon bedient und knabberten an den Leckereien, während sie sich in kleinen Grüppchen unterhielten. Der Gemeindesaal war erfüllt von ihren Stimmen.
Taluna und Nora waren keinen Meter weit gekommen, als eine zierliche kleine Frau auf sie zugerannt kam. Stürmisch umarmte sie Taluna und drückte ihr übermütig einen Kuss auf die Wange. „Ich freue mich auch dich zu sehen Kathy.“, lachte Taluna, als sie sich von dem Schreck erholt hatte. „Luna, ich bin ja so stolz auf dich! Haben deine Kollegen den Artikel auch schon gelesen?“ Grinsend nickte Taluna und löste sich sanft aus der festen Umarmung ihrer Freundin. Zwinkernd entfernte sich Nora und ging zu einer Gruppe Frauen in ihrem Alter, die schwatzend einige Meter entfernt standen.
Kathy bekam von dem nichts mit, da sie noch immer gebannt auf Talunas Antwort wartete. Diese ließ sich absichtlich etwas Zeit. „Hmm… Welchen Artikel meinst du denn? Und welche Zeitschrift überhaupt?“ Sie hatte es beinah kommen sehen, als Kathlen ihr mit der Faust auf den Arm boxte. „Dummes Huhn, du weißt ganz genau von was ich rede!“ „Ich wollte dich doch nur ärgern. Natürlich weiß ich was du meinst. Und ja, alle waren begeistert von der Reportage. Mein Chef erzählt es jedem, der ihm über den Weg läuft.
Kathy grinste von einem Ohr zum anderen. „Natürlich, darauf kann man auch stolz sein. Nicht jeder Fotograf bei eurer oder einer anderen Zeitung kann sich mit so einem Preis schmücken.“ Dankbar lächelte Taluna Kathy an und hob gerade den Kopf, als ein großer breitschultriger Mann auf sie zukam. „Hallo Luna. Schön dich zu sehen.“, brummte seine tiefe Stimme und er lächelte Taluna freundlich an. „Hallo Tyson. Ich darf raten: Glori ist nicht mitgekommen?“ Ty zuckte mit der Schulter und trank einen Schluck aus seinem Glas. Kathy antwortete für ihn: „Ja. Ich glaube, sie kommt auch nie. Sie meint es nicht böse, aber sie fühlt sich während dieser Veranstaltungen nicht wohl bei uns.“
Traurig nickte Taluna. Irgendwie hatte sie doch gehofft, dass Kathys Kollegin sich dieses Mal durchgerungen hatte. Gerade als sie den Mund aufmachen wollte, um etwas dazu zusagen, ertönte das helle Klirren von Glas. Alle Blicke wanderten an die Glasfront der Halle, wo der Vorsitzende ihrer hiesigen Gemeinde mit dem Löffel an sein Glas schlug. Richard wartete, bis alle Gespräche verstummt waren, ehe er mit lauter Stimme verkündete: „Guten Abend alle zusammen.“ Seine dunkelbraunen Augen wanderten über die Anwesenden. „Da jetzt so gut wie alle eingetroffen sind, können wir dieses Treffen offiziell beginnen.“
Ein beinah aufgeregtes Murmeln ging durch die Leute und Richard musste eine Hand heben, damit wieder Ruhe einkehrte. Die Anspannung war beinah mit Händen zu greifen. Allen warte-ten gespannt auf die traditionellen Worte, die Richard zu Beginn sprechen würde. „Wir sind die Nairi, wir sind die mit den drei Gesichtern.“ Im Kanon antworteten die Anwesenden Richard. Wieder allein sprach er weiter: „Heute werden wir unser zweites Gesicht zeigen.“ Gemeinsam, in einem vielstimmigen Chor antworteten alle: „Wir sind die Nairi.“
Taluna lies diesen imaginären Muskel in ihrem Inneren los und fühlte sogleich, wie sich ihr Körper veränderte. In wellenartigen Bewegungen breitete sich über ihre gesamte Haut dichtes, schwarzes Fell aus. Sie fühlte, wie ihre Hände sich veränderten – wie die Nägel länger wurden und Krallen formten. Sie konnte spüren, wie sich die Zähne in ihrem Kiefer neu anordneten, wuchsen oder sich zurückbildeten. Ihre Nase zog sich etwas zurück und wandelte sich. Gleichzeitig nahm sie wahr, wie sich ihre Ohren verformten, an ihrem Kopf ein Stück hinaufwanderten. Und wie sich das verkümmerte Ende ihrer Wirbelsäule nicht ganz schmerzfrei verlängerte und zu einem beweglichen Schwanz ausbildete.
Nach wenigen Augenblicken war die Wandlung abgeschlossen. Als sich Taluna umsah, entdeckte sie, dass auch alle anderen sich verändert hatten. Alle hatten diesen unsichtbaren Muskel ent-spannt und waren in ihre Urform zurückgekehrt. Noch einige Herzschläge war es still, ehe Ri-chard wieder seinen Arm hob und sich Aufmerksamkeit verschaffte. Allerdings war dieser Arm nicht länger nackt – ebenso wie seine blanke Brust. Alles war von einem schokoladenbraunen Fell überzogen und hinter ihm sah man eine lange Rute leicht wedeln. Seine spitzen Ohren waren nach vorn gerichtet. „Wir sind die Nairi.“, sprach er und alle wiederholten es. „Wir sind die Nai-ri.“ Das Treffen der Gestaltwandler hatte feierlich begonnen.

- - -

Ich weiß, der Text ist ein bisschen lang, aber trotzdem bedanke ich mich schonmal herzlich für eure Hilfe und die Zeit, die ihr euch nehmt. cheezygrin

Liebe Grüße
Maya

hwg
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Re:

von hwg (16.07.2008, 14:26)
Hallo Maya!

Mein Rat: streichen, streichen, streichen!

Nur einige Beispiele (bereits gekürzt): Eine perfekte Nacht. Sternenklarer Himmel,die würzige Sommernachtsluft des Waldes, das Grillen der Zirpen und ein beinahe voller Mond. Kein Stimmengewirr, kein Klingelton - einfach nichts.

Und in diesem Sinn fortfahren.

Die unnötigen Füllwörter erschweren bloß den Lesefluss. Wo soll den der Mond sonst stehen als am Firmament? Deshalb übliche Floskeln so gut es geht vermeiden.

Gruß Hans

Maya

Re:

von Maya (16.07.2008, 14:41)
Hallo Hans,

vielen Dank für den Tip! cheezygrin
Werd es berücksichtigen und alles nochmal überarbeiten.

Gruß
Maya

Gerhard
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Re:

von Gerhard (16.07.2008, 15:28)
Hallo Maya,

an diesem Beispiel sieht man mal wieder, wie unterschiedlich Menschen Texte betrachten, denn ich stimmt hier mit Hans eigentlich gar nicht überein. Klar hat er recht, wenn es eine Reportage werden soll, aber bei einem Roman oder einer Erzählung finde ich diese "bösen, bösen" Füllwörter sogar wichtig.

Sternenklarer Himmel, die würzige Sommernachtsluft des Waldes - erzeugt bei mir ein bestimmtes Bild der Nacht. Und ein Wald riecht nun mal anders im Sommer nach einem Regen als in einer eiskalten Winternacht. Aber sowas kennen wahrscheinlich nur noch die extremen Romantiker zu denen ich wahrscheinlich gehöre. :D

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Wo soll den der Mond sonst stehen als am Firmament?


Im Original steht da "Der Mond stand beinah voll am dunklen Firmament" und bei Vollmond ist das Bild der Nacht nun mal anders als bei Neumond. Und bei diesem Satz ging es nicht darum, wo der Mond steht, sondern dass es Vollmond war.

Und auch die anderen Teile erzeugen bei mir mehr Lust zu lesen, als wenn der Text ohne diese "bösen" Adjektive geschrieben wäre. Aber um diese Adjektive gab es hier auch schon mal einen Thread mit unterschiedlichen Meinungen.

Ich finde solche Beschreibungen wichtig und lese sie gerne. Und es stört meinen Lesefluß in keinster Weise. Im Gegenteil, erst dadurch tauche ich ganz in die Geschichte ein.

Du siehst Maya, Romane schreiben für alle ist gar nicht so einfach :wink:
Herzliche Grüße
Gerhard

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Die Welt ist anders, als sie uns erscheint. "Auf der Suche nach der Realität" , ISBN 978-3833493294

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hwg
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Re:

von hwg (16.07.2008, 15:43)
Guten Tag Gerhard!

Manche als Romane angedachten Texte lassen sich oft auch in eine lesenswerte Kurzgeschichte verwandeln. :lol:

Glücklicher Weise gibt es bei den Lesern unterschiedliche Sprachempfindungen.

Meine "Faustregel", der ich aber auch nicht immer ganz treu bleibe, lautet: Kein Satz mit mehr als zwölf Wörtern, wenige (für mich
nebensächliche) Erklärungen über Landschaften, Wetter und banale Begleitumstände, dafür viele Dialoge und ein möglichst oft vorkommender Spannungsbogen.

Deine Ansicht bezüglich des Textes respektiere ich selbstverständlich,
als Lektor würde dieser Anfang (eines Romans) bei mir jedoch nicht "durchgehen".

Kollegialen Gruß!
Hans

Gerhard
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Re:

von Gerhard (16.07.2008, 16:19)
Hallo Hans,

das ist auch wieder mal ein gutes Beispiel, welche Macht Lektoren eigentlich haben. Tausende Menschen könnten solche Texte mögen, aber wenn es der Lektor nicht haben will, haben Tausend Menschen keine Chance.

Habe gerade mal wieder in den "Buddenbrooks" geblättert: Ellenlange Sätze, viel schöne Adjektive .... Thomas Mann hätte es bei dir also scheinbar nicht geschafft. Oder?

Aber du hast in gewisser Weise ja recht. Viele Menschen können mit wirklich langen, verschachtelten Sätzen nichts mehr anfangen und ich frage mich, woran das liegt. Weshalb können Viele nur kurze, prägnante Sätze lesen? Ist unsere Sprachfähigkeit vielleicht schon etwas degeneriert?
Herzliche Grüße

Gerhard



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chiquitita
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Re:

von chiquitita (16.07.2008, 20:10)
Gerhard,
Hans ist journalistisches Schreiben und Kurzgeschichtenschreiben gewöhnt. Ich weiß es aus eigener Erfahrung: da muss man schnell auf den Punkt kommen, z.T. werden einem nur wenige Anschläge vorgegeben und da muss des dann halt ruck-zuck gehen. Ich hatte einmal an einem Projekt teilgenommen, wo eine Hotelkette Kurz-Kurzgeschichten als Gute-Nacht-Geschichten für ihre Gäste gefordert hat. Vorgabe war: nicht mehr als 1000 Anschläge. Als das Projekt abgeschlossen war, hat es doch eine ganze Weile gedauert, bis ich mir diesen Kurzstil wieder abgewöhnt hatte. Ich kann deshalb Hans gut verstehen.
LG Chiqui

Kausde
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Re:

von Kausde (22.07.2008, 12:57)
Also obwohl ich selbst gern und oft Adjektive in Texten verwende, um bestimmte Bilder beim Leser zu provozieren, stimme ich Hans teilweise zu. Hier ist das Ganze ein bisschen überladen, und dem Leser wird vorweggenommen, sich ein eigenes Bild von der Szenerie zu machen. Das schreibe ich jetzt nicht als Lektorin, sondern als Leserin. Der Text sollte auf keinen Fall zu kahl werden (das ist, denke ich, Gerhards Intention), denn zu sachliche Zeilen erzeugen automatisch eine kühlere Atmosphäre. Ich würde also einen Mittelweg gehen und ein kleines bisschen kürzen; bei dem Anfang wäre das z.B.:

Die Nacht war nahezu perfekt. Ein sternenklarer Himmel, das würzige Aroma des Waldes in der lauen Sommerluft, und wenn man ganz still war, konnte man die Grillen zirpen hören. Der Mond stand beinah voll am Firmament und tauchte alles in ein kühles, silbernes Licht. Bis auf die Geräusche der Nacht war nichts zu hören. Kein Straßenlärm, kein unverständliches Stimmengewirr, einfach nichts. Nur Nacht, nur vollkommene Natur.


Das würde ich als Lektorin stehenlassen. Was mir speziell an diesem Anfang nicht ganz so gefällt, ist die Tatsache, dass du, Maya, zwischen den Eindrücken wechselst. Zuerst gehst du auf das Sichtbare ein (Nacht, Himmel), dann was man riecht (Aroma), dann was man hört (Grillen). Dann gehts wieder auf die optische Schiene und dann erneut um Geräusche. Da sollte doch Sinn für Sinn abgehandelt werden.

Das als ein paar anregende Gedanken für die weitere Überarbeitung. :)

Maya

Re:

von Maya (22.07.2008, 13:09)
Vielen Dank für eure Tipps und Anregungen. :D

Habe schon einige Stellen rausgenommen, auf die ich gut verzichten konnte. Bin eben ein kleiner Detailfreak und freue mich in Bücher auch selbst immer darüber, wenn alles auführlich beschrieben wird. book:

Kausde hat geschrieben:

Das würde ich als Lektorin stehenlassen. Was mir speziell an diesem Anfang nicht ganz so gefällt, ist die Tatsache, dass du, Maya, zwischen den Eindrücken wechselst. Zuerst gehst du auf das Sichtbare ein (Nacht, Himmel), dann was man riecht (Aroma), dann was man hört (Grillen). Dann gehts wieder auf die optische Schiene und dann erneut um Geräusche. Da sollte doch Sinn für Sinn abgehandelt werden.



Von der Seite habe ich es jetzt noch garnicht betrachtet. Aber vielen Dank für den Hinweis! thanks:

LG
Maya

powbase
Beiträge: 46
Registriert: 25.03.2008, 12:07

Re:

von powbase (22.07.2008, 13:15)
Hallo, ich kann mich Hans uneingeschränkt anschliessen. Etwas weniger "Füllwörter" wären angebracht. Natürlich kann man einige Stellen ausgiebig beschreiben, man darf nur nicht übertreiben. Ansonsten, weiter so und viel Kreativität.
Grüße

Thorsten Boose

Re:

von Thorsten Boose (22.07.2008, 13:18)
Gerhard hat geschrieben:
Aber du hast in gewisser Weise ja recht. Viele Menschen können mit wirklich langen, verschachtelten Sätzen nichts mehr anfangen und ich frage mich, woran das liegt. Weshalb können Viele nur kurze, prägnante Sätze lesen? Ist unsere Sprachfähigkeit vielleicht schon etwas degeneriert?


Wir leben im Zeitalter der Unterhaltung und die soll möglichst schnell vonstatten gehen.
Wo früher in drei Minuten Werbepause 4-5 ruhige Werbefilmchen liefen, häufen sich heutzutage immens die Spots an. Gesprochen wird eh nicht viel, man wartet auf den einen prägnanten Satz, der den Zuschauer zum Kaufen anregen soll.

Lesen wird von so vielen Menschen heutzutage für altmodisch erklärt. Ich kenne viele Leute meiner Generation, die sagen "Buch? Den gibt's doch schon auf DVD, wozu soll ich da das Buch lesen?".

Meiner Meinung nach ist das verwöhnt. Ich mag clevere, gut verschachtelte genauso wie prägnante, aussagekräftige Sätze. Es kommt auf das jeweilige Medium und dem damit verbundenen gewollten Ergebnis an.

Daran sollte auch jeder gute (!) Lektor denken meiner Meinung nach.

Grüße!

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