Saaagenhaft günstiges Angebot

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Alexander
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Saaagenhaft günstiges Angebot

von Alexander (16.07.2008, 18:24)
Mail an mich vom 16.07.2008:

Sehr geehrter Herr (...)

vor einigen Monaten durften wir Ihnen mitteilen, dass wir Ihr Werk gerne in das Verlagsprogramm aufnehmen würden. Zusätzlich haben wir dem Schreiben ausführliche, weitergehende Informationen beigelegt.

Da uns an Ihrem Projekt wirklich viel liegt, möchten wir Ihnen folgende zwei Alternativen vorschlagen:

* Die einmaligen Produktionskosten verringern wir auf Euro 3390,- (exkl. 10%MWSt), zahlbar in 3 Raten (bei Vertragsabschluss, bei Korrekturabzug und bei Erscheinung). Dafür verzichten Sie auf Ihr Autorenhonorar der ersten 1000 verkauften Exemplare. Ab dem 1001 Stk. erhalten Sie dann 10% Autorenhonorar.

* Sie brauchen keinen Zuschuss zu den Produktionskosten zu leisten; dafür erhalten Sie bei Erscheinung Ihres Buches selbst 400 Stk. mit ihrem Autorenrabatt von 30% (Bezahlung in 3 Raten im Laufe der Produktion, Lieferung der Bücher sofort nach Erscheinungstermin bzw. bei Fälligkeit der 3. Rate). Diese Bücher können Sie dann verschenken, oder natürlich noch besser verkaufen, wodurch Sie sehr schnell einen Gewinn erzielen können. Selbstverständlich können Sie jederzeit weitere Bücher mit Ihrem Rabatt vom Verlag beziehen. Auch erhalten Sie das vereinbarte Honorar jährlich ausbezahlt.

Wir hoffen, eine dieser beiden Varianten ermöglicht Ihnen die Veröffentlichung Ihres interessanten Werkes, und wir erwarten Ihre Stellungnahme da wir die Titelauswahl für unser Programm abschließen möchten, und Sie gerne als Autor dabei hätten.

Bitte beachten Sie, dass diese beiden Varianten nur innerhalb der nächsten 14 Tage gültig sind!

Mit besten Grüßen (...)

Mein Buch ist im Druck. www.shaker-media.de/shop/978-3-86858-031-0
Kosten: für die ersten 35 Exemplare bekomme ich nichts. Soviel zum Thema Zuschußkostenverlage...
Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein.

LOFI

Re:

von LOFI (16.07.2008, 18:26)
Ach, wie ich diese briefe kenne..... und hasse.

LG

Lorenz

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Judith
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Re:

von Judith (17.07.2008, 00:41)
Alexander oder Heiner sollte Verlag und Adresse rausnehmen, sonst kann es evtl. Ärger geben.

Das Angebot ist wirklich "sehr überzeugend"! :twisted:

Grüßle,
Judith
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

franziska rechperg
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Re:

von franziska rechperg (18.07.2008, 17:52)
Hallo,
so ein "Angebot" bekam ich auch mal. :( Daraufhin bin ich nie mehr auf so etwas reingefallen. Die Anbieter schmierten mir wirklich einen ganzen Topf Honig um den Mund, aber ich habe genau gemerkt, dass die Lobeshymne auf Textbausteinen zusammengesetzt war.... cool1 Nicht mal gut gemacht! So was beleidigt die Intelligenz eines Autors.
Franziska Rechperg
www.franziskas-buchwelt.de

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Cornelia
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Re:

von Cornelia (18.07.2008, 18:15)
Hallo,

wenn man obiges 'Angebot' liest, hat man wirklich den Eindruck, dass solche Verlage glauben, Autoren sitzen mit einer 'rosaroten' Brille auf Wolke sieben, träumen den lieben Tag vor sich hin von ihrer Buchveröffentlichung.

Tragisch finde ich wirklich, dass es wohl weiter Autoren gibt, die diese Angebote annehmen werden, weil Sie die Alternativen nicht kennen.
:(

Viele Grüße
Cornelia

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hawepe
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Re:

von hawepe (18.07.2008, 21:34)
Hallo Cornelia,

Cornelia hat geschrieben:
wenn man obiges 'Angebot' liest, hat man wirklich den Eindruck, dass solche Verlage glauben, Autoren sitzen mit einer 'rosaroten' Brille auf Wolke sieben, träumen den lieben Tag vor sich hin von ihrer Buchveröffentlichung.


Genau das tun aber viele. Ich war wirklich erschrocken, welche Massen sich auf der Leipziger Buchmesse an solchen Staenden draengelten. Da konnten die Book-on-Demand-Dienstleister nur schwer mithalten :-(

Beste Gruesse,

Heinz.

M-F Hakket
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Registriert: 20.08.2009, 13:37

Re:

von M-F Hakket (19.07.2008, 11:35)
Nun ja, wenn ich jetzt mal ganz hart und gemein bin - was ich nicht bin - und was ganz hartes und gemeines sage - was ich nicht tue - dann würde ich folgendes schreiben:

Wenn ein Verlag das Manuskript eines Autoren verlegen will, soll der Verlag dafür bezahlen.

Wenn ein Autor sein Manuskript bei einem Verlag verlegen will, soll der Autor dafür bezahlen.

Es kommt einfach darauf an, was wer will. Wenn jemand etwas haben will, muss er dafür bezahlen. Alles andere anzunehmen wäre utopisch und niemand würde das auch ernstlich tun ... oder?

Gruß Hakket :twisted:

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PvO
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Re:

von PvO (20.07.2008, 08:24)
Das ist richtig und es soll sie geben, die seriösen Zuschussverlage. Allein die Höhe des Zuschusses macht es. Wenn ich mit einem Buch z.B. 1.000 Euro einnehme (wohlgemerkt Einnahmen gleich Umsatz aber nicht Verdienst), dann dürfte der Zuschuss nicht über diese 1.000 Euro liegen, eher darunter, denn ich will ja auch noch was davon haben. Aber auf gar keinen Fall 7.000 Euro oder so.

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